Vier Tage lang hatte das Pferdestammbuch Schleswig-Holstein/Hamburg die Holstenhallen in Neumünster für die Körung und den großen Schaunachmittag reserviert. Neben der Vorstellung der Junghengste wurden ein spannendes Islandpferdeturnier ausgetragen, am Züchterabend gefeiert, Elitehengste und -stuten ausgezeichnet und bereits bewährte Vererber anerkannt.
Am Ende der vier Tage in Neumünster war Dr. Elisabeth Jensen mehr als zufrieden. Nach zwei Jahren, in denen das Pferdestammbuch deutlich kleinere Körungen in Elmshorn durchgeführt hatte, konnten nun endlich wieder die Holstenhallen mit dem vollen Programm genutzt werden. Und das wurde von allen gut angenommen.
„Wir hatten einen ausgebuchten Schaunachmittag und auch eine gut besuchte Körung. Das Ganze bei allerbester Stimmung, die nur in Neumünster so sein kann“, schwärmte die Zuchtleiterin. Die kleinen Haken, die es während der Vorbereitung und auch beim Ablauf gegeben habe, könne man so schnell vergessen. „Wir hoffen, dass sie keiner bemerkt hat“, meinte Jensen, die sich vor allem über das „tolle Team“ freute, das schon am Mittwoch mit dem Aufladen angefangen hatte und bis zum Sonntagabend alles gab.
Jensen war nicht nur mit der Durchführung, sondern natürlich auch wieder mit der Bewertung der Hengste beschäftigt. Besonders der Sieger und der Reservesieger bei den Deutschen Reitponys beeindruckten sie sehr. Peter Böge aus Schönhorst, Kreis Rendsburg-Eckernförde, stellte den Sieger bei den Deutschen Reitponys: Steendieks Dream in Gold. Der Reservesieger war aus Nordrhein-Westfalen angereist. Der Fuchsfalbe Dating‘s Smiley überzeugte die Jury ebenfalls.
Auch ein „besonderes Typmodell“ sei der Sieger der Shetlandponys unter 87 cm. Hier kam niemand an einer in Schleswig-Holstein gut bekannten Züchterin vorbei: Tanja Ehlers aus Bokhorst, Kreis Steinburg, stellte Steinburgs Django vor.
Die Islandpferdekollektion nannte die Zuchtleiterin „bombastisch“ und auch den Sieger bei den Welsh Cobs fand sie besonders bemerkenswert. Lediglich bei den Shetlandponys hätte sie sich mehr Starter gewünscht. Doch insgesamt war die Zuchtleiterin mit den zwölf Rassesiegern sehr glücklich.



