Wenn Anfang September die Norla ihre Tore öffnet, ist der Landjugendpavillon längst vorbereitet. Hinter dem Messeauftritt des Landjugendverbandes Schleswig-Holstein stehen zahlreiche Ehrenamtliche und viele Stunden Planung in der Projektgruppe Norla. Was die Arbeit hinter den Kulissen ausmacht, warum sich das Engagement lohnt und was die Norla für ihn persönlich besonders macht, erzählt Sören Schatt, erster stellvertretender Vorsitzender des Landjugendverbandes Schleswig-Holstein und Hauptverantwortlicher für den Landjugendauftritt auf der vorigen Norla.
Du bist erster stellvertretender Vorsitzender des Landjugendverbandes und warst im vergangenen Jahr hauptverantwortlich für den Landjugendauftritt auf der Norla. Was gehörte bei einer so großen Messe eigentlich alles zu deinen Aufgaben?
Sören Schatt: In erster Linie ging es darum, die Helfer so einzuteilen, dass niemand benachteiligt wird. Es war darauf zu achten, dass die Pausenzeiten eingehalten werden, gerade weil es im vergangenen Jahr auch sehr warm war. Ein gutes Team zu haben, ist also das A und O.
Zudem ist die Verpflegung wichtig, nicht nur zu den Hauptmahlzeiten, sondern auch die kleinen Dinge zwischendurch. Ein kurzes Gespräch mit den Helfern oder eine kleine Stärkung können an langen Messetagen viel ausmachen. Außerdem ist man als Zuständiger für die Norla auch Ansprechperson für Gäste und Interessierte, die uns im Landjugendpavillon besuchen.
Da wir auch Politikerinnen und Politiker oder Gäste aus befreundeten Verbänden empfangen, ist es wichtig, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und ihnen die Anliegen und Ideen der Landjugend mit auf den Weg zu geben. Das geht natürlich nicht allein, sondern nur gemeinsam mit unserem Landesvorstand und dem Agrarausschuss. Der Agrarausschuss hat bei landwirtschaftlichen Themen die Nase vorn, während der Landesvorstand sowohl jugendpolitische Themen als auch die Zukunft des ländlichen Raumes im Blick hat.
Die Vorbereitung beginnt schon Monate vor der Messe. Was muss alles organisiert werden, damit der Stand an den vier Messetagen erfolgreich laufen kann?
In erster Linie muss über die Verpflegung gesprochen werden. Dabei geht es nicht nur um das Essen für unsere Helfer, sondern auch um alles, was wir für den Verkauf und unsere Aktionen am Pavillon benötigen. Waffelteig, Getränke, Material für das Kinderschminken oder weitere Mitmachaktionen müssen rechtzeitig geplant und eingekauft werden. Des Weiteren überlegen wir uns, wer welche Aufgabenbereiche übernimmt. Wir erstellen Einsatzpläne, schauen, wer wann am Stand ist und wer welche Verantwortung übernimmt. Außerdem schauen wir uns an, welche Punkte im vergangenen Jahr noch nicht optimal gelaufen sind und wie wir diese verbessern können.
Auch der Pavillon selbst muss vorbereitet werden. Er wird gereinigt, eingerichtet, Schilder werden aufgehängt und alles für die vier Messetage vorbereitet. Viele Dinge, die Besucher später als selbstverständlich wahrnehmen, entstehen bereits lange vor der Eröffnung am Donnerstag. Und zuletzt muss auch die Politikaktion vorbereitet werden. Dafür findet sich eine eigene Projektgruppe zusammen.
Was macht die Norla-Zeit für dich persönlich besonders?
Die Norla ist vor allem eines: eine superinteressante und informative Veranstaltung über mehrere Tage. Man knüpft Kontakte, kommt teilweise mit hochrangigen Politikerinnen und Politikern ins Gespräch und trifft immer wieder spannende Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Mindestens genauso wichtig sind natürlich die Leute vor Ort. Man sieht, dass sie mit Herzblut bei der Sache sind. Daran kann ich mich nie sattsehen, und darauf freue ich mich jedes Mal.
Viele verbinden die Norla mit Arbeit, Gemeinschaft und guter Stimmung. Wie hast du die Atmosphäre am Landjugendpavillon erlebt?
Genau das beschreibt es am besten: mit verschiedenen Landjugendlichen etwas Gutes zu erschaffen. Das ist eben zu 100 % das Landjugendgefühl, das jeder einmal erlebt haben muss.
Gab es 2025 einen Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Mit Daniel Günther (CDU) eine Waffel an einem Tisch zu essen, war schon ein sehr großes Highlight. Am Ende sind es aber oft die kleinen Dinge und Begegnungen, die einem im Kopf bleiben, gerade im Kontakt mit den Helfern aus ganz Schleswig-Holstein.
Warum lohnt es sich aus deiner Sicht, in der PG Norla und/oder als Helfer vor Ort mitzumachen?
Kurz gesagt: wegen des Landjugendgefühls. Es gibt aber auch für jeden etwas zu tun. Für die einen ist es das Kinderschminken, für die anderen das Ansprechen von Leuten vor dem Pavillon. Andere betreuen unsere beliebte „Bauer sucht Frau“-Wand, stehen beim „Hau den Lukas“, backen Waffeln oder helfen bei der Verpflegung und Organisation im Hintergrund. Wir haben für jeden den passenden Job.
Du bist in diesem Jahr wieder dabei. Worauf freust du dich angesichts der kommenden Norla besonders?
Ich freue mich vor allem darauf, wieder eine gelungene Veranstaltung zusammen mit den vielen Helfern und Helferinnen zu organisieren, Leute wiederzutreffen und die Kritikpunkte des vergangenen Jahres so umzusetzen, dass für alle ein noch besseres Event daraus entsteht. Die Vorfreude ist auf jeden Fall auch drei Monate vorher schon da.
Mitmachen erwünscht
Wer die Norla einmal aus einer anderen Perspektive erleben möchte, kann sich bereits jetzt als Helfer für den Landjugendpavillon anmelden. Unterstützung ist sowohl an einzelnen Tagen als auch während der gesamten Messezeit möglich. Darüber hinaus freut sich der Landjugendverband jederzeit über Interessierte, die sich in der Projektgruppe (PG) Norla an der Planung und Organisation beteiligen möchten.
Weitere Informationen gibt es in der Geschäftsstelle des Landjugendverbandes Schleswig-Holstein. Die Anmeldung als Helfer ist unter landjugend-sh.de möglich. Interessierte für die PG Norla können sich direkt bei Bildungsreferentin Jaenne Albert melden.




