StartNachrichtenKammer kompaktDrei Fragen an die neue Ausbildungsberaterin Viva Vieregge

Drei Fragen an die neue Ausbildungsberaterin Viva Vieregge

„In der Ausbildungszeit lernt man fachlich und wächst persönlich“
Von Isa-Maria Kuhn, Landwirtschaftskammer SH
Viva Vieregge ist seit Juni neue Ausbildungsberaterin für den Kreis Plön und Ostholstein und hat ihr Büro im Lehr- und Versuchszentrum der Kammer in Futterkamp. Foto: Isa-Maria Kuhn

Viva Vieregge hat im Juni als neue Ausbildungsberaterin angefangen. Sie ist zuständig für die Ausbildungsberatung Landwirtin und Landwirt in den Regionen Ostholstein und Plön. Außerdem ist sie verantwortlich für die Ausbildungsberatung Pferdewirtin/Pferdewirt, Fachpraktikerin/Fachpraktiker in der Pferdewirtschaft und Werkerin/Werker in der Landwirtschaft.

Viva Vieregge übernimmt den Staffelstab von Christine Panzer, die im August in den Ruhestand geht. Sie machte ihre landwirtschaftliche Ausbildung in Flegessen (Niedersachsen) und in Wattenbek bei Bordesholm und studierte  danach Agrarwissenschaften in Göttingen und Agrarmanagement in Weihenstephan. Als Erntehelferin in der Studienzeit und auch später im Arbeitsleben hat sie viele verschiedene Betriebe, Ausbilder und Auszubildende getroffen und kennengelernt. Als Viva Vieregge die Stellenausschreibung der Kammer sah, war sie sich gleich sicher, dass sie dort in ihrem Element sein würde. Isa-Maria Kuhn, Landwirtschaftskammer, hat mit der neuen Mitarbeiterin gesprochen.

Sie gehören zur Abteilung Bildung, Betriebswirtschaft und Beratung, sind aber ans Lehr- und Versuchszentrum der Kammer in Futterkamp angedockt. Worin besteht die Aufgabe?
Viva Vieregge: Meine Aufgabe als Ausbildungsberaterin ist es, die angehenden Landwirte, Pferdewirte, Werker und Fachpraktiker in ihrer Ausbildungszeit zu begleiten und ihnen und ihren Ausbildern als Ansprechpartner zur Seite zu stehen. Dazu gehören dann selbstverständlich die Planung und Durchführung von Zwischen- und Abschlussprüfungen, die Kontrolle des allseits beliebten Berichtsheftes und die Anerkennung neuer Ausbildungsbetriebe.

Sie haben in einer arbeitsintensiven Zeit bei uns angefangen. Wie liefen die ersten Prüfungen?
Ich habe großes Glück, weil ich die Gelegenheit habe, von Christine Panzer noch ein paar Wochen eingearbeitet zu werden. Die Organisation der Prüfungen ist sehr umfangreich. Gleich in meiner ersten Woche war die Zwischenprüfung der Landwirte, bei der 18 Prüfer und 30 Prüflinge nicht nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, sondern natürlich auch wissen müssen, was zu tun ist. Die Familien und Betriebsleiter, die ihren Ausbildungsbetrieb für so eine Prüfung zur Verfügung stellen, zeigen, wie wichtig ihnen die gute Ausbildung der Berufseinsteiger ist. Inzwischen habe ich an sieben Prüfungen teilgenommen und freue mich darauf, diese Organisation in Zukunft zu übernehmen. Es ist eine echte Freude zu erleben, wie stolz die Ausbilder und Prüfer auf ihren Beruf sind (unabhängig von Pferde- oder Landwirten), wie verantwortungsbewusst sie die Berufsneulinge begleiten und wie verlässlich und liebevoll die Gastgeber den Prüfungstag vorbereiten.

Sie selbst sind 37 Jahre alt und arbeiten mit den zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern zusammen. Was bedeutet Ihnen das, und welche Botschaft haben Sie an die jungen Menschen?
Mir ist wichtig, dass es weiterhin engagierte Betriebe gibt, auf denen ausgebildet wird, dass die Ausbilder wissen, an wen sie sich wenden können, und dass die Auszubildenden sich gut begleitet fühlen. Die Ausbildungszeit ist eine wichtige Phase, in der man nicht nur fachlich viel lernt, sondern auch persönlich wächst. Macht euch diese Chance bewusst! Niemand erwartet, dass man vom ersten Tag an perfekt ist. Stellt Fragen und seid neugierig! Ihr selbst baut euch das Grundgerüst für euren beruflichen Werdegang.

WEITERE ARTIKEL
- Anzeige -
- Anzeige -

Meistgeklickt