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Bäume nach Maß

Kronenform gestalterisch geschickt nutzen
Von Karin Stern
Die kugelrunde Form ist mit der Schere herausgearbeitet. 

Baumkronen zeigen sich hoch aufstrebend, kugelrund, schirmbildend oder mit hängenden Zweigen. Jede Wuchsform bietet gestalterische Vorteile.

Säulenförmige Bäume werfen nur wenig Schatten.  Foto: Karin Stern

Die große Stärke säulenförmiger Gehölze liegt im geringen Platzbedarf. Sie passen gut in kleinere Gärten und Vorgärten, ohne dabei die Aussicht komplett zu versperren oder gleich den ganzen Garten für sich zu vereinnahmen. Säulenförmige Bäume werfen nur wenig Schatten. Nicht nur die schlanken Formen von Eibe, Raketenwacholder und Lebensbaum bieten sich für solche Zwecke an. Auch unter den Laubbäumen finden sich einige Vertreter mit schlanker Gestalt. Säulenhainbuche und Pyramiden­eiche gehören mit Wuchshöhen von 15 bis 20 m dabei eher zu den Riesen. Niedriger bleiben Säulenweißdorn und die Säuleneberesche. Eine üppige, rosafarbene und leicht duftende Blüte bringt die Säulenzierkirsche ‚Amanogawa’ in den Garten. Der hübsche Hingucker erreicht mit einem Jahreszuwachs von etwa 40 cm eine Wuchshöhe von 4,5 m. Sogar im lichten Halbschatten blüht der Baum noch zufriedenstellend. Besonders schön fällt die Blüte an sonnigen Standorten auf normalem, humosem Gartenboden aus.

Bei Bäumen mit Kugelkronen handelt es sich entweder um spezielle Züchtungen oder veredelte Hochstämme. Letztere zeichnen sich durch ein langsames Wachstum aus und eignen sich gut für kleinere, eher formal gestaltete Gärten. Kugelige Bäume bringen mit ihrer regelmäßige Form Ruhe in den Garten. Da sie nur wenig Schatten werfen, kann zu ihren Füßen eine reiche Auswahl verschiedener Stauden oder auch kleinerer Gehölze angepflanzt werden. Rotdorn ist mit einer Höhe von 6 bis 8 m schon der Größte unter den Kugelbäumen. Nur für nährstoffreiche, ausreichend feuchte Standorte eignet sich die Kugel­esche, während die Kugelakazie (teils auch Kugelrobinie genannt) einen etwas kalkhaltigen Standort schätzt. Der kleinkronige Baum bildet auch ohne Schnitt eine schöne Kugelform aus.
Wer auf natürliche Weise den Sitzplatz mit einem schirmförmig wachsenden Baum beschatten möchte, ist mit einem Feuerahorn gut bedient. Der schnell wachsende, mehrstämmige Baum erreicht genau wie die Kupferfelsenbirne eine Höhe von 5 bis 8 m. Die Felsenbirne wächst allerdings deutlich langsamer und zeigt erst im Alter eine breitwüchsige, schirmförmige Krone. Als Alternative bietet sich der Apfeldorn an. Er schmückt sich im Herbst mit roten Früchten und orange-gelber Laubfarbe. Mit rosafarbenen bis karminroten Blüten im Frühjahr und orangeroten Früchten im Herbst punktet auch der der Zierapfel. Die Nelkenkirsche fällt vor allem durch die gefüllte rosafarbene Blüte im Frühjahr ins Auge. Allerdings wachsen die jungen Bäume zunächst trichterförmig, bis die Krone in späteren Jahren einen Schirm bildet.

Unter schirmförmigen Kronen bleibt noch Raum für eine Unterpflanzung. Foto: Karin Stern

Bäumen mit herabhängenden Zweigen, den sogenannten Schleppen, sagt man zu Unrecht ein etwas schwermütiges Flair nach. Sie wirken im richtigen Umfeld wie an einem zentralen Platz im etwas größeren Garten oder am Teichufer jedoch durchaus lebendig und gleichzeitig geheimnisvoll. Auf großen Grundstücken macht sich die Hängebirke ausgezeichnet, wenn sie 10 bis 15 m Höhe und etwa 8 m in der Breite in Anspruch nehmen darf. Von der Größe her deutlich maßvoller, aber nicht weniger schön sind Schneekirsche, Weidenblättrige Birne und der Hängende Perlschnurbaum. Jede dieser drei Arten bietet ihre ganz eigenen Vorzüge. Die Schneekirsche blüht im April an sonnigen Standorten sehr reich. Die Weidenblättrige Birne kommt gut an sonnigen, heißen Standorten zurecht und verbreitet mit ihren silbrigen, behaarten Blättern mediterranes Flair. Eher selten ist der Hängende Perlschnurbaum in Gärten zu finden. Er treibt erst spät im Frühjahr aus, trägt sein Laub jedoch wie zum Ausgleich ungewöhnlich lang im Herbst. Nicht nur Kinder nutzen die überhängenden Kronen gerne als Unterschlupf. Auch der Gärtner genießt hier mal ein ruhiges Stündchen zum Auftanken.

Unter der langen Schleppe lässt sich herrlich Verstecken spielen. Foto: Karin Stern
Quelle: Karin Stern
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