Wie gestalten Frauen landwirtschaftliche Betriebe? Welche Wege gehen sie, um ihren Platz im Unternehmen zu finden? Und welche Rolle spielen Austausch und starke Netzwerke? Diesen Fragen widmete sich eine Busfahrt der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein am 14. September durch Dithmarschen.
Im Mittelpunkt standen die Betriebsleiterinnen und ihre persönlichen wie unternehmerischen Erfahrungen. Die Route führte zum Hof Hadenfeldt in Wrohm, zum Hof Hansen in Neuenkirchen und zum Meves-Hof in Eddelak. Die drei Stationen zeigten unterschiedliche Formen der Landwirtschaft und machten sichtbar, wie Frauen Betriebe mit ihren Ideen, Kompetenzen und individuellen Lebenswegen prägen. Dabei ging es um Entscheidungen, Herausforderungen, neue Perspektiven und den Mut, den eigenen Weg zu gehen.
Auf den Höfen kamen verschiedene Themen zur Sprache. Dazu gehörten die Rolle im eigenen oder eingeheirateten Familienbetrieb, die Zusammenarbeit zwischen den Generationen und innerhalb der Familie sowie die Entwicklung zusätzlicher Betriebszweige. Die Bandbreite reichte von einer kleinen Direktvermarktung über vielfältige Einkommenskombinationen bis hin zu Angeboten der Sozialen Landwirtschaft und Green Care.
Ebenso wichtig wie die Einblicke in die Betriebe war der intensive Austausch untereinander. Schon während der Busfahrten zwischen den Stationen kamen Landwirtinnen sowie Vertreterinnen aus Beratung, Verbänden und Politik miteinander ins Gespräch, teilten persönliche Erfahrungen und diskutierten über Herausforderungen im Betriebsalltag. Begleitet wurde die Fahrt unter anderem von Impulsgeberin Rixa Kleinschmit, Landwirtschaftsministerin und Schirmherrin Cornelia Schmachtenberg (beide CDU), Kammerpräsidentin Ute Volquardsen und Geschäftsführerin Stephanie Wetekam.
Frauen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Landwirtschaft in Schleswig-Holstein: Rund ein Drittel der Familienarbeitskräfte ist weiblich. Bei den Betriebsleitungen und Geschäftsführungen liegt ihr Anteil jedoch lediglich bei etwa 12 %. Die Busfahrt rückte ihre Leistungen, Perspektiven und unternehmerischen Impulse in den Blick. Zugleich griff sie die Ziele des Internationalen Jahres der Frauen in der Landwirtschaft 2026 auf. Im Zentrum standen Sichtbarkeit, gleichberechtigte Teilhabe, Wissenstransfer und Vernetzung.



