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Zuckerrüben unterschiedlich entwickelt

Bisher kaum Befall mit Schadinsekten
Von Frank Jeche, Nordzucker
Bei solchen Fraßschäden durch die Larven der Rübenfliege ist eine Behandlung erforderlich. Foto: Frank Jeche

Der Entwicklungsstand der Zuckerrüben in Schleswig-Holstein variiert momentan sehr stark. Viele Bestände im Raum Lübeck und im Naturraum Lauenburg/Stormarn werden in den nächsten Tagen die Reihen schließen. Dagegen haben spät und neu gelegte Rüben im Norden und Westen des Landes erst das zweite Laubblattpaar ausgebildet. Dazu kommt, dass die Rüben, die das zweite Mal gelegt wurden, innerhalb der Fläche sehr unterschiedlich aufgelaufen sind. Häufig fehlte das notwendige Wasser zum Keimen und sogenannte Etagenrüben sind die Folge.

Während die weit entwickelten Bestände überwiegend frei von Beikräutern sind, werden in den kleinen Rüben noch Behandlungen notwendig werden.

Da die Witterung jetzt wieder Splittinganwendungen erlaubt, sollten diese auch konsequent durchgeführt werden.

Eine Maßnahme gegen eine breite Mischverunkrautung, die zweimal im Abstand von zwei bis vier Tagen in entgegengesetzter Fahrt­richtung gefahren werden sollte, könnte folgendermaßen aussehen:

Belvedere Duo kann, wie mehrfach beschrieben, durch Produkte mit Einzelwirkstoffen ersetzt werden. Hat der Windenknöterich bereits Laubblätter, ist ein Zusatz von 0,2 l/ha Vivendi 100 je Teilsplit ratsam. Disteln im Rübenschlag sollten vor dem Erscheinen der Blütenknospen bei wüchsigem Wetter mit 1,2 l/ha Vivendi 100 oder 0,20 l/ha Lontrel 600 beziehungsweise 167 g/ha Lontrel 720 SG behandelt werden. Der Zusatz von 0,5 l/ha Hasten ist zwingend erforderlich. Die Disteln dürfen, um den Wirkstoff aufzunehmen, bei der Behandlung nicht von Debut vorgeschädigt sein.

Erfreulicherweise waren bis Anfang dieser Woche in den Rübenbeständen kaum tierische Schädlinge zu finden, sodass Behandlungen bisher nur selten erforderlich waren. Die Bekämpfungsschwelle, die eine Behandlung erforderlich macht, liegt momentan für die Schwarze Bohnenlaus bei 30 % befallener Pflanzen und für die Grüne Pfirsichblattlaus bei 10 % befallener Pflanzen. Miniergänge der Rübenfliegenlarven waren ebenfalls kaum vorhanden. Der aktuelle Befall ist weiterhin im AgriPortal Consult und in der App Agri­Portal mobile zu finden. Sollte wider Erwarten doch ein Insektizid erforderlich werden, könnten gegen Läuse 300 g/ha Pirimor-Granulat oder ab dem Achtblattstadium der Rüben das systemisch wirkende und ebenfalls die Nützlinge schonende Teppeki mit 140 g/ha in 300 bis 400 l Wasser eingesetzt werden. Gegen die Larven der Rübenfliege ist der Einsatz eines Pyrethroides in der zugelassenen Aufwandmenge sinnvoll. Bitte an die Zeichnung des Zuckerrübenlieferungsvertrages für 2023 denken.

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