Die vielfältige Arbeit der LandFrauen erfordert von Zeit zu Zeit einen Gedankenaustausch. Im zweijährigen Turnus lädt daher der KreisLandFrauenverband Nordfriesland zum KreisLandFrauentag ein. Dazu trafen sich Vereinsmitglieder aus 26 Ortsvereinen, die im Kreisverband integriert sind, sowie Ehrengäste in der Koogshalle der Gemeinde Reußenköge. Es war ein Nachmittag mit regem Austausch und zum ausgeglichenen, fröhlichen Beisammensein.
Magret Albrecht, Vorsitzende des Kreisverbandes, begrüßte die Gäste und dankte allen, die die Arbeit der LandFrauen und deren Ziele kooperativ unterstützen, und vor allem auch jenen, die sich für das Gelingen des LandFrauentages eingebracht hatten. Es sei rückblickend wie ein Geschenk, sich nicht mehr nur digital, sondern persönlich treffen zu können, so die Kreisvorsitzende. Das Ziel der künftigen LandFrauenarbeit sehe sie in der Bündelung der Kräfte, denn ohne orts- beziehungsweise vereinsübergreifende Zusammenarbeit sei ein Engagement, übergreifend auf alle Generationen, nur schwer zu realisieren. „Die Jungen LandFrauen, ihre Arbeit im Verein und junge, aktive Mitglieder sind unsere Zukunft“, betonte Albrecht und begrüßte besonders die beiden jungen Lammbotschafterinnen, ihre Majestät Hanna Dose aus Koldenbüttel und Prinzessin Mareike Brümmer, Langenhorn. Beide sind gelernte Landwirtinnen, die in ihrer Amtszeit „Nordfrieslamm“ repräsentieren, eine Aktion der Wirtschafsförderung Nordfriesland.
Ulrike Röhr, Präsidentin des LandFrauenverbandes Schleswig-Holstein, hob in ihrem Grußwort das Alleinstellungsmerkmal der LandFrauenvereine hervor, nämlich füreinander einzustehen, da zu sein und Gemeinschaft zu leben. Die Gesellschaft stehe vor Veränderungen, so Röhr, doch Veränderungen seien wichtige Grundlage für Verbesserungen. Daran arbeite der LandFrauenverband.
Manfred Ückermann, Kreispräsident Nordfrieslands, legte in seinem Grußwort den Schwerpunkt auf die Gesundheitsförderung im Allgemeinen in der LandFrauenarbeit. Mit Vertreterinnen aller Berufsgruppen sei das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement der LandFrauen, zum Beispiel für Menschen in Not, eine nicht mehr wegzudenkende Einrichtung.
Christel Hintz, Vorstandsmitglied des Kreisverbandes, führte nun durch das Programm. Den Auftakt machte das Jugendorchester der Kreismusikschule Husum unter der Leitung von Henning Bock mit drei Musikstücken. Das letzte war der Triumphmarsch aus der Oper „Aida“ von Giuseppe Verdi – ein Highlight für die Schülerinnen und Schüler und für die Zuhörer ein Ohrenschmaus.
Eine LandFrauenveranstaltung und das leibliche Wohl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind nicht zu trennen. So auch an diesem Abend: Die Köche der Koogshalle eröffneten das Buffet. Erst danach und nach einem Applaus der zufriedenen Gäste begann der zweite Teil des Abends. Mit Herrn Jensen, einem fast 100 Jahre alten schrägen Herrn, und seiner Partnerin, Olga. Ohne Jörg Jará, einen exzellenten Bauchredner, wären sie schlaff hängende Puppen. Jörg Jará hauchte ihnen Leben ein und spannte mit seinen Figuren den humoristischen Bogen zum Publikum. Comedy pur.
Nach dem Schlusswort von Susanne Lorenzen, Verein Ostenfeld, erklang das internationale LandFrauenlied nach der Melodie „Nehmt Abschied, Brüder“. So sang der ganze Saal: „Von Ort zu Ort, von Land zu Land, erklingt ein Lied darein, reicht eure Hände fest zum Bund, wir wollen Freunde sein.“




