Die Landesausschusssitzung (LAS) II fand in Barmstedt im Kreis Pinneberg statt. Am Sonnabend reisten wir alle mit der üblichen „Landjugend-Viertelstunde“ Verspätung an. Angefangen mit der Frage „Wie heißt dein Auto?“ oder „Wie würde es heißen?“ wurde gleich viel gelacht und nett in den Tag gestartet. Das Thema „Aufholen nach Corona“ war jedoch das größte des Morgens.
Die KreisLandjugendverbände (KLV) bekommen je 200 € Förderung für eine Veranstaltung, welche eine Teameinheit und einen Workshop beinhaltet. Durch das Geld sollen die KLV und ihre Ortsgruppen nach Corona wieder als Gruppe zusammenwachsen. Es wurden Fragen besprochen, welche Form eine solche Veranstaltung haben könnte und wie sie abgerechnet werden soll.
Da Hanna Kühl und Hannes Bumann bei der Landesversammlung im November nicht wieder zur Wahl stehen werden, wurde die Frage in den Raum gestellt, ob jemand Lust auf den Landesvorstand habe oder jemanden kenne, der oder die dafür infrage komme. Als Hintergrund dazu wurde das Ehrenamt im Landesvorstand von Hannes erläutert.
Dann ging der Blick wieder zurück auf die Kreise. Um mit ihnen in Kontakt zu kommen und zu hören, wie es ihnen geht, was passiert ist und vor allem, wie wir die LAS attraktiver gestalten könnten, teilten wir uns in kleine Gruppen auf und wanderten von Flipchart zu Flipchart.
Tatsächlich haben schon viele Kreise viel mit ihren Mitgliedern geplant und durchgeführt – nach unserem diesjährigen Motto: „Gemeinsam sind wir stärker”. Endlich fanden wieder Feten und gemeinsame Abende statt, und man konnte zwischen den Zeilen lesen, dass viele es wirklich gebraucht haben, dass man wieder als Landjugend zusammenkommt. Das allgemeine Befinden der Kreise war gut, jedoch merkte man, dass Corona Spuren hinterlassen hat. Es gibt viele Veranstaltungen, die nicht mehr so gut besucht waren wie vorher. Auch kann nicht mehr wirklich fest geplant werden, weil die Mitglieder sehr spontan geworden sind.
Als Information für das Veranstalten von Feten und Festen stellte Wenke Ahmling die Laju Service GmbH vor. Mit mehr als 22.000 € Umsatz muss man nämlich Steuern zahlen, und die Service GmbH hilft einem, dass alles richtig läuft. Sie erklärte uns, wie die Service GmbH arbeitet und welch geringer Aufwand es für die Kreise oder Ortsgruppen wäre, über die Laju Service GmbH abzurechnen.
Nach einer kurzen Stärkung ging es zur Hofbesichtigung der Engelbrecht GbR. Dierk Engelbrecht führte uns gemeinsam mit seinem Sohn Mirco über den Hof und brachte uns die Geschichte des Betriebes und der Familie sowie die Art und Weise ihres Wirtschaftens näher. Der konventionelle Milchviehbetrieb bewirtschaftet etwa 180 ha Grün- und Ackerland und liefert die Milch an die Barmstedter Molkerei.
Danach ging es an eine Ideensammlung, die uns als Verband hilft, Seminare und Großprojekte zu entwickeln, damit wir für unsere Mitglieder das Passende organisieren.
Gegen Ende des Tages stellten wir uns noch einmal die Frage, wie wir mehr Teilnehmer und Teilnehmerinnen für unsere Veranstaltungen akquirieren können. Denn sowohl die LAS als auch die Seminare sind leider nicht so gut besucht, wie wir uns erhoffen. Wir wollen jetzt endlich wieder in Gemeinschaft was anpacken, nur wie, wenn sich niemand angesprochen fühlt?
Eine Antwort auf diese Frage lautet: durch direkte Ansprache. Egal, ob über WhatsApp oder persönlich, zieht sie die meisten Menschen. Denn wenn man weiß, dass Freunde und Bekannte auch dabei sind, nimmt man viel lieber teil als ganz allein. Das haben wir uns vorgenommen. Außerdem wollen wir versuchen, via Social Media wie Instagram mehr Einblicke in die Veranstaltungen zu teilen, damit man eine Vorstellung bekommt, was einen überhaupt erwartet.
Abends, als alle hungrig waren, ging es hinaus in den Garten, und der Grill wurde angeschmissen. Noch bevor der heiß war und das Fleisch gar, wurde Bente Ingwersen, die ganze vier Jahre im Landesvorstand engagiert mitgewirkt hat und sich unter anderem der 72-Stunden-Aktionen angenommen hatte, verabschiedet.
In den Sonntag starteten wir mit der Bewerbung der Seminare und Projekte, die noch bevorstehen, sowie der European Rally. Dann ging es hinaus an die frische Luft, und wir spielten noch zwei Runden, damit wir alle noch einmal gemeinsam Spaß hatten. Als die Luft vom Lachen fehlte und die Wangen rot wurden, wurde die Sitzung geschlossen.
Wir waren froh, endlich den Bildschirm gegen die Realität einzutauschen, endlich wieder einen lustigen Spruch zwischendrin zu haben oder einfach mit einer Gruppe von Menschen zu lachen. Denn es ist etwas ganz anderes, ob man allein vor dem Bildschirm sitzt und zuhört oder interaktiv mit allen arbeiten kann. Das abschließende Fazit ist also: LAS in Präsenz können wir noch!




