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Vor-Ort-Termine zu Silomais

Regionale Feldführungen der Landwirtschaftskammer
Von Dr. Elke Grimme/Ruben Soth, Landwirtschaftskammer SH
Die Feldführungen Silomais der Landwirtschaftskammer finden bei jedem Wetter statt. Foto: Dr. Elke Grimme

Kurz vor der Silomaisernte gilt es, unter der großen Auswahl an angebotenen Maissorten wieder einen Blick auf hierzulande empfohlene Silomaissorten zu werfen.

Die Landwirtschaftskammer bietet fachlich neutrale Beratung zu Silomais-Sortenempfehlungen, die auf den Vorjahresergebnissen der Landessortenversuche beruhen. Ein zusätzlicher Schwerpunkt der diesjährigen Feldführungen liegt auf der Etablierung von Untersaaten im Mais und Zwischenfrüchten nach Mais per Drohnensaat.

Haben regional geprüfte Sorten in den Vorjahren hohe und stabile Leistungen erzielt, wird eine entsprechende Anbauempfehlung für die Sorten ausgesprochen. Es lohnt sich, die Gelegenheit für Informationen zu aktuell empfohlenen Sorten zu nutzen, in Verbindung mit dem Austausch mit Praktikern, Beratern, Züchtern, Interessierten und dem Saatguthandel. Für den anstehenden Saatgutkauf können die gesammelten Informationen als Entscheidungshilfe dienen und Frühbezugsrabatte genutzt werden. Zum Zeitpunkt der mittlerweile schon zu den klassischen Begehungen der Versuchsfelder zählenden Feldführungen ist der Verkauf von Maissaatgut für die kommende Aussaat im Frühjahr 2027 im Gang. Wenn auch die diesjährigen Leistungspotenziale der Prüfsorten noch nicht vorliegen, können ertragssichernde Eigenschaften wie Kältetoleranz, Jugendentwicklung und Standfestigkeit auf dem Acker ausgemacht werden. Der optische Eindruck von Pflanzenlänge, Stängeldicke, Blattmasse und weiteren Auffälligkeiten lässt aber keinen Schluss auf die diesjährige Sortenleistungen zu.

Einsatz der Drohnensaat beurteilen

Per Drohnensaat ausgebrachte Untersaaten und Zwischenfrüchte werden vorgestellt. Foto: Dr. Elke Grimme

Zudem bieten Feldführungen praxisnahe Einblicke in den Maisanbau auf der Geest und zeigen auf dem jeweiligen Standort die Anpassungen von Silomaissorten an vorherrschende Wuchsbedingungen während der Vegetation. Witterungsstress und Grenzen der getroffenen Pflanzenbau- und Pflanzenschutzmaßnahmen in der Fläche können betrachtet werden. Düngungsversuche werden auf beteiligten Standorten vorgestellt. Auch die Etablierung von Untersaaten im Mais und Zwischenfrüchten nach Mais per Drohnensaat werden vorgeführt. Untersaaten und Zwischenfrüchte fördern Bodenfruchtbarkeit und Humusaufbau, binden Nährstoffe und schützen vor Erosion und Nitratauswaschung. In der Praxis erschweren jedoch insbesondere die notwendigen Abstände zur Herbizidanwendung ihre Etablierung. Die Drohnensaat eröffnet ein neues Saatfenster: Sie ermöglicht die Aussaat auch dann noch, wenn der Mais für herkömmliche Technik längst zu hoch ist. Ende Juli wurden dazu nach betriebsüblichem Pflanzenschutz vier Varianten – Wick­roggen, Erbsentriticale, Lundsgaarder Gemenge und Gras – per Drohne ausgesät. Bei den Feldführungen können die Bestände verglichen und Chancen und Grenzen der späten Drohnensaat beurteilt werden.

Maisanbaufläche in Schleswig-Holstein

Nach den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung vom 30. Juli des Statistikamtes Nord für Hamburg und Schleswig-Holstein werden in Schleswig-Holstein auf rund 649.000 ha Ackerfrüchte angebaut. Der Silomais behauptet mit 170.300 ha Anbaufläche (9 % Zuwachs zum Vorjahr) seine Position als flächenstärkste Ackerkultur in Schleswig-Holstein.

Die Feldführungen Silomais der Landwirtschaftskammer finden bei jedem Wetter statt.

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