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Finnland – 20 Jahre Kupierverzicht

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Seit 20 Jahren gilt in Finnland ein absolutes Schwanzkupierverbot bei Schweinen. Welche Erfahrungen haben finnische Schweinehalter gemacht, und was können deutsche Betriebe von ihnen lernen? Die Ergebnisse einer Exkursion in den Norden fasst der Beitrag zusammen.

Mit dabei war eine Expertengruppe mit fachlichen Schwerpunkten in den verschiedenen Bereichen der Schweinehaltung. So ist Dr. Sophie Diers vom Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp für den Schwerpunkt Fütterung mitgereist.

Timo Heikillä teilt sein Wissen über den Ringelschwanz mit Berufskollegen im In- und Ausland. Foto: Dr. Jochen Werner

Timo Heikkilä, der größte Ferkelproduzent Finnlands, hält rund 3.500 Sauen und erzeugt mit ihnen jährlich über 100.000 Ferkel – das sind ungefähr 5 % aller Ferkel in Finnland. Zusätzlich hat er auf seinem Betrieb Platz für die Aufzucht von 1.200 Jungsauen. Aus Tiergesundheitsaspekten setzt der Landwirt auf Eigenremontierung. Grundsätzlich erfreut der Betrieb sich eines sehr hohen Gesundheitsstatus. Interessant wird es beim Thema Ringelschwanz: Auf die Frage, wie viel Prozent der Ferkel mit intaktem Ringelschwanz an den Mäster gehen, antwortet Heikkilä: „Wir erfassen das gar nicht so genau, aber es sind sicherlich über 90 Prozent.“

Auch in Finnland sei viel über das Kupierverbot diskutiert worden. Größter Kritikpunkt war dabei laut dem Schweinehalter die auch in seinen Augen unfaire Wettbewerbssituation für Finnland. Er erinnert sich noch gut an die Zeit, als der absolute Kupierverzicht eingeführt wurde. „Es herrschte teilweise Panik“, sagt er. In seinem eigenen Betrieb hat Timo Heikkilä vieles ausprobiert und zuletzt auch bauliche Veränderungen für den Ringelschwanz vorgenommen. Jede seiner rund 3.500 Sauen ferkelt mittlerweile in einer Bewegungsbucht ab, und alle Tiere haben stets Zugang zu Raufutter.

Besonders beim Stallklima, bei der Reduktion von Schadgaskonzentrationen und der Energieeffizienz hat Timo Heikkilä viel angepasst und in Innovationen investiert. Betritt man eines der Abteile, fällt zum Beispiel auf den ersten Blick ein großer Plastikschlauch entlang der Stalldecke auf. In regelmäßigen Abständen sind Löcher in den Schlauch gestanzt, durch die die Zuluft gleichmäßig in jeden Bereich des Abteils eingebracht wird. Die mit eingeleiteten Staub- und Schmutzpartikel setzen sich nach dem Prinzip der Schwerkraft aufgrund der geringen Luftgeschwindigkeit größtenteils im Inneren des Schlauchs ab und geraten so nicht mit den Tieren im Abteil in Kontakt. Je nach Verschmutzung können die Kunststoffschläuche vergleichsweise einfach und schnell getauscht werden. Um Schadgase im Stall und vor allem im Tierbereich zu reduzieren, setzt der Betrieb auf eine Güllekühlung. Die Abwärme der Gülle wird außerdem zum Heizen im Winter genutzt.

Der Hof von Timo Heikkilä ist im Umkreis von rund 10 km der einzige mit Schweinen.
Die Expertinnen aus Deutschland verschafften sich einen umfassenden Eindruck in Finnland.
Die Expertengruppe (v. li.): Filmproduzent Dr. Jochen Werner (firefilm), Dr. Markus Böcklmann, Projektkoordinatorin Sara Weyer, Mirjam Lechner, Carmen Fögeling, Dr. Sophie Diers, Projektkoordinatorin Anna Farwick. Foto: Dr. Sophie Diers

Mikroklima entscheidend

Allgemein fiel auf, dass finnische Schweineställe grundsätzlich kühler gefahren werden, als man es aus Deutschland kennt. Um Heizkosten zu minimieren, setzt man hier vermehrt auf Mikroklimazonen, statt den ganzen Stall zu beheizen. Da das Prinzip der Klimazonen so entscheidend ist, richtet sich auch die klassische Buchtenstruktur, sowohl in der Ferkelaufzucht als auch in der Mast, danach aus: Die Buchten sind stets rechteckig geschnitten und überwiegend planbefestigt. Lediglich ein Drittel der Bucht ist meist perforiert, da die Tiere hier den Kotbereich anlegen sollen. Ein Kontaktgitter zur Nachbarbucht in diesem Bereich hilft dabei, den Kot- und Harnabsatz dort zu konzentrieren.

Der planbefestigte Liegebereich ist meist mit einer verstellbaren Abdeckung versehen, damit sich die Wärme dort konzentriert und den Schweinen eine angenehme Liegetemperatur verschafft. Charakteristisch für den Aktivitätsbereich sind häufig Raufen mit Heu oder Stroh sowie ein Langtrog mit einem Tier-Fressplatz-Verhältnis vom maximal 2:1. Die Futtervorlage erfolgt automatisiert und flüssig.

Die Gefahr für das Auftreten von Hitzestress, der für die Tiergesundheit von immenser Bedeutung ist, wird minimiert. Ebenso wird dem Konkurrenzkampf um die Ressource Futter entgegengewirkt. Die Schweine sind insgesamt ruhiger und gelassener.

Wissen teilen

Timo Heikkilä hält mittlerweile zahlreiche Vorträge zum Kupierverzicht und informiert auch in anderen EU-Ländern über Erfahrungen mit der Haltung unkupierter Schweine in Finnland. „Ich stelle mir längst nicht mehr die Frage, ob noch kupiert werden sollte.“

Auf der Versammlung der Interessengemeinschaft finnischer Schweinehalter sei die Haltung unkupierter Tiere zwar nach wie vor ein Thema, allerdings auf einer anderen Ebene: In Finnland soll ein Bonitierungsprogramm entwickelt werden, bei dem auch der intakte Ringelschwanz einbezogen wird. Deshalb stehen hier zukünftig die Erfassung und Definition des „intakten Schwanzes“ vermehrt im Fokus.

Die ausführliche Videoreihe der Exkursion nach Finnland findet sich unter: ringelschwanz.info/videos/

Der erste Trailer der Videoreihe: „20 Jahre Kupierverzicht in Finnland – eine Ringelschwanzreise“:


Das Nationale Wissensnetzwerk Kupierverzicht ist Teil der Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz im Bundesprogramm Nutztierhaltung. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Projektpartner im Nationalen Wissensnetzwerk Kupierverzicht sind der Förderverein Bioökonomieforschung, die ISN-Projekt GmbH und die IQ-Agrar GmbH.


Termine

Im Oktober und ­November finden verschiedene Veranstaltungen rund um die ­Schweinehaltung im Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp statt:

am 26. Oktober ein Lüftungsseminar für Praktiker über das Netzwerk Fokus Tierwohl, Anmeldung über avmallinckrodt@lksh.de

vom 13. bis 15. November ein Eigenbestands-Besamungskurs, Anmeldung über avmallinckrodt@lksh.de

Am 28. November ist der ­Große Schweinetag SH, Anmeldung nicht erforderlich.


Wie aus Biogas Elektromobilität wird

Die ungewöhnliche Forderung eines Mitarbeiters und etwa 80.000 Verkehrsbewegungen am Tag auf der benachbarten Autobahn 7 und der Bundesstraße 4 bestärkten Biogasanlagenbetreiber Christian Saul in Brokenlande, Kreis Segeberg, voll auf die Zukunft der E-Mobilität zu setzen. Immer mehr elektrisch betriebene Fahrzeuge im Land und eine notwendige EEG-Nachfolgeregelung für seine Biogasanlage veranlassten Saul, in eine besondere Form der direkten Stromvermarktung zu investieren.

„Elektromobilität funktioniert“, sagt Christian Saul inmitten des rund 6 ha großen Areals unweit der A 7, auf dem der studierte Betriebswirt und gelernte Gemüsegärtner mit einer Dauerlast von 3,5 bis 4 MW jährlich rund 33 Mio. kWh Biogas produziert. Fünf Blockheizkraftwerke (BHKW) vor Ort und fünf Satelliten-BHKW in der Umgebung wandeln die Energie in Strom und Wärme um. Zum Einsatz kommen verschiedene Mais- und Grassilagen, GPS, Hühnertrockenkot, Frischgras, Rüben, (Pferde-)Mist und Gülle. Den Transport übernimmt im näheren Umkreis seit Sommer der laut Saul deutschlandweit erste vollelektrische Lkw in der Landwirtschaft (siehe Bauernblattausgabe 31).

Der Betrieb konzentriert sich zunehmend auf die Vergärung von Gülle und Mist. Foto: jh

Von der Zukunft der E-Mobilität überzeugt

Der bis zu 666 PS starke Volvo FH electric bewegt dabei entweder einen Auflieger samt Gülletank oder einen Abschiebewagen, die Reichweite betrage aktuell noch weniger als 250 km, aber die Technik gehe weiter, so Saul: „Wir versuchen herauszufinden, welche Arbeitsreichweitenentfernung wirtschaftlich tragfähig ist.“ Das Wiederaufladen über einen DC-Lader mit einer Leistung von 300 kW dauere nur etwa zwei Stunden. Auch privat setzt der Unternehmer auf einen elektrisch angetriebenen Pkw und konnte bereits einige der 30 Mitarbeiter vom Umstieg auf E-Mobilität überzeugen. Geladen werden auch diese Fahrzeuge auf dem Anlagengelände. „Für mich war klar, dass bei der Suche nach einer EEG-Nachfolgeregelung hier an der A 7, also einer viel befahrenen EU-Kernstraße, mit E-Mobilität etwas gehen könnte“, erklärt Saul, der früher bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und einer Bank arbeitete, bevor er sich als Biogasanlagenbetreiber und Dienstleister in einer kleinen Unternehmensgruppe selbstständig gemacht hat. „Wir glauben, dass E-Mobilität kommt – und sie ist eine Möglichkeit, Klimagasemissionen in der Landwirtschaft einzusparen.“

Mit einer Dauerlast von 3,5 bis 4 MW produziert die Anlage jährlich rund 33 Mio. kWh Biogas. Foto: jh

Ursprünglich auf die Idee brachte ihn ein früherer Mitarbeiter, der als Schüler auf der Biogasanlage arbeitete und für sich einen Dienstwagen haben wollte: „Erst habe ich ihm an der Stirn gefühlt“, sagt Saul, aber der junge Mann habe ihn schließlich überzeugen können, 35 € seines monatlichen Gehaltes umzuwandeln und in einen damals wenig beliebten Elektro-Pkw des Herstellers Hyundai zu investieren – und diesen auf der Anlage laden zu können. Künftig will Christian Saul aber nicht nur für seine Mitarbeiter Ladestrom aus Regenerativen Quellen anbieten: Eine Ladeinfrastruktur mit einer Leistung von 20 MW für Lkw und Pkw soll – ähnlich einem Autohof – mit Restaurant und Kinderspielplatz entstehen. Die notwendigen Genehmigungen sind beantragt, gestalten sich aber nicht gerade unkompliziert. Realisiert werden soll das Vorhaben über Blockheizkraftwerke, Batterien und Gasspeicher.

Vor dem Hintergrund des über den Tag schwankenden Strompreises will sich Christian Saul künftig auf die Produktion von Ladestrom fokussieren. Die Stromproduktion aus Biogas koste etwa 20 ct/kWh: „Im Tagesverlauf liegt der Strompreis häufig darunter. Da hat man teilweise nur eine Stunde, in der man annähernd bei 20 Cent liegt. Wir sind nur ein kleiner Anbieter in einem riesengroßen Markt“, verdeutlicht der Geschäftsführer.

Die Instrumententafel des Volvo FH electric kommt ohne Drehzahlmesser und herkömmliche Tankanzeige aus. Foto: jh

Ökonomisch interessante Vermarktungsmöglichkeit

„Beim Anbieten von Ladestrom sehen wir es als wahrscheinlicher an, die Produktionskosten wieder hereinzubekommen. Dieser kostet an der Autobahn in etwa zwischen 20 Cent und einem Euro.“ Wolle man auch nach dem Auslaufen des EEG am Markt tätig sein, müsse man sich die Frage stellen, wo die Reise hingehe. „Wir gehen von einem weiteren Zubau bei Windkraft und Photovoltaik aus. Die Stromvermarktung auf dem Weg der Ladeinfrastruktur ist also auch ökonomisch sehr interessant“, erläutert Christian Saul. Ladestrom entsprechend der technologischen Entwicklung klimaneutral bereitzustellen, sieht der Anlagenbetreiber als tolle Leistung bei der Energiewende und insbesondere der Verkehrswende: „Zu unserer Überraschung sind wir einige der wenigen, die das überhaupt machen.“

300 kW leistet die DC-Ladestation an einem der Blockheizkraftwerke. Foto: jh

Die Technik der E-Mobilität sei – abgesehen von der noch verbesserungswürdigen Reichweite – insgesamt ausgereift, einfacher handhabbar als der Betrieb mit CNG und weniger energieintensiv als beim Wasserstoff.

Dazu komme ein unerreicht hoher Wirkungsgrad. „Eine Biogasanlage in Kombination mit Wind und Solar ist ideal, um direkt Ladestrom anzubieten. Darin sehe ich eine ganz große Zukunft auch für die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein“, blickt Saul nach vorn. Ladeinfrastruktur zur Verfügung zu stellen, könne ein ganz eigener Bereich sein, in dem Landwirte direkt in die Energiewende einsteigen und „ihre Früchte ernten und direkt verkaufen beziehungsweise Wertschöpfung betreiben können“.

Dekanter zur Ammoniumtrennung

Die großen Futtermittelberge aus Nachwachsenden Rohstoffen sollen auch auf der Brokenlander Anlage langfristig kleiner werden. Zunehmend konzentriert sich der Betrieb daher auf die Vergärung von Gülle und Mist. Während die Gülle im direkten Umkreis flüssig transportiert wird, setzt Saul auf den weiter entfernten Betrieben einen Dekanter der Firma Sloot­smid aus den Niederlanden ein, der die feste Phase abtrennt, während die flüssige Phase auf dem Betrieb bleibt und als aufbereiteter, flüssiger Ammoniumdünger für Grünland, Mais oder Getreide genutzt wird. Klimaschädliches, aber energiereiches Methan wandert als feste Phase in die Biogasanlage, die Gärreste werden anschließend wieder auf den Flächen ausgebracht. Neben der Möglichkeit für die Betriebe, überschüssige Nährstoffe – vor allem Phosphor – auf diese Weise loszuwerden, werde Stickstoff hingegen behalten und gleichzeitig Lagervolumen gespart: „Je nach Einstellung der Maschine werden zwischen zehn und 20 Prozent Lagervolumen gespart. Der Dekanter trennt besonders gut ab“, so Saul. Von den 18-30 km entfernt liegenden Betrieben transportieren die Mitarbeiter nur die festen Bestandteile zu Sauls Anlage. „Die Transportfähigkeit ist auf jeden Fall eher gegeben. Wir sollen künftig mehr Gülle vergären, aber da die Zahl der Betriebe begrenzt ist, vergrößern wir den Radius um die Anlage erheblich und erreichen, dass wir durch Technikeinsatz mehr Futtermittel bekommen.“

Für Christian Saul bedeutet all das: „Wir müssen darauf achten, dass wir effizient bleiben, die technologischen Trends bei der Umsetzung der Projekte mitgehen und diese nicht anderen überlassen. Die Landwirtschaft hat es auch selbst in der Hand.“

Die Anlage verfügt über ein abgedecktes Gärvolumen von insgesamt 36.000 m3. Foto: jh

Resistenzblocker – wie ein Schlüssel mit vielen Bärten

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Um Pflanzenbausysteme noch besser zu verstehen, lohnt sich der Blick unter die Erdoberfläche. Denn neben dem Züchtungsfortschritt spielen auch die Bodeneigenschaften eine große Rolle bei der Anpassung des Ackerbaus an die Folgen des Klimawandels. Das verdeutlichte die Deutsche Saatveredelung (DSV) bei einem Pressegespräch am Dienstag (10. Oktober) auf ihrer Zuchtstation im niedersächsischen Asendorf.

Dr. Eike Hupe

Durch die Erderwärmung und häufiger auftretende Extremwetterereignisse braucht es zukünftig nicht nur resiliente Sorten. „Neben innovativen Sorten werden intelligente Anbausysteme immer wichtiger“, erklärte DSV-Vorstand Dr. Eike Hupe.

Für die DSV gehören Zwischenfrüchte dazu. Treiber des Zwischenfruchtanbaus sei mittlerweile nicht mehr das Erfüllen von Greening-Auflagen, sondern „dem Boden etwas Gutes zu tun“, unter anderem durch Humusanreicherung. Die DSV sieht sich selbst nicht mehr als reinen Saatgutanbieter. „Wir müssen zu den Landwirten fahren und den Nutzen eines Zwischenfruchtanbaus erklären“, betonte Hupe, dessen Unternehmen in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. Die eigene Forschung sei immer der Erfolgsgarant für die DSV gewesen. Rund 12 % des Umsatzes flössen aktuell in die Entwicklung neuer Sorten und Anbausysteme.

Phoma-Blocker

„Wir suchen die Eier legende Wollmilchsau“, schilderte Sebastian Hötte. Der DSV-Rapsexperte nannte neben den Witterungsbedingungen auch biotische Faktoren und die politischen Rahmenbedingungen als Richtschnur für die Züchtung neuer Sorten. Neben Kohlhernie sei im Raps die Wurzelhals- und Stängelfäule (Phoma) von großer Bedeutung. Um einen Resistenzbruch zu verhindern, kombiniere die DSV verschiedene Gene. Hötte veranschaulichte: „Um dieses Schloss zu knacken, braucht es einen Schlüssel mit mehreren Bärten.“ Die Sorte ,Ludwig‘, die ab 2024 in Deutschland verfügbar ist, sei so ein „Phoma-Blocker“.

Sebastian Hötte und Linda Hahn erläuterten die Züchtungsarbeit der DSV.

Linda Hahn, DSV-Expertin für Getreide und grobkörnige Leguminosen, berichtete: „Wir hatten den wärmsten September seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.“ Das Gerstengelbverzwergungsvirus (BYDV) drohe erheblich zuzuschlagen, weil Blattläuse als Überträger massiv aufgetreten seien. Dagegen könnten Landwirte entweder mit Pflanzenschutzmitteln zur richtigen Zeit oder mit resistenten Sorten reagieren. Die Sorte ,Fascination´, die in Frankreich schon zugelassen sei, besitze eine solche BYDV-Resistenz. In der Weizenzüchtung habe die DSV Genomsequenzen aus trockenheitstolerantem Roggen transferiert. Dabei sei unter anderem die B-Weizensorte „Debian“ entstanden, die zusätzlich resistent gegen die Orangerote Weizengallmücke (sm1) ist.

Hahn betonte den „extremen Vorfruchtwert“ von Leguminosen. Die Weiße Lupine sei durch die eingezüchtete Anthrak­nosetoleranz wieder anbaufähig geworden. Dieses Jahr sei die Kultur deutschlandweit auf insgesamt 20.000 ha angebaut worden. Die Weiße Lupine könne bis zu 3 m tief wurzeln und über Wurzelexsudate den pH-Wert absenken, um beispielsweise Phosphor zu mobilisieren.

Globale Grenzen

Dr. Gernot Bodner vom Institut für Pflanzenbau der Universität für Bodenkultur Wien erklärte mit Blick auf die Herausforderungen der Landwirtschaft: „Um die globalen Grenzen einzuhalten, ist es wichtig, den Boden zu verstehen.“ Der Green Deal der EU werde die Landwirtschaft in den kommenden Jahren massiv verändern. „Wir suchen den klimafitten Boden“, so Bodner.

Dr. Gernot Bodner

Der Privatdozent erläuterte, dass steigende Temperaturen die Energie in der Atmosphäre erhöhten. Damit Boden Energie aufnehmen könne, müsse grüne Vegetation daraufstehen. Überhitzte Böden seien schädlich für das Bodenleben. Positiv seien hingegen Böden mit vielen Grob- und Mittelporen. Um so entsprechende Bodenstrukturen zu fördern, empfiehlt er den Anbau diverser Zwischenfrüchte sowie pfluglose Bodenbearbeitung.

Neue Erkenntnisse zum Zwischenfruchtanbau aus dem sogenannten Catchy-Projekt stellte DSV-Mitarbeiter Dr. Matthias Westerschulte vor. Neben dem langfristigen Humusaufbau zeige sich der Mehrwert des Zwischenfruchtanbaus auch in einer verbesserten Befahrbarkeit und mehr wasserstabilen Bodenaggregaten. Die pauschale Aussage, dass Zwischenfrüchte der Hauptkultur das Wasser „klauten“, nannte er daher falsch. Man müsse zudem zwischen winterharten und abfrierenden Zwischenfrüchten unterscheiden. Insbesondere bei abfrierende oder abgetöteten Zwischenfrüchten reduziere die Mulchdecke sogar die Verdünstung. 

Anhand eines Modells erklärte DSV-Berater Jan Hendrik Schulz die Vorgänge im Wurzelbereich.

Faszinierende alte Handschriften

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„Endlich alte Briefe lesen können“ – so lautete der Titel eines Sütterlin-Workshops, zu dem das Landesarchiv Schleswig in das Prinzenpalais eingeladen hatte. In dem Kurs ging es aber um weit mehr als nur um das Lesen und Entziffern von scheinbar unlesbaren Zeichen: Durch das Schreiben der einzelnen Buchstaben in Sütterlin entfaltete sich eine ganz neue und eigene Faszination für alte Handschriften.

Ein kleines „e“, das aussieht wie ein gequetschtes „n“, ein kleines „h“, das aussieht wie ein „f“, ein „r“, das aussieht wie ein „w“ – beim Lesen von Sütterlin muss man sich gedanklich umstellen, aber mit ein wenig Übung wird das Lesen flüssiger. Ebenso das Schreiben der Buchstaben. Natürlich könne man jemanden beauftragen, Dokumente, Briefe oder andere Schriftstücke aus Nachlässen zu übersetzen: „Schöner ist es doch aber, selbst zu erfahren, was die Verwandschaft schriftlich mitzuteilen hatte oder welches Rezept die Uroma am liebsten zubereitet hat“, meint Gesa Füßle, Lektorin, Übersetzerin, Mediävistin und Expertin für deutsche Schreibschrift.

Gesa Füßle leitete den Workshop im Prinzenpalais in Schleswig

Seit zehn Jahren gibt die Hamburgerin Sütterlin-Workshops, weil sie es wichtig findet, dass Menschen die Schrift selbst zu entziffern lernen, „damit sie in ihrer Recherche unabhängig sind“. Entsprechend lagen auch die Interessen der 16 Teilnehmer an dem Workshop in Schleswig: Ahnenforschung, historische Forschung, Archivarbeit, privates Interesse, aber auch berufliche Notwendigkeit, um beispielsweise bei Gericht alte Verträge zu Hofüberlassungen und Erbregelungen lesen zu können.

Dabei handle es sich in den Dokumenten vor 1911 aller Wahrscheinlichkeit nach bei den Schriften um die deutsche Kurrentschrift, die seit Beginn der Neuzeit bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts als allgemeine Verkehrsschrift im gesamten deutschen Sprachraum galt und auch als deutsche Schreibschrift oder deutsche Schrift bezeichnet wurde, so Füßle. Typischerweise wurde sie zunächst mit dem Federkiel, später mit der Bandzugfeder geschrieben. Mit Einführung der Spitzfeder veränderte sich das Linienbild durch druckabhängige an- und abschwellende Linien. Diese waren zudem sehr schräg geschrieben, einige Buchstaben hatten starke Über- und Unterlängen, das Lineaturverhältnis lag bei 3:1:3. Wenn dann noch die eigene „Klaue“ mit dazukam, fiel das Entziffern schwer.

Mit etwas Übung fällt das Sütterlin-Schreiben mit der Zeit immer leichter. 

1911 erhielt der Grafiker, Pädagoge, Buch- und Schriftgestalter Ludwig Sütterlin vom preußischen Kultur- und Schulministerium den Auftrag, die Kurrentschrift zu vereinfachen, um den Kindern das Schreibenlernen zu erleichtern. Sütterlin vereinfachte die Buchstabenformen, verringerte die Ober- und Unterlängen (Lineatur im Verhältnis 1:1:1) und stellte die relativ breiten Buchstaben aufrecht.

Ab 1915 führte man die deutsche Sütterlinschrift in Preußen ein. Sie begann in den 1920er Jahren die bis dahin übliche Form der deutschen Kurrentschrift abzulösen, 1935 wurde sie in einer abgewandelten Form als Deutsche Volksschrift Teil des offiziellen Lehrplans. Sütterlin ist somit nur eine Variante der Kurrentschrift. Der Normalschrifterlass der Nationalsozialisten 1941 untersagte das Lehren der Kurrentschrift im Schulunterricht. Als Ausgangsschrift wurde ab 1942 in den Schulen die lateinische Schrift als Deutsche Normalschrift eingeführt. „Kurrent und Sütterlin haben die gleichen Buchstaben, wenn man Sütterlin lesen kann, kann man auch Kurrent lesen“, erklärte Gesa Füßle den Workshopteilnehmern und empfahl, beim Versuch, Schriftstücke zu entziffern, dranzubleiben, sich nicht zu viel vorzunehmen, sich Zeit zu lassen und die Schrift in Ruhe auf sich einwirken zu lassen. „Es hilft, sich die einzelnen Buchstaben oder Schriftzeichen mit dünnen Bleistiftstrichen abzuteilen, um sich das Wort Buchstabe für Buchstabe zu erschließen.“ Schwierig werde es, wenn Linien zusammengezogen werden wie beim „St“ oder „Sz“. Für das Schluss-s gibt es darüber hinaus noch ganz eigene Regeln.

Konzentriertes Lesen und Schreiben im Sütterlin-Workshop im Schleswiger Prinzenpalais

Und so übten die Teilnehmer den Vormittag über das Schreiben von zunächst einzelnen Buchstaben, dann Silben und Wörtern bis hin zu einfachen Sätzen. Am Nachmittag ging es dann ans Lesen oder vielmehr Entziffern alter Rezepte, Briefe und Poesiealbumsprüche. Neben der Schwierigkeit, die Linienformen zu erkennen, um daraus Buchstaben zu bilden, erschwerten die veraltete Sprache und Schreibweise das flüssige Lesen. „Mitunter hilft es, den Text abzufotografieren und so groß zu ziehen, dass man die Linien besser erkennen kann“, lautete eine Empfehlung von Gesa Füßle.

Im Alltag übe das Verfassen von Einkaufszetteln oder Notizen in Sütterlin das Schreiben und Lesen der alten Handschriften, mit dem positiven Nebeneffekt, dass sich die eigene Handschrift ebenfalls verbessere, da man achtsamer schreibe. 

Die Qual kommt nach der Wahl

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Am vorigen Sonntag wurden per Stimmzettel einige Rechnungen beglichen. Die Parteien der Berliner Ampel-Koalition wurden bei den Landtagswahlen am 8. Oktober in Hessen und Bayern regelrecht abgestraft. Die Quittungen für lähmende und inkonsequente Politik in Berlin wurden in München und in Wiesbaden geschrieben. In der Kurzzusammenfassung sieht das so aus: Die Unionsparteien kommen jeweils auf den ersten Platz. Daneben punkteten in Bayern die Freien Wähler. Die AfD wird in Hessen zweitstärkste Kraft. Die Grünen und die SPD mussten in Bayern wie in Hessen ordentlich Federn lassen. Die FDP bleibt in Bayern draußen und schaffte in Hessen nur noch ganz knapp den Einzug in den Landtag. Unerwartet sind die Verschiebungen nach den Diskussionen der vergangenen Monate nicht. Beunruhigend ist vielmehr der Ruck am rechten Rand.

In Hessen hat die CDU die Landtagswahl mit großem Vorsprung gewonnen und kam auf 34,6 % der Stimmen (+7,6 %). Zweitstärkste Kraft wurde die AfD mit 18,4 % (+5,3 %) vor der SPD mit 15,1 % (–4,7 %), den Grünen mit 14,8 % (–5 %) und der FDP mit 5 % (–2,5 %). Die CSU bleibt stärkste Kraft in Bayern mit 37 % (–0,2 %) Wähleranteil. Die Freien Wähler (FW) legten deutlich zu und sind auf Platz zwei mit 15,8 % (+4,2 %), dahinter die AfD mit 14,6 % (+4,4 %). Auf Platz vier landeten die Grünen mit 14,4 % (–3,2 %) der Stimmen. Die SPD fiel auf 8,4 % (–1,3 %) ab, und die FDP schaffte den Wiedereinzug in den Landtag mit 3 % nicht.

Neu sind die Rekordergebnisse in westdeutschen Flächenländern für die extrem rechte AfD. Sie zieht so stark wie nie in die beiden Landtage ein und kann voraussichtlich Oppositionsführerin werden. Sie profitiert vor allem von Ängsten gegenüber der wirtschaftlichen Entwicklung, der Migration und der Klima- und Energiepolitik. Der rechte Rand kann Landwirten nichts bieten. Die Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen in Bayern zeigte, dass die Landwirte wenig von der AfD halten. Nur 6 % ihrer Stimmen kamen aus der Landwirtschaft. Die Grünen in Bayern erhielten nur 2 % ihrer Stimmen aus der Landwirtschaft, genauso wenige wie der SPD (2 %).

Zwei Punkte werden für die Landwirtschaft relevant nach dem Wahlausgang. Mit den Stimmengewinnen bei den Landtagswahlen wachsen die Ansprüche auf die Besetzung der Ministerposten. So fordern in Bayern die Freien Wähler ein weiteres Ministerium und zielen auf das Landwirtschaftsministerium ab. Der hessische Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Boris Rhein will nach seinem Sieg zuerst mit den Grünen sprechen, die bei der Wahl lediglich auf dem vierten Platz landeten. Aber bereits im Wahlkampf hat die Hessen-CDU mit der Bildung eines eigenständigen Agrarressorts aus dem jetzigen Agrar- und Umweltministeriums geworben und zwar unter CDU-Führung.

Die Ergebnisse dieser Landtagswahlen werden sich in der Agrarpolitik auch auf Bundesebene zeigen. Die parteiliche Zusammensetzung der Agrarministerkonferenz (AMK) wird in Bewegung kommen und für einzelne Themenblöcke neue Allianzen ermöglichen. Seit der Bildung eines eigenständigen Agrarministeriums in Schleswig-Holstein und dessen Wechsel von den Grünen zur CDU im Jahr 2022 konzentrieren sich die Mehrheitsverhältnisse bei der AMK wieder mehr auf die CDU. Dazu könnte Hessen jetzt eine weitere Stimme beitragen. Das mag für viele eine grundsätzlich gute Nachricht sein. Die Frage auf Landesebene bleibt, wie sich Mehrheiten und Oppositionen gestalten. Die Luft für demokratische Mehrheiten wird dünner. Der Missmut gegenüber der Berliner Ampelkoalition ist offen ausgesprochen.  mbw

Flurbereinigung schafft Tauschmöglichkeit

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Flächentausch ist eine begehrte Option, wenn Moore für den Klimaschutz wiedervernässt werden sollen. Eine Möglichkeit dazu bietet die Flurbereinigung. In der fünften Veranstaltung der Reihe „Zukunft der Landwirtschaft in den Niederungen“ des Landwirtschaftsministeriums (MLLEV) stellte die Flurbereinigungsbehörde in der Rendsburger Deula ihre Arbeit vor – und lud anschließend zu einem Ortstermin im Wilden Moor bei Osterrönfeld ein.

„Schön, dass wir die Flurbereinigung haben! Der Vorteil ist: Man kann über fünf Ecken tauschen“, sagt Klaus Wieck: „Es hat hier keine Verlierer gegeben. Alle, die getauscht haben, haben gut getauscht. Aber man muss auch Flächen dafür haben, dann dreht sich das Karussell.“

Wieck ist Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft (TG) Wildes Moor. Ein solches Gremium ist auch nötig, denn es gibt rund 400 Eigentümer dort. Größter ist die Gemeinde Osterrönfeld mit knapp 170 ha, ein Naturschutzverein pflegt die Flächen. Die Stiftung Naturschutz eignet derzeit 12,5 ha, teils (noch) als Grünland. „Wiedervernässung – nun, der nähern wir uns erst“, sagt Sonja Limberg von der Flurbereinigungsbehörde ( FlurbB), die das Wilde Moor betreut.

Das Verfahren läuft bereits seit 1988. „Es beruht auf Freiwilligkeit, da kann es schon mal länger dauern, aber auf diese Weise können für alle Beteiligten die besten Lösungen gefunden werden“, sagt Thorsten Petrowitz von der FlurbB: „Bei Mooren brauchen wir einen langen Atem. Flurbereinigung ist eine Generationenaufgabe.“

Entsprechend ist das Verfahren im Wilden Moor noch nicht abgeschlossen. „Ein paar Ackerflächen haben wir noch zum Tausch“, verrät Wieck. Wenn ein passender Betrieb aufgegeben werde, bemühe sich die TG, dessen Flächen für ihren Fundus zu kaufen. Dies sei in der Vergangenheit bereits gelungen, zum Beispiel bei einem in den 1990er Jahren aufgelösten Betrieb, daraus könne man immer noch schöpfen. „Diese Nutzflächen schieben wir immer noch hin und her“, sagt Sonja Limberg. Auch die Landgesellschaft, die auf der Veranstaltung vertreten war, ist Projektpartner und Dienstleister und führt ebenfalls Flächenangebote aus ihrem Fundus heran.

„Wiedervernässung von oben“ – Nieselregen hielt die rund 30 Teilnehmer nicht von einem Ortstermin ab: vorne r. Sonja Limberg ( FlurbB), r. dahinter Klaus Wieck, Vorsitzender der TG.

Die Flurbereinigung ist landesweit erfolgreich unterwegs. Im Pirschbachtal bei Mölln könne es jetzt nach „nur“ 20 Jahren in die Planvorlage gehen, erklärt Petrowitz: „Die Öffentlichkeit ist hochzufrieden.“

Fördermöglichkeiten gibt es reichlich: für die Flurbereinigung selbst 60 bis 70 % aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK), für Naturschutzverfahren in der Flurbereinigung gar 100 %. Für Wegebau außerhalb der Flurbereinigung gibt es immerhin noch 53 % Förderung – ja, auch Wegebau ist im Spektrum des Verfahrens enthalten.

Der gesamte Ablauf ist durch Gesetz geregelt, wie Beate Tjardes von der FlurbB erläutert. Die Anregung dazu muss aus der Öffentlichkeit kommen, Träger des Verfahrens sind die Beteiligten, die FlurbB begleitet neutral. Es wird die TG mit ihrem Vorstand gebildet. „Dann kommt der wichtigste Teil, der am längsten dauert: die Verhandlungen für den Tausch“, sagt Tjardes. Nach Besitz- und Nutzungsübergang können Baumaßnahmen erfolgen, um Flächen bewirtschaftbar zu halten, etwa Wegebau, Knickanlage oder -verlegung, Mäandrierung von Bächen. Am Ende erfolgt der Eigentumsübergang mit Berichtigung der öffentlichen Bücher.

„Das größte Problem ist, dass es insgesamt wenig Flächenverfügbarkeit gibt. Es herrscht ein großer Flächendruck“, erklärt Timo Neumann, Leiter der FlurbB. Die Behörde ist dem Landesamt für Landwirtschaft und nachhaltige Landentwicklung (LLnL) zugeordnet und damit dem Landwirtschaftsministerium unterstellt. Minister Werner Schwarz (CDU) macht in einem Video deutlich: „ Flurbereinigung ist eine Möglichkeit, den Moorschutz voranzubringen, weil sie alle Beteiligten mitnimmt.“

Klaus-Peter Dau, Vorstandsmitglied im Bauernverband Schleswig-Holstein und maßgeblich engagiert in Fragen der Zukunft der Niederungen, hat sich ebenfalls auf der Veranstaltung informiert. „Es müssen geeignete Flächen aufgekauft werden, um Handlungsreserve zu haben, dann werden die Landwirte auch bereit sein zu tauschen. Doch da wird der Spielraum immer enger“, sagt er. „Ein Problem dabei ist: Wer bezahlt bei einem Tausch die Differenz zwischen Ackerland und Moorland? Das ist noch nicht geklärt.“

Informationen zur Flurbereinigung mit Beispielverfahren unter: https://t1p.de/utju3

Herbstvielseitigkeit in Bad Segeberg

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Nun sind auch die Landesmeister der Vielseitigkeit ermittelt. Weder bei den Junioren und Jungen Reitern noch bei den Senioren gab es eine Titelverteidigung. Sowohl Mathies Rüder als auch Malin Petersen mussten sich in diesem Jahr mit dem Vizetitel zufriedengeben. Gold ging an Tom Nik­las Körner und Sophie Vogg.

Für die Landesmeisterschaftswertungen der Senioren und der Junioren/Jungen Reiter wird traditionell eine CCI2*S-Prüfung geritten. Im vergangenen Jahr war Mathies Rüder in dieser Prüfung ein Start-Ziel-Sieg gelungen. In diesem Jahr fand er nicht ganz so gut ins Turnier: Der fünfte Platz in der Dressur reichte trotz des besten Geländeergebnisses und eines fehlerfreien Springens nicht für einen Sieg in der Prüfung. Mit dem Ergebnis von 28,6 Punkten wurden der Fehmaraner und sein Oldenburger Qualvino aber Zweite und damit Vizelandesmeister der Junioren und Jungen Reiter. Mit seinen 18 Jahren ist Rüder im letzten Juniorenjahr.

Der Junge Reiter Tom Niklas Körner aus Pronstorf-Strenglin, Kreis Segeberg, gewann die CCI2*S-Prüfung und wurde damit Landesmeister der Junioren und Jungen Reiter.  Foto: Chrissi VE Fotografie

Tom Niklas Körner aus Pronstorf-Strenglin, Kreis Segeberg, startet bereits bei den Jungen Reitern. Er hatte in Bad Segeberg seinen bewährten Chip Chap ZH gesattelt. Der Holsteiner Wallach von Carrico und sein Reiter siegten in der Dressur und kamen trotz eines Fehlers im Gelände auf 26,6 Punkte. Damit wurden sie sowohl Prüfungssieger als auch die neuen Landesmeister der Junioren und Jungen Reiter.

Dritte in der Landesmeisterschaftswertung wurde Justina Charlotte Hayessen. Die Reiterin des Reitvereins Preetz, Kreis Plön, hatte im Sattel des Holsteiner Wallachs I Follow von Ibisco xx insgesamt 40,10 Punkte gesammelt und damit den neunten Platz der Prüfung erreicht.

Titel für Tasdorferin

Neue Landesmeisterin der Senioren ist die Prüfungsdritte Sophie Vogg, die seit drei Jahren in Tasdorf, Kreis Plön, ansässig ist. Dort betreibt sie mit ihrem Mann Christian Vogg eine Reitanlage. In Bad Segeberg hatte sie mit Guy de Beau­vallon einen Sohn des Contendro gesattelt. Das Paar kam auf 33,7 Punkte und konnte sich so über den Titel freuen.

Vizemeisterin wurde die schwedische Olympiareiterin Malin Petersen. Sie lebt seit Jahren in Schleswig-Holstein und hatte sich bereits 2022 und 2020 den Titel geholt. In diesem Jahr musste sie Vogg den Vortritt lassen. Petersen und ihre Holsteiner Stute Hotline wurden Vierte in der Dressur, bekamen im Gelände aber 7,6 Strafpunkte. So beendete das Paar die Prüfung mit 36,10 Punkten.

Bronze in der Landesmeisterschaft ging an die fünftplatzierte Beeke Jankowski (37,9). Die Berufsreiterin aus Schmalensee, Kreis Segeberg, hatte nicht nur den Hannoveraner Eddie Welt dabei, sondern auch die Oldenburger Stute Kanzel M, mit der sie auf den sechsten Platz (38,6) kam.

Damit war die Abteilung der Reiter aus Schleswig-Holstein und Hamburg deutlich besser aufgestellt als die zum Teil weit angereisten Reiter aus den anderen Bundesländern. Die gebürtige Schleswig-Holsteinerin Malin Hansen-Hotopp, die heute in Mecklenburg-Vorpommern einen Pferdebetrieb führt, siegte mit dem Trakehner Monsieur Schnabel und 38,5 Punkten in der zweiten Abteilung. Ihr folgte Nadine Marzahl aus Münster, die in diesem Jahr bei der Deutschen Meisterschaft knapp eine Medaille verpasst hatte. Sie bekam mit der Hannoveranerin Dia Divina 39,5 Punkte.

Wetter machte es schwer

Dritte wurde Sophia Frank aus Bayern, die mit ihrem Lord Locksly im Juniorenlager startet. Ein ganz besonderer Gast kam auf den vierten Platz: Der Mannschaftsolympiasieger Frank Ostholt war aus Warendorf angereist. Der Nachwuchstrainer der Junioren und Jungen Reiter hatte Jum Jum gesattelt, einen Westfalen-Wallach aus eigener Zucht.

„Er hat das Turnier und vor allem das Gelände sehr gelobt“, freute sich Matthias Karstens. Der Geschäftsführer des veranstaltenden Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein (PSH) hatte ein anstrengendes Wochenende hinter sich, als er am Sonntagabend resümierte: „Mit dem heutigen Abschluss dürfen wir zufrieden sein. Der Sonnabend war aber für alle Beteiligten schwer.“ Es hatte den ganzen Tag durchgeregnet. Das sei wirklich eine immense Belastung für alle beteiligten Helfer gewesen.

Karstens, das Organisationsteam, der technische Delegierte Karsten Theise und der Parcourschef Torben Mölleken hatten Überlegungen angestellt, wie es am Sonntag weitergehen könnte. „Wir hatten unterschiedliche Szenarien bis hin zu Teilabsagen skizziert, aber dann sagte der Wetterbericht etwa sieben Stunden Trockenheit voraus“, berichtete Karstens. Inzwischen kennen die Veranstalter „ihr“ Gelände gut genug, um zu wissen, dass das Wasser in dieser Zeit abläuft. „So wie wir den Boden kennen, schluckt der das gut weg“, erklärte Karstens. Und so war es dann auch. Lediglich auf einer Wiese nahe am Wald sei eine Sequenz etwas nasser gewesen, doch das habe nicht gestört.

Aufgebaut hatte Mölleken, der im dritten Jahr für den PSH den Parcours gestaltete, eine schöne und selektive Tour mit schwierigen und leichteren Sequenzen an unterschiedlichen Stellen. „Überall waren kleine Raffinessen. Das hat er wirklich gut hinbekommen“, lobte Karstens.

Herbsteisenhut begeistert mit später Blütezeit

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Herbst-Eisenhut bereichert derzeit den Garten mit einem tollen Violettblau, das herrlich zu den warmen Orange- und Gelbtönen der ausklingenden Saison kontrastiert. Die sommerblühende Variante zeigt ihre Blütenrispen im Juli und August. Bei geschickter Arten- und Sortenwahl kann man sich daher wochenlang an dem Schauspiel erfreuen.

Doch eines gleich vorweg: Bei aller Begeisterung für die Schönheit dieser beliebten Staude sollte man nicht vergessen, dass Eisenhut eine der giftigsten Pflanzen Europas ist. Sämtliche Pflanzenteile enthalten den Wirkstoff Aconitin. Der Verzehr weniger Gramm Pflanzenmaterials endet tödlich. Zudem kann das Gift auch über die unverletzte Haut und Schleimhäute aufgenommen werden. Daher tragen Sie bei der Arbeit mit der Pflanze, ganz gleich ob Ausputzen, Abstützen oder Umpflanzen, immer Handschuhe und vermeiden Sie jeden Hautkontakt. Dennoch ist Eisenhut in der Homöopathie ein wichtiges Mittel gegen Erkältung, Fieber, Schmerzen und Entzündungen. Der Wirkstoff wird in einem speziellen Verfahren aufbereitet und unter anderem für die Herstellung von Globuli verwendet.

Aconitum x cammarum ‚Bicolor‘ präsentiert zweifarbige Blüten. Manchmal wird er als „Bayerischer Eisenhut“ angeboten.  Foto: Karin Stern

Eisenhut (Aconitum) hat sich schon vor langer Zeit einen Platz in Großmutters Bauerngarten erobert. Die meisten Arten stammen aus dem asiatischen Raum. In Deutschland heimisch sind der unter Naturschutz stehende Blaue Berg-Eisenhut (Aconitum napellus) und der Wolfs-Eisenhut (Aconitum lycoctonum). Beide öffnen im Juni ihre Blüten, Erstgenannter in herrlichem Blauviolett, Letzterer in einem hellen Gelb. Wolfs-Eisenhut ‚Ivorine‘ punktet mit aufrechten, 80 bis 90 cm hohen Blütenstielen. Die unzähligen kleinen, gelblich-weißen Blüten hellen sonnig bis halbschattig gelegene Rabatten auf. Die sehr winterharte Staude bevorzugt einen frischen, durchlässigen, humus- und nährstoffreichen Boden, dessen pH-Wert im mäßig sauren bis neutralen Bereich liegen sollte.

Die Vielzahl der verschiedenen Arten sorgt für Abwechslung. So reichen die Blütenfarben von Blau und Violett über Rosa, Rot und Weiß bis hin zu Zartgelb. Einige blühen im Frühsommer, andere laufen im September und Oktober zur Hochform auf. Eisenhut verdankt seinen Namen der Form der Einzelblüte. Sie erinnert optisch an den Helm einer Ritterrüstung. Gemeinsam ist allen Arten die Vorliebe für nährstoffreichen, nicht zu trockenen und humusreichen Boden. Gern stehen die Stauden an einem halbschattigen Platz unter dem schützenden Dach von Bäumen oder Sträuchern. An sonnigeren Standorten sollte der Boden immer ausreichend feucht sein. Andernfalls erkrankt Eisenhut schnell an Echtem Mehltau.

Herbsteisenhut ‚Arendsii‘ punktet mit dicht besetzten Blütenrispen. Foto: Karin Stern

Doch wie lässt sich Eisenhut gut in Szene setzen? Die markanten und eindrucksvollen Arten eignen sich sehr gut für die Einzelstellung oder als Leitstauden in einer Rabatte. An sonnigen Standorten bietet sich die Nachbarschaft mit Silberkerze (Cimicifuga), Indianernessel (Monarda) oder dem Hohen Sommerphlox (Phlox paniculata) an. Im halbschattigen Beet sind Herbstanemonen (Anemone) und Prachtspieren (Astilbe) schöne Pflanzpartner. Ländlichen Charme verbreitet die Gemeinschaft mit Glockenblume (Campanula) und Fingerhut (Digitalis). Tipp: Während der Blüte vergilben häufig die unteren Blätter des Eisenhuts. Wählen Sie Begleitpflanzen aus, die den unteren Teil der Stauden kaschieren. Die Hinweise zur Pflege sind schnell aufgezählt. Versorgen Sie den nährstoffhungrigen Eisenhut im Frühjahr mit einem mineralischen oder organischen Dünger. Höhere Eisenhut-Arten fallen manchmal durch Windböen oder Regengüsse auseinander. Ein Staudenring, der schon gleich ab dem Austrieb um das Grün gelegt wird, stützt die Stängel zuverlässig ab. Egal ob sommer- oder herbstblühend, der Blütenstand wird direkt nach der Blüte bis zu den ersten Laubblättern abgeschnitten. Die Stängel bleiben stehen, bis sie im Herbst komplett verwelken. Für Neupflanzungen empfiehlt sich das Frühjahr als der beste Pflanztermin. Dann erfolgt auch die Vermehrung über Teilung des rübenartigen Wurzelstocks. Dafür trennt man kleinere Rübchen von der Hauptwurzel ab und pflanzt sie so ein, dass sie etwa 2 cm hoch mit Erde bedeckt sind. Tipp: Kompost ins Pflanzloch geben und unbedingt Handschuhe tragen.

Eisenhut liebt feuchten Boden und ist daher am Teichrand gut platziert. Foto: Karin Stern
Quelle: Karin Stern

Essbar oder giftig?

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Die Tetenhusener LandFrauen hatten den Pilzexperten Sönke Lettau von der Mykologischen Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein mit Sitz in Busdorf zu einer Pilzlehrwanderung eingeladen. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg durch den Tetenhusener Wald.

Diese Ausbeute sieht schön aus – es ist aber nicht alles essbar.

Bei kleinen Zwischenstopps durchstreiften LandFrauen und Gäste das Gelände mit dem Auftrag, Pilze zu finden und zu pflücken. Bei der anschließenden Begutachtung erklärte Lettau, was da gefunden wurde. Wie geht man bei der Pilzbestimmung vor? Welche Merkmale geben Aufschluss? Lettau erklärte Wissenswertes zur Lebensweise der Pilze und wie man eine Pilzvergiftung vermeiden kann. „Es gibt mehr als 10.000 Arten, und man muss wissen, wie ein Pilz in welchem Stadium seines Wachstums aussieht. Man wird nicht in drei Stunden zum Experten“, betonte er.

Wer gerne Pilze sammeln will, sollte sich zunächst mit zwei Arten vertraut machen und dann im nächsten Jahr wieder zwei Arten, lautete sein Rat. Viele essbare Pilze hätten Doppelgänger, die sich nur durch kleinste Merkmale unterscheiden, aber nicht genießbar oder sogar giftig seien. „Wenn Sie jemanden kennen, der sich mit Pilzen gut auskennt, lassen Sie ihre Fundstücke begutachten, damit Sie sicher sind, dass nur essbare Exemplare im Körbchen gelandet sind“, riet Sönke Lettau.

Am Ende der Pilzexkursion gab es ein absolut sicheres Pilzgericht, serviert auf frischem Brot und zubereitet vom Gastwirt der örtlichen Gaststätte.

Heiße Fragen und kühle Flüssigkeit

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Am vorletzten Septemberwochenende ging im Seminarhaus Sorgbrück in Lohe-Föhrden bei Rendsburg ein erfolgreiches LaLeLe-Seminar zu Ende. Dieses ist der Nachfolger des RudL-Seminars (Rund um die Landjugend) und bedeutet ausgeschrieben Landjugend.Leben.Lernen. An besagtem Wochenende konnten zehn Teilnehmer ihre Jugendleiterkarte (Juleica) erwerben.

Begonnen wurde am Freitagabend mit einem in den Landjugendgruppen sehr präsenten Thema, nämlich der Alkoholprävention. Die Teilnehmer durften unter anderem mithilfe spezieller Brillen, die eine verschwommene Sicht verursachen und dadurch Trunkenheit simulieren, einen Parcours meistern und Sandsäcke fangen, was sich als kompliziert herausstellte.

Am nächsten Morgen ging es weiter mit einem kleinen Warm-up. Jeder Teilnehmer musste über das Wochenende ein solches kurzes Spiel vorbereiten. Dann bekamen die Teilnehmer die Aufgabe, einen Programmpunkt für jüngere Landjugendmitglieder ab 14 Jahren zu entwickeln. Zwei Gruppen entschieden sich unabhängig voneinander für eine Kanutour, weil dies alle Altersgruppen anspreche und das Miteinander fördere.

Das folgende Thema Sozialisation ging ziemlich tief. Die Teilnehmer sollten Fragen zu ihrer Kindheit und Jugendzeit beantworten und mit gelben Kärtchen als Sonnenstrahl vor sich ablegen. Allen wurde einmal mehr bewusst, dass jeder Mensch sein Päckchen zu tragen hat und wir niemanden anhand von Vermutungen beurteilen dürfen.

Sodann hatten die Teilnehmer die Aufgabe, für das Abendessen ein Drei-Gänge-Menü mit drei für jeden Gang vorgegebenen Zutaten zu kochen und dazu eine Geschichte zu schreiben. Für die Vorspeise waren Tomatenmark, Toastbrot und Schmand angedacht, für die Hauptspeise Cornflakes, Ei und mindestens ein Gemüse, und das Dessert sollte Brausepulver, etwas Salziges und mindestens eine Obstsorte beinhalten. Hierfür wurde mittags eingekauft.

Wieder gab es ein Teamspiel, das die Geschicklichkeit herausforderte. Die Aufgabe lautete, bei der jährlichen Scheunenfete den Kühlanhänger mit frischer Kühlflüssigkeit zu befüllen, um die Gäste weiterhin mit Getränken versorgen zu können. Die Schwierigkeit bestand darin, die giftige Kühlflüssigkeit von der Nachbarin – gespielt von Bundesjugendreferentin Jaenne Albert – erst in einen Becher und von diesem in den Anhänger umzufüllen, das alles natürlich nicht mit bloßen Händen, sondern mit Schnüren und Wäscheklammern.

Auch die schauspielerischen Fähigkeiten wurden getestet, indem zum Thema Kommunikation ein kurzer Sketch mit einer Streitsituation aufgeführt werden sollte. Danach wurde geklärt, wie man in einer solchen Situation am besten vorgeht.

Zum Abendessen gab es – ganz gemäß den oben genannten Vorgaben – als Vorspeise eine leckere Tomatensuppe mit Croutons, als Hauptspeise Hähnchenbrustfilet paniert mit Cornflakes und zum Dessert Quarkspeise mit Brausepulver, Mandarinen und Schoko-Salz-Brezeln. Eine spannende Geschichte, in der es um Entführer in Gestalt von Zwiebeln und kannibalistisches Tomatenmark ging, rundete das Festmahl ab.

Der Sonntagmorgen startete damit, dass den Teilnehmern Fallbeispiele vorgelesen wurden, und sie mussten beurteilen, ob in diesen Situationen richtig gehandelt wurde.

Nach einer kurzen Stärkung wurden Briefe geöffnet die sich die Jugendlichen am ersten LaLeLe-Wochenende im März selber geschrieben hatten, um ihren „Günter“ –ihren inneren Schweinehund – zu überwinden. Jeder beurteilte für sich, wie gut ihm das gelungen war oder ob es noch Verbesserungspotenzial gibt.

Um das Seminar auszuwerten, bekamen die Teilnehmer die Aufgabe, mithilfe von Bildern ihr Lieblingsthema oder ihre Lieblingsaktivität des Seminars festzuhalten. Die Teamerinnen durften raten, um welches Thema es sich handelte. Als Abschluss bekam jeder ein Blatt auf den Rücken geklebt, auf das die anderen anonyme Komplimente, Wünsche für die Zukunft und Ähnliches aufschreiben konnte.

Am Ende waren sich alle einig, dass es ein sehr gelungenes Seminar war, das Landjugendmitglieder, egal ob Vorstand oder nicht weiterbringt und die Teilnehmer mit Spiel und Spaß weiterbildet.