StartNachrichtenPferd & ReiterEM Vielseitigkeit der Junioren und Jungen Reiter

EM Vielseitigkeit der Junioren und Jungen Reiter

Titel und Vizetitel für Rüder und Hein
Von Lena Höfer
Der Fehmaraner Mathies Rüder kam mit zwei Goldmedaillen als Doppeleuropameister aus Schweden zurück. Foto: FEI/Kim C Lundin

Für den deutschen Vielseitigkeitsnachwuchs hat sich die weite Anreise nach Segersjö in Schweden gelohnt: Sie holten viermal Gold, Silber und Bronze. Unter den Reitern waren auch der Fehmaraner Mathies Rüder, der mit gleich zwei goldenen Medaillen nach Hause fuhr, und Iliane Hannalisa Hein, die Gold und Silber mit zurück nach Boren, Kreis Schleswig-Flensburg, brachte.

„Wir hatten eine tolle Woche in Schweden, mit sehr guten Bedingungen, und sportlich hat es auch gut gepasst“, resümierte Mathies Rüder. „Mit zwei Goldmedaillen nach Hause zu fahren ist ein ganz besonderes Gefühl.“

Der 21-Jährige war mit seinem schwedischen Warmblut Hjoptimus sehr gut ins Turnier gekommen. Mit seiner persönlichen Bestleistung setzte er sich gleich zu Beginn auf den zweiten Platz der Jungen Reiter und blieb danach im Gelände fehlerfrei. Doch das abschließende Springen stellte sich als anspruchsvoll heraus. Nur drei Reitern gelang eine Nullrunde. Unter ihnen war auch Rüder, der seine Erfahrung im Parcours voll ausspielen konnte. Er gewann im Springen schon Große Preise und im vergangenen Jahr sein erstes Weltranglistenspringen. Mit 23,7 Minuspunkten beendete er die EM als einziger mit seinem Dressurergebnis und durfte sich als Europameister feiern lassen.

Teamkollegin Pita Schmid aus Sachsen holte Bronze, der Hesse Carl Voigt kam auf Platz vier. So gewannen die Jungen Reiter Mannschaftsgold mit 30 Punkten Abstand zu den zweitplatzierten Briten.

Bei ihren ersten Europameisterschaften holten Iliane Hannalisa Hein und Akeby’s Quemiro Silla Gold mit der Mannschaft und Silber im Einzel. Foto: FEI/Kim C Lundin

Bei den Junioren schaffte Jona Isabell Heine aus Ammersbek, Kreis Stormarn, mit Chantilly Nullrunden im Gelände und Springen und beendete ihre EM-Premiere auf Platz sechs. Die anderen deutschen Starter waren sogar noch besser. Die Rheinländerin Teresa Leowald setzte sich direkt an die Spitze, dicht gefolgt von der amtierenden Deutsche Meisterin, Iliane Hannalisa Hein mit Akeby’s Quemiro Silla. Damit übernahmen die Junioren direkt die Führung und gaben sie nicht wieder her. Mit vier fehlerfreien Runden im Springen – lediglich ein Zeitfehler kam hinzu – bewiesen die vier ihre Dominanz und sicherten sich unangefochten die Goldmedaille. Auch in der Einzelwertung blieben die deutschen Paare vorn: Gold für Leowald und Silber für Hein.

„Es war eine tolle Woche mit einem bombastischen Team“, befand die Vizeeuropameisterin und freute sich, dass „Smoky“, wie sie ihren Wallach aus der Familienzucht nennt, sich von einem ängstlichen Fohlen zu einem so tollen Vielseitigkeitspartner entwickelt hat. Auch ihre Mutter Susan Hein ist stolz auf die beiden: „Iliane hat eine mentale Entwicklung zu einem selbstbewussten, mündigen Athleten hingelegt“, findet sie. Nach dem Geländeritt schwärmte Iliane dann auch: „Das ist wie fliegen. Smoky war so toll, ich konnte den Geländeritt richtig genießen.“

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