Praktisch sind sie ja, die Plastiketiketten in den Stauden- und Kräutertöpfen, die der Handel nun bald wieder zum Auspflanzen anbietet. Haltbar sind sie auch, aber eben nicht besonders hübsch. Manchmal fehlen die Stecketiketten auch ganz und es prangt nur ein Aufkleber mit der jeweiligen Bezeichnung auf dem Topf. Doch mit etwas Geschick, Zeit und nur wenig Geld lassen sich praktische und individuelle Pflanzenschilder selbst basteln.
Es gibt fast schon unzählige Möglichkeiten, hübsche Pflanzenstecker herzustellen. Materialien wie Holz, Beton, Steine oder auch Muscheln eignen sich ganz prima dafür. Aber auch alte Gartengeräte wie Pflanzschaufeln oder der Uralt-Spaten bieten sich für kreative Ideen an. Doch nicht nur im Schuppen, auch im Haushalt finden sich vielleicht noch ein altes Besteck, hübsche Glasflaschen oder verwertbare Holzreste. Optimal zum Beschriften sind Tonscherben oder Tontöpfe. Wichtig ist jedoch, immer mit wasserfesten Stiften und Farben zu arbeiten. Eine andere Optik erhalten Schriften, wenn Buchstabenschablonen oder Stempel verwendet werden. Das wirkt zwar nicht so individuell wie die eigene Handschrift, hat aber auch durch die wie gedruckt aussehenden Buchstaben seinen eigenen Reiz.
Die Zutaten für das Bastelprojekt „Pflanzenschilder“ liefern Natur und Bastelladen: Weiden- oder Haselnusszweige, Bambus-, Holz- oder Eisenstäbe, Metallfolie, wasserfeste Stifte, Pinsel und Farbe, ein paar Tontöpfe, wasserfeste Lackstifte, lufttrocknende Modelliermasse und größere Kieselsteine. Brauchbar können auch Gussformen aus Silikon sein, schnell abbindender Trockenbeton sowie Grillspieße, hölzerne Wäscheklammern und Seile in verschiedenen Stärken.
Größere, glatte Kieselsteine lassen sich prima mit Permanent-Stiften beschriften. Hübsch gestaltet, wird der Stein als Begleiter der jeweiligen Pflanze zum Hingucker in Topf oder Beet. Wer gern mit Ton arbeitet, kann im Bastelgeschäft oder beim Töpfer etwas Ton kaufen. Dieser wird etwa 1 cm dick ausgerollt und an der Unterseite mit einer Vertiefung für den Holz- oder Eisenstab versehen. Die gewünschten Pflanzennamen lassen ganz einfach mit einem feuchten Schaschlikspieß als „Stift“ einritzen. Der Töpfer brennt die selbst gemachten Pflanzenschilder für ein geringes Entgelt gern mit. Als Alternative bietet sich eine tonähnliche, lufthärtende Modelliermasse aus dem Bastelgeschäft an. Sie lässt sich nach dem Trocknen mit Stiften beschriften und mit Sprühlack wetterfest machen.
Ohnehin ist Ton ein dankbares Beschriftungsmaterial. Mithilfe eines Holzstabes und einer Schnur kann man kleine, beschriftete Tontöpfe wie Glocken ins Beet hängen. So schweben sie als dekorative Begleiter über oder neben Pflanzen. Mit etwas Holzwolle ausgestopft, bieten sie sogar noch Nützlingen wie dem Ohrwurm einen Unterschlupf. Sollte einmal ein Tontopf zu Bruch gehen, lassen sich die Scherben mit einem wasserfesten Stift beschriften. Dekorativ auf dem Boden neben der Pflanze drapiert, findet die Scherbe noch eine Verwendung.
Wer ein metallischen Glitzern im Beet bevorzugt, schneidet Prägefolie aus dem Bastelgeschäft in die gewünschte Form (zum Beispiel Fahne, Wimpel, schlichtes Rechteck …) und „beschriftet“ sie auf einer weichen Unterlage (zum Beispiel Moosgummi) mit Kugelschreiber oder Bleistift. Der Druck der Mine prägt den Schriftzug in die Metallfolie. Sie kann im Anschluss mit einem Draht an der Pflanze befestigt werden. Hübsch wirkt es ebenfalls, die Prägefolie wie eine Fahne an einem Holzspieß wehen zu lassen. Auch hölzerne Wäscheklammern lassen sich problemlos beschriften. An einen Holzspieß gesteckt, ergibt sich so ein hübscher Pflanzenstecker.
Mit sogenanntem Gieß-, Bastel-, Kreativ- oder Schmuckbeton bieten sich weitere Möglichkeiten der Gestaltung an. Als Gussformen eignen sich beispielsweise Silikonformen. Nach dem Trocknen lässt sich der Beton beschriften oder bemalen und mit wasserfestem Lack besprühen.



