Als neue Beisitzerinnen im Vorstand des LandFrauenverbandes Schleswig-Holstein wurden Jasmin Untied aus dem Kreisverband Plön für vier Jahre und Heike Holling als Nachbesetzung aus dem Kreisverband Rendsburg-Eckernförde für zwei Jahre gewählt. Die vier Beisitzerinnen im Landesvorstand werden für jeweils vier Jahre in einem jährlich versetzten Zyklus von den zwölf Kreisverbänden gestellt.
Brüssow-Harfmann
seit 15 Jahren im Dienst
Die Geschäftsstelle des lfv in Rendsburg
Die Geschäftsstelle des LandFrauenverbandes Schleswig-Holstein (lfv) befindet sich im Gebäude der Landwirtschaftskammer am Grünen Kamp in Rendsburg. Die Geschäftsführung teilen sich Dr. Gaby Brüssow-Harfmann und Ninette Lüneberg in Teilzeit. Bis Ende der 2000er Jahre hatten auch die Kreisverbände der LandFrauen eigene Geschäftsführerinnen, die bei der Landwirtschaftskammer angestellt waren. Diese wurden danach aufgelöst, und deren Aufgaben gingen an die Landesgeschäftsstelle über. Somit ist der Verband seit 2011 auf allen Ebenen eigenständig und unabhängig.
Um die vielen Anfragen der Ortsvereine zu bündeln, bietet Brüssow-Harfmann seitdem den Tageskurs „Rund um die Vereinsarbeit – Grundlagen für angehende und neue Vorstandsmitglieder“ an. Inhalte davon sind auch Teil des viertägigen Seminars „Aktiv im Ehrenamt“. Die heutige Co-Geschäftsführerin arbeitet seit mittlerweile 15 Jahren für den lfv. Von 2011 bis 2018 war sie Bildungsreferentin, seitdem ist sie zusammen mit Ninette Lüneberg dessen Geschäftsführerin. Beim LandFrauenforum am 25. April wurde sie von der Vorsitzenden Claudia Jürgensen und dem gesamten Landesvorstand geehrt.
Unabhängig im Umland der Hansestadt
Die Kreisverbände der LandFrauen – Teil 4: Lübeck
Der LandFrauenverein Lübeck und Umgebung ist der einzige in Schleswig-Holstein, der nicht einem KreisLandFrauenverband (KLFV) angehört. Das war nicht immer so. Zum einen wurden manche Ortsvereine (OV) bereits vor ihren Kreisverbänden gegründet, und auch die Ortsvereine der kreisfreien Städte waren ursprünglich eigenständig. Kiel hat sich dann dem ursprünglichen KLFV Rendsburg angegliedert, der sich 1971 zum KLFV Rendsburg-Eckernförde zusammenschloss, Neumünster dem KLFV Plön und Flensburg dem Kreisverband des Altkreises Flensburg, der heute noch parallel zum KLFV Schleswig besteht.
„Das geschah wegen Mitgliederschwund in den Stadtgebieten“, sagt Helga Thorn, Vorsitzende des OV Lübeck. Der hat knapp 180 Mitglieder, vorwiegend im Süden des Stadtgebietes. Die Hansestadt verfügt unter den kreisfreien Städten über die größte Fläche und damit über ländliche Gebiete. „Wir wollen so lange wie möglich eigenständig bleiben“, sagt Helga Thorn. „Vor Jahren haben wir eine Angliederung überlegt, aber die Mitglieder waren dagegen.“ Nachteile empfindet sie nicht. „Wir werden gut vom Landesverband informiert und betreut“, sagt sie. „Auch unternehmen wir viel mit den benachbarten Kreisen zusammen, werden zu KreisLandFrauentagen eingeladen. Wir haben ein nettes Verhältnis zu Ostholstein, Stormarn und Herzogtum Lauenburg.“ Aber was ist der Vorteil der Eigenständigkeit? „Es ist wohl eher eine emotionale Sache“, räumt Thorn ein.
Durch seine Lage hat der OV auch viele städtische Mitglieder. „Wir gestalten das Programm so, dass auch sie sich angesprochen fühlen“, sagt die Vorsitzende. Das sind vor allem Kulturveranstaltungen, zum Beispiel der Besuch des Kolumbariums am Hansahafen Lübeck, eines Urnenfriedhofs inmitten eines alten Kornspeichers, der Besuch des wiedereröffneten Behnhauses, einer Galerie mit Bildern des 19. Jahrhunderts, oder eine Fahrt zum Grenzmuseum Schlagsdorf. Im April gab es einen Vortrag über „Lübecker Frauengeschichten“. Zweimal im Jahr wird eine längere Reise angeboten, eine ins In- und eine ins Ausland, dazu diverse Tagesfahrten. Auch Sport wird betrieben – Qigong findet guten Anklang – und Kreativität. Und zum Binden von Erntekränzen werden die LandFrauen häufig angefragt: An Kirchen mangelt es in Lübeck nicht!
Termininfo
Das Forum für Frauen in der Landwirtschaft findet am 27. Mai von 11 bis 17 Uhr in Kiel statt. Neben Grußworten von Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU), des Vorstandsvorsitzenden der IB.SH, Erk Westermann-Lammers, und der LandFrauenpräsidentin Claudia Jürgensen erwarten die Teilnehmerinnen eine Talkrunde und Workshops zu den Themen:
– Absicherung der Frauen
– ein eigenes Standbein
– meine Rolle auf dem Betrieb
Darüber hinaus hält Kathrin Volquardsen (die landmarie) einen Motivationsvortrag.
Anmeldungen per E-Mail: buero@landfrauen-sh.de




