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Milchpreise etwas erhöht

Milchpreisvergleich
Von Karsten Hoeck, LK-Markt
Foto: Pixabay

Die Milchgeldauszahlungspreise für den Abrechnungsmonat Februar entwickeln sich in Schleswig-Holstein stabil bis leicht fester. Im Mittel haben sich die Basispreise um 0,30 ct/kg Milch auf 42,23 ct/ kg erhöht. Die Spanne der Änderungen reicht von unverändert bis plus 2,0 ct/kg. Zu berücksichtigen ist, dass im März einige Meiereien Nachzahlungen für das Jahr 2023 vergütet haben. Im Februar 2023 lag der durchschnittliche Auszahlungspreis noch bei 49,38 ct/kg. Seit Jahresbeginn werden im Milchpreisvergleich für Schleswig-Holstein auch Zuschläge und Kosten berücksichtigt. Bei einer Jahresliefermenge von 1 Mio. kg reicht die Spanne der ermittelten möglichen Auszahlungspreise für Februar von 42,40 bis 44,79 ct/kg (4,2 % Fett; 3,4 % Eiweiß).

Auch bundesweit zeigen sich überwiegend stabile bis leicht höhere Auszahlungspreise. Die ermittelten Basispreise in Ostdeutschland stiegen im Mittel um 0,3 ct/ kg an und erreichten im Mittel 41,73 ct/ kg. In Westdeutschland blieben die Notierungen stabil bis leicht steigend. In Süddeutschland gab es meist unveränderte Kurse, die im Bereich zwischen 42,80 und 47,46 ct/kg liegen. Die Spotmilchpreise in Süddeutschland sind im Monatsverlauf um 2 ct auf 38 ct/kg gefallen. In Norddeutschland sankt der Kurs um 1 ct auf 37,00 ct/ kg. In den Niederlanden reduzierte sich die Spotmilch-Notierung auf 40,00 ct/kg.

Reduzierte Anlieferung

EU-weit und auch in Deutschland setzt sich der saisonübliche Anstieg der Milchanlieferung nicht fort. Die zuletzt vorliegenden Daten zeigten für die erste Märzwoche einen Rückgang zur Vorwoche von 0,2 %. Damit bleibt dieser Wert 0,4 % unter dem Vorjahreszeitraum. Magermilchpulver ist aktuell auf dem Weltmarkt weniger gefragt. Der laufende Ramadan hat in vielen islamischen Importländern die Handelsaktivitäten gebremst. Die unterdurchschnittlichen Bestände deckeln jedoch weitere mögliche Preisabschläge.

Die Nachfrage nach abgepackter Butter hat sich im Zuge des nahenden Ostergeschäfts erhöht. Die Kurse blieben zuletzt stabil. Die näherrückende Spargelzeit sollte die Nachfrage zusätzlich beleben. Am Markt für Blockbutter wird von einer ruhigen Nachfrage berichtet. Es fehlen vor allem Anfragen für die kommenden Monate. An der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig entwickelten sich die Kurse für Butter Anfang März wieder etwas schwächer. Im Februar stieg der Wert noch auf 6.000 €/t. Zuletzt wurden etwa 5.763 €/t notiert. Auch die EEX-Kurse für Magermilchpulver konnten ihren Jahreshöchststand von Anfang Februar nicht behaupten und gaben bis Anfang dieser Woche wieder auf 2.434 €/t nach. Die Käsenachfrage hat sich belebt. Der LEH deckt sich für das Ostergeschäft ein. Die Notierungen können sich behaupten. Die Verbraucher fragen Spezialprodukte und Markenware nach. Die Industrie ruft die Kontraktware ab. Zusätzliche Anfragen gehen jedoch kaum ein. Auch hier sind die Bestände in den Reifelagern gering.

Vorerst schwächere globale Nachfrage

Mitte März zeigt sich ein Rückgang der Notierungen an der neuseeländischen Börse Global Dairy Trade. Der Index über alle Milchprodukte fiel um 2,8 %. Abschläge gab es vor allem für Vollmilch-, Magermilchpulver und Butter. Die Notierungen bleiben jedoch noch über dem Niveau vom Jahresbeginn. Grund für die Preisekorrektur ist vor allem eine reduzierte Nachfrage aus China. Trotz der jüngsten Preisschwächen an den Großhandelsplätzen bleiben die Marktbeobachter der niederländischen Rabobank optimistisch. Sie erwarten, dass die europaweit rückläufigen Milchviehbestände die Milchanlieferung weiter verringern. Besonders die Produktion von Magermilchpulver und Butter sollte hinter den Vorjahreswerten zurückbleiben. Das Angebot an Käse könnte dagegen steigen. Der Export von Milchpulver nach Nordafrika und in den Nahen Osten sollte demnächst wieder anlaufen.

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