Die Reitervereinigung Reitregion Quickborn (RRQ) organisierte gemeinsam mit der Stadt Quickborn, der Caritas, der Diakonie und der Hilfsorganisation „Quickborn hilft“ eine Spendenaktion, um aus der Ukraine geflüchteten Menschen in ihrer Stadt zu helfen.
Er wollte ein Zeichen für den Frieden setzen und Solidarität mit den Menschen aus der Ukraine demonstrieren. Heraus kam eine unvergessliche Veranstaltung, die rund 500 Quickborner auf ihren Rathausmarkt lockte, um dort ein wohl einzigartiges Spektakel mitzuerleben, das ganz nebenbei eine Summe von 7.836,76 € einbrachte. RRQ-Ehrenpräsident Hans-Ulrich Plaschke, der vielen noch als Organisator der Nord- und Hansepferd bekannt sein dürfte, hatte in der Quickborner Reiterwelt zu einem Sternritt aufgerufen. Mehr als 50 Reiter kamen mit ihren Pferden und Kutschen, um die Spendenaktion zu unterstützen.
„Wir wollten die Beliebtheit der Pferde ausnutzen, um auf die Situation in der Ukraine hinzuweisen“, erläuterte Plaschke bereits im Vorfeld. Er hat genug Erfahrung in der Organisation von Großveranstaltungen, um zu wissen, dass ein solches Projekt besser im Team zu stemmen ist. Deshalb holte er sich außer der Stadt, der Diakonie und der Caritas auch Andreas Torn von „Quickborn hilft“ mit ins Boot.
Die lokale Hilfsorganisation, die sowohl regional als auch international vor allem Kindern in Not hilft, verfügt über die entsprechenden Strukturen und hat außerdem einen berühmten Vertreter in ihren Reihen: NDR-Urgestein und Wahlquickborner Carlo von Tiedemann ist Schirmherr der Organisation. Während des Sternritts richtete er sich an die Besucher mit der Bitte, die Spendendosen großzügig zu füllen. Zusätzlich interviewte der Kultmoderator einige der Reiter. Die meisten stammten aus Quickborner Ställen, aber auch aus Hemdingen, Kreis Pinneberg, und sogar aus Tasdorf, Kreis Plön, waren vierbeinige Unterstützer gekommen, um mit blau-gelben Accessoires in der Eulenstadt Flagge zu zeigen.
Die Hilfsbereitschaft ist groß
Heidi Meyer von dem Quickborner Hof „Islandpferde vom Königswald“ überreichte Torn einen Umschlag mit 500 €, die in ihrem Gestüt gesammelt worden waren. Von der CDU-Fraktionsvorsitzenden Annegret Tegen erhielt Torn einen Scheck über 3.000 € von den Quickborner Christdemokraten.
Dr. Christiane Müller, Tierschutzbeauftragte der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und Vorstandsmitglied im Pferdesportverband Schleswig-Holstein, würdigte in ihrer Ansprache die Haltung der Ukrainer und ihre Bereitschaft, für Freiheit und Demokratie zu kämpfen: „Dafür verdienen sie unseren größten Respekt, und den können wir am besten leisten mit so einer beeindruckenden Empathie wie bei dieser Veranstaltung.“ Müller berichtete außerdem von den Schwierigkeiten, mit denen ukrainische Pferdebesitzer gerade konfrontiert seien, wenn sie versuchten, ihre Tiere zu retten.
Quickborns Erster Stadtrat Bernd Weiher berichtete, dass Quickborn bereits etwa 200 aus der Ukraine geflüchtete Menschen aufgenommen habe. Viele seien privat untergekommen, einige aber auch in städtischen Immobilien. Die Stadtverwaltung sei gut vorbereitet und die Hilfsbereitschaft und Solidarität der Quickborner seien groß, fasste Weiher die Situation lobend zusammen.
Spenden werden vor Ort eingesetzt
Um weitere Personen unterzubringen, wolle die Stadt in der Friedlandstraße eine Containeranlage aufstellen. Das Wohnungsbauunternehmen Adlershorst habe Wohnungen im Kurzen Kamp sowie in der Kampstraße zur Verfügung gestellt. Weiher versicherte: „Gemeinsam mit der Diakonie und Caritas und deren ehrenamtlichen Helfern werden wir uns um die Menschen kümmern.“
Die Spenden, die beim Sternritt gesammelt wurden, sollten den Menschen zugutekommen, die schon in Quickborn angekommen seien oder noch ankommen würden, so Weiher. Das Geld werde durch den Verein „Quickborn hilft“ in Absprache mit der Diakonie und der Caritas verwendet. Das Spektrum an Hilfe reiche von Hygieneartikeln bis zu Veranstaltungen mit ukrainischen Kindern, um diese von ihren traumatischen Erlebnissen zumindest ein wenig abzulenken. „Der persönliche Kontakt zu den Gastgeberfamilien und direkten Ansprechpartnern in den Unterkünften oder auch ehrenamtlichen Helfern ist hier besonders zu erwähnen“, betonte Weiher.
Da die Spenden in Quickborn verbleiben, können Interessierte jederzeit nachverfolgen, wobei sie gerade helfen, zum Beispiel anhand der regelmäßigen Veröffentlichungen unter www.quickborn-hilft.de Wer den Sternritt verpasst hat und noch etwas spenden möchte, kann das nachholen: Kontoinhaber: Quickborn hilft; IBAN DE09 2219 1405 0057 6555 22; Stichwort: Ukraine Hilfe.



