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Produktion 2025 rückläufig

Deutsche Süßwaren- und Knabberartikel
Von Redaktion
Hohe Kosten für Kakao und andere Rohstoffe haben die Süßwarenbranche im vergangenen Jahr laut BDSI belastet. Foto: Imago

Der Absatz an Süßwaren und Knabberartikeln in Deutschland ist 2025 gesunken, der damit erzielte Umsatz zeitgleich gestiegen. Das hat der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) berichtet. Demnach wurden hierzulande im Berichtsjahr mit insgesamt 2,6 Mio. t etwa 2,1 % weniger Süßwaren und Knabberartikel aus heimischer Produktion und Importen abgesetzt. Der damit erzielte Inlandsumsatz stieg um 4,7 % auf geschätzte 11,5 Mrd. €.

Die Produktion an Süßwaren und Knabberartikeln in Deutschland veranschlagt der BDSI für 2025 auf 3,9 Mio. t und damit 5,3 % unter dem Niveau des Vorjahres. Wertmäßig geht der Verband von einem Wachstum um 8,7 % auf rund 18,6 Mrd. € aus. Der Export von Süßwaren und Knabberartikeln aus Deutschland ging um 5,6 % auf 2,3 Mio. t zurück, während der Umsatz auf den Auslandsmärkten um 16,9 % auf 17,3 Mrd. € zulegte.

Besonders deutliche Veränderungen macht der Verband bei den Schokoladenwaren aus. Deren Produktionsmenge schätzt der BDSI für 2025 auf 1,1 Mio. t und damit um 6,9 % niedriger. Der Produktionswert stieg allerdings um etwa 12,4 % auf rund 8,3 Mrd. €. Die Produktionsmengen an feinen Backwaren und Knabberartikeln schrumpften um 4,2 % beziehungsweise 0,1 % auf 701.000 t beziehungsweise 380.000 t, während der Wert dieser Erzeugung um 1,5 % und 2,6 % auf 3,0 Mrd. € und 2,0 Mrd. € zulegte.

Einzig die Hersteller von Bonbons und Zuckerwaren mussten laut der Schätzung des Verbandes einen Umsatzrückgang hinnehmen, und zwar von 2,0 % auf 2,2 Mrd. €. Dabei wuchs die Produktionsmenge an Bonbons und Zuckerwaren hierzulande geringfügig an, konkret um 0,1 % auf 653.000 t.

Der BDSI sprach von einem „schwierigen Jahr 2025“ für Deutschlands Süßwaren- und Knabberartikelbranche. Belastet hätten „drastische Kostensteigerungen“ bei Rohstoffen wie Kakao, Personal, Energie und Logistik sowie eine „Flut an bürokratischen Anforderungen“. Es sei höchste Zeit, dass die Bundesregierung für international wettbewerbsfähige Energiekosten und weniger Bürokratie sorge. age

IPP-Import soll ausgesetzt werden

Veredelung von Zucker

Der EU-Import von Rohzucker über die als „Inward Processing Procedure“ (IPP) bekannte Zollregelung soll gestoppt werden, um so Druck vom europäischen Zuckermarkt zu nehmen. Agrarkommissar Christophe Hansen hat am Montag vergangener Woche auf dem Agrarrat in Brüssel einen entsprechenden Vorschlag angekündigt. Hansen kommt damit einer Forderung der europäischen Zuckerwirtschaft nach. Die Sonderregelung erlaubt es bislang, Zucker zollfrei zur Verarbeitung in die EU zu bringen.

Wie die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) mitteilte, haben sich die EU-Importe von IPP-Rohzucker in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt. Im Zuckerwirtschaftsjahr 2024/2025 wurden rund 587.000 t IPP-Zucker in die EU eingeführt – nahezu ausschließlich mit Ursprung Brasilien. IPP-Importe machten 2024/2025 der WVZ zufolge damit mehr als 70 % der gesamten EU-Rohzuckerimporte aus, während im selben Wirtschaftsjahr bestehende zollfreie und zollreduzierte Einfuhrkontingente aus Partnerländern nicht annähernd ausgeschöpft worden seien.

Vor allem aus Brasilien wird Zucker zur Veredelung zollfrei in die EU eingeführt. Foto: Imago

Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker begrüßt deshalb die Ankündigung von Agrarkommissar Hansen zum Stopp der zollfreien Veredelung ausdrücklich. Vor dem Hintergrund einer sehr angespannten Marktlage und offensichtlichen Störung des globalen Zuckermarktes verspreche diese Maßnahme sofortige Entlastung für den EU-Zuckermarkt. Nun sei zu hoffen, dass dem Vorschlag von Hansen auch schnell zugestimmt werde.

Erfreut zeigten sich auch die Vereinigung der europäischen Rübenanbauer (Cibe) und der Verband der Europäischen Zuckerindustrie (CEFS). Laut den Dachverbänden sorge die IPP-Regelung dafür, dass sich die Zuckerpreise in der EU dem von „Dumping und Subventionen“ verzerrten Niveau des Weltmarktes annäherten. Begrüßt wurde von Cibe und CEFS auch, dass Zucker nicht Teil des Handelsabkommens zwischen der EU und Indien sei. Das südasiatische Land subventioniere Erzeugung und Export und trage am stärksten zur Destabilisierung des Weltmarktes bei. age

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