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Der KreisLandFrauenverband Herzogtum Lauenburg wird künftig von einem Team-Vorstand geführt. Dieser tritt die Nachfolge der bisherigen Kreisvorsitzenden Anne Schmaljohann an, die auf der Vertreterinnenversammlung nach acht Jahren verabschiedet wurde.
Voraussetzung für die Wahl eines Team-Vorstandes war die Zustimmung der Versammlung zu einer entsprechenden Satzungsänderung.
Ebenfalls nach achtjähriger Vorstandsarbeit wurde „Homepage-Fee“ Wanda Schmidt-Bohlens verabschiedet. Sie hatte vor allem für die digitale Präsenz der KreisLandFrauen gesorgt und aktiv bei den Jungen LandFrauen mitgewirkt.
Einig war man sich auf der Vertreterinnenversammlung, dass die gelungenen Wahlen ein wichtiger Schritt in die Zukunft und Zeichen der Stärke und des Zusammenhalts der LandFrauen im Herzogtum Lauenburg seien.
Welchen Anteil die scheidende Vorsitzende daran hat, wurde bei einer Abschiedsfeier deutlich, mit der der Kreisverband Anne Schmaljohann überraschte. In ihrer Laudatio beschrieben Ilona Schütt und Nadja Koop sehr eindrücklich Ideenreichtum, Einfühlungsvermögen, Tatkraft und Führungsqualitäten von Schmaljohann. Ihr Einsatz für die Jungen LandFrauen sei unbeschreiblich. Zudem habe die LandFrau aus Bälau den Kreisverband mit guten Ideen auch auf Landesebene bekannt gemacht. So seien die Klausurtagung für den Kreisvorstand und das Hofübergabeseminar auch in anderen Kreisen und im Landesverband übernommen worden. „Deine Leidenschaft für die LandFrauenarbeit war sehr ansteckend“, betonte Nadja Koop.
Anne Schmaljohann wurde mit der Silbernen Biene in den Schleswig-Holstein-Farben geehrt. Zu den Gratulantinnen zählten auch LandFrauenpräsidentin Claudia Jürgensen und Präsidiumsmitglied Lena Haase. Künftig wird der Kreisverband von einem Team-Vorstand mit Ilona Schütt, Gudrun Heins-Koletzki und Nadja Koop (v. li.) geführt. Fotos: Wanda Schmidt-BohlensKirsten Peters zauberte diese Abschiedstorte.
Zu Ostern kommt gern die Familie zusammen und zu Hause wie auch beim Restaurantbesuch werden häufig Lammfleischgerichte genossen.
In diesem Jahr sorgen die laufenden Ramadan-Feierlichkeiten der islamischen Bevölkerung für eine zusätzliche hohe Nachfrage nach Lamm- und Schaffleischspezialitäten. Seit Jahresbeginn haben die Preise für Schlachtlämmer zugelegt, was einer saisontypischen Entwicklung entspricht. In der Lebendvermarktung liegen die Preise in Schleswig-Holstein aktuell über dem Vorjahr. Zu dieser Jahreszeit werden meist nur Lämmer aus dem Vorjahr angeboten. Die sogenannten frischen Lämmer werden erst in einigen Wochen schlachtreif. Überregional sind allerdings schon erste frische Lämmer am Markt.
Bei einem Selbstversorgungsgrad von rund 40 % für Lamm- und Ziegenfleisch in Deutschland werden Importe etwa aus Neuseeland oder dem Vereinigten Königreich nötig sein. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes halten in Schleswig-Holstein 920 Betriebe Schafe. Binnen eines Jahres hat sich diese Zahl um 10 % verringert. Die Zahl der Mutterschafe je Betrieb ist um 2,9 % auf 132 Stück gesunken. Bundesweit hat der Schafbestand dagegen im gleichen Zeitraum um 2,8 % zugenommen, nachdem er die Jahre zuvor abgenommen hatte. Im Vergleich zu vielen anderen Fleischarten hat der Konsum von Lammfleischspezialitäten zuletzt wieder etwas zugenommen.
Schlachtlämmer Lebendvermarktung – Notierungen in Schleswig-Holstein: Die Erlöse für Lämmer liegen derzeit auf Vorjahresniveau. Für frische Lämmer wird ein Preisaufschlag erwartet.Quelle: Karsten Hoeck
Das multifaktoriell ausgelöste Schwanzbeißen erfordert eine gute Tierbeobachtung, um es möglichst schon im Entstehen erkennen zu können, und ein schnelles Eingreifen. Hier setzt das EIP-Projekt „DeTail“ (Detection of Tail Biting) an.
Ziel des Projektes ist es, eine Web-App zu entwickeln, die auf Grundlage bekannter Frühindikatoren auf Buchtenebene als Frühwarnsystem für das Schwanzbeißen in der landwirtschaftlichen Praxis verwendet werden kann. Der Landwirt kann mithilfe des Frühwarnsystems frühzeitig und gezielt auf ein erhöhtes Schwanzbeißrisiko bei seinen Tieren aufmerksam werden und mit geeigneten Gegenmaßnahmen reagieren.
Das Schwanzbeißen beim Schwein stellt mit seinen vielfältigen Ursachen nach wie vor eine der größten Herausforderungen in der praktischen Schweinehaltung dar. Die am weitesten verbreitete Maßnahme zur Vorbeugung ist das Kupieren der Schwanzspitze bei unter vier Tage alten Ferkeln.
Videoaufzeichnungen der Schweine dienen der Datenaufnahme.
Allerdings ist in der Europäischen Union das routinemäßige Kupieren der Schwänze von Schweinen bereits seit dem Jahr 1991 verboten. Das Verbot gilt nicht, wenn der Eingriff in begründeten Ausnahmefällen zum Schutz des Tieres oder zum Schutz anderer Tiere unerlässlich ist. In Deutschland und auch in den meisten anderen EU-Staaten wird die überwiegende Zahl der konventionell gehaltenen Ferkel daher noch kupiert.
Frühindikatoren sind bereits aus anderen Forschungsprojekten zum Schwanzbeißen bekannt. So konnte im „Konsortialprojekt gegen das Schwanzbeißen bei Schweinen“ (KoVeSch), an dem die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und das Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp (LVZ) der Landwirtschaftskammer beteiligt waren, die Schwanzhaltung der Tiere als gut geeigneter Indikator ermittelt werden.
Die Schwanzhaltung wird über Videobeobachtungen der Tiere in der Stallbucht aufgezeichnet und über Instrumente der Künstlichen Intelligenz ausgewertet. Zusätzlich werden Bonitur-, Klima- und Bewegungsdaten erhoben. An der Erarbeitung des Frühwarnsystems sind alle Mitglieder der operationellen Gruppe beteiligt. Auf den vier landwirtschaftlichen Betrieben in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie im LVZ werden die Daten aus den Stallungen erfasst. Die Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg ist für die Datenaufbereitung und -verknüpfung verantwortlich, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und die CAU stehen als beratende Partner dem Projekt zur Seite. Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein übernimmt als Lead-Partner die Projektkoordination und ist Ansprechpartner für Fragen zum Projekt.
„Was die Kohle im Ruhrpott war, ist hier der Grüne Strom. Jetzt kommt die echte Energiewende!“ Solche Euphorie ist typisch für Dirk Burmeister von der Entwicklungsgesellschaft Region Heide, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass sich die Firma Northvolt mit der Produktion von Batteriezellen bei Heide ansiedelt. Der Strukturausschuss des Bauernverbands Schleswig-Holstein (BVSH) unter Vorsitz von Sönke Holling legte seine Sitzung dorthin und konnte die Baustelle vorab besichtigen.
Das Baugelände von Northvolt erstreckt sich über 110 ha auf Gemeindegebiet von Norderwöhrden und Lohe-Rickelshof. Diese Woche war offizieller Baubeginn. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 5 Mrd. €. Die Produktionsblöcke entstehen dort sukzessive, der erste soll in der zweiten Hälfte 2026 in Betrieb gehen, das gesamte Vorhaben 2030 fertig sein. Dann sollen dort rund 3.000 Mitarbeiter 60 GWh Energie pro Jahr in Form von Batteriezellen herstellen, „das entspricht einer Million Elektroautos“, erklärt Wiebke Hansen von Northvolt.
Das Baugelände mit einem Bohrgerät für Pfahlgündung (li.) Fotos: Tonio Keller
Recycling sei dem schwedischen Konzern wichtig, ergänzt ihr Kollege Arne Claussen: 20 bis 50 % der kritischen Rohstoffe wie Nickel, Kobalt oder Mangan würden wieder in den Kreislauf eingespeist, und das in mehrfachen Zyklen. Auch die Wasserver- und Entsorgung verlaufe weitgehend zirkulär. Northvolt legt nicht nur ein Regenwasserrückhaltebecken an, wozu die Firma verpflichtet ist, sondern auch ein Speicherbecken zur Nutzung von Regenwasser, denn das Rückhaltebecken muss bei Trockenheit wieder leerlaufen. Auch die Nutzung von Brauchwasser aus der städtischen Kläranlage Heide (Grauwasser) wird in Betracht gezogen.
Wasser war denn auch das Hauptthema der Sitzung, weshalb der Ausschuss zunächst beim Deich- und Hauptsielverband (DHSV) Dithmarschen in Hemmingstedt zu Gast war. Meeresanstieg, Starkregen und längere Trockenphasen, begleitet von Verschlickung und Moorsackungen werden in naher Zukunft zu großen Herausforderungen für die Wasserwirtschaft führen. Teile des Einzugsbereiches des inklusive Betreuungsgebiet 180.000 ha großen Einzugsgebiets des DHSV liegen unter dem Meeresspiegel, wenn auch nicht das Northvolt-Gelände mit 1 bis 3 m über NN. „Wir werden verkürzte Entwässerungszeiten haben und größere Rückhaltebecken brauchen“, sagt DHSV-Geschäftsführer Matthias Reimers. „Wir haben nicht zu wenig Wasser, aber Probleme mit der Sortierung.“ Sein Fazit: „Wir brauchen ein Wasserkonzept, auch als klare Antwort für Investoren.“
Denn bei der Neuansiedlung von Industrie in Dithmarschen könnte – und sollte – Northvolt erst der Anfang sein. Diese allseits als Segen empfundene Entwicklung für das bisher strukturschwache Dithmarschen kommt für die Wasserwirtschaft als Herausforderung hinzu. Burmeister rechnet bald mit einer Erweiterung, etwa durch die Produktion von Grünem Wasserstoff: „Da entsteht ein starkes Industriedreieck Heide-Brunsbüttel-Itzehoe. Das schafft Infrastruktur und Wertschöpfung. Aber wir müssen aufpassen, wir dürfen nicht alles nehmen.“
Kay Evers, Bürgermeister von Noderwöhrden, ist froh, damals für die Ansiedlung von Northvolt die Hand gehoben zu haben. „Wir hätten es später bitter bereut, wenn wir so weitergemacht hätten und die Entwicklung an uns vorbeigegangen wäre.“ 15 landwirtschaftliche Betriebe hätten Flächen dafreiwillig abgetreten, dazu kam eine große Fläche vom Amt Heider Umland. Von der zusätzlichen Gewerbesteuer habe die Gemeinde nichts, die sei ein durchlaufender Posten und gehe in den kommunalen Finanzausgleich.
Wasser ist auch für Eversein Thema – „Wo kommt es her, wo fließt es hin? Wir liegen am tiefsten Punkt und müssen über‘n Berg.“ Doch ein ähnlich großes Thema ist für ihn das Verkehrsaufkommen – an die 500 Lkw pro Tag seien zu erwarten. Davon hätte er gerne einen Großteil auf der Schiene: „Die Marschenbahn wurde jahrzehntelang vernachlässigt!“
Auf Winklers Hof in Kükels, Kreis Segeberg, fand die zweite und damit vorletzte Station des Hallencups der Gespannfahrer statt. Angereist waren 53 Fahrsportler mit 125 Pferden.
Das eng getaktete Programm über zehn Stunden startete mit den Prüfungen der mittelschweren Klasse. Auch die neue Turnierattraktion, das Tandemfahren, war nach einem ersten Versuch beim Auftakt in Tangstedt diesmal in der Klasse M ausgeschrieben. Mit ihren zwei Schimmelponys Jamain und Kuba holte sich Susan Gollmer die Goldschleife in dieser anspruchsvollen Prüfung.
In den beiden M-Prüfungen für Ein- und Zweispänner mit Ponys ging es außer um den Gesamtsieg auch um eine Fahrkarte zum Nordpferd-Fahrercup. Mit Siegen für Jörn Rennebach im Zweispänner und die Dänin Lise Halkjaer im Einspänner gab es hier keine Überraschungen, und so zeichnet sich der Teilnehmerkreis für das Event in Neumünster allmählich ab. In der Vierspännerprüfung hatte Jutta Weidenthal die Nase vorn vor dem Landesmeister Peter Heuser. Bei den Pony-Einspännern der Klasse A war die Segeberger Kreismeisterin Christien Luckwaldt mit dem zehnjährigen Classicpony Kryptonite von Krummesse nicht zu schlagen. Die 28-Jährige hat damit bereits den Gesamtsieg ihrer Klasse in der Tasche.
Der Abschluss des diesjährigen Hallencups mit der Ehrung der Gesamtsieger findet am Sonnabend, 6. April, im Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp, Kreis Plön, statt.
pm
Mit ihren leuchtenden Blütenfarben sorgen Hornveilchen und Stiefmütterchen einfach für gute Laune. Sie machen in Topf und Beet gleichermaßen eine gute Figur.
Hornveilchen punkten vor allem mit der unglaublichen Vielfalt an Farben. Die Palette reicht dabei vom klassischen Blau und Violett über Gelb und Orange bis hin zu zartem Rosa und edlem Weiß. Einige Varianten zeigen sogar Blüten in mehreren Farben. Hornveilchen sind zweijährige, buschig wachsende Pflanzen, die etwa 15 bis 20 cm Höhe erreichen. An den Stielen erscheinen bis in den August hinein immer wieder neue Blüten. Über die gesamte Blütezeit hinweg bilden sich daraus kleine Kapselfrüchte. Bei Samenreife platzen sie auf. Dank dieser Selbstaussaat zeigt sich im nächsten Jahr an mitunter ganz unerwarteten Stellen blühender Nachwuchs.
Schöner zweifarbiger Verlauf von hell nach dunkel. Foto: Karin Stern
Jetzt im Frühjahr ist die Auswahl an Hornveilchen im Gartenmarkt überwältigend groß. Im Beet wirken sie schön in größeren Gruppen, wenn sie dabei den Boden vollständig bedecken. Eine flüssige Startdüngung sorgt für reichen Blütenansatz. Damit der Flor möglichst lange anhält, lohnt sich regelmäßiges Ausputzen. Nach dem ersten Blütenflor können Sie die Pflanzen zudem zurückschneiden. Mit flüssigem Dünger und Wasser gut versorgt, treiben sie neu aus und erfreuen im August mit einem zweiten Blütenhöhepunkt. Hornveilchen schätzen einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit feuchtem, lockerem und humosem Boden. Humusreiche Balkonblumenerde und ein Langzeitdünger sind die erste Wahl für die Topfkultur.
Hornveilchen lassen sich im Garten vielseitig verwenden. Überhängend wachsende Sorten sehen in Ampeln attraktiv aus. In Beeten und Rabatten wirken Gruppenpflanzungen am schönsten. Die hübschen Frühlingsboten machen sich auch prima als Lückenfüller. In einfachen Tontöpfen, Wannen oder Zinkgefäßen kommen sie sehr gut zur Geltung. Hornveilchen eignen sich außerdem perfekt als Unterpflanzung für Hochstämmchen oder die Randgestaltung von Tulpentöpfen. Farbspielereien von kunterbunt bis hin zu Ton in Ton sind dabei erlaubt.
Durch fleißige Züchterarbeit verwischt zunehmend der optische Unterschied zwischen Hornveilchen und Stiefmütterchen.Foto: Karin Stern
Stiefmütterchen verdanken ihren Namen dem Aussehen der Blüte. Das untere, größte Kronblatt symbolisiert die Stiefmutter, direkt dahinter stehen die beiden Töchter und etwas im Hintergrund halten sich die beiden Stieftöchter auf. Die Farbenpalette der Stiefmütterchen reicht von Weiß über Gelb und Rot bis hin zu verschiedenen Blau- und Violetttönen. Mittlerweile werden auch gefleckte, geflammte oder gestreifte Blütenblätter angeboten. Die Blüten der Hornveilchen fallen meist kleiner aus, doch die Züchtung verwischt zunehmend die optischen Grenzen zwischen Stiefmütterchen und Hornveilchen. Meist ist eine eindeutige Zuordnung auf den ersten Blick nicht möglich. Jetzt im Frühjahr ausgepflanzt, blühen Stiefmütterchen bei entsprechender Pflege bis in den Sommer hinein. Wichtig ist ein sonniger bis halbschattiger Standort mit feuchtem, nährstoffreichem und humosem Boden. Die aparten Blüher lieben feuchtes Erdreich, reagieren aber empfindlich auf Nässe. Stellen Sie Töpfe daher am besten regengeschützt auf. Die derzeit angebotenen Pflanzen wurden letzten Sommer ausgesät und haben in frostfreien Gewächshäusern überwintert. Härten Sie daher die Pflanzen etwas ab oder stellen Sie die Töpfe in Frostnächten zur Sicherheit ins Haus. Die Blühdauer lässt sich durch regelmäßiges Ausputzen von Verblühtem verlängern. Auch beschädigte Blätter sollten entfernt werden. Stiefmütterchen bevorzugen kalkarmes Regenwasser. Topfpflanzen bekommen alle zwei bis vier Wochen eine flüssige Düngung ins Gießwasser. Ausgepflanzte Exemplare versorgen Sie gleich bei der Pflanzung mit einem Langzeitdünger.
Das Hornveilchen ,Boughton Blue‘ ist ein schöner Begleiter zu Rosen.Foto: Karin Stern
Ebenso wie Hornveilchen lassen sich auch Stiefmütterchen als Blickfangt im Beet und Topf oder als Lückenfüller verwenden. Sie wirken hübsch in der Nachbarschaft von Ranunkeln, Bellis, Tulpen, Narzissen und Hornveilchen. Unter Immergrüne oder Hochstämmchen gepflanzt, bringen sie viel Farbe in den Frühling. Wer selbst aussäen möchte, wählt zwischen zwei Terminen. Von März bis Mai in mit Anzuchterde gefüllte Aussaatschalen ausgesät, kommen Stiefmütterchen ab September in die Blüte. Tipp: Die Lichtkeimer nicht mit Erde bedecken, sondern nur gut auf der Aussaaterde andrücken. Bei der Aussaat von Juni bis September müssen die jungen Pflanzen überwintern und blühen im nächsten Frühjahr. Je nach Sorte sind die Stiefmütterchen jedoch teilweise kälteempfindlich, sodass sie frostfrei überwintern sollten oder einen entsprechenden Winterschutz erhalten. Karin Stern
Ein weißer Garten lässt sich auch schon im zeitigen Frühjahr mit Kronenanemone, Vergissmeinnicht und Hornveilchen verwirklichen.Foto: Karin SternMit Tulpen Ton in Ton. Foto: Karin Stern
Das Seminar „Landjugend Leben Lernen“ (La.Le.Le) geht auch dieses Jahr mit neuen Teilnehmern in eine neue Runde. Anfang März fanden sich die Teilnehmer im Jugendhof Scheersberg in Angeln zusammen, um den ersten Schritt in Richtung Jugendleitercard zu gehen.
Die Gruppe war sich zwar zum Teil schon bekannt, doch es war noch alles recht neu und aufregend. Daher gab es nach dem Essen erst mal eine ausgiebige Kennenlernrunde.
Dann wurde in das Seminar „Landjugend.Leben.Lernen“ eingeführt. Es bietet den Teilnehmern vor allem die Möglichkeit, eine Jugendleitercard (JuLeiCa) zu beantragen. Damit haben sie nicht nur die offizielle Berechtigung, Kinder und Jugendgruppen anzuleiten, sondern auch weitere Vorteile wie etwa einen Sonderurlaub für gewisse ehrenamtliche Veranstaltungen. Daneben beziehen sich viele Möglichkeiten der JuLeiCa auch direkt auf die Landjugend. So sind die Teilnehmer bestens auf ihre Vorstandsarbeit vorbereitet.
Danach ging es direkt weiter mit einer Einheit zu Rechtsfragen. Es wurde geklärt, welche Rechte und Pflichten sich im Bereich der Jugendarbeit ergeben. Bevor der erste Abend zu Ende ging, wurde noch das Thema Spiele besprochen. Egal ob mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen: Die richtigen Spiele können jede Situation auflockern und das Gruppengefühl stärken. Dabei sollten in der Anleitung jedoch einige Punkte beachtet werden. Wird ein Spiel in der falschen Situation angewendet oder schlecht angeleitet, kann der Spaß schnell vergehen.
Trial and Error – die Gruppe muss sich den richtigen Weg durch das Labyrinth bahnen.
Am zweiten Tag begann das Frühstück gleich mit deutlich aufgelockerter Laune. Mit dieser frischen Motivation wurde zunächst das Thema Feedback aufgegriffen. Es wurden verschiedene Methoden durchgegangen, mit denen man ein gutes Feedback geben kann. Außerdem ist es für den Gruppenleiter wichtig zu verstehen, wie Gruppen funktionieren. Daher ging es im Themenblock Gruppenpädagogik darum, welche Phasen eine Gruppe durchläuft und welche Rollen von Gruppenmitgliedern angenommen werden.
Am Nachmittag mussten die Teilnehmer dann selbst aktiv werden. Beim Thema Erlebnispädagogik sollten gemeinsam als Gruppe zwei Hindernisse überwunden werden. Das hat sich als gar nicht mal so einfach herausgestellt, doch am Ende kamen alle an ihr Ziel.
Vor dem Abendessen lernten die Teilnehmer „Günter“ kennen. Günter ist das Seminarmaskottchen. Er repräsentiert den inneren Schweinehund, den jeder mit sich herumträgt. Um diesen zu überwinden, schrieben die Teilnehmer einen Brief an sich selbst. Dieser wird am letzten Seminarwochenende wieder geöffnet und zeigt, wie viel sich in einer so kurzen Zeitspanne des eigenen Lebens verändern kann.
Am Abend stand etwas ganz Besonderes auf dem Programm. Auf dem Gelände der Unterkunft veranstaltete die Landjugend Quern ihren Frühlingsball. So hieß es für die gesamte Gruppe: ab ins Schapptüüch und los zum Ball! An diesem gemeinsamen Abend konnten so mache schöne Erinnerungen gesammelt werden.
Am letzten Tag ging es thematisch passend weiter, denn der Bereich der Feten- und Projektplanung wurde besprochen. Dabei kam auch das legendäre Fetenspiel zum Einsatz, welches die Gruppe durch den Ablauf einer Fete führt. Dabei mussten gemeinsam einige Probleme gelöst werden, um ans Ziel zu kommen. Die letzte Einheit zu Förderungsmöglichkeiten gab einen Einblick dazu, wie man als Landjugend Projekte und Veranstaltungen finanzieren kann, denn für Jugendarbeit gibt es so manch einen Fördertopf, von dem kaum einer weiß.
Und schon hieß es aufräumen und die Heimreise antreten. Das nächste Wochenende findet vom 27. bis 29. September statt. Dafür kann sich auch jeder anmelden, der seine bestehende JuLeiCa verlängern möchte.
Beim Fetenspiel konnte das neu erlangte Wissen unter Beweis gestellt werden.Foto: Laura Stolley
Mit dem „Aktionsplan Ostseeschutz 2030“ sind die Pläne für einen Nationalpark Ostsee Geschichte. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bestätigte im Rahmen der Aktionsplan-Vorstellung, dass er die gefundene Lösung besser finde als einen Nationalpark. Selbst Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne), der im Konsultationsprozess als eifriger Fürsprecher eines Nationalparks auftrat, bezeichnete die jetzt beschlossenen Maßnahmen als „größten Schritt im Ostseeschutz in der Geschichte Schleswig-Holsteins“.
Zukünftig stehen 12,5 % der schleswig-holsteinischen Ostsee unter strengem Schutz. In den vergrößerten Meeresschutzgebieten soll es ein Totalverbot für Fischerei geben. Die Fischer sind damit die einzige Interessengruppe, die von maßgeblichen Einschränkungen betroffen ist. Wassersport und Tourismus bleiben im bisherigen Umfang möglich. Die Gebietskulisse des Aktionsplans beinhaltet zudem keinerlei Landgebiete. Günther und Goldschmidt nannten zwar die Eutrophierung als eines der größten Probleme der Ostsee. Sie stellten aber fest, dass die Düngeverordnung (DüV) anfange, Wirkung zu zeigen.
Die Nährstofffrachten aus der Landwirtschaft sollen zukünftig im Rahmen einer Zielvereinbarung gesenkt werden, die bis Ende 2024 stehen soll. Man habe sich bereits darauf verständigt, über die DüV hinaus 10 % Einsparungen bis 2030 und weitere 10 % bis 2035 zu erreichen. Betroffen davon sind nur Betriebsflächen, die in die Ostsee entwässern. Zudem stehen freiwillige Maßnahmen im Vordergrund.
Dr. Robert Quakernack. Foto: bb
Die Landwirtschaft hat sich also mit ihrer Forderung zum Ostseeschutz durchgesetzt, verursachergerechte Lösungen zu finden. Die Identifikation der Gebiete mit den größten Nährstoffausträgen wird zwar arbeitsintensiv, verspricht aber auch die größten Effekte, sobald dort wirksame Maßnahmen umgesetzt und auch finanziert werden. Der Ausgleich für Bewirtschaftungseinschränkungen ist ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz der Betriebe und auch im Sinne der Allianz für den Gewässerschutz und des Dialogprozesses zur Zukunft der Landwirtschaft. Eine kluge Lösung.
Bereits beim Konsultationsprozess für einen möglichen Nationalpark sprachen sich alle Interessengruppen für einen stärkeren Ostseeschutz aus. Das Problem war, dass man mit dem Vorschlag „Nationalpark“ zuerst ein Intrument gewählt hatte, bevor man sich über die Ziele einig war. Dieses Vorgehen hat zu großen Vorbehalten und Unsicherheit geführt. Beim Aktionsplan dreht sich diese Reihenfolge nun um. Ziele sind benannt und ordnungsrechtliche Beschränkungen werden von freiwilligen Maßnahmen flankiert. Das bietet klare Perspektiven.
Nun gilt es, die Zielvereinbarung mit der Landwirtschaft zu konkretisieren. Denkbar sind breitere Gewässerrandstreifen, geringere Düngegaben, Anbau von Leguminosen und Zwischenfrüchten oder Direktsaatverfahren. Ein wenig Zeit bleibt noch für die Ausarbeitung. Zieljahr für das Scharfschaltens des Aktionsplans ist 2026.
Die Streichung der Agrardieselvergünstigung innerhalb von drei Jahren kommt. Der Bundesrat hat heute (22. März) grünes Licht für das Zweite Haushaltsfinanzierungsgesetz 2024 gegeben, in dem die Regelungen zum Agrardiesel enthalten sind. Zuvor hatte die Länderkammer dem Vermittlungsergebnis zum Wachstumschancengesetz zugestimmt. Das wurde möglich, weil einige unionsregierte Länder, darunter Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sowie das Grün-Schwarz regierte Baden-Württemberg, das Gesetz trotz Kritik an der Agrardieselstreichung gebilligt haben.
Bayerns Bundesratsminister Florian Hermann (CSU) bekräftigte im Plenum die Ablehnung des Gesetzes und begründete das mit Belastungen der Landwirtschaft beim Agrardiesel. Die SPD-Ministerpräsidentinnen von Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz, Manuela Schwesig und Malu Dreyer, warben demgegenüber für das Wachstumschancengesetz. Eine Verknüpfung des Gesetzes mit der Streichung der Agrardieselvergünstigung sei nicht sachgerecht.
In einer Protokollerklärung zum Haushaltsfinanzierungsgesetz hat die Bundesregierung ihren Willen bekräftigt, Forderungen der Landwirtschaft entgegenzukommen.
Zehn Punkte
Zu den zehn Punkten in der Protokollerklärung zählen die Aussetzung der obligatorischen Stilllegung im Rahmen von Glöz 8, die Anpassung des Agrarorganisationen-Lieferketten-Gesetzes zur Stärkung der Landwirte in der Wertschöpfungskette sowie die Wiedereinführung der einkommensteuerlichen Tarifglättung. Die Einführung einer Risikoausgleichsrücklage soll geprüft werden, ebenso weitere Entlastungen im Steuerrecht. Prüfen will die Bundesregierung auch den Einsatz alternativer Antriebstechnologien in der Landwirtschaft und von Steuererleichterungen für alternative Kraftstoffe. Die Stoffstrombilanzverordnung soll überarbeitet werden. Unter anderem sollen sich die Richt- und Schwellenwerten an denen der Düngeverordnung orientieren. Dokumentationsfristen sollen vereinheitlicht, Bagatellgrenzen möglicherweise eingeführt werden.
Angekündigt werden eine „umfassende, konkrete Umsetzung von Vorschlägen für den Bürokratieabbau“. Beispiele sind Ohrmarken bei gekoppelten Prämien, die Weinüberwachungsverordnung, die Entschlackung bei bestehenden Ökoregelungen, eine Verschlankung von Dokumentations- und Aufzeichnungspflichten für Nutztierhalter sowieEinheitlichkeit in der Umsetzung rechtlicher Vorgaben durch die Bundesländer. Weiterhin geprüft werden soll, wie eine verlässliche Finanzierung für den Umbau der Tierhaltung sichergestellt werden kann.
Joachim Rukwied. Foto: rq
Joachim Rukwied, Präsident desDeutschen Bauernverbandes (DBV), forderte eine zügige Umsetzung der Entlastungsvorschläge. „Die Stoffstrombilanz ist so überflüssig wie ein Kropf“, verdeutlichte er. Er warb mit Blick auf teils hohe Nährstofffrachten für verursachergerechte einzelbetriebliche Lösungen. „Außerdem brauchen die Betriebe unbedingt Steuerentlastungen“, forderte Rukwied. Der DBV wolle den Druck auf die Politik hochhalten und weitere Protestaktionen nicht ausschließen.
Stapler befreit
Der Bundesrat hat außerdem dem Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Kfz-Haftpflichtversicherung zugestimmt. Die Länderkammer folgte damit einem Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses, auf die Versicherungspflicht für zulassungsfreie Arbeitsmaschinen und Stapler mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h zu verzichten. Diese Regelung, die auch landwirtschaftliche Arbeitsmaschinen betroffen hätte, ist damit vom Tisch.
Mit dem Gesetz wird die europäische Richtlinie über die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung und die Kontrolle der entsprechenden Versicherungspflicht in deutsches Recht umgesetzt. Das Gesetz enthält Regelungen zur Harmonisierung der Schadensverlaufsbescheinigungen der Versicherten und Vorgaben für die Schadensfreiheitsrabattpolitik der Versicherer. Ferner wird zukünftig ein Insolvenzfonds Verkehrsopfer auch bei Zahlungsunfähigkeit des Kfz-Versicherers absichern. age/rq
Kürzlich konnten die Teams an den Versuchsstationen der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein endlich intensiver mit den Arbeiten im Feld beginnen. Zuvor wurden von den Versuchsmannschaften bereits die ersten Bonituren zur Bewertung der Bestände nach Winter und die Bodenprobennahme für den Nitratmessdienst durchgeführt.
Während die Ackerflächen auf der Geest und im Östlichen Hügelland teilweise schon gut befahrbar und ackerbaulich bearbeitbar sind, wird es in der Marsch noch etwas dauern, bis die Bedingungen die Aussaatvorbereitungen zulassen. Neben den ersten Düngungsmaßnahmen in den Versuchen an nahezu allen Versuchsstandorten wurde an wenigen Standorten bereits mit der Aussaat begonnen, unter anderem der der Landessortenversuche der Sommerungen Hafer, Sommerweizen und Ackerbohnen im ökologischen sowie konventionellen Bereich.
Vorrichtung auf der Parzellensämaschine zum Einfüllen der parzellengenauen Aussaatmenge
Eine erfolgreiche Aussaat startet mit den Vorbereitungen. Das Saatgut wird für jede einzelne Parzelle von den Versuchstechnikern grammgenau abgewogen und im Anschluss bei der Aussaat für jede Parzelle einzeln in die Sämaschine geschüttet. Sortenvermischungen werden so vermieden.
Aussaat der Sommerungen am Standort Futterkamp mit der ParzellensämaschineFotos: Hans-Christian Pries
Am Standort Futterkamp konnte neben der Aussaat auch die erste mechanische Maßnahme zur Unkraut- und Ungrasbekämpfung mit dem Striegel in den Ökoversuchen durchgeführt werden. Hier gilt es, den optimalen Zeitpunkt der äußeren Bedingungen abzupassen, um die Kulturart nicht zu schädigen. Mit der Aussaat und den ersten Düngungsmaßnahmen ist endgültig der Startschuss zu einer arbeitsreiche Versuchssaison gefallen.
Mechanische Beikrautregulierung mit dem Striegel in den Ökoversuchen am Standort Futterkamp