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Die guten Dinge und der Bumerangeffekt

Drei starke Frauen berichteten über ihre Motivation
Von Christel Melfsen
Positive Dinge und Anerkennung sollten im Umgang mit Mitarbeitern im Vordergrund stehen. Um zu unterstreichen, dass alles Gute zurückkommt, hielt Christine-Hamester-Koch einen Bumerang hoch. F

„Motivation für mich im Ehrenamt, im Beruf, privat und im Leben“ – unter diesem Motto hatte der KreisLandFrauenverband Nordfriesland zu einem Vortrag mit Christine Hamester-Koch in den Reußenkögen eingeladen. Zugleich bereicherten Eike Jürgensen und Kathrin Volquardsen den Abend mit ihren Erfahrungen zwischen Herausforderung und Erfüllung.

Was treibt mich an, wie sieht meine Lebensplanung aus, wie finde ich meine Berufung oder brauche ich eine Abwechslung im Alltag? Viele Fragen, die sich sicher ein jeder einmal stellt. Eine Frau, die vor Ideen und Motivation nur so sprüht, ist Christine Hamester-Koch. Schon im Jahr 2005 konzipierte sie zusammen mit der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein die Bauernhofpädagogik. Als zertifizierter Coach bringt Christine-Hamester-Koch heute auch Manager mit landwirtschaftlichen Methoden auf Erfolgskurs. „Mitarbeiterführung lässt sich wunderbar im Schweinestall erlernen“, so die 58-Jährige. Für diese Erkenntnis lässt sie gestandene Führungskräfte auch mal eine Gruppe Schweine in eine andere Ecke des Stalls treiben. Es mutet etwas skurril an, doch Christine weiß, dass die elementare Arbeit mit Tieren und Natur übertragbar ist auf den beruflichen Alltag. Denn es sei wichtig, Erfahrungen mit Lebendigem zu machen, die sich auf den eigenen Alltag anwenden lassen. 

Dass Frauen in der Landwirtschaft mehr Anerkennung erhalten sollten, verdeutlichte im Anschluss Kathrin Volquardsen alias „die Landmarie“. In ihrem gleichnamigen Blog zeigt sie auf Facebook und Instagram ihren Hofalltag im Sönke-Nissen-Koog zwischen Kindern, Küche und Kuhstall. Sie wolle damit Einblicke in die Landwirtschaft geben und ihren 3.500 Followern zeigen, was einen Bauernhof so lebens- und liebenswert mache.
Liebe, Lust und Leidenschaft würden auch sie antreiben, und die Kinder brächten die Kreativität ins Rollen. „Tu, was dich ausfüllt, und schiebe nichts vor dir her“ – so der Rat der Jungen LandFrau.

Ebenso energiegeladen ist Eike Jürgensen aus Högel. Zusammen mit ihrem Mann und den vier Kindern im Alter zwischen zwölf und 22 lebt und arbeitet sie auf dem Ausbildungshof Jürgensen mit Milchvieh und Bullenmast. Sie ist ausgebildete Erzieherin und holt Schulklassen, Berufsschüler und Praktikanten auf ihren Hof. Der Girls‘ Day steht fest im Kalender. Bereits seit vielen Jahren führen sie und ihre Familie als AgrarScouts den Dialog mit den Verbrauchern, ob auf Deutsch, Plattdeutsch oder Dänisch. Es seien Kleinigkeiten, die große Wirkung zeigten, so die einfallsreiche LandFrau. Für Radfahrer gebe es eine Refill-Station mit frischem Wasser, und wer mit dem Camper unterwegs ist, für den stehe auch noch ein Stellplatz für die Nacht zur Verfügung.

Ausführlicher Bericht in der aktuellen Bauernblatt-Ausgabe.

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