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Vom Schüleraustausch zum Abschlussprojekt

Schwede Gabriel Johansson sammelt Praxiserfahrung in Deutschland
Von Annabell Brandt, Landwirtschaftskammer SH
Der schwedische Auszubildende Gabriel Johansson sowie die Forstwirte Sören Holst und Marvin Flindt vom Forstbetrieb Wittek (v. li.) Foto: Annabell Brandt

Seit vielen Jahren findet das Continuous Forestry Education Mobility Project zwischen dem Naturbruksgymnasium Svenljunga in Schweden und der Lehranstalt für Forstwirtschaft in Bad Segeberg in Deutschland statt. Das Projekt wird durch das Förderprogramm Erasmus+ der Europäischen Union unterstützt. Im Rahmen dieses Programms erfolgt jährlich ein Austausch von Auszubildenden im Bereich Forstwirtschaft.

Durch seine Teilnahme am Austauschprogramm im Jahr 2025 kam der schwedische Schüler Gabriel Johansson auf die Idee, seine Abschlussarbeit in Deutschland in einem Forstbetrieb durchzuführen. Dabei wurde er vom Forstbetrieb Wittek aus Arpsdorf unterstützt.

Gabriel Johansson verbrachte im April und Mai insgesamt drei Wochen in Deutschland. Während dieser Zeit lernte er verschiedene Arbeitsbereiche der modernen Forstwirtschaft kennen. Dazu gehörten die Fällung größerer Einzelbäume, Arbeiten in der Baumpflege mit einer Hubarbeitsbühne sowie die eigenständige Planung und Durchführung eines forstlichen Projekts.

Projekt: Erschließung einer Fläche

Sein Abschlussprojekt fand Anfang Juni auf einer etwa 2,5 ha großen Privatwaldfläche statt, die bislang nicht erschlossen war und direkt an eine Bahnstrecke grenzt. Ziele des Projekts waren die Erschließung dieser Fläche sowie die Freistellung des Bahnbereichs.

Er übernahm die eigenständige Planung und Organisation der Arbeiten. Im Verlauf des Projekts wurden die erforderlichen Rücke­gassen angelegt und die notwendigen Baumfällarbeiten vorbereitet beziehungsweise durchgeführt. Besonders anspruchsvolle Bäume wurden für eine sichere Fällung unter Einsatz einer Seilwinde ausgewählt. Während der gesamten Projektphase arbeitete Gabriel eng mit den Forstwirten des Forstbetriebs Wittek zusammen, die ihn fachlich unterstützten.

Engagement der Ausbildungsbetriebe wichtig

Ein besonderer Dank gilt dem Forstbetrieb Wittek, der Gabriel während seines Aufenthalts in Deutschland begleitet und unterstützt hat. Betriebe, die bereit sind, jungen Menschen praktische Erfahrungen zu vermitteln und sie bei ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung zu fördern, leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der Forstwirtschaft. Gerade internationale Projekte wie dieses leben vom Engagement der Ausbildungsbetriebe, die ihr Wissen weitergeben und jungen Fachkräften die Möglichkeit bieten, neue Erfahrungen zu sammeln. Der Forstbetrieb Wittek hat durch seine Unterstützung wesentlich zum Erfolg von Gabriels Aufenthalt und Abschlussprojekt beigetragen und damit die Bedeutung einer praxisnahen und zukunftsorientierten Ausbildung eindrucksvoll unterstrichen.

Fazit

Die erfolgreiche Durchführung des Abschlussprojekts verdeutlicht den hohen Wert des langjährigen Austauschs zwischen dem Naturbruksgymnasium Svenljunga in Schweden und der Lehranstalt für Forstwirtschaft in Bad Segeberg. Solche internationalen Kooperationen fördern nicht nur die fachliche Ausbildung, sondern stärken auch den interkulturellen Austausch und die persönliche Entwicklung der teilnehmenden Auszubildenden.

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