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Angebotsbereicherung mit drei Betriebskollektionen

Erfolgreiche Sommerauktion der Rinderzucht Schleswig-Holstein
Von Günter Koch, Rinderzucht Schleswig-Holstein
Die kapitale und leistungsstarke rotbunte „Davos P“ von Thomas Schmahl aus Groß Wesenberg erzielte mit 3.200 € den Spitzenpreis bei den rotbunten Färsen. Foto: Annelie Andersen

Die Rinderzucht Schleswig-Holstein (RSH) führte erstmalig im Juli eine Auktion in Dätgen durch. Das Angebot konnte in allen ­Kategorien vollständig vermarktet werden, und die Erlöse lagen über den Erwartungen.

Das kleine Aufgebot an schwarzbunten Bullen bestand nur aus genetisch hornlosen Bullen. Im Schnitt wurden sie für 3.000 € zugeschlagen. Teuerster Bulle war „Cubaloo P“ von der Rinderzucht Thies/Gröhn GbR in Stuvenborn. Der hornlose „Camron P“-Sohn überzeugte bereits bei der Körung mit sehr viel Stärke, einem sehr guten Fundament und stammt aus einer Bullenmütterfamilie aus dem Zuchtprogramm der RSH. Nach einem spannenden Bieterduell konnte der Auktionator ihn bei 3.600 € zuschlagen.

Betriebskollektionen bereichern Auktion

Gleich drei Betriebe stellten auf dieser Auktion Betriebskollektionen, die alle mit viel Qualität überzeugen konnten. Den Beginn machte die Engelbrecht GbR aus Bokholt-Hanredder. Die Kollektion bestand aus zwei Kühen und fünf Färsen, die sich alle sehr leistungsbereit im Ring zeigten. Die beiden Zweitkalbskühe wurden für je 2.400 € zugeschlagen, die Färsen kosteten im Schnitt 2.620 €. Teuerste Färse mit 2.750 € war „Enne“, die mit einer ersten Kontrolle von mehr als 40 kg Milch glänzen konnte. Direkt im Anschluss wurde die Kollektion von Malte Krohn aus Kummerfeld im Ring versteigert.

Die acht Färsen zeigten sich als absolute Produktionsfärsen, die mit Einsatzleistungen von fast 40 kg überzeugen konnten. Die geringe Preisspanne von 2.300 € bis 2.700 € verdeutlicht die Einheitlichkeit der Betriebskollektion, im Schnitt wurde die Kollektion für 2.538 € zugeschlagen. Die dritte Kollektion stellte der Betrieb Milchhof Wesenberg, Thomas Schmahl aus Groß Wesenberg. Die Betriebskollektion bestand aus sechs Holsteinfärsen und einer Braunviehfärse. Die enorm bemuskelte Braunviehfärse kostete 3.100 €, insgesamt erzielte die gesamte Kollektion 2.700 € im Durchschnitt. Teuerste Färse war die rotbunte Färse „Davos P“ von „Boeing-Red“. Die kapitale und mit viel Power ausgestattete Färse erlöste 3.200 € und wird in Zukunft im Kreis Rendsburg-Eckernförde gemolken.

Färse „Washington“ wusste zu überzeugen

Die schwarzbunten Färsen insgesamt kosteten im Durchschnitt 2.471 €. Teuerste Färse war die großrahmige und leistungsbereite „Picard“-Tochter „Washington“ von der Heidehof GbR aus Timm­aspe. „Washington“ geht auf die bekannte „Jefferson“-Tochter „Joyce“ zurück, die mit einer Lebensleistung von 143.000 kg aufwarten kann. Ebenfalls hat sie bei der Verbandsschau Neumünster am Abend einen Siegertitel erringen können. Die zwei schwarzbunten Kühe im Angebot stammten beide von Jens Gerken aus Pölitz und erlösten im Durchschnitt 2.375 €.

Das kleine Kontingent der rotbunten Färsen erlöste im Schnitt 2.900 €, die teuerste Färse war dabei die bereits erwähnte „Davos P“ aus der Betriebskollektion von Thomas Schmahl.

Die nächste Auktion findet am 13. August in Dätgen statt, und die Rinderzucht Schleswig-Holstein hofft, dass zahlreiche Anmeldungen erfolgen und damit den Auktionsstandort Dätgen attraktiv gestalten.

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