Auf Einladung der dänischen Botschaft besuchte eine schleswig-holsteinische Delegation in der vergangenen Woche verschiedene Stationen in Kopenhagen und Århus.
Dänemark ist das Land in der Welt mit dem höchsten Anteil landwirtschaftlicher Nutzfläche am Staatsgebiet, mit dem höchsten Ökoflächenanteil der Welt, mit einem Gesamt-Selbstversorgungsgrad im Lebensmittelbereich von 300 %, einer längeren Küstenlinie als Indien, einem Anteil der Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie von einem Viertel am dänischen Warenexport und jetzt auch noch das erste Land der Welt, das eine Klimasteuer auf Emissionen in der Landwirtschaft einführt. Der dänische Lebensmittelsektor ist hochproduktiv und innovativ.
Auf Einladung der dänischen Botschaft besuchte eine schleswigholsteinische Delegation in der vergangenen Woche verschiedene Stationen in Kopenhagen und Århus. Neben der Staatssekretärin aus dem Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV), Anne Benett-Sturies, der Präsidentin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Ute Volquardsen, dem Dekan des Fachbereiches Agrarwirtschaft der Fachhochschule Kiel, Prof. Martin Braatz, dem Prodekan der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU), Prof. Eberhard Hartung, und dem Vorsitzenden des Vereins Zentrum für innovative Ernährungs-, Land- und Forstwirtschaft (ZIEL-SH), Jan Henrik Ferdinand, waren auch der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein (BVSH), Klaus-Peter Lucht, und dessen stellvertretende Generalsekretärin, Lisa Hansen-Flüh, in Dänemark dabei.
In Kopenhagen verweilte die Delegation im geschichtsträchtigen Axelborg, dem Gebäude, in dem unter anderem der dänische Landwirtschafts- und Ernährungsrat beheimatet ist, der Unternehmen und Bauernverbände vertritt. Mitarbeiter der Ministerien für Landwirtschaft und für Umwelt informierten zur Umsetzung des EU-Düngeund Pflanzenschutzrechts.
Mit einem Referenten des neu gegründeten Ministeriums für sektorübergreifende grüne Gesetzgebung wurden die Auswirkungen des neu beschlossenen Klimaschutz-Abkommens diskutiert (siehe Bauernblatt 41, S. 8). Im Abkommen wurde im Dialog zwischen Regierung, Naturschutz- und Landwirtschaftsverbänden sowie Nichtregierungsorganisationen (NGO) und Industrie beschlossen, neben einer CO2-Steuer für landwirtschaftliche Emissionen aus der Tierhaltung auch 15 % der landwirtschaftlichen Fläche für Neuwaldbildung und Vernässung bereitzustellen.
In Århus wurde die Delegation im Agri Food Park empfangen, in dem mehr als 85 Unternehmen sitzen. Mit Seges Innovation und dem Dänischen Technologischen Institut konnte die Gruppe in Workshops Themen wie die spezifische Umsetzung der Pflanzenschutzmittelsteuer sowie Precision- und Digital Farming erörtern. Seges Innovation stellte digitale Lösungen vor, die den landwirtschaftlichen Betrieben für ihr Datenmanagement und für verpflichtende Datenmeldungen zur Verfügung stehen, und berichtete auch über weitergehende Möglichkeiten der Datenanalyse und Bereitstellung von Applikationskarten für Landwirte und Berater. Lisa Hansen-Flüh, BVSH




