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Erwartet und befürchtet: Heftige Preiskorrekturen

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Die Vorhersagen für die Milchpreisentwicklungen haben sich im ersten Monat des Jahres 2023 bewahrheitet. Um 4 bis 6 ct korrigierten die meisten Meiereien hierzulande ihre Auszahlungspreise nach unten. Von 60 ct ist keine Rede mehr, der am häufigsten gemeldete Preis liegt bei 55 ct. Im Durchschnitt wurden im Januar 54,86 ct/kg ECM gezahlt. Das entspricht einem Rückgang um 8 % gegenüber dem Vormonat.

Bundesweit steigt die Milchanlieferung saisonüblich an, dabei kommt es hin und wieder zu Unterbrechungen. In der 5. KW wurde ein um 0,4 % vergrößertes wöchentliches Milchaufkommen registriert.

Im Vergleich mit der Vorjahreslinie ergibt sich ein gegenüber Dezember verringerter, aber weiter großer Vorsprung von 2,9 %. Im Rückblick auf das Jahr 2022 wird hingegen deutlich, dass dieser Vorsprung aus den letzten Monaten des Jahres stammt. Die Bilanz des Kalenderjahres 2022 verbleibt auf dem Niveau von 2021. Daten des BLE zeigen auch, dass die Milchanlieferung aus Grenzgebieten zu EU-Nachbarstaaten um 18 % angestiegen ist. Die hohen Milchpreise haben die Urproduktion folglich im Einzugsbereich der deutschen Meiereien angekurbelt. Und auch die Verarbeitungsstruktur wurde den Preisniveaus angepasst, die BLE-Zahlen spiegeln einige Verkehrungen wider. Eindeutig sagen lässt sich, dass im Jahresverlauf 2022 die Produktion von Milcherzeugnissen in Pulverform zulasten von Käse-, Joghurt- und Frischmilcherzeugnissen hochgefahren wurde.

Die Indizien für die finanzielle Verwertung des Rohstoffs Milch schwächeln seit Monaten. Der vom ife veröffentlichte Rohstoffwert Milch ab Hof sinkt zum vierten Mal in Folge auf 44,8 ct/ kg für den Januar. Dabei hat der Fettwert um 1,8 ct nachgegeben auf 27,4 ct/ kg und der Nichtfettwert um 1,3 ct auf 19,0 ct/kg. Am niederländischen Spotmarkt wurden am 12. Februar 35,5 ct/kg Milchpreis notiert. Die Global-Dairy-Trade (GDT)-Auktionen starteten negativ ins Jahr, nach einer fast unveränderten Sitzung Ende Januar kam es Anfang Februar dann zu einem Anstieg des Preisindex um 3,2 %. Und so scheint sich auch am hiesigen Markt der Preisverfall zu bremsen. Die Preisabsenkungen der vergangenen Monate haben zu einem Niveau geführt, das sich am internationalen Markt behaupten kann.

Nachfrage nimmt zu

Durch die Preissenkungen im LEH ist die Nachfrage nach Butter angekurbelt worden. Die Hersteller werden mit fast doppelt so hohen Ordermengen konfrontiert. Nichtsdestotrotz notiert die Kemptener Börse einen Preisverfall von etwa 7,40 €/kg Ende 2022 auf nur noch 5,20 €/kg. Der preisliche Abstand zur Blockbutter normalisiert sich zunehmend. Am Markt für Käse wird von einer guten bis sehr guten Nachfrage berichtet. Die Preistendenz sollte daher wieder fester werden. Für Emmentaler werden in Kempten 6,10 bis 7,15 €/kg aufgerufen, in Hannover sind für Gouda/Edamer-Brotware 3,70 bis 4,10 €/kg notiert. Die Bestellungen aus dem LEH steigen, die Industrie ordert gleichmäßig. Generell wächst das Interesse an längerfristigen Kontrakten.

Pulverpreise tendenziell fester

Sowohl am internationalen Markt, wie erwartet nach Abschluss der asiatischen Neujahrsfeierlichkeiten, als auch am europäischen Binnenmarkt werfen die Einkäufer ihre abwartende Haltung über Bord. Die Kurse am Pulvermarkt stabilisieren sich, teilweise ist von einer belebten Marktlage die Rede. Auch hier besteht Interesse an längeren Kontraktlaufzeiten, woraus auf eher steigende Preise geschlossen werden kann. Vollmilchpulver war zuletzt an der GDT sehr gefragt, hierzulande werden 3.450 bis 3.550 €/t aufgerufen. MMP in Lebensmittelqualität liegt etwa 200 € niedriger als vor vier Wochen, ist aber fest gestimmt. MMP in Futtermittelqualität notiert kaum schwächer als vor vier Wochen und ist auch wieder fest gestimmt.


Finanzsektor wird entscheidende Rolle spielen

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Es stehen noch zu viele ideologische und machtpolitische Interessen einzelner Gruppen im Vordergrund der agrarpolitischen Diskussion, um den nachhaltigkeitsorientierten Umbau der Landwirtschaft voranzubringen, stellte Hubertus Paetow, Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), am Dienstag auf der Mitglieder­versammlung fest, die im Rahmen der DLG-Wintertagung in Hannover stattfand. Das Thema Nachhaltigkeit in der Finanzierung und die Auswirkungen der EU-Taxonomie auf die Landwirtschaft standen am Mittwoch im Fokus der Plenumsveranstaltung.

DLG-Präsident Paetow appellierte am Mittwoch vor mehr als 900 Besuchern in der Hauptveranstaltung der Wintertagung, die wertvollen Konzepte der nachhaltigen Entwicklung in der Landwirtschaft nicht aufzugeben und sich nicht vom medialen Alarmismus treiben zu lassen. Krisen beziehungsweise entscheidende Wendungen entstünden vor allem dann, wenn die Defizite eines Systems nicht mehr kompensiert werden könnten. Dann sei es Zeit, Praktiken, Vorgehensweisen und Ausrichtungen zu hinterfragen und neu zu justieren, so der DLG-Präsident. Durch den Exportstopp landwirtschaftlicher ­Erzeugnisse infolge des Ukrainekriegs seien Stimmen einer weltweiten Ernährungskrise laut geworden. Auch die aktuelle Preisentwicklung gebe Anlass zur Sorge, insbesondere aus Sicht der ärmeren Länder des globalen Südens, die auf Nahrungsmittelimporte angewiesen sind.

Diese Situation ändere aber nichts an der Notwendigkeit, die Systeme auch hierzulande so zu gestalten, dass die natürlichen Ressourcen nicht dauerhaft beeinträchtigt werden. Was sich ändere, sei die unternehmerische Beurteilung der Alternativen, wenn es um eine nachhaltige Weiterentwicklung auf dem Betrieb gehe. Bei ähnlich positiver Wirkung auf die Biodiversität sollten Maßnahmen im Vordergrund stehen, die mit dem geringsten Ertragsrückgang verbunden sind, so Paetow. Nachhaltigkeit werde auch die Grundlage von Finanzierungs- und Versicherungskonzepten in der Landwirtschaft.

Nachhaltigkeit als Finanzierungskriterium

Prof. Stephan von Cramon-Taubadel, Professor für Agrarpolitik an der Georg-August-Universität Göttingen, hob hervor, dass die globale Versorgungslage eng sei und noch enger werden könnte, beeinflusst durch den Krieg in der Ukraine. Dennoch seinen Nachhaltigkeits- und insbesondere Klimaziele von höchster Priorität im Kampf gegen die Erderwärmung. Er stellte klar, „Klimapolitik ist Sicherheitspolitik“. Obendrauf kommt vonseiten der EU jetzt die geplante Umsetzung der Taxonomie-Regelungen. Die Agrar- und Ernährungswirtschaft fürchte dadurch eine Gefährdung der Kreditversorgung und eine Zunahme der Bürokartie sowie die Einführung eines zweiten Fachrechts durch die Hintertür.

Im Green Deal spiele unter anderem der Finanzsektor eine Rolle, stellte Dr. Rainer Langner, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Hagelversicherung, in seinem Vortrag fest. In der EU-Taxonomieverordnung gebe es sechs Ziele, die erreicht werden müssten. Zwei davon, nämlich der Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel, seien bereits festgelegt. Die Auswirkungen seien, dass Versicherer und auch die Banken in der nicht-finanziellen Berichterstattung zunehmend auch darlegen und offenlegen müssten, wie sie Themen wie Nachhaltigkeit angehen und was sie dafür tun. Es betreffe zwei Bereiche, einmal den Bereich der Kapitalanlage, aber auch den Bereich der Finanzierung und Versicherung. Das werde Auswirkungen auf die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Versicherungen und Banken haben. Die Branche müsse sich jetzt damit intensiv beschäftigen.

Klimapolitik zeigt sich im Stall und Agrarhandel

Für Dr. Birthe Lassen vom Thünen-Institut für Betriebswirtschaft gibt es Nachhaltigkeit nicht einfach in den Farben Schwarz-Weiß. Nachhaltigkeit in der Milchviehhaltung sei ein Thema, das so vielfältig wäre, wie die Milchviehbetriebe selbst. Als Milchviehbetrieb sei man nicht einfach „nachhaltig“ oder „nicht nachhaltig“. Alle Betriebe hätten Bereiche, in denen sie schon heute nachhaltig aufgestellt seien, während es in anderen Bereichen Optimierungspotenziale gebe.

Dr. Bianca Lind, Nachhaltigkeitsexpertin bei Agravis, erwatet Veränderungen für die Agrarbranche durch die Umsetzung des europäischen Green Deal. Die Unternehmen seien gezwungen, ihre nachhaltigen Aktivitäten transparent zu dokumentieren. Es müssten neue Informationen erfasst, verarbeitet und in Kennzahlen abgebildet werden. Außerdem werde der Druck höher, sich Ziele zu setzen und diese zu erreichen. Auch wenn viele Informationen bereits in Unternehmen vorhanden sind, sei die Dokumentation aufwendig und würde knappe Ressourcen in Anspruch nehmen. Die Kunst werde es sein, Kennzahlen und Ziele zur Steuerung des Unternehmens zu nutzen, um es in eine nachhaltige Zukunft zu führen. dlg/mbw

Sinkende Energiepreise nur für Neukunden?

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Trotz sinkender Preise für Strom und Erdgas an den Termin- und Spotmärkten erhalten viele Verbraucher in diesen Tagen Nachricht von ihrem Versorger, dass die Preise demnächst deutlich erhöht werden. Da steigt dann zum Beispiel der Preis für Erdgas am 1. April von bislang 9 ct/kWh auf 19 ct/kWh! Damit verdoppelt sich der monatliche Abschlag. Dabei wurde dieser bereits im Vorjahr deutlich erhöht. Auch für viele Stromkunden stehen jetzt nochmals deutliche Preisaufschläge an. Informiert man sich dagegen über einen Wechsel zu einem anderen Anbieter, werden spürbar billigere Tarife angeboten. Zum Teil bietet der gleiche Versorger, bei dem man seit Längerem Kunde ist, Neukunden deutlich günstigere Tarife, als man selbst zahlen muss. Viele Erdgas- und Stromkunden fragen sich, ob man die jüngsten Preisaufschläge akzeptieren muss oder ob man kündigen und von den günstigen Neukundentarifen profitieren soll.

Lieber isolieren als wechseln

Ohne Frage: Hohe Preise sind das beste Steuerungsinstrument, um Energie einzusparen und um schließlich Klimaziele zu erreichen. Auf lange Sicht ist es günstiger, das Haus ordentlich zu isolieren und in eine sparsame Heizung zu investieren, als ständig den Versorger zu wechseln. Dennoch ist fraglich, ob die jüngsten Tariferhöhungen notwendig sind. Soll man sie stillschweigend akzeptieren oder den Anbieter auch aus Protest wechseln? Verbraucherschützer raten eher davon ab. Wer jetzt einen neuen Tarif abschließt, bindet sich für ein oder zwei Jahre. Sollten die Preise in dieser Zeit fallen, zahlt der Neukunde drauf. Durch die Gas- und Strompreisbremse sind ohnehin 80 % des bisherigen Verbrauchs gedeckelt auf 12 ct/kWh für Erdgas, 9,5 ct für Fernwärme und 40 ct für Strom. Für Gewerbebetriebe gelten auch andere Kurse. Für Kunden, deren Energieverbrauch jetzt deutlich höher liegt als im vergangenen Bemessungszeitraum, kann sich ein Anbieterwechsel eher lohnen. Verbraucherschützer warnen davor, dass Energieanbieter die Strompreisbremse gezielt für Tariferhöhungen nutzen könnten. Zahlreiche Grundversorger haben bereits Preiserhöhungen von über 150 % angekündigt. Überzogene Erhöhungen hat der Gesetzgeber aber mit der Strompreisbremse verboten. Die Beweislast soll im Zweifel beim Versorger liegen. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte angesichts möglicher Mitnahmeeffekte angekündigt, Tariferhöhungen genau zu prüfen. Auch „Zufallsgewinne“ der Energiekonzerne sollen abgeschöpft werden. Aus den Einnahmen soll die Deckelung der Strompreise für die Privathaushalte finanziert werden.

Zögernd nachgebende Kurse

Bei einem Tarifwechsel gilt es, die Vertragslaufzeit und die Kündigungsfrist zu beachten. Bei einer Preiserhöhung haben die Kunden jedoch das Recht, eher aus dem Vertrag herauszukommen. Der Versorger muss vorab über eine Tariferhöhung informieren. Dies kann auch mit einer E-Mail erfolgen, in der steht, dass man die Information erst nach Einwahl in ein Online-Portal erhält. Wem das zu umständlich ist, der wundert sich anschließend über den deutlich erhöhten monatlichen Abschlag. Dann hat man wenig Möglichkeit zu reagieren, da die Kündigungsfrist abgelaufen ist.

Vorerst rechnen Beobachter mit eher weiter rückläufigen Energiepreisen. Im vorigen Herbst erreichten die Strompreise für Neukunden ein Niveau von 70 ct/ kWh. Mittlerweile ist der Kurs auf 36 ct gesunken. Großabnehmer zahlen schon deutlich weniger. Im Vorkrisenjahr 2021 um diese Zeit lag der Preis für Neukunden bei 24,4 ct/kWh. Weitere Preisrückgänge setzen sich aktuell nur zögernd durch. Das Merit-Order-Prinzip sorgt dafür, dass das Kraftwerk mit den höchsten Produktionskosten, das noch benötigt wird, um den Bedarf zu decken, den Strompreis bestimmt. Und dies sind aktuell die Gaskraftwerke, die deutlich teurer produzieren als die Windmühlen und Solarparks.

Virusnachweis bei Legehennen in Ostholstein

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Im Kreis Ostholstein ist die Geflügelpest in einem Legehennenbetrieb mit rund 17.000 Legehennen amtlich festgestellt worden, nachdem das Friedrich-Loeffler-Institut am Mittwoch eine Infektion mit dem Geflügelpestvirus des Subtyps H5N1 bestätigt hatte. Die rechtlich vorgeschriebene tierschutzgerechte Tötung aller verbliebenen Legehennen des Betriebes ist nach Angaben des Kieler Landwirtschaftsministeriums (MLLEV) bereits erfolgt. Auch die fachgerechte Entsorgung aller getöteten sowie verendeten Tiere sei sichergestellt worden. 

Um den Ausbruchsbetrieb wurde eine Sperrzone eingerichtet, welche aus einer Schutzzone von mindestens 3 km und einer Überwachungszone von mindestens 10 km besteht. In der Sperrzone gelten bestimmte rechtliche Vorgaben für Geflügelhaltungen. Diese umfassen unter anderem ein Aufstallungsgebot und ein Verbringungsverbot für lebendes Geflügel. Weitere Informationen werden auf der Internetseite des Kreises Ostholstein zur Verfügung gestellt.

Speicherkraftwerk in Tüttendorf ausgezeichnet

Das Regenerative Speicherkraftwerk von Martin Lass aus Tüttendorf bei Gettorf erhielt vom Fachverband Biogas die Auszeichnung als eine der besten Biogasanlagen Deutschlands. Das Kraftwerk gilt als eine der modernsten Anlagen in der Bundesrepublik. Die Urkunde überbrachte Marcus Hrach, Geschäftsführer des Landesverbands Erneuerbare Energien (LEE SH).

Die innovative Arbeit von Martin Lass habe Modellcharakter für Projekte in ganz Deutschland, erklärte Hrach. Nach der Übernahme des elterlichen Betriebs in Tüttendorf 2005 stieg Lass gemeinsam mit einem Berufskollegen 2009 mit einer eigenen Biogasanlage, der BioEnergie Gettorf, in die Erzeugung Erneuerbarer Energien ein. Inzwischen versorgt sein Betrieb die eigenen Wärmenetze in Tüttendorf und Gettorf, an die neben zahlreichen Einfamilienhäusern das Schul- und Sportzentrum sowie ein Hospiz angeschlossen sind.

Mit dem größten Biogasspeicher Deutschlands als Kernstück, weiteren Wärmepufferspeichern und zusätzlicher BHKW-Leistung optimierte Lass seine Anlage hin zu einem Regenerativen Speicherkraftwerk. Dieses kann so viel entschwefeltes und entfeuchtetes Biogas speichern, wie die Anlage in 60 Stunden produziert. Dank der Gas- und Wärmespeicher ist die Stromerzeugung flexibel zur Deckung des Restbedarfes an Strom, wenn nicht ausreichend Wind- und Solarenergie erzeugt werden können. Gleichzeitig lässt sich der Wärmebedarf eines größeren Wärmenetzes absichern. Künftig will Lass das Anlagenkonzept um ein eigenes Inselstromnetz erweitern, um Ladesäulen in Gettorf mit 100 % Erneuerbarem Strom zu betreiben.

Der Fachverband Biogas, Mitglied des LEE SH, zeichnet regelmäßig visionäre Projekte aus und ehrt mutige Unternehmerinnen und Unternehmer.

Bewusst atmen

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Ist uns bewusst, dass die Atmung an allen lebenswichtigen Prozessen im Körper beteiligt ist? Inwieweit haben wir Einfluss darauf und welche Möglichkeiten schlummern für das bewusste Atmen in uns? Um diese und andere Fragen zum Thema Atmung geht es am Mittwoch, 15. März, um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Bälau. Der KreisLandFrauenverbandes Herzogtum Lauenburg hat dazu Charlotte Kopp eingeladen. Die Heilpraktikerin, Atem-, Sprech- und Stimmtherapeutin aus Bergedorf wird in das spannende Thema einführen und Fragen beantworten.

Der Eintritt ist frei. Gäste sind herzlich willkommen. Anmeldung für die Planung bei Gudrun Heins-Koletzki unter buero@landfrauen-herzogtum.de Es ist aber auch eine spontane Teilnahme möglich.

LandFrauenverein Munkbrarup erhöht  Mitgliedsbeitrag

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Es gab viel zu entscheiden auf der Mitgliederversammlung des OV Munkbrarup. Unter anderem musste über die Erhöhung des Jahresbeitrages beschlossen werden. Zudem wurde Kassenwartin Marita Ernst mit der Silbernen Biene geehrt.

Bevor die Versammlung eröffnet wurde, hielt Johanna Kolber vom Haus der Familie in Flensburg einen Vortrag über die Familienhilfe. Sie stellte Patenschaften für Kinder von psychisch belasteten Eltern vor, die eine große Hilfe für die Betroffenen seien. Der OV Munkbrarup unterstützt das Projekt mit einer Spende von 300 €.

Nach dem Jahresbericht und der Entlastung des Vorstandes wurde von der ersten Vorsitzenden des Vereins, Heike Kroll, für sieben Jahre Vorstandsarbeit, davon vier als Kassenwartin, mit der Silbernen Biene ausgezeichnet.

Dann ging es um die Mitgliedsbeiträge. Durch steigende Kosten für Referenten, Verwaltung sowie höhere Abgaben von den Mitgliedsbeiträgen an den Landesverband musste über eine Anhebung des Jahresbeitrages um 10 € beraten werden. Der Vorschlag des Vorstandes, den jährlichen Mitgliedsbeitrag von 25 auf 35 € anzuheben, wurde einstimmig angenommen.

Bei der Wahl wurden Heike Kroll als erste Vorsitzende, Frauke Petersen als Schriftführerin, Christa Ewert und Ingrid Kuczka als Beisitzerinnen in ihren Ämtern bestätigt und für zwei weitere Jahre gewählt. Als Kassenprüferin schied Monika Werres aus und Petra Neumann wurde für zwei Jahre in dieses Amt gewählt.

Projektteam setzt die Segel

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Nach dem Corona-Aus 2020 hat die Laju mit einem ersten Planungswochenende erneut die Vorbereitungen für den Deutschen Landjugendtag gestartet, bei dem sich Landjugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet treffen. Die Laju Schleswig-Holstein sieht den DLT als Chance zu zeigen, was ihre Heimat zwischen den Meeren zu bieten hat. Und so heißt es : „Segel setzen – Flagge zeigen!“.

Bei einer Veranstaltung dieser Größe gibt es allerdings so einiges, das angepackt werden muss. Es wird mit zirka 1.000 Besuchern gerechnet, die allesamt untergebracht, verpflegt und vor allem unterhalten werden wollen. Erste Ideen wurden bereits bei einem lockeren Auftakttreffen in der Geschäftsstelle in Rendsburg gesammelt. Nun soll es aber handfest werden. Daher stand Anfang Februar das erste Planungswochenende in Sorgbrück an.

Auf der Tagesordnung stand neben einem allgemeinen Austausch, der Gründung der einzelnen Projektgruppen und vertiefter Bearbeitung einiger Themen auch das gegenseitige Kennenlernen. Schließlich ist eine Gruppe motivierter Leute noch lange kein Team. Das Referententeam sorgte mit Spielen wie Personen-Bingo, „Mein rechter, rechter Platz ist leer“ und „Obstsalat“ nicht nur für Kindheitserinnerungen, sondern auch für eine Menge Spaß. Ganz anders beim Spiel „Ameisenkönigin“, zu dem so mancher eine Art Hassliebe entwickelte. Ziel des Spiels ist es, in festgefahrenen Situationen oder nach dem allseits bekannten Mittagstief neuen Schwung zu finden. Für alle, die nicht das Glück hatten, zur Ameisenkönigin ernannt worden zu sein, endete diese Übung leider damit, eine auf dem Rücken liegende Ameise zu imitieren.

An diese Warm-ups (oder auch Wups genannt) schlossen sich erste inhaltliche Gespräche an, bei denen es zunächst zu klären galt, ob bereits bestehende Pläne oder das schon vorliegende Logo beibehalten werden sollten. Das war häufig diskutiert worden, aber in Sorgbrück waren sich alle darin einig, dass die Planung noch einmal neu angegangen wird. Schließlich hat sich die Laju in den vergangenen drei Jahren weiterentwickelt, und das soll sich auch beim DLT 2024 widerspiegeln.

So stellten sich erneut grundlegende Fragen wie „Wo soll der DLT 2024 stattfinden?“, „Wie machen wir möglichst gute Werbung?“ oder „Welche Aktionen wollen wir anbieten?“. Da es kaum zielführend ist, solche Fragen in einer großen Gruppe von über 20 Leuten auszudiskutieren, wurden die Teilnehmenden nach Interessen auf die Projektgruppen Platz, Öffentlichkeitsarbeit, Party, Exkursionen und Theater aufgeteilt. Nach dem Mittag verbrachten wir den Rest des Tages damit, in den einzelnen Untergruppen erste Konzepte zu besprechen und gedanklich oder schriftlich offene To-dos festzuhalten.

Den Abend ließen wir dann mit der Dokumentation über den DLT 1993, der auch schon in Schleswig-Holstein stattfand, und der Aufzeichnung des Theaterstücks der Grünen Woche 2016 ausklingen.

Nach für viele etwas zu wenigen Stunden Schlaf und einem leckeren Frühstück ging es dann an die Ergebnispräsentation. Die einzelnen Untergruppen stellten vor, was sie ausgearbeitet hatten, und diskutierten den einen oder anderen Punkt noch einmal in der gesamten Runde. Gegen Mittag war es geschafft und gemeinschaftlich wurde aufgeräumt und das Resümee gezogen.

Derzeit sind noch viele grundlegende Punkte offen. Das DTL-Team geht aber zuversichtlich an die bevorstehenden Aufgaben und alle freuen sich auf die nächsten Treffen. Der Auftakt ist auch gut gelungen, weil im Gästehaus Sorgbrück nicht nur für eine leckere Verpflegung, sondern auch für großartige Unterbringung gesorgt war.

Wer den Prozess der Vorbereitung weiter mitverfolgen möchte, kann dem DTL-Team auf Instagram folgen unter @deutscher_landjugendtag

Auch weitere Helfer können gern mit an Bord kommen. Infos und Anmeldung zum nächsten Projektgruppentreffen unter info@dlt2024.de

Start für neue Kinderseite

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„Moin Kinners!“ – Mit diesem neuen Titel sowie mit einem neuen Gesicht und Fokus auf mehr regionale Themen startet in dieser Ausgabe die neue  Kinderseite  des Bauernblatts. Wenn es auf der ersten Seite um Kängurus und Besuch aus Australien geht, hört sich das zwar weniger regional an, aber wer die Seite liest, merkt schnell, dass dabei tatsächlich eine Spur nach Schleswig-Holstein führt. Für die kommenden Seiten hat das neue Team der Kinderseite Bastel- und Backideen vorbereitet, wird Kinder aus Schleswig- Holstein besuchen und auch auf Platt berichten. Und „Wat to tüdeln“ gibt es in der neuen Rätselecke natürlich auch.

Das Team hinter der neuen Kinderseite ( v. li.): Bauernblatt-Mediengestalterin Steffi Zietan, Bauernblatt-Redakteurin Kathrin Iselt-Segert, Rita Jäger und Lena Höfer von der Medienagentur „Goldrichtig“ Foto: Iris Jaeger

Aus HaGe wird team Agrar

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Die Marke HaGe Kiel wird nach dem Abschluss der Integration der Hauptgenossenschaft Nord (HaGe) und team SE vom Markt verschwinden. Das bestätigte die team-Unternehmensführung am Mittwoch. Voraussetzung sei noch die Zustimmung der Hauptversammlung im Mai. Mit den Sparten Agrar, Bau und Energie will die team- Gruppe zukünftig die Grundbedürfnisse der Gesellschaft abdecken. „Wir freuen uns, in Zukunft unter neuem Namen und mit neuem Hauptsitz ein zuverlässiger Partner für die Landwirtschaft zu sein“, so HaGe-Vorstand Bent Nissen. Der Umzug der HaGe von Kiel nach Osterrönfeld, Kreis Rendsburg-Eckernförde, sei ein weiterer wichtiger Schritt in diesem Jahr. Die Serviceeinheiten von team und HaGe befinden sich bereits in der Zentrale in Flensburg.