Sie werden bei Login in den Shop auch automatisch auf der Bauernblatt-Website eingeloggt und können sich dann zukünftig mit dem gleichen Passwort auf beiden Websites anmelden.
Klassische Ackerfrüchte können sich offenbar besser als gedacht an Teilbeschattung durch Solarmodule oder Bäume auf dem Acker anpassen. Das zeigt eine Studie der Universität Hohenheim und des Forschungszentrums Jülich, die in der Fachzeitschrift „European Journal of Agronomy“ erschienen ist.
Untersucht wurde, wie fünf Kulturen auf reale Beschattungsbedingungen durch Agri-PV-Anlagen und Agroforstsysteme physiologisch reagieren. In den Vegetationsperioden 2023 und 2024 wurden an fünf verschiedenen Standorten in Deutschland Feldversuche durchgeführt. Konkret wurde die Photosyntheseleistung von Ackerbohnen, Gerste, Kartoffeln, Kohl und Mais gemessen. Verglichen wurden ihre Werte mit denen von denselben Kulturen auf voll besonnten Flächen.
Anpassung für positive Kohlenstoffbilanz
Alle untersuchten Kulturen zeigten im Vergleich zur vollen Sonneneinstrahlung eine verringerte Dunkelatmung und einen niedrigeren Lichtkompensationspunkt. Das deutet den Forschenden zufolge auf eine physiologische Anpassung hin, die auch bei geringerer Lichtverfügbarkeit eine positive Kohlenstoffbilanz ermöglicht. „Vereinfacht ausgedrückt heißt das, dass die Pflanzen weniger CO2 durch Atmung verloren und gleichzeitig weniger Licht benötigten, um Kohlenstoff zu fixieren, den sie benötigen, um zu wachsen und Früchte zu bilden“, erklärt Erstautorin Jennifer Moore.
Laut Studienleiter Prof. Andreas Schweiger sei bemerkenswert, dass dieser Effekt in allen Kulturen gleichermaßen aufgetreten sei. „Sie verfügen also über eine deutlich größere Anpassungsfähigkeit, als wir bisher angenommen haben“, resümierte er. Das stellt laut den Autoren die Annahme infrage, dass Ackerkulturen in beschatteten landwirtschaftlichen Systemen grundsätzlich in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt seien.
Doch Schatten ist nicht gleich Schatten. Unter den Solarmodulen blieb die Photosyntheseleistung meist vergleichsweise stabil, während sie in den Agroforstsystemen stärker schwankte; das Studienteam vermutet, dass Baumkronen ein unregelmäßigeres Schattenmuster erzeugen als Solarmodule. Kulturpflanzen können sich laut Moore an eine moderate Teilbeschattung gut anpassen. „Bereiche mit dauerhaft starker Beschattung sollten jedoch möglichst vermieden werden.“
Auch zwischen den Kulturarten gab es Unterschiede: Mais als C4-Pflanze erwies sich tendenziell als empfindlicher gegenüber reduzierter Lichtverfügbarkeit als die übrigen, zur C3-Gruppe zählenden Kulturen. „Der C4-Stoffwechsel ist eine Anpassung an heiße und trockene Bedingungen. Bei schwächerem Licht können C4-Pflanzen ihre Photosynthesekapazität nicht ausreizen“, erläuterte Moore.
Kein automatischer Ertragsvorteil
Die Beteiligten schränken jedoch ein, dass diese physiologischen Reaktionen nicht unmittelbar Rückschlüsse auf den Ertrag zulassen. Daten hierzu wurden in der Studie nur lückenhaft erhoben und zeigten je nach Standort und Kulturart kein einheitliches Bild. In den Ergebnissen sehen die Forschenden aber eine Grundlage für die gezieltere Planung von Agroforst- und Agri-PV-Anlagen.
„Wer weiß, welche Kulturen unter welchen Lichtbedingungen ihre Produktivität aufrechterhalten können, kann Sorten und Flächen besser aufeinander abstimmen“, so Schweiger. Darüber hinaus eröffneten die gemessenen physiologischen Kennwerte neue Perspektiven, um schattentolerantere Sorten gezielter zu züchten.
Für die Jury der Strohpuppenaktion ging es am vergangenen Wochenende einmal quer durch Schleswig-Holstein. Fünf Ortsgruppen hatten es mit ihren kreativen Beiträgen in die Finalrunde geschafft und wurden nun vor Ort besucht.
Von Revensdorf über Dellstedt und Barmstedt bis nach Krüzen und Trittau warteten ganz unterschiedliche Ideen, liebevolle Details und jede Menge aus Stroh gefertigter Kunstwerke auf die Reisegruppe.
Mit dabei waren Bauernverbandspräsident Klaus-Peter Lucht, LandFrauenpräsidiumsmitglied Lena Haase, Bauernblatt-Chefredakteur Dr. Robert Quakernack, Tessa Nafziger für den Agrarausschuss sowie Sören Schatt und Marlies Muxfeldt vom Landesvorstand und Bundesjugendreferent Thore Groth. Fahrer Jörn Maschack brachte die Gruppe sicher durch das schönste Bundesland der Welt.
Direkt an der viel befahrenen B 203 präsentierte die Landjugend Dellstedt ihren ganz besonderen Stroh-Trecker der Jury.Foto: Thore GrothStrohpuppenbau im Sonnenuntergang: In Revensdorf war beim Aufbau auch schweres Gerät gefragt. Foto: LJ RevensdorfGute Laune auch in luftiger Höhe: Beim Feinschliff wurde noch einmal Hand an die Ohren gelegt. Foto: LJ RevensdorfDie Landjugend Lauenburg-Süd präsentierte der Jury stolz ihre Strohpuppenkreation. Foto: Thore Groth„Koppelbeats – die Chicks machen Stimmung“: Mit seinem tierischen Ensemble wusste auch der KLV Stormarn zu begeistern. Foto: Thore GrothArbeit macht hungrig, das Ergebnis stolz: Jung und Alt, Landjugend, Junge LandFrauen und Nachwuchs stärkten sich gemeinsam nach getaner Arbeit. Foto: LJ BarmstedtHandarbeit für geübte Finger: Mit viel Geschick wurden in Barmstedt Stroh und Figuren Stück für Stück in Form gebracht. Foto: LJ BarmstedtErster Stopp am frühen Morgen: In Revensdorf wurden der Jury stolz die vier fertigen Strohfiguren präsentiert. Foto: Thore Groth
Am Ende lag ein langer, aber rundum gelungener Tag hinter der Jury: voller neuer Eindrücke, abwechslungsreicher Stopps und vor allem beeindruckender Strohfiguren. Welche Gruppe die Jury schließlich am meisten überzeugen konnte, bleibt allerdings noch geheim. Die Platzierungen werden mit der Siegerehrung am 5. September auf der Norla in Rendsburg bekannt gegeben. Wer noch mehr von der großen Strohpuppen-Tour erfahren möchte, darf gespannt sein: Ein ausführlicher Reisebericht mit vielen Eindrücken von unterwegs erscheint in Kürze.
„Junge komm bald wieder, bald wieder nach Haus …“ – in diesememotionalen Schlager von Freddy Quinn sorgt sich eine Mutter um ihren Sohn, der heimlich zur See gefahren ist. Mit dem Singen dieser Textzeilen enden die aktuellen Aufführungen der Storm-Novelle „Hans und Heinz Kirch“ auf Gut Hanerau in Hanerau-Hademarschen, gespielt von Laiendarstellern aus dem Ort und der Umgebung. Auch in dieser Novelle sorgt sich die Mutter um ihren Sohn, der nicht wie geplant nach einem Jahr von der großen Seefahrt zurückkehrt, sondern erst nach 17 Jahren. Am Donnerstag vergangener Woche feierte das Stück Premiere.
Es ist bereits die siebte Storm-Aufführung seit 2013, als der Ort seinen „Schimmelreiter“ mit viel Hingabe und Engagement in drei aufeinanderfolgenden Jahren spielte und lebte. Und auch die aktuelle Inszenierung der Novelle „Hans und Heinz Kirch“, die der Heimatdichter Theodor Storm an seinem Altersruhesitz in Hanerau-Hademarschen 1882 verfasste, wird mit so einer großen Hingabe und einem Engagement dargeboten, dass man vergisst, dass es sich nicht um professionelle Schauspieler handelt.
Nico Maas als Hans Kirch im ersten Akt – Heinz‘ Kindheit. Foto: Iris Jaeger
Erneut hat es der Hamburger Theaterregisseur Frank Düwel geschafft, die komplexe und thematisch eher schwere Geschichte um die konfliktträchtige Vater-Sohn-Beziehung des Schiffseigners und Kaufmanns Hans Kirch und seines Sohnes und angehenden Schiffers Heinz in eine Theaterfassung zu übertragen, die mit wenigen Worten die Geschichte für jeden nachvollziehbar und lebendig wiedergibt, der Schwere etwas Leichtes verleiht.
Jedem Darstellenden schreibt er dabei die Rolle auf den Leib geschneidert zu. Und auch bei dieser Darbietung in der Hanerauer Gutsscheune sind Bühnenbild und Requisiten minimalistisch gehalten. Zusammen mit dem bis ins letzte Detail ausgeklügelten Lichtdesign und den exakt gesetzten Soundeffekten sorgen sie für eine einzigartige, atmosphärisch dichte Stimmung, die die Tragik der Geschichte intensiv und aufs Wesentliche reduziert in die Seele der Zuschauer trägt. Die sitzen direkt an der Spielfläche und dem Ort des Geschehens. Intensiver kann Theater kaum sein. Unterstützt und begleitet werden die Darstellenden vom Produktionsteam, das für das Gelingen drum herum, strukturierte Abläufe und die Organisation sorgt und ebenfalls aus Bewohnern des Ortes und der Umgebung besteht. Mit professioneller Anleitung wurden ehrenamtlich die Kostüme genäht, für Technik, Bühnenbild, Maske, Verpflegung, Rückzugsräume, Pressearbeit, Regieassistenz, Shuttleservice, Sicherheit und sämtlichen Support gesorgt. Ein Jahr intensiver Vorbereitung, die mit großem Erfolg der Aufführungen und reichlich anerkenndem Applaus des Publikums belohnt wird.
Bewegende Geschichte
In der Geschichte „Hans und Heinz Kirch“ geht es dieses Mal nicht an die Nordsee, sondern nach Heiligenhafen an die Ostsee. „Hans Kirch, Schiffseigner und aufstrebender Kaufmann, hat den Weg bürgerlicher Ehren für seinen Sohn Heinz vorgezeichnet. Schiffer soll er werden, eines Tages das väterliche Geschäft leiten und bis zum Senator aufsteigen – eine Ehre, die der Vater nie erlangte. Heinz ist klug, doch ebenso wild und eigensinnig. Nur widerwillig folgt er dem vom Vater vorgezeichneten Weg, und ein kühles Schweigen bestimmt ihr Verhältnis. Zuneigung findet Heinz nur bei Wieb, der Tochter eines Matrosen. Eine heimliche Freundschaft entspinnt sich zwischen ihnen, die nicht mehr zur Liebe wächst, denn als junger Erwachsener tritt Heinz seine erste große Fahrt zur See an. Ein Jahr lang soll es auf Handelsfahrt nach China gehen. Doch es wird eine ewige Schifffahrt ohne ein Lebenszeichen von Heinz. Erst 17 Jahre später kehrt er zurück, seiner Heimat entfremdet und den Menschen rätselhaft. Schon bald gehen Gerüchte um, und sowohl die Familie als auch die Gesellschaft der Stadt am Meer sind sich nicht einig darüber, ob es der echte Heinz ist, der zurückkehrte. Eine geisterhafte Stimmung breitet sich über der Stadt aus, die in ein hochdramatisches Ende führt“, lautet es in einer Zusammenfassung der Novelle, die zum Teil auf reale Begebenheiten in Storms Leben zurückgeht.
Torben Maaßen als Hans Kirch im zweiten Akt: Heinz‘ Jugend Foto: Iris Jaeger
Sie besticht durch die vielen Naturbilder, das Meer wird zum Spiegel der Gefühle, die Weite der See ein Bild für Sehnsucht, Entfremdung, Hoffnung und Ängste. Storm zeigt auf, wie in der damaligen bürgerlichen Gesellschaft alles auf materiellen Wohlstand und ein hohes Ansehen ausgerichtet ist. Hans Kirch vermag es nicht, ein liebender, verständnisvoller Vater zu sein. Stattdessen fordert er von seinem Sohn Fleiß, Disziplin und die bedingungslose Umsetzung der Zukunftspläne des Vaters. Im Streit gehen die beiden auseinander, als Heinz zu seiner ersten großen Seereise nach China aufbricht und nicht wie geplant nach einem Jahr zurückkehrt. Am Ende der Geschichte mussHans Kirch schmerzlich feststellen, dass er seinen geliebten Sohn, den er zwei Mal verstieß, für immer verloren hat, doch da ist es zu spät, Heinz wird nicht wieder zurückkehren. „Er ist tot […], ich weiß es jetzt gewiß; aber – in der Ewigkeit, da will ich meinen Heinz schon wiedererkennen“, lässt Storm Vater Hans in der Novelle sagen.
Das Stück ist in fünf Akte gegliedert, neben drei Heinz- und Hans-Darstellern für Heinz‘ Kindheit, Jugend und Erwachsenenzeit, drei Darstellerinnen für Frau Kirch und für Wieb baute Düwel mit Fritz, Heinrich und Jule drei Storm-Geister – über alle Zeiten – in das Stück mit ein, die die Szenerien beobachten, kommentieren und geisterhaft begleiten.
Storm erlebbar machen
„Es ist eine bewegende Geschichte, und beim Lesen musste ich die Novelle das eine oder andere Mal beiseitelegen und durchatmen“, erzählt Frank Düwel. Sie enthalte zwei für die heutige Zeit wichtige Themen: zum einen den Generationenkonflikt zwischen Vater und Sohn, „bei dem man immerzu in die Novelle hineinrufen möchte: Tut euch das nicht an, verzeiht euch, geht nicht im Bösen auseinander, es kann nicht gut enden, denkt an das, was euch verbindet. Zum anderen das Gefühl des Fremdseins in der Heimat nach der Rückkehr des Sohnes von der 17-jährigen Fahrt, verbunden mit der Frage: Wer bin ich?“, so Düwel. Aus der Novelle Theater zu gestalten sei anregend, aber auch mühevoll, die für das Verständnis wichtigen Sätze herauszuarbeiten eine Quälerei. „Und doch können wir die Storm-Dichtungen nie in allen ihren Aspekten auf die Bühne bringen. Aber was wir machen können, ist, Erlebnisse zu kreieren, damit die Zuschauer ihm nahekommen. Und das schaffen wir hier, sowohl für die, die hier spielen, als auch für die, die zuschauen. So kommen alle auf ihre Art im Storm wieder zusammen.“
Das Ensemble des diesjährigen Storm-Festspiels – einige der Darstellenden sind bereits von Anfang an mit dabei. Allesamt sind sie Laiendarsteller, die mit viel Hingabe und Engagement die Novelle „Hans und Heinz Kirch“ spielen. Foto: Henrik Matzen
August 1938: Erst drei Monate zuvor hat Max Stave den Hof seines Vaters übernommen, als er zur Wehrmacht eingezogen wird. Seine Frau Alwine bleibt zurück – mit der gemeinsamen Tochter Elke und den Schwiegereltern.
Das zweite Kind ist bereits unterwegs. Von nun an liegt die Verantwortung für den landwirtschaftlichen Betrieb bei ihr: für den Hof und das Vieh, für die Bankgeschäfte und die Arbeitskräfte ebenso wie für die jungen Mädchen, die im Haushalt helfen. Später kommen weitere Aufgaben hinzu. Wie alle Frauen auf den Höfen versorgt Alwine ausländische Arbeitskräfte und Kriegsgefangene und kümmert sich um Flüchtlinge. Am 1. September 1939 beginnt mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg.
Alwine Stave übernahm 1938 die Verantwortung für den Hof.
Alwine Stave steht stellvertretend für viele Tausend Frauen, die mit dem Krieg plötzlich vor gewaltigen Herausforderungen standen. Väter, Ehemänner und Söhne wurden eingezogen. Zurück blieben nicht nur Frauen und Kinder, sondern auch Höfe, Werkstätten und Betriebe, die ohne die Männer weitergeführt werden mussten. Und sie wurden weitergeführt – wie das Beispiel der damals 24-jährigen Alwine zeigt. Sie übernahm Aufgaben, die zuvor ihr Mann erledigt und in die sie bis dahin kaum Einblick gehabt hatte. Sie organisierte den Betrieb, versorgte die Arbeitskräfte, erzog ihre Kinder und kümmerte sich um die Landwirtschaft und den Haushalt. Außerdem bildete sie junge Mädchen in Hauswirtschaft aus.
„Es war eben so.“
„Ich habe meine Mutter einmal gefragt, wie sie das alles ertragen hat: den Krieg und die ständige Angst um unseren Vater. Sie hat mir geantwortet, dass es eben so gewesen sei – und dass es den anderen schließlich genauso gegangen sei“, erinnert sich Alwine Staves älteste Tochter Elke Grafe. Vor ihr auf dem Esszimmertisch liegen mehrere Fotoalben. Sie bewahren viele glückliche Erinnerungen – selbst aus einer Zeit, in der das Leben von Angst, schwerer Arbeit und Entbehrungen geprägt war.
Elke Grafe, 1936 geboren, wächst mit drei Geschwistern auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Thienbüttel bei Nortorf auf. Ihre frühen Kindheitsjahre fallen in die Zeit des Krieges. Von Bombenangriffen bleibt die ländliche Region weitgehend verschont. Doch eines Tages greifen Tiefflieger den Milchwagen an, mit dem Alwine unterwegs ist. Sie schießen auf das Gespann. Alwine kommt unversehrt davon, doch bei der kleinen Elke sitzt die Angst tief. „Ich habe jeden Abend den Koffer für meine Puppe gepackt“, erinnert sie sich. „Für alle Fälle.“
Lange Arbeitstage
Die Landwirtschaft in Elke Grafes Kindheit war von schwerer körperlicher Arbeit geprägt. Zwar standen bereits erste technische Hilfsmittel zur Verfügung, doch der Großteil der Arbeiten musste noch von Hand erledigt werden. „Wir hatten einen Mischbetrieb mit 38 ha Land, einen großen Gemüsegarten und 18 Kühe. Für heutige Verhältnisse ist das nicht viel. Damals war es ein gesunder Betrieb“, erzählt sie. Die Arbeitstage waren lang. „Meine Mutter stand morgens um 4.30 Uhr auf, um die Kühe zu melken. Wenn sie damit fertig war, machte sie uns für die Schule zurecht. Wir frühstückten, und sie flocht uns die Zöpfe. Im Sommer gab es eine Mittagsstunde. Nur während der Ernte standen wir direkt nach dem Mittagessen wieder auf – und dann ging die Arbeit weiter.“ Am Abend brachte Alwine Stave den jungen Mädchen, die im Haushalt halfen, verschiedene Handarbeitstechniken bei. „Sie lernten, wie man alles instand hielt oder einen Hohlsaum nähte. Vor allem aber lernten sie, wie man aus beschädigten Dingen noch etwas Neues machen konnte. Aus den unversehrten Ecken eines alten Bettlakens fertigten wir kleine Decken. Meine Mutter arbeitete, bis es Zeit war, ins Bett zu gehen.“ Freizeit im heutigen Sinn gab es nicht. „Wenn meine Mutter am Sonntag mit uns zum Friedhof spazieren ging, hat sie das immer genossen“, sagt Elke Grafe. „Sie sagte dann: ,Dar wüll keen een wat vun mi.‘“
Was Alwine Stave damals als selbstverständliche Pflicht empfand, war eine außergewöhnliche Leistung. Wie viele Frauen ihrer Generation hielt sie unter schwierigsten Bedingungen Familie und Hof zusammen – oft ohne Anerkennung und ohne ihre eigene Stärke hervorzuheben. Ihre Geschichte erinnert daran, welchen entscheidenden Beitrag Frauen während des Krieges leisteten und wie sehr ihr Wirken das Leben auf dem Land geprägt hat. Es waren Frauen wie Alwine, die dafür sorgten, dass der Alltag weiterging.
In den typisch weiblichen Arbeitsbereichen (Kuhstall, Haushalt und Gemüsegarten) hatte Alwine Stave Unterstützung.Fotos: privatDer lange Arbeitstag begann um 4.30 Uhr mit dem Melken der Kühe.Zur Erntezeit packten auf den Feldern alle mit an.Bei der Kartoffelernte kamen einfache Landmaschinen zum Einsatz.
Info
Das Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz blickt auf der Norla ebenfalls auf die Landwirtschaft vor 80 Jahren. Dort kann man Alwine Stave wiedertreffen!
Der aktuelle Forstwirtschaftsmeisterkurs ist mit großer Nachfrage, hoher Motivation und einem vielseitigen Lehrgangsprogramm gestartet. Bereits das erste halbe Jahr zeigte, wie breit das Aufgabenspektrum künftiger Meister ist: Es reicht von Mitarbeiterführung und Betriebswirtschaft über Arbeitssicherheit und Logistik bis hin zu Waldbau, Forsteinrichtung und digitaler Prozessgestaltung.
Mitte Dezember begann der neue Forstwirtschaftsmeisterkurs an der Lehranstalt für Forstwirtschaft mit zwei Kennenlerntagen. Neben den Teilnehmern aus Schleswig-Holstein gehören jeweils zwei Teilnehmer aus Hamburg und Berlin zur Gruppe. Die meisten werden von ihren Arbeitgebern entsandt, die auch die Lehrgangskosten übernehmen. Dies macht deutlich, welchen Stellenwert die Meisterqualifikation in den Betrieben besitzt und wie gefragt gut ausgebildete Führungskräfte in der Forstwirtschaft sind.
Auch die Bewerberzahlen belegen die große Nachfrage. Für die zwölf vorgesehenen Plätze lagen deutlich mehr Bewerbungen vor. Sieben Interessenten aus Schleswig-Holstein musste abgesagt werden. Auch dem Wunsch aus Mecklenburg-Vorpommern, mehrere Mitarbeiter der dortigen Landesforsten weiterzubilden, konnte nicht entsprochen werden.
Entsprechend groß ist die Freude bei denjenigen, die einen der begehrten Plätze erhalten haben. Das zeigt sich auch im Unterricht: Die Gruppe arbeitet motiviert mit, beteiligt sich rege an Diskussionen und stellt viele interessierte Nachfragen. Zur Vorbereitung auf die Prüfungen in der Betriebs- und Unternehmensführung haben sich mehrere Lerngruppen gebildet. Darüber hinaus wurden zahlreiche Videotermine angeboten, um offene Fragen zu klären und die Teilnehmer gezielt auf die Prüfungen vorzubereiten.
Unterricht über Berufsgrenzen hinweg
Der reguläre Lehrgang begann Anfang Januar mit zwei Blockwochen zur Vorbereitung auf Teil 3 der Meisterprüfung, die Berufsausbildung und Mitarbeiterführung. Diese Unterrichtswochen absolvierten die angehenden Forstwirtschaftsmeister gemeinsam mit künftigen Fischwirtschaftsmeistern.
Der berufsübergreifende Unterricht erwies sich für alle Beteiligten als Gewinn. Durch den Austausch erhielten die Teilnehmer Einblicke in andere Arbeitsbereiche und konnten zugleich viele Gemeinsamkeiten entdecken. Der gemeinsame Unterricht in Teilen der Meisterausbildung bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein wird daher voraussichtlich kein Einzelfall bleiben. Voraussetzung ist, dass die jeweiligen Inhalte fachlich zusammenpassen. Besonders geeignet sind die Themen Ausbildung und Mitarbeiterführung. Aber auch in der Betriebs- und Unternehmensführung, beispielsweise bei der Buchführung, unterscheiden sich die Anforderungen der Grünen Berufe häufig nur wenig.
Bereits Ende Januar stand für die Gruppe die erste schriftliche Prüfung in Teil 3 an. Ende Februar folgten die praktische Unterweisung und das Fallbeispiel zur Mitarbeiterführung.
Diese Prüfungstage fielen mit einem Autounfall von Forstwirt-Auszubildenden zusammen, die zu dieser Zeit ihren Blockunterricht an der Lehranstalt absolvierten. In dieser besonderen Situation zeigten die angehenden Meister, dass soziale Kompetenz für sie nicht nur ein Prüfungsthema ist. Trotz des eigenen Prüfungsstresses kümmerten sie sich um die Auszubildenden, spendeten Trost und standen ihnen mit echtem Mitgefühl und tatkräftiger Unterstützung zur Seite.
Betriebswirtschaftliches Neuland
Nach den ersten Prüfungen ging es mit Teil 2, der Betriebs- und Unternehmensführung, weiter. Auf dem Stundenplan standen rechtliche Grundlagen und Handelsrecht, Betriebsorganisation, Steuern, Versicherungen, Zertifizierungs- und Managementsysteme sowie Buchführung und Bilanzerstellung.
Viele dieser Inhalte gehören für Forstwirte nicht zum täglichen Geschäft. Vertrauter sind häufig Themen wie die Kosten- und Leistungsrechnung oder die Strukturen von Behörden und Verwaltungen. Insgesamt mussten sich die Teilnehmer daher in zahlreiche neue Sachgebiete einarbeiten. Die intensive Beteiligung im Unterricht und die selbst organisierten Lerngruppen zeigten jedoch, mit welchem Engagement sie sich dieser Herausforderung stellten.
Ein weiterer Bestandteil von Teil 2 war ein dreitägiger Unterrichtsblock der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Dabei lernten die Teilnehmer das Unternehmermodell der SVLFG kennen. Im Mittelpunkt standen wichtige Themen der Arbeitssicherheit: Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen, Unterweisungen, rechtliche Grundlagen des Arbeitsschutzes und die praktische Unfallprävention.
Dabei wurde allen noch einmal deutlich, dass Arbeitssicherheit bei betrieblichen Entscheidungen von Anfang an mitgedacht werden muss. Schließlich geht es nicht allein darum, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, sondern vor allem darum, Unfälle zu verhindern und die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen.
Beeindruckenden Dimensionen
Blick von der Schiffsbrücke auf den Lübecker Holzhafen
Besonders großen Anklang fanden die forstlichen Themen, die zwischen die betriebswirtschaftlichen Unterrichtseinheiten eingestreut wurden. Teilweise standen diese Inhalte aufgrund ihrer jahreszeitlichen Bedeutung in der ersten Jahreshälfte auf dem Programm. Andere befassten sich mit den Besonderheiten forstlicher Betriebe.
Ein anschauliches Beispiel bot eine Exkursion zur Firma Rodenberg Waldkontor zum Thema Forstlogistik. Im Lübecker Hafen konnten die Teilnehmer miterleben, wie eines der firmeneigenen Schiffe entladen wurde. Die großen bewegten Holzmengen, der Zeitdruck durch die Liegekosten des Schiffes, die Anforderungen des Lärmschutzes und nicht zuletzt die Dimensionen der eingesetzten Entladetechnik beeindruckten die Gruppe.
Anschließend nahmen sich die Logistikverantwortlichen in der Betriebszentrale Zeit, die Abläufe ausführlich zu erläutern. Außer um die allgemeinen Anforderungen an eine funktionierende Logistikkette ging es besonders um die Herausforderungen der Forstwirtschaft. Witterung und Wegezustände beeinflussen die Planung ebenso wie die Tatsache, dass Holz kein einheitlich genormtes Transportgut ist. Für viele Teilnehmer eröffnete die Exkursion einen neuen Blick auf die komplexen Prozesse zwischen Wald, Transport, Hafen und Abnehmer.
Den Wald für zehn Jahre vorausdenken
Ein weiteres Thema der forstlichen Betriebsführung war die Forsteinrichtung. Dabei werden Waldbestände erfasst und die betrieblichen Planungen für das kommende Jahrzehnt entwickelt. Bäume müssen gemessen und Bestände beschrieben werden. Darauf aufbauend ist zu beurteilen, wie sich der Wald in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich entwickeln wird und wie diese Entwicklung durch forstliche Maßnahmen gesteuert werden kann.
Für viele Teilnehmer war dies ein neues Arbeitsfeld, das Inventur, Planung und waldbauliche Entscheidungen eng miteinander verbindet. Meister müssen dabei nicht nur den aktuellen Zustand eines Bestandes erfassen, sondern langfristig denken und unterschiedliche betriebliche, ökologische und waldbauliche Ziele berücksichtigen.
Auch der Blick auf forstliche IT-Anwendungen und -Programme eröffnete neue Perspektiven. Eine wichtige Rolle spielen Geodaten und Informationen über die Waldbestände. Ebenso entscheidend ist die Frage, wie diese Daten mit den Partnern innerhalb der Prozesskette geteilt und fortlaufend ergänzt werden können.
Im Zusammenspiel mit Anwendungen der Künstlichen Intelligenz ergeben sich neue Möglichkeiten, Informationen bereitzustellen, auszuwerten und innerhalb der Waldbewirtschaftung auszutauschen. Bei aller Begeisterung wurden im Unterricht jedoch auch die Grenzen diskutiert. Dazu gehören insbesondere Fragen der Datenhoheit und des Datenschutzes sowie die fachliche Prüfung und Bewertung von Ergebnissen, die durch KI-Anwendungen erzeugt werden. Digitale Werkzeuge können die Arbeit unterstützen – die Verantwortung für die Einordnung und die daraus abgeleiteten Entscheidungen bleibt jedoch beim Menschen.
Jungbestände gezielt entwickeln
Absperrbanner für Holzerntearbeiten
Zu den rein forstlichen Inhalten aus Teil 1 der Meisterprüfung, Produktion und Dienstleistung, gehörten insbesondere die Jungwuchs- und Jungbestandspflege. Diese Arbeiten stehen auch im forstlichen Jahreskalender vor allem im Frühjahr an.
Praxisnahe Einblicke erhielten die Teilnehmer im Forstbetrieb Gut Rixdorf des Grafen von Westphalen. Revierleiter Hans-Martin Hay brachte das Ziel der Jungbestandspflege auf eine klare Formel: „Es soll sich nicht der Zufall durchsetzen, sondern die waldbauliche Zielsetzung.“
Ausführlich erläuterte er die verschiedenen Entwicklungsphasen vom Jungwuchs über die Dickung bis zum Jungbestand. Die Jungbestandspflege steht zwischen der Begründung einer Verjüngung und der späteren Durchforstung. Sie ist damit ein frühes und entscheidendes Instrument der waldbaulichen Steuerung. Durch die Auswahl und Förderung geeigneter Bäume werden Konkurrenz, Baumartenmischung, Qualität, Stabilität und die spätere Bestandesentwicklung gezielt beeinflusst.
Sowohl im Vortrag als auch während der praktischen Exkursion ging Hay auf die Besonderheiten verschiedener Baumarten und deren unterschiedlichen Pflegebedarf ein. Die Teilnehmer besichtigten mehrere Bestände, diskutierten waldbauliche Vorgehensweisen und konnten verschiedene Arbeitsmittel erproben.
Für einige waren Geräte wie eine rückentragbare Motorsäge („Spacer“) oder die inzwischen verfügbaren akku- beziehungsweise motorbetriebenen Pflegesägen neu. Teilnehmer, die bereits Erfahrungen mit einzelnen Geräten und Verfahren gesammelt hatten, stellten den anderen die Technik und die jeweiligen Arbeitsweisen vor. Bei der anschließenden praktischen Umsetzung unterstützten sie ihre Kollegen. Auch hier zeigte sich erneut das gute Zusammenwirken innerhalb der Lehrgangsgruppe.
Anspruchsvoller und gelungener Auftakt
Das erste halbe Jahr des Forstwirtschaftsmeisterkurses hat den Teilnehmern bereits viel abverlangt. Die ersten Prüfungen mussten bestanden, zahlreiche neue Inhalte erschlossen und unterschiedliche praktische Aufgaben bewältigt werden. Gleichzeitig bot der Lehrgang viele Gelegenheiten, eigene Erfahrungen einzubringen und voneinander zu lernen.
Die hohe Nachfrage nach den Lehrgangsplätzen und die finanzielle Unterstützung durch viele Arbeitgeber zeigen, wie dringend qualifizierte Meister in der Forstwirtschaft benötigt werden. Die Motivation, die intensive Mitarbeit und der ausgeprägte Zusammenhalt der aktuellen Gruppe lassen erwarten, dass die angehenden Forstwirtschaftsmeister auch die kommenden Lehrgangsabschnitte engagiert und erfolgreich meistern werden.
Die durchschnittlichen Erzeugerpreise für B-Weizen haben in Schleswig-Holstein in der vergangenen Woche die Marke von 200 €/t deutlich überschritten. Die Preisspanne reicht dabei hoch bis 210 €/t. Auch in dieser Woche können sich die Erzeugerpreise hierzulande weiterhin auf diesem Niveau halten beziehungsweise ziehen sogar noch weiterhin leicht an. Dies beflügelt die Vermarktungslaune der Landwirte für die aktuelle Ernte. Viele haben die Chance bereits genutzt und Teilmengen vermarktet. Die aktuelle Preisentwicklung wird dabei von mehreren Faktoren gestützt. Die Trockenheit, die europaweit zu deutlich niedrigeren Erträgen geführt hat und aktuell auch die Logistikketten etwas durcheinanderwirbelt, ist dabei noch der geringste Preistreiber. Schleswig-Holstein ist bei den Erträgen auch noch deutlich glimpflicher davongekommen als südlichere Bundesländer. Das Statistikamt Nord weist in seiner aktuellsten Veröffentlichung einen vorläufigen Ertrag von 83,5 dt/ha im Landesdurchschnitt gegenüber 90,6 dt/ha im Vorjahr aus. Dies ist ein Minus von knapp 8 %. Für Deutschland insgesamt erwartet der DRV ein Minus von über 10 %.
Russische Weizenexporte kommen zum Erliegen
Die Ukraine und Russland greifen weiterhin gegenseitig ihre Exportterminals am Schwarzen Meer an. Dabei wurde auch der wichtigste russische Exporthafen in Noworossijsk lahmgelegt. Über diesen Hafen allein werden gewöhnlich 40 % der russischen Exporte abgewickelt. Auch der Schiffsverkehr im Asowschen Meer ist komplett zum Erliegen gekommen. Dort liegen ebenfalls wichtige Exporthäfen. Die russischen Ostseehäfen gewinnen dadurch an Bedeutung, aber auch hier gab es bereits erhebliche Schäden in der Infrastruktur der Häfen, allerdings nicht an den Getreideterminals direkt. Auf ukrainischer Seite ist die Exportkapazität durch russische Angriffe bereits um 75 % reduziert worden. Auch die deutlich kleineren Exporthäfen an der Donau sind beschädigt. Dies führt dazu, dass bestehende Kontrakte nicht oder nur teilweise bedient werden können. Die Nachfrager aus dem afrikanischen und asiatischen Raum müssen sich nach Alternativen umschauen. Hier gerät europäischer Weizen verstärkt ins Visier. Man muss allerdings dazusagen, dass die Nachfrage momentan aufgrund guter Inlandsernten in diesen Regionen nicht besonders hoch ist.
Wie geht es weiter?
Rückendeckung erhalten die Getreidepreise auch von den aktuellen Entwicklungen im Maisbereich. Hier haben sich die aktuellen Schätzungen zu den Erträgen in den USA nochmals deutlich verschlechtert. Auch in der EU wird mit einer geringeren Körnermaisernte gerechnet. Dies könnte besonders das Preisniveau für Futtergetreide hochhalten. Die zukünftigen Entwicklungen des Weizenpreises hängen entscheidend davon ab, wie sich die Lage in der Schwarzmeerregion weiterentwickelt. Es hat sich gezeigt, dass die Russen die Terminals relativ schnell zumindest provisorisch wieder reparieren können. Bleiben die Terminals allerdings im Fokus der kriegerischen Handlungen, bleiben auch die Risikoaufschläge vorerst hoch. Aber die Mengen werden, wenn auch zeitverzögert, ihren Weg in den Export finden. Sobald sich neue Exportwege aufgetan haben, eine Einigung beim Getreideexport in Sicht ist oder die Getreideverschiffung zumindest aus dem Fokus der kriegerischen Handlungen rückt, wird der Preis wieder deutlich fallen. Eine Vermarktung von Teilmengen lohnt sich momentan also auf jeden Fall. Kleinere Teilmengen können allerdings auch noch für die nächsten Wochen als „Spielball“ zurückgehalten werden.
Die Rindermastbereisung im Kreis Schleswig-Flensburg führte auf beeindruckende Betriebe. Die Mast ist derzeit das wirtschaftlich attraktivste Standbein. Das Bauernblatt stellt die Höfe vor.
Neu bauen auf der grünen Wiese oder arbeiten gehen: Das waren 2012 die Alternativen für Thorsten Gimm aus Schnarup-Thumby. Er baute. Heute wirtschaftet der dynamische Landwirt auf 96 ha Ackerland und 69 ha Dauergrünland. Die Entscheidung sei richtig gewesen, konstatiert Gimm. Bei 35 ct/kg Milch kämen die guten Rindfleischpreise gerade recht: „Wenn die Rechnung für das Maishäckseln kommt, müssen auch mal zehn Tiere weg.“
Tierwohlmast als Weg
200 Milchkühe und 90 Mastbullen auf Stroh prägen den Betrieb. Von der Angler Herdbuchzucht kommend, entwickelte er seine Herde in einer Drei-Rassen-Kreuzung aus Angler Rindern, fleischreichen Montbeliarde und milchbetonten Schwarzbunten. Belegt werden diese nach der Remotierung mit Weißblauen Belgiern.
Die Fütterung basiert auf Mischrationen aus Gras, Mais, Soja sowie Roggen- und Maisschrot. Ab 2027 ist die Verfütterung von hofeigenem Getreide geplant. Bei täglichen Zunahmen von 1.050 g sind die 400 kg Schlachtgewicht schnell erreicht. Die Vermarktung erfolgt über den Schlachthof Danish Crown in Husum.
Gimm und Familie haben merklich Lust auf die Mast. Statt in weitere Kuhplätze möchte er lieber in eine tierwohlbetonte Mast investieren. Er hat einen Plan in der Schublade; vorerst müsse sich aber der Markt stabilisieren.
Respekt für Investitionen
Henning Lausen fiel etwas aus der Reihe auf der Rindermastbereisung. Er setzt voll auf die Milch. Als begeisterter Angler Herdbuchzüchter – „Ich bin ein Fan der Rasse“ – bewirtschaftet er in Boren einen Betrieb mit 204 ha, davon 45 ha Grünland.
Die 140 Angler Milchkühe glänzen mit einer durchschnittliche n Herdenleistung von 11.117 kg Milch pro Jahr. Das Erstkalbealter liegt bei 27 Monaten. Die Bullenkälber, eine Fleischrindkreuzung, werden nach der gesetzlich vorgeschriebene Haltefrist von vier Wochen verkauft. Die Haltefrist sieht der Milcherzeuger nicht als Nachteil. Gerade in den letzten Wochen nähmen die Kälber derart zu, dass sich der Verkauf besser rechne.
2011 wurde der Investitionszyklus mit dem Neubau des Milchviehstalls gestartet. Lausen zeigte sich froh, dass er keine „Bauleiche“ habe. „Wer bei heutigen Auflagen und Kosten baut, hat meinen Respekt“, wies er auf die schlechtere Wirtschaftlichkeit hin.
Mit klaren Worten rechnete Friederike Lausen mit der Politik ab. Sie beschrieb die stete Unsicherheit beim Ausfüllen der zahlreichen Dokumentationen: „Haben wir das richtige Kreuz gesetzt? Sind wir aktuell? Haben wir alles gemeldet?“
Rosémast lohnt
Auch Michael und Judith Petersen zeigten sich als passionierte Züchter der „kleinen roten Kuh aus Angeln“ und untermalten dies mit einer Tierschau vor dem beeindruckenden Kuhstall von 2017.
Sie bewirtschaften in Taarstedt einen Betrieb mit 255 ha, davon 69 ha Grünland. Der Tierbestand umfasst 175 Milchkühe mit einer Leistung von 11.445 kg Milch pro Jahr. 1981 habe man noch bei knapp 4.800 kg gelegen, erklärt der Züchter nicht ohne Stolz. Er führt den Erfolg neben der Zucht auch auf das Tierwohl zurück: „Die Mädels sind richtig gut drauf.“
Die Bullenkälber werden im Betrieb gemästet, nur die Fleischkreuzungen gehen mit vier Wochen in den Verkauf. Die Kälber werden die ersten Wochen ad libitum mit Vollmilch und Aufwerter versorgt. Petersen setzt auf Rosémast, die Kälber werden mit Mais und Rapsextraktionsschrot gefüttert. Knapp unter acht Monaten gehen die Tiere an die Schlachterei Vollertsen in Satrup. Die Mastkälber laufen komplett auf Gummimatten – „eine immense Investition“, so Michael Petersen, die sich aber lohne.
Er wies auf die wichtige Funktion der Mast als zweites Standbein eines Milchviehbetriebs hin: Sie stabilisiere den Betrieb und sei eine „Spardose“ für schwierige Zeiten.
Effizienz als Schlüssel
Einen eigenen Weg geht die Hansen Rindermast GbR aus Wanderup. Die Brüder Jörn und Thies Hansen setzen neben den Viehhandel als Hauptgeschäft auf den Acker- und Futterbau auf 202 ha, davon 52 ha Grünland, in Kombination mit einer intensiven Rindermast. Intensiv bedeutet Tageszunahmen von 1.420 g ab einem Einstallgewicht von 270 kg.
Der Tierbestand gliedert sich in 320 Bullen und 50 Mastfärsen, daneben Mutterkühe und Zuchtfärsen. Hansens geht es um Effizienz. Die Rasse sei ihnen weniger wichtig, es müssten aber großrahmige Tiere sein. Die bunt gemischte Masttruppe wird zum größeren Teil aus Mecklenburg bezogen.
Der bestehende Kuhstall wurde kostengünstig für die Mast umgebaut. In einem Tretmiststall mit 200 Endmastplätzen fahren Hansens ein striktes Rein-Raus-System. Aufgestallt wird innerhalb von ein bis zwei Tagen, danach werde „nicht mehr rumgerührt“, erklärt Jörn Hansen. Dies wirke sich positiv auf den Krankheitsdruck aus. Ausgestallt wird in zwei Tranchen. Zuletzt kommen auch leichte Bullen auf den Viehwagen.
Das Futter wird einmal am Tag vorgelegt und basiert ganzjährig auf Maissilage, Futterstroh und Rapsextraktionsschrot. Ein Teil der Bullen wird nach den Kriterien der Haltungsstufe drei gemästet, andere rein nach QS-Standard. Aber auch hier geben Hansens den Tieren mit 4 m2 reichlich Platz – die Erfahrung lehre, dass dies Tierverluste verringere.
Thorsten Gimm erklärt seine betriebliche Strategie.Michael Petersen wird von Kameras begleitet.Friederike Lausen erklärt den Bereisungsgästen die Auswüchse der Bürokratie
„Sleswig-Holsteen, meerumslungen, hannelt nu mit Ossentungen“: Diese Zeile aus dem Volkslied „Herrn Pastor sein Kauh“ zeigt: Rinderhaltung und das Land zwischen den Meeren sind seit jeher „ungedeelt“. Was waren das für Zeiten, als Husum vor mehr als 150 Jahren mit dem größten Viehmarkt Nordeuropas das Zentrum der Rinderwelt darstellte. Tausende Rinder und Schafe wurden über Tönning in die damals reiche Industrienation Großbritannien exportiert. Eiderstädter Weidemastochsen waren ein Must-have auf der Insel. 1888 brach im Deutschen Reich die Maul- und Klauenseuche aus und das Großbritanniengeschäft zusammen. Doch die aufstrebenden Industriegebiete des Reichs verlangten nach Fleisch, und Husum lieferte auch hier. Der Lebendviehmarkt verfiel erst um 1920 und endete in den 1960er Jahren.
An diese Tradition knüpfte die Ochsen-, später die Rindermastbereisung an. In geübter Viehhändlermanier feilschten Bauernvertreter nun mit Vertretern der Europäischen Kommission um Interventionspreise. Folge des Erfolgs waren die berühmten Fleischberge in Europa. Mit dem Ende der Weidemast wurde diese Idee Ende der 1960er Jahre durch die ebenso wenig marktorientierte Bullenprämie abgelöst, die 2005 an ihr Ende kam.
Nur die Bereisung gibt es immer noch, inzwischen als Fachexkursion in jährlich wechselnde Regionen des Landes. Führte die BSE-Krise vor 25 Jahren noch zu eingekesselten Bussen und brennenden britischen Flaggen, war die Stimmung in diesem Jahr ruhig: gute Preise, gute Reise (siehe Seiten 14-16). Unter der Leitung des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft für Vieh und Fleisch, Klaus Peter Dau, besuchte man den Kreis Schleswig-Flensburg. Die „hohen Tiere“ aus Kiel, Bonn und Berlin nutzten die Fahrt, um in die Praxis einzutauchen. Dies ist nur selten möglich, dafür umso nötiger.
Vier Betriebe begeisterten durch fachliche Kompetenz und eine gut begründete Kritik in Richtung Politik. Sie begeisterten durch ihre individuelle Ausrichtung auf die Zukunft: die Liebe zum Angler Rind bei dem einen, die nicht an Rassen gebundene Intensivmast beim anderen – die Mast in Kombination mit Milcherzeugung, Zuchttierverkauf, Viehhandel oder Erneuerbaren Energien – Rosé- oder Endmast. Vor allem aber beeindruckten sie mit engagierten Familien im Hintergrund, mit sauberen Betrieben und steten Investitionen.
Die Bedeutung der Rindermast wurde jahrzehntelang kritisch diskutiert. Oft lautete der Rat: Ausstieg, sofort! Derzeit bringt die Mast Geld auf die Höfe. Bullen werden zum „Mast-have“ – die Konkurrenz um immer weniger Mastrinder belebt das Geschäft.
Nicht auf der Bereisung, aber auf dem Wacken Open Air, dessen Symbol der Rinderschädel ist, trat in diesem Jahr die Westfleisch auf. Die Genossenschaft aus Münster möchte den Markt zwischen den Meeren weiter erschließen. Doch trotz guter Aussichten fehlt die Investitionsfreude auf den Höfen. Landwirte reagieren inzwischen vorsichtig auf Zusagen der Politik oder des Lebensmittelhandels.
Unbezahlbar bleibt das Gespräch über den Tellerrand, das die inzwischen einzige Rinderbereisung im Norden bietet. Wenn Vertreter der Politik, der Vermarktung oder des Handels die Anliegen der Landwirte mit eigenen Augen sehen, begreifen und mitnehmen, hat die Bereisung ihren Zweck erfüllt, mit oder ohne „Ossentungen“.
Rund 200 junge Menschen starten in diesem Jahr ihre gärtnerische Ausbildung in Schleswig-Holstein. Etwa ein Drittel von ihnen kam kürzlich zum Azubi-Begrüßungstag im Gartenbauzentrum Ellerhoop zusammen.
Gemeinsam mit ihren Ausbilderinnen und Ausbildern sowie weiteren Begleitpersonen nutzten sie die Gelegenheit, sich über die bevorstehende Ausbildungszeit zu informieren und erste Kontakte zu knüpfen.
Zum Auftakt stellten sich die Berufsschulen aus Ellerhoop, Husum, Kiel, Lübeck und Schleswig vor. Anschließend erhielten die Auszubildenden auf einem Rundgang durch das Gartenbauzentrum Einblicke in die überbetriebliche Ausbildung und lernten die Ausbildungsstätte kennen. Für die Begleitpersonen wurde parallel eine Führung durch das Gartenbauzentrum angeboten.
Neben den Informationen rund um die Ausbildung bot der Begrüßungstag auch Raum für persönliche Gespräche und den Austausch zwischen Auszubildenden, Ausbilderinnen und Ausbildern sowie weiteren Beteiligten.
Bis Mitte August war der Weltrekord der größten Quadrille seit 2019 nicht geschlagen worden. Damals hatten sich 132 Reiter mit ihren Friesen in Mannheim zusammengefunden. Davor hielten für elf Jahre schon einmal die Haflinger diesen Rekord. Zeit für die Liebhaber der robusten Blonden, einen neuen Versuch zu starten.
Seit eineinhalb Jahren bereiteten Jutta und Holger Ludwig den Rekordversuch vor. Ihnen ging es dabei vor allem um die Begeisterung für die Rasse. Jutta Ludwig besitzt selbst einen Haflinger. „Das ist ein Pferd, mit dem man alles machen kann. Er läuft vor der Kutsche, springt, geht ausreiten, mit oder ohne Sattel – er macht einfach alles mit“, berichtet sie begeistert. Die Vielseitigkeit dieser Rasse werde immer noch zu wenig wahrgenommen. So entstand die Idee, den Weltrekord zurück zu den Haflingern und Edelbluthaflingern zu holen.
Über Facebook startete das Ehepaar aus Nordrhein-Westfalen einen Aufruf, und dieser wurde innerhalb kurzer Zeit weiterverbreitet. So kamen auch einige Haflingerfreunde aus dem Norden auf die Idee, mit ihren vierbeinigen Freunden nach Aachen zu reisen.
Eine von ihnen war Iris Treppner. Die 61-jährige Hamburgerin hat sich vor ein paar Jahren vorgenommen, jedes Jahr eine Challenge zu bestehen. Im vergangenen Jahr machte sie ihren Trainer C. Als sie dann von dem Rekordversuch hörte, war für sie gleich klar: „Das ist meine Aktion für 2026.“
Treppner hat selbst zwei Haflinger und sprach noch Dagmar Ramm an. Die Stallkollegin musste nicht groß überredet werden, mit nach Aachen zu reisen. „Wir haben schon viel zusammen gemacht, zum Beispiel Abteilungswettkämpfe und Jump and Run. Ich war gleich von der Idee begeistert“, erinnert sich Ramm.
Bewerbung per Video
Inzwischen hatten die Ludwigs weiter an ihrer Idee gefeilt. Trotz einiger Ernüchterung waren mehr Mitstreiter dazugekommen und hatten gemeinsam mit dem Ehepaar eine Kür entwickelt. Knapp 20 min lang musste die Quadrille sein. Gefordert waren mindestens zwei Gangarten und mehrere erkennbare Bahnfiguren.
Alle potenziellen Teilnehmer mussten ein Video senden, bevor sie die Teilnahmebestätigung bekamen. Iris Treppner und Dagmar Ramm ritten einen Pas de deux als „Bewerbung“ und bekamen eine Zusage, genau wie Ann-Christin Funda aus Lübeck und Natalie Haars von der Nordseeinsel Pellworm. Die beiden hatten ebenfalls den Aufruf gesehen und sich gleich entschieden mitzumachen. Auch sie bewarben sich mit einem Video, bekamen die Zusage und übten ab dem Frühjahr zu Hause die Kür.
„Es war anstrengend“, resümiert Treppner einen Tag nach dem Rekord und fügt dann schnell hinzu: „Aber im Nachhinein vor allem toll.“ Sie hatte sich in einem separaten Stall eingemietet. Ramm hingegen nutzte wie auch Haars und Funda das Camp vor Ort.
Mit dem Hof Meyer hatten die Organisatoren nur wenige Kilometer entfernt von Aachen einen Austragungsort gefunden. Auf 4 ha wurde ein Camp mit Paddocks, Fahrwegen und einem großen Übungsplatz geschaffen. Das Camp war mit Duschen, Toiletten, Wasseranschlüssen und Licht ausgestattet.
Natalie Haars und ihr Ehemann Christian Grundke waren von Pellworm angereist, Dagmar Ramm und Iris Treppner aus Hamburg (v. li.). Foto: Elke Schulze
Super Organisation
„Die Organisatoren hatten wirklich an alles gedacht“, schwärmt Ramm, und Haars fügt hinzu: „Unfassbar, was da geleistet wurde und wie viele Helfer dabei waren. Ohne die wäre das alles nicht möglich gewesen.“
Während des Camps lebten dort 125 Pferde und ihre Menschen, teilweise von Freitag bis Dienstag. „Es war eine unfassbar entspannte Sache“, sagt Ramm. Obwohl sich die Teilnehmer nicht gekannt hätten, sei es wie ein Treffen mit guten Freunden gewesen. Alle seien hilfsbereit und freundlich gewesen. Die Pferde hätten sich trotz all dieses Trubels sogar zum Schlafen hingelegt.
Am Freitag fand ein freiwilliges Training statt, bei dem etwa 70 Reiter mitmachten. Erst am Sonnabend, einen Tag vor dem Rekord, gab es die erste Probe mit allen Teilnehmern. „Ich war mir die ganze Zeit bewusst, dass ich Teil einer großen und einmaligen Sache bin“, schwärmt Ramm. Auch Natalie Haars erzählt: „Es war sehr aufregend, hat aber richtig gut funktioniert.“ Alle waren begeistert, wie gut jeder auf jeden geachtet habe und wie für jedes Pferd eine Position in der Quadrille gefunden worden sei.
So zum Beispiel für Haars‘ Haflinger. Der erst fünfjährige Wallach kannte noch keine großen Veranstaltungen. Schon im Camp fand seine Besitzerin zwei Reiterinnen von älteren Haflingern, die sie in die Mitte nahmen. Ihr Westwing blieb dann aber ganz cool. Auch der Haflingerwallach von Ann-Christin Funda sah die ganze Geschichte sehr entspannt. Der 16-Jährige ist schon vieles gewöhnt. „Ich bin immer für solche Sachen zu haben“, erzählt seine Reiterin, die auch regelmäßig nach Bad Seberg zum Landesbreitensportturnier fährt. Das erfahrene Paar durfte ganz vorn mitreiten, und Funda war begeistert: „Die Stimmung war wirklich toll.“
Nach dem neu aufgestellten Rekord bekamen alle Teilnehmer eine Medaille. Ann-Christin Funda aus Lübeck freute sich über die Auszeichnung.Foto: privat
Treffen unter Freunden
Weil die Organisatoren der Weltreiterspiele kurz vor der Veranstaltung die Platzmaße eingekürzt hatten und so die Kür nicht mehr passte, entschied sich das Team um die Ludwigs, den eigentlichen Rekord auf dem Hof Meyer durchzuführen. Die Reiter bildeten Vierergruppen und marschierten ein. Zu einer vom Bundesfanfarenkorps Neuss-Furth gemeinsam mit The Fantastic Company eigens komponierten und eingespielten Kürmusik ritten sie mit 152 Haflingern und Edelbluthaflingern aus Deutschland, Österreich, Belgien, den Niederlanden, Tschechien und Luxemburg unter den kritischen Augen der Richterin Laura Kuchenbecker vom Rekordinstitut für Deutschland die Quadrille. Kein Pferd durfte die Formation deutlich verlassen. Wie viele Pferde am Ende mitgezählt hatten, verriet Kuchenbecker noch nicht. Auf dem Gelände der Weltreiterspiele in Aachen gab es am Montag noch eine weitere Quadrille. Dort wurde das Ergebnis offiziell verkündet: 147 Pferde waren gewertet worden. Damit hatten die Reiterinnen und Reiter gemeinsam mit ihren Haflingern den Rekord gebrochen. „Die eineinhalb Jahre haben sich gelohnt. Der Rekord ist geschafft, und ich denke, es wird ihn auch keiner mehr packen“, resümiert Holger Ludwig.
Dass sie es wirklich geschafft hatten, konnten viele der Teilnehmer erst später richtig glauben. So auch Natalie Haars: „Während des Rittes war ich konzentriert und habe meine Emotionen zusammengehalten, aber als wir auf dem Rückweg dann die Musik noch einmal angemacht haben, flossen die Tränen.“