In praktischen und theoretischen Aufgaben stellten am Montag 135 Auszubildende und Schüler beim Kreisentscheid des Berufswettbewerbs der Landjugend ihr Wissen und Können unter Beweis. Für die Teilnehmer ging es neben einer Rückmeldung zu den bereits erworbenen Kenntnissen auch um Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, die Zusammenarbeit untereinander und den Umgang mit Prüfungssituationen.
„Landwirtschaft ist kein Einzelkampf, sondern lebt von Zusammenarbeit, vom Wissenstransfer zwischen Generationen, vom Erfahrungsaustausch zwischen den Betrieben und der gegenseitigen Unterstützung“, sagt Tessa Nafziger, Vorsitzende des Kreislandjugendverbandes (KLV) Rendsburg-Eckernförde. Genau darauf soll der Berufswettbewerb vorbereiten. Das KLV-Organisatorenteam hob dabei auch die Bedeutung des Berufs Landwirt für die Lösung globaler Herausforderungen hervor. Organisiert hatten die Landjugendlichen den Wettbewerb gemeinsam mit dem Kreisbauernverband und der Landwirtschaftsschule am Grünen Kamp.
Landwirte als Generalisten
„Landwirte sind Allrounder und Generalisten“, unterstrich Kreispräsidentin Sabine Mues (CDU) in ihrem Grußwort. Die Fähigkeit, zu improvisieren, zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen, sei heute vielfach verloren gegangen – ohne dies werde man in der Landwirtschaft jedoch nichts, so die Agraringenieurin. Hans Stephan Lütje, stellvertretender Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Rendsburg-Eckernförde, warb bei den Teilnehmern dafür, sich etwa im Bauernverband aktiv für den Berufsstand zu engagieren oder auf andere Weise für den ländlichen Raum starkzumachen.
Auf die Schüler und Auszubildenden warteten im theoretischen Teil allgemeine und berufsbezogene Fragen, während es im praktischen Part um das Erkennen von (sicherheitsrelevanten) Mängeln und Fehlern an verschiedenen Landmaschinen oder um das Bestimmen von Sämereien, Futtermitteln und Werkstoffen sowie um das korrekte Instandsetzen einer fehlerhaften Steckverbindung ging.
In einer Vortragssituation hatten die Teilnehmenden zudem eine besondere Aufgabe zu meistern: In einem fiktiven drei- bis fünfminütigen Gespräch mit einem Verbraucher waren sie gefordert, die Haltung von Nutztieren zu erläutern oder alternativ die Notwendigkeit bestimmter Maßnahmen zum Pflanzenschutz zu erklären.
Die Gewinner
Nach der Auswertung standen am Nachmittag die Sieger fest, für die es praktische Preise für das Leben auf dem Land wie Akkuschrauber, Motorsense, Kettensäge, Laubbläser oder Spanngurte gab. Über den ersten Platz der Berufsschule konnte sich Larissa Schlüter aus Stapel freuen. Der zweite Platz ging an Lars-Hagen Holling aus Puls, der dritte Platz an Lorenz Meyer aus Lebrade. Freuen über Platz vier konnte sich Lars Ferdinand Mohr aus Wöhrden.
In den Fachschulklassen, die jeweils als Zweierteam angetreten waren, ging der erste Platz an Bennet Reese aus Schülp bei Nortorf und Timon Röschmann aus Ellerdorf. Den zweiten Platz sicherten sich Frederik Grüttner aus Schülp bei Rendsburg und Malte Haß aus Holtsee. Über Platz drei konnten sich Ingrid Vogt aus Glewitz und Hennes Thiesen aus Ellingstedt freuen. Die jeweils Klassenbesten erhielten ein Präsent für Hof und Freizeit.
Jeweils für die ersten drei Platzierten geht es am 25. März zum Landesentscheid nach Hemdingen im Kreis Pinneberg. Den dortigen Gewinnern winkt eine Teilnahme am Bundesentscheid in Nordrhein-Westfalen.



