Die LandFrauen haben sich im Jahr 2025 an unterschiedlichsten Veranstaltungen beteiligt. Hier eine Auswahl schöner Bilder.
Die LandFrauen haben sich im Jahr 2025 an unterschiedlichsten Veranstaltungen beteiligt. Hier eine Auswahl schöner Bilder.
Entwässerte Moorböden sind mit einem Anteil von rund 18 % an den landesweiten Emissionen eine wesentliche Treibhausgas (THG)-Quelle in Schleswig-Holstein. Die Wiedervernässung entwässerter Moorböden spielt daher im biologischen Klimaschutz eine besondere Rolle. Neben den Mooren im Offenland haben auch Waldmoore ein großes Potenzial für den Klima- und Biodiversitätsschutz. In Schleswig-Holstein gibt es rund 15.000 ha Waldmoore. Der Großteil dieser Waldmoore ist entwässert, um eine forstwirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen. Durch die Entwässerung emittieren diese Flächen erhebliche Mengen THG. Mit Vernässungsmaßnahmen können die THG-Emissionen aus entwässerten Waldmooren deutlich reduziert werden.
Um das Potenzial von Waldmooren für den Klima- und Biodiversitätsschutz nutzen zu können, wurde gemeinsam vom Waldbesitzerverband Schleswig-Holstein, der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und dem Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur (MEKUN) ein Förderangebot für die Wiedervernässung von Waldmooren entwickelt. Umsetzungspartnerin ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.
Im Rahmen des Förderangebots wird das Vernässungsrecht für eine Waldmoorfläche per Vertrag über eine Laufzeit von 30 Jahren an die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein übertragen. Im Gegenzug erhält der Eigentümer oder die Eigentümerin ein Entgelt, das sich am Klimaschutzpotenzial der Waldmoorfläche orientiert. Das Förderangebot richtet sich an private Eigentümer und Forstbetriebsgemeinschaften.
Beim Klimapunkte-Verfahren (KP-Verfahren) überträgt der Flächeneigentümer die Vernässungsrechte an die Stiftung Naturschutz. Im Gegenzug erhält der Flächeneigentümer ein Entgelt. Grundlage für die Anwendung des KP-Verfahrens ist die Bewertung einer Fläche hinsichtlich ihres Klimaschutzpotenzials (gemessen in Klimapunkten, ein Klimapunkt entspricht 1 t CO2-Äq. pro Jahr). Das Klimaschutzpotenzial entspricht der Menge an THG, die die Fläche im aktuellen Zustand emittiert. Es fließt in die Berechnung des Entgelts ein.
Für die Beratung und weitere Informationen steht die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein unter beratung@stiftungsland.de zur Verfügung.
Die Kurse für Ackerfrüchte reichen aktuell nicht aus, um alle Kosten im Marktfruchtbau zu decken. Meist liegen die Preise unter den ebenfalls unzureichenden Erlösen der beiden Vorjahre. Nur bei Raps und Futtergerste wird die Preislinie des Vorjahres erreicht. Der stetige Absatz des Rapses an die Biodieselproduktion stützt den Handel. Für die Gerste zeigt sich dagegen in diesem Jahr eine besondere Entwicklung: Der Grund ist vor allem eine rege Nachfrage im Nahen Osten und in Nordafrika. Dort wird die Gerste benötigt, um die großen Mengen an Kamelen, Schafen und Ziegen mit Futtermitteln zu versorgen. Zudem haben sich auch die Geflügelbestände in diesen Regionen in den vergangenen Jahren erhöht. Die Länder der Europäischen Union haben in den ersten fünf Monaten der Saison bereits 5,56 Mio. t Gerste (einschließlich Malz) exportiert, das sind 66 % mehr als im Vorjahreszeitraum.
Für Deutschland weist die Statistik Gerstenexporte in Drittstaaten von 440.000 t aus. Hinzu kommen rechnerisch 172.000 t Braugerste, die zu Malz verarbeitet und in Drittstaaten geliefert wurden. Während in Schleswig-Holstein die Gesamterntemenge an Wintergerste leicht über dem Vorjahresergebnis liegt, ist die bundesweite Ernte kleiner als im Vorjahr ausgefallen. Auch in der Schwarzmeerregion sind die Anbauflächen und die Erträge hinter die Ergebnisse des Vorjahres zurückgefallen. Somit war das norddeutsche Angebot an Gerste im internationalen Handel gefragt. Unterstützung für die Gerstenpreise kommt auch durch die kleine Körnermaisernte in Deutschland und in der EU. Auch die hiesigen Mischfutterwerke zeigen mit Blick auf die schwinden Vorräte an Gerste eine erhöhte Nachfrage. Allein über die ostdeutschen Häfen wurden im November bis Anfang Dezember 160.000 t Gerste verschifft. Dies entspricht etwa 25 % der Gerstenernte von Schleswig-Holstein. Die Kurse für Gerste lagen zwischenzeitlich über den Geboten für Futterweizen und erreichten fast das Niveau von Brotweizen. Das hohe Transportaufkommen sorgte für logistische Engpässe. Es fehlte vor allem an Lkw. Viele Transporte sind jetzt in den Januar verschoben worden. Händler bieten attraktive Preise auch für spätere Lieferungen.
Der Blick auf das neue Jahr ist dagegen etwas getrübt. Der weltweite Getreidehandel schaut vor allem auf Australien. Dort wurde mit 15,8 Mio. t eine Rekordernte an Wintergerste eingefahren. Damit wird der Zehn-Jahres-Schnitt um 33 % übertroffen. Auch die kanadische Rapsernte übersteigt das Vorjahresergebnis um 19 %. Dazu kommen Meldungen über eine umfangreiche Gerstenernte in Argentinien. So könnte die Exportnachfrage hierzulande im kommenden Jahr nachlassen. Ob die Kurse wieder unter Druck geraten, hängt auch davon ab, wie viel von der Gerstenernte dann bereits vermarktet worden ist.
Nachdem in den vergangenen Jahren rückläufige Tierbestände auch die Mischfutterproduktion reduziert haben, erhöhte sich das Futtermittelangebot im laufenden Jahr wieder leicht. Nach einer Erhebung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung wurde vor allem der Anteil an Gerste im Mischfutter erhöht. Damit zeigt sich, dass deren hoher Futterwert hierzulande wie international geschätzt wird.
Die Schau basiert auf Dinge des Alltags aus vergangenen Jahrhunderten – und inspirierte Künstlerinnen und Künstler des Berufsverbands Angewandte Kunst Schleswig-Holstein (BAK SH) zu ganz eigenen Werken.
Auf die lange Bank schieben sollten Interessierte den Besuch in dem imposanten Museumsneubau aber nicht: Bis zum 18. Januar 2026 öffnet die ungewöhnliche Schau, sie ist damit die kürzeste Ausstellung, die von Kuratorin Dr. Babette Tewes und Museumsdirektorin Dr. Kerstin Poehls auf die Beine gestellt wurde. Deutlich länger war der Vorlauf, seit Sommer 2024 tüftelte das Organisationsduo an der Ausstellung. Auslöser waren Silke Lazarević, Goldschmiedin und Schmuckdesignerin, sowie die Keramikerin Eva Koj. Beide klopften an die Tür des Freilichtmuseums – und wurden mit offenen Armen empfangen.
„Es hat einfach gepasst, wir wollten verstärkt die Sammlung des Freilichtmuseums und ihre Bedeutung für die Gegenwart deutlich machen, da kamen die beiden Kunsthandwerkerinnen gerade richtig“, erzählt Kuratorin Tewes. Zusammen entwickelte das Quartett die Idee, ausgewählte Objekte aus der Museumssammlung in einen direkten Dialog mit den Arbeiten von Mitgliedern des Berufsverbands Angewandte Kunst zu bringen. Für das Projekt streiften 15 Kunsthandwerker durch die Sammlung des Freilichtmuseums auf dem Hesterberg in Schleswig. Unter den rund 100.000 Teilen fanden sie schließlich die Objekte, bei denen es bei den organisierten Künstlern „klick“ gemacht hat.
Silke Lazarević hatten es historische Mangelbretter angetan, die oft von Brautwerbern als Geschenk an ihre Zukünftigen in die Ehe eingebracht wurden. „Viele Mangelbretter haben Griffe in Form von Meerweibchen, das hat mich zu Leuchtobjekten inspiriert“, erzählt die Husumer Künstlerin, die auch als Vorsitzende des Berufsverbands fungiert. Als Schirmmaterial griff sie zu Pergament aus Tierhaut und schnitt mit einem Laser-Cutter Linien und Kurven hinein, die je nach Beleuchtungseinstellung unterschiedliche Motive zeigen.
Der Textilkünstler Andreas Möller suchte sich ein altes Röhrenradio aus – aber nicht wegen des technischen Innenlebens. Der Hamburger interessierte sich für die Bespannung und schuf als Gegenüber vier Stoffquadrate, die auf einem selbst entwickelten Webstuhl entstanden. Katharina Böttcher wiederum entdeckte im Museumsdepot in einem Regal aneinandergereiht alte, mit Kohle betriebene Bügeleisen. Die Künstlerin sah vor ihrem inneren Auge Boote, die nebeneinander an einer Kaimauer schaukeln, und entwickelte eine Reiheninstallation mit Objekten aus schwarz glasierter Steinzeugkeramik – inklusive einem Kreuzfahrtschiff im Miniformat.
Eva Koj, ebenfalls Keramikerin, hat sich in der Sammlung in einen uralten Bienenkorb verliebt. „Ich fand das Stück einfach unglaublich schön“, sagt die Künstlerin aus Mielkendorf. Sie griff die Struktur aus Stroh, Lehm und Kuhdung auf und ließ sich auch von der Form zu großformatigen Vasen inspirieren. Manche Künstler lassen eine humorvolle Ader erkennen: Jan Koberstein ließ sich von norwegischen Würfelstühlen zu einem Kunstwerk mit dem Titel „Der widerborstige Kern“ inspirieren: Sein Pendant ist ein Stück Baumstamm, aus dem er den Kern herausgesägt hat. Dort könne nun kein Pilz mehr das Holz zersetzen, schreibt der Künstler – und verschloss die Öffnung mit einer Blume aus Keramik.
Jan Koberstein schuf außerdem eine pfiffige Abwandlung der Kohle-Bügeleisen: Aus Granit, Jasmin und Draht baute er ein Modell, das den mächtigen Bügelkörper betont. „Jeder Künstler hat seinen eigenen Weg gefunden, mit den historischen Dingen umzugehen. Und dieser neue Blick zeigt den Museen auch, wie viel Handwerk in den Dingen steckt“, erklärt Museumsdirektorin Dr. Kerstin Poehls. Die Ausstellung hat für sie einen besonderen Clou: „Der Verfremdungseffekt durch die Arbeiten der Künstler schafft einen neuen Fokus auf die Alltagsdinge aus alter Zeit.“
Deutlich wird dies auch an den Arbeiten von Astrid Schessner: Die Holzkünstlerin ließ sich von den Hutschachteln aus dem Museumsbestand inspirieren. Sie interessierte sich besonders für die Fertigungstechniken und die Materialeigenschaften. „Astrid Schessner ging dabei der Frage nach, wie weit sich das Holz biegen und verformen lässt, ohne zu brechen“, erzählt Babette Tewes. Herausgekommen sind feine Holzgefäße, die sie mit Näh- und Leimtechniken aus Biege- und Birkensperrholz in Form brachte – und die über keine bestimmte Nutzungsvorgabe mehr verfügen.
Die im Berufsverband organisierten Künstler sehen aber auch eine gewisse Verwandtschaft mit den Herstellern der teils über 500 Jahre alten Gebrauchsgegenstände. Jedes Produkt, das in den Werkstätten vergangener Jahrhunderte entstand, war oft auch ein Unikat. „Die frühen Kunsthandwerker haben die Dinge verziert, damit eine eigene Handschrift hinterlassen und ihnen so einen besonderen Wert zugewiesen“, erläutert Silke Lazarević. Weitere Informationen zu der Ausstellung, zu Workshops und Führungen unter
www.freilichtmuseum-sh.de
Auf einen Abbau der Bürokratielast hoffen können aber zumindest Teile der Veredelungswirtschaft. Die EU-Kommission schlägt vor, Biogeflügelhalter von den Vorgaben der Industrieemissionsrichtlinie auszunehmen. Außerdem sollen Berechnungen zur Besatzgröße in der Schweinehaltung vereinfacht werden, indem noch nicht entwöhnte Ferkel künftig außen vor bleiben sollen. Wegfallen sollen für Tierhalter und Betriebe mit Aquakultur außerdem Meldevorgaben zum Verbrauch von Wasser, Energie und relevanten Rohstoffen nach der Verordnung zur Berichterstattung über Umweltdaten. Hier soll außerdem den Mitgliedstaaten ermöglicht werden, zusätzliche Informationen anstelle der Betriebe nach Brüssel zu melden.
Beschleunigen soll der mittlerweile achte Omnibus außerdem Umweltverträglichkeitsprüfungen für bestimmte Bauprojekte. Vorgeschlagen wird unter anderem, dass die Mitgliedstaaten künftig sicherstellen sollen, dass die Projektentwickler ihre diesbezüglichen Pflichten über eine einzige behördliche Anlaufstelle abwickeln können. Daneben sollen Prüfungs- und Bewertungsfristen festgeschrieben werden, auch in Bezug auf die Beteiligung der Öffentlichkeit.
Die Brüsseler Behörde verweist in diesem Zusammenhang auf den sogenannten Draghi-Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit der EU und führt „Schlüsselprojekte“ wie den Bau von Kraftwerken und Stromtrassen sowie die Versorgung mit kritischen und strategischen Rohstoffen an. Der diesbezügliche Gesetzesvorschlag sieht aber Änderungen an diversen bestehenden Rechtsakten vor, von denen beispielsweise auch Anlagen zur Herstellung von Ausgangsstoffen für Pflanzenschutzmittel, größere Mastställe sowie Flurbereinigungs- und Bewässerungsprojekte berührt werden.
Die vom jüngsten Omnibus nicht berücksichtigte Umweltgesetzgebung will die Kommission dann im kommenden Jahr angehen. Für die Wasserrahmen-, die Fauna-Flora-Habitat- und die Vogelschutzrichtlinie werden „Stresstests“ angekündigt. Im zweiten Quartal 2026 solle die Wasserrahmenrichtlinie unter Vereinfachungsgesichtspunkten „überprüft und überarbeitet“ werden. Die bereits laufende Überprüfung der Nitratrichtlinie soll fortgesetzt werden.
In Bezug auf das NRL kündigt die Kommission an, die Mitgliedstaaten und ihre Behörden bei der Umsetzung stärker zu unterstützen. Auch den betroffenen Akteuren will man stärker unter die Arme greifen; in Aussicht gestellt werden zudem weitere Maßnahmen im Rahmen von zusätzlicher Gesetzgebung.
Mit harscher Kritik hat die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Stefanie Sabet, auf den sogenannten Umweltomnibus reagiert. Nach ihrer Einschätzung bleiben die angekündigten Vereinfachungen der Industrieemissionsrichtlinie, Abfallrahmenrichtlinie oder aktueller Umweltvorschriften weit hinter den Erwartungen zurück und werden dem Änderungsbedarf nicht gerecht. Sabet zufolge verfehlen die Vorschläge massiv die selbst gesteckten Ziele der EU-Kommission, Unternehmen und Landwirte.
Der Bauernverband sehe laut Sabet „statt echter Entlastung für die Landwirtschaft“ überwiegend kosmetische Änderungen und punktuelle Entlastungen. Der Kern des Problems werde nicht gelöst, betonte die DBV-Generalsekretärin. Stattdessen konzentrierten sich die Änderungen aus ihrer Sicht auf technische Detailänderungen, ohne die komplexen und praxisfernen Anforderungen für die Landwirte grundlegend zu vereinfachen.
Als Beispiel nennt Sabet die Industrieemissionsrichtlinie. Hier sollen lediglich Berichtspflichten vereinfacht werden. Eine grundlegende Überarbeitung der Anforderungen an landwirtschaftliche Stallbauten werde nicht vorgenommen. Als „völlig unverständlich“ wertet sie, dass der Umweltomnibus wesentliche europäische Umwelt-Rechtstexte völlig ausklammere und Änderungen etwa an der Wasserrahmenrichtlinie oder der Nitratrichtlinie auf die lange Bank geschoben würden.
Die DBV-Generalsekretärin forderte die EU-Kommission auf, den Bürokratieabbau und die Vereinfachungen im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit nicht länger auszusitzen. „Wir brauchen echte Vereinfachungen, die konsequente Streichung veralteter, nicht praxistauglicher oder überzogener Vorschriften sowie Anreize für Digitalisierung und moderne Techniken als Ersatz für Dokumentationsanforderungen“, forderte Sabet.
Die EU-Kommission werde sich daran messen lassen müssen, ob die durch das Vereinfachungspaket angekündigten Entlastungen für Unternehmen von jährlich 1 Mrd. € auch für deutsche Landwirte spürbar würden.
Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, Prof. Andreas Bitter, kritisierte, dass die EU-Kommission den Umweltomnibus ohne jegliche Änderungsvorschläge zur hoch umstrittenen Wiederherstellungsverordnung vorgelegt habe. Er sieht darin eine Chance, ein Regelwerk zu überarbeiten, das in zentralen Punkten realitätsfern sei, die Anpassung der Wälder an den Klimawandel behindere und für Millionen Waldbesitzer Rechtsunsicherheit beschwöre. Bitter hält eine Intensivierung der Unterstützung für die Mitgliedstaaten bei der Erarbeitung der nationalen Wiederherstellungspläne für „reine Placebo-Politik“.
Bitter forderte, die Wiederherstellungsverordnung in der vorliegenden Form zu stoppen und die Verordnung grundlegend zu überarbeiten. Nur so könnten eine nachhaltige Bewirtschaftung, Klimaschutz und Waldnaturschutz gemeinsam und zukunftsfähig gedacht werden.
Hauptreferent des Abends war Thomas Andresen, vielen bekannt durch seinen Social-Media-Auftritt „Hof Barslund“. Zu Beginn stellte er sich und seinen landwirtschaftlichen Betrieb vor, der auf drei Standbeinen basiert: der Milchviehhaltung mit 450 Schwarzbunten sowie 70 Jerseys auf einem zweiten Standort, der Energieproduktion mittels Biogas und Photovoltaik sowie der Öffentlichkeitsarbeit. Ein lang gehegter Wunsch sei es für ihn gewesen, einmal bei der Landjugend einen Vortrag zu halten – dieser erfüllte sich nun.
Seine ersten Schritte in der Öffentlichkeitsarbeit machte er vor rund 15 Jahren, als Wasserbüffel auf extensiven Flächen für Aufmerksamkeit sorgten. Heute betont Andresen, dass im Grunde jeder Landwirt Öffentlichkeitsarbeit leiste – allein durch die Präsenz im Dorf, wo immer wieder ein Teleskoplader oder ein Trecker gebraucht werde. In die Kamera zu sprechen und die tägliche Arbeit auf Social Media zu zeigen, müsse jedoch jeder für sich wollen. „Das liegt nicht jedem“, so Andresen.
Er ermutigte die Teilnehmenden, Presseanfragen von Radio oder Fernsehen offen anzunehmen. Wichtig sei dabei, authentisch zu bleiben und nichts darzustellen, was nicht dem tatsächlichen Alltag entspreche. „Social Media ist mein Wohnzimmer“, erklärte er. Dort entscheide er selbst, was er zeige. Kommentare, die unter die Gürtellinie gingen, lösche er konsequent – auf faire Kritik hingegen gehe er gern ein, respektlose Nutzer blockiere er.
Auch das Thema Shitstorms wurde ausführlich besprochen. Solche Situationen könnten schnell entstehen und seien belastend. Deshalb rät Andresen, Kommentare stets im Blick zu behalten und regelmäßig zu moderieren. Darüber hinaus empfahl er, gern auch einfache, alltägliche Momente zu teilen – etwa eine Abkalbung in den frühen Morgenstunden oder einen besonderen Sonnenaufgang beim Futterladen. Ein kurzer WhatsApp-Status genüge bereits, um einen ersten Schritt in die Öffentlichkeitsarbeit zu machen.
Zu seinen Followern zählen rund 60 % Menschen aus der Landwirtschaft und 40 % ohne agrarischen Hintergrund – eine für Agrar-Influencer bemerkenswert breite Zielgruppe. Nach dem Vortrag blieb Zeit für vertiefende Fragen und einen lebhaften Austausch.
Den kulinarischen Abschluss bildete ein Bratenbuffet mit köstlichen Fleischwaren aus Wohlde, das keine Wünsche offenließ. Bei festlicher Stimmung wurden Gespräche fortgeführt und Kontakte geknüpft.
Der Agrarausschuss wünscht allen eine besinnliche Weihnachtszeit und freut sich auf spannende Treffen im Jahr 2026 – mit vielen interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Ideen für Veranstaltungen oder Referenten nimmt das Team gern unter: agrar@landjugend-sh.de oder direkt über die Sprecherinnen und Sprecher entgegen.
Die Zuchtwerte sollen Züchtern ein wertvolles Werkzeug bieten, um die genetischen Potenziale der Pferde gezielt zu nutzen und die Zukunft ihrer Zucht nachhaltig zu gestalten. Daten aus unterschiedlichen Quellen wurden zusammengeführt, um eine möglichst frühe und treffsichere Prognose der Vererbungsleistung zu ermöglichen. Dabei variieren die Sicherheiten der Zuchtwerte. Sie liegen zwischen 99 % (sehr sicher) und 70 % (weniger sicher). Diese Einordnung ist entscheidend für die Interpretation der Ergebnisse und sollte bei Zuchtentscheidungen unbedingt berücksichtigt werden.
Die Zuchtwertschätzung „Höchste erreichte Klasse“ (HEK) stützt sich auf die nationalen und internationalen Turniersportdaten. Für jedes Pferd wird nur die höchste erreichte Platzierung beziehungsweise der höchste Start berücksichtigt. Der Vorteil der Zuchtwertschätzung Jungpferdeprüfungen ist die Möglichkeit einer frühen Vorhersage. Hier fließen die Ergebnisse ein, die junge Pferde in Dressur- und / oder Springpferdeprüfungen sowie in Zuchtprüfungen erzielen. Für die Zuchtwertschätzung Turniersport werden alle Starts und Rangierungen in deutschen Turniersportprüfungen herangezogen.
Holsteiner unter dem besten 1 %, Zuchtwert Springen HEK:
Calvaro Z von Caletto I – Zuchtwert: 168 / Sicherheit: 96 %
Caspar (Berlin) von Cassini I – 164 / 97 %
Cumano von Cassini I – 190 / 85 %
Holsteiner unter dem besten 1 %, Zuchtwert Jungpferdeprüfungen Springen:
Cachassini von Cachas – Zuchtwert: 141 / Sicherheit: 84 %
Cascadello I von Casall – 145 / 94 %
Catch von Colman – 140 / 87 %
Catoki von Cambridge – 142 / 95 %
Cloney von Contender – 139 / 85 %
Denver von Dinken – 144 / 75 %
Quim CL von Quiwi Dream – 140 / 72 %
Holsteiner unter dem besten 1 %, Zuchtwert Turniersport Springen:
Carvallo BB von Carthago – Zuchtwert: 145 / Sicherheit: 87 %
Chellano Z von Contender – 146 / 88 %
Alle Listen und weitere Informationen zur Zuchtwertschätzung gibt es hier.
Im konventionellen Maisanbau ist eine fungizide Beize zum Schutz der jungen Keimlinge vor verschiedenen Auflaufkrankheiten nach wie vor als Standardmaßnahme anzusehen. Die Auswahl der fungiziden Beizen ist aber begrenzt, es stehen lediglich Redigo M und Vibrance 500 FS zu Verfügung (siehe Tabelle QR-Code).
Auch ein Repellent zur Vergrämung verschiedenster Vogelarten kann einen gewissen Schutz bieten. Der Wirkstoff Ziram (Produkt: Korit 420 FS) ist zwar in Deutschland nicht zugelassen, kann aber angebeizt ans Korn aus der EU importiert und ausgesät werden (siehe Tabelle ).
Pflanzenverluste treten auch durch Insektenbefall nach dem Auflaufen der Maispflanzen auf, zum Beispiel durch Larven der Fritfliegen oder des Drahtwurms, die den jungen Mais im Ein- bis Dreiblattstadium während der Kornernährung schädigen. Als insektizider Beizschutz werden Force 20 CS oder die Lumiposa-Beize gegen bodenbürtige Schadinsekten angeboten (siehe Tabelle). Die Lumiposa-Beize darf aber nur alle drei Jahre auf derselben Fläche eingesetzt werden. Bestimmte Auflagen zur Ausbringung des Saatgutes, zum Beispiel Windauflagen, sollten grundsätzlich unbedingt beachtet werden.
Außerdem werden im Saatmaisgeschäft je nach Züchter unterschiedlichste Nährstoffbeizen und/oder Zusätze spezieller Biostimulanzien angeboten. Die Kombination Nährstoff und Biostimulanz soll die Maispflanzen besonders in der ersten Entwicklungsphase nach dem Auflaufen noch effektiver mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen und die Jugendentwicklung der Pflanze beschleunigen. Es gibt eine kaum überschaubare Vielfalt an Angeboten. Nicht jede Sorte ist somit mit jeder möglichen Beizausstattung erhältlich.
Silbriges Laub ist häufig bei jenen Pflanzen zu finden, die einen heißen, trockenen Standort lieben. Die Blätter erscheinen silbern, weil sie sich mit feinen Härchen oder einer dünnen Wachsschicht vor der Sonne schützen. Wichtig ist für die meisten Pflanzen mit silberfarbenem Laub ein Standort mit durchlässigem Boden, damit die winterliche Nässe keinen Schaden an den Wurzeln anrichtet.
Unter den Stauden mit geringen Wuchshöhen findet sich eine ganze Reihe möglicher Kandidaten für Beet oder Steingarten. Der Silberpolster-Ehrenpreis ‚Silberteppich‘ (Veronica spicata) bildet einen sehr eleganten Blattteppich, ganz wie es sein Name bereits verspricht. Seine marineblauen, aufrechten Blütenstände verwandeln ihn von Juni bis Juli in eine unvergleichliche Augenweide. Die Polster bildende, sich über Ausläufer vermehrende Staude bevorzugt einen durchlässigen, mäßig nährstoffreichen Boden in sonniger Lage. Diese Ehrenpreis-Art wächst maximal 15 cm hoch und eignet sich auch für Schalen oder Tröge. Im Steingarten sieht sie schön in der Nachbarschaft von Steppen-Wolfsmilch oder Wiesen-Ehrenpreis aus.
Mit 20 cm Wuchshöhe bleibt auch der Teppich-Wollziest ‚Silver Carpet‘ (Stachys byzantina) im niedrigen Bereich. Die Staude etabliert sich zügig und macht ihrem Namen alle Ehre. ‚Silver Carpet‘ ist eine Sorte mit geringem Blütenansatz. Sie entwickelt geschlossene, silbrig-weiße Blattteppiche. Im Frühjahr entfernt man die vorjährigen Blätter. Die Pflanze treibt danach schnell wieder aus. Wer seinen Bestand vermehren möchte, teilt die Wurzelstöcke und setzt die Teilstücke mit 30 cm Abstand an einen sonnigen Platz mit eher trockenem Boden.
Das Perlkörbchen ‚Silberregen‘ (Anaphalis triplinervis) eignet sich ganz ausgezeichnet als Einfassungspflanze. Die kleinen, silbrigweißen Blütendolden erinnern an Strohblumen. Wie diese blühen sie wochenlang in der Zeit von August bis Oktober. Die Blütenstängel machen auch in der Vase eine gute Figur. Im Steingarten oder auf sonnigen Standorten mit nicht zu nährstoffreichem Boden fühlt sich das Perlkörbchen pudelwohl und wächst etwa 30 cm hoch.
Auch unter den höher wachsenden Stauden finden sich tolle Vertreter mit silbrigem Laub. Garten-Wermut ‚Lambrook Mist‘ (Artemisia absinthium) ist mit seinen fein gegliederten Blättern und dem kompakten Wuchs eine echte Schönheit. Das silbrige Laub lässt die Blütenfarben der Nachbarn intensiver hervortreten. Die robuste, 80 cm hohe Pflanze übersteht unseren Winter sehr gut, eher nährstoffarmen, trockenen und durchlässigen Boden vorausgesetzt. Die gelben, unscheinbaren Blüten öffnen sich in der Zeit von Juli bis September. In der Gattung Artemisia finden sich weitere empfehlenswerte Edelrauten. Die Polster-Silberraute ‚Nana‘ (Artemisia schmidtiana) oder der Silber-Wermut ‚Mori‘ (Artemisia stelleriana) eignen sich für Kübel und Beetrand gleichermaßen. Die Silberraute ‚Valerie Finnis‘ (Artemisia ludoviciana) dagegen wird gern als verbindendes Element oder Rosenbegleiter verwendet. Artemisia arborescens ‚Powis Castle‘, der Silber-Strauch-Wermut, ist leider nicht ganz winterhart. Tipp: mit seinem silbernen, feingliedrigen Laub als dekorative Kübelpflanze verwenden. Den Winter verbringt die 50 bis 100 cm hohe Schönheit hell und kühl im Keller.
Mit dem Silberblatt-Salbei (Salvia argentea) gelangt eine prächtige Blattschmuckpflanze in den Garten. Diese Salbei-Art bildet bis zu 9 cm lange und 4 cm breite, eiförmige, dicht behaarte Blätter. Die Blüten sitzen an verzweigten, bis zu 70 cm hohen Blütenstängeln. Dies macht zur Blütezeit von Juni bis Juli den Silberblatt-Salbei zu einem Blickfang der besonderen Art. Am besten gibt man der Pflanze einen etwas vor Nässe geschützten Standort auf durchlässigem, eher trockenem und sandig-lehmigem Boden.
„Das kam selten vor, hier in Holstein: acht Prämienhengste. Aber wir hatten einen wirklich außergewöhnlich guten Jahrgang und den wollten wir entsprechend würdigen“, befand Zuchtleiter Stephan Haarhoff vor der Proklamation des Siegerhengstes.
Lobende Worte fand auch die Berichterstatterin Dr. Kati Schöpke. Die Leiterin der Sächsischen Gestütsverwaltung und des Landgestüts Moritzburg wies auf die „deutlich größere Varianz“ im Katalog hin. Es wurden 47 Hengste von 34 Vätern ausgestellt. „Ihre Stämme, das ist etwas Besonderes. Sie sind gut gepflegt und die Leistungsabsicherung Ihrer Zucht und damit ein Kulturgut“, sagte sie den Züchtern. Schöpke lobte den Verband für die Vorstellung auf dem harten Pflaster, die es möglich mache, die Pferde richtig zu beurteilen.
Als Haarhoff das Mikrofon übernahm, wurde es spannend. Nach und nach stellte er die Prämienhengste vor, als Ersten den dressurbetonten C’est Pari von Carantas-Almoretto (Stamm 95) aus der Zucht der Dänin Karen Kappel. Roland Metzner ist Mitbesitzer. „Unheimlich hochbeinig in der Aufmachung, großlinig, ganz viel Kadenz“, sagte Haarhoff. Vor allem der Trab und der Galopp seien grenzenlos in der Qualität.
„Auch hier ein toller Sportler, weit entwickelt, mit toller Aufteilung und vor allem einer guten Art am Sprung“, beschrieb der Zuchtleiter Cash de Vigo von Cascadello I-Vigo D’Arsouilles (Stamm 242) aus der Zucht des Niedersachsen Hans-Hermann Gempf.
Coryn von Copino VA-For Pleasure (Stamm 7709) aus der Zucht von Manfred von Allwörden aus Grönwohld, Kreis Stormarn, sei „unheimlich drahtig in der Aufmachung, mit toller Bewegungsart und einem schnellen Bein“.
„Ein tolles Gesamtpaket, ein sehr korrekter Hengst mit guter Aufteilung, starkem Fundament, guten Hufen und drei guten Grundgangarten“, so beschrieb Haarhoff den Hengst Dalton von Darcosall de Revel-Castelan I (Stamm 18A2) aus der Zucht von Silke Zuba aus Wesselburen, Kreis Dithmarschen.
Letzter unrangierter Prämienhengst war Valino B von Vigado-Chicago (Stamm 3697) aus der Zucht von Hermann Blohm aus Hodorf, Kreis Steinburg. „Sehr harmonisch, korrekt in der Aufmachung, edles Gesicht, ein Hengst mit Vermögen“, befand der Zuchtleiter, bevor es an das große Finale ging. Drei Hengste waren noch übrig. Die Spannung in der Fritz-Thiedemann-Halle stieg.
Die Körkommission, zu der neben Haarhoff auch Deike Ahsbahs, Lars Nieberg, Horst-Klaus Heleine und Matthias Wittke gehörten, ernannte Hello Sam von Halifax van het Kluizebos-Livello zum zweiten Reservesieger. Für den Züchter Klaus-Philipp Eichert aus Baden-Württemberg hatte sich die lange Anreise gelohnt. Einen „herausragenden Sportler mit grenzenlosem Vermögen und super Art“ nannte Haarhoff den Hengst aus dem Stamm 1298, der von seinem Züchter vorgestellt wurde.
Die Zuschauer hielten die Luft an, als Haarhoff Christelio von Christian-Casall zum ersten Reservesieger kürte. Der Schimmel aus der Zucht der Familie Witt aus Wellinghusen, Kreis Dithmarschen, ist ein Vertreter des Holsteiner Stamms 2067. Er sei „ein herausragender Typ, ein Pferd, das sehr gut aufgemacht ist, mit einem Fundament, das keine Wünsche offenlässt“. Auch am Sprung habe der Hengst endlos überzeugt.
Nun war nur noch einer der Prämienhengste übrig: „Ein Hengst mit herrlichem Typ. Herausragend im Springen, herausragend gezogen. Wir können einiges von ihm erwarten“, sagte der Zuchtleiter über Dark Zuccero. Der Schwarzbraune sei ein würdiger Siegerhengst. Er folgt damit seinem Vater Diarado, der vor 18 Jahren ebenfalls zum Holsteiner Siegerhengst gekürt wurde. Diesen Erfolgen liegt der Stamm 4539 zugrunde, der bei Familie Köhncke in Badendorf, Kreis Stormarn, seit Generationen erfolgreich gepflegt wird. „Was für ein Pferd! In herrlicher dunkler Jacke, mit korrektem Körper, mit herausragendem Springen“, schwärmte Haarhoff weiter.
„Das Gefühl ist unbeschreiblich“, befand Hanno Köhncke. Bei ihm in Badendorf war Dark Zuccero zur Welt gekommen. Der Hengst war erst zehn Tage alt, als er bei einer Veranstaltung von Sebastian Rohde, dem damaligen Geschäftsführer des Holsteiner Verbandes, entdeckt und gekauft wurde. Das Fohlen sei damals schon ein Strahlemann gewesen, gewann das Fohlenchampionat des Körbezirks und weckte allein wegen seiner Abstammung Begehrlichkeiten.
Seine Mutter Zaresa von Caretino brachte schon den von Rolf-Göran Bengtsson ausgebildeten Mannschaftseuropameister Zuccero HV. Der Halbbruder zu Dark Zuccero ist inzwischen unter Maximilian Weishaupt international erfolgreich. Durch ihn bekam sein Züchter viel Anerkennung. Leider verstarb Zaresa Anfang des Jahres, doch Köhncke bleiben noch zwei Töchter für die Zucht erhalten. „Das war ein harter Schlag. Aber nun den Siegerhengst zu stellen, ist eine Entschädigung“, fand er.
Dark Zuccero sei ein Pferd, das sich gern präsentiere. „Es gibt Hengste, die bekommen Angst, und es gibt welche, die blühen in der Arena auf. Er stand schon als Fohlen gern im Mittelpunkt“, erinnerte sich der Züchter. Trotzdem könne man nie sagen, wie eine Körung ablaufe. Die Tagesform und der Jahrgang spielten dabei auch eine große Rolle. Dass es nun geklappt habe, sei überwältigend. Vor allem freut sich Köhncke darüber, „dass Dark Zuccero der Holsteiner Zucht erhalten bleibt“.
Für den Hengst ging es gleich auf mehrere Ehrenrunden. Erst mit seinem Vorführer Besmir Hyarj, dann übernahmen Felix Flinzer, Leiter der Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, und Hanno Köhncke, der es sich nicht nehmen ließ, mit „seinem“ Siegerhengst eine Runde zu drehen. Den Abschluss machte Arne van Heel, der den Beritt des Youngsters übernehmen wird.
Dark Zuccero hatte damit Feierabend, denn der Hengst stand nicht zum Verkauf. Stattdessen wurde am Abend in der Fritz-Thiedemann-Halle der zweite Reservesieger zur Preisspitze. Hello Sam wechselte für 120.000 € den Besitzer. Er wird Landbeschäler in Moritzburg. Zweitteuerstes Pferd wurde der frisch gekörte Hengst Cierano (Stamm 7126). Er kostete 90.000 €. Für ihn geht die Reise nach Italien, denn Stammkunde Alessandro Mingoli sicherte sich den Hengst von Cieran-Calato.
Für einen weiteren Hengst aus der Zucht von Manfred von Allwörden, einen Sohn des Chacco-Blue-Coriano (Stamm 5064), fiel der Hammer bei 85.000 €. Auch das Haupt- und Landgestüt Marbach kaufte für die kommende Decksaison ein: Der Prämienhengst Valino B von Vigado-Chicago wurde bei 57.000 € zugeschlagen. Von den 29 angebotenen Hengsten fanden 21 einen neuen Besitzer. Der Durchschnittspreis der gekörten Hengste lag bei 52.000 €. Für die nicht gekörten mussten durchschnittlich 18.000 € ausgegeben werden.
Am Abend vor der Auktion der Hengste war die Auktion der Reitpferde zu Ende gegangen. Zum Spitzenpreis von 175.000 € wurde Chuck von Cahil-Claudio an Klaus-Peter Wiepert zugeschlagen. Der Vierjährige aus der Zucht von Hans-Werner Ritters wurde von Lars Tolkmitt aus Lauenburg, Kreis Herzogtum Lauenburg, ausgestellt. Bereits im Vorfeld hatte der Vertreter des Erfolgsstamms 730B sehr große Begehrlichkeiten geweckt. Künftig wird er in Schleswig-Holstein von Christian Hess sportlich gefördert.
Zwei weitere Pferde kosteten mehr als 100.000 €. Zum einen war das Tilly von Tobago-Cornet Obolensky (Reimer Detlef Hennings, Bendorf) aus dem Holsteiner Stamm 1859. Die fünfjährige Stute kann bereits erste Turniererfolge vorweisen. Ihr Aussteller Wulf-Hinrich Hamann freute sich über einen Zuschlagspreis von 120.000 €. Ganze 105.000 € kostete Olivia Jones von Grandorado-Carthago (Zuchthof Hollen, Oyten). Die 22 verkauften Pferde kosteten im Schnitt rund 49.000 €.
„Mit der Premiere unserer Eliteauktion in der historischen Reithalle bin ich mehr als zufrieden“, resümierte Vermarktungsleiter Felix Flinzer. „Es hat einfach alles gepasst. Die überragende Kollektion, unsere verlässliche Käuferschaft und das besondere Ambiente haben den Abend zu einem echten Erfolg werden lassen.“
pm
Kontakt: verlag@bauernblatt.com

