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Prognose der Getreideernte in Schleswig-Holstein

Gute Getreideerträge, wieder mehr Raps angebaut
Von Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein/Daniela Rixen
Die Gerstenernte ist in vollem Gange hier auf dem Harzhof, Gemeinde Holtsee, Kreis Rendsburg-Eckernförde. Foto: Achim Seidel

Nach der ersten Schätzung des Statistikamtes Nord wird für Schleswig-Holstein in diesem Jahr eine Getreideernte von knapp 2,5 Mio. t erwartet, damit läge die Erntemenge auf dem Niveau des Vorjahres. Die diesjährige Getreideanbaufläche (ohne Körnermais) stieg leicht um 600 ha auf 303.100 ha.

Allein 1,3 Mio. t oder 53 % der gesamten Getreideerntemenge werden voraussichtlich auf die flächenstärkste Getreideart Winterweizen entfallen. Der erwartete Hektarertrag von 88 dt/ha liegt für Winterweizen knapp über dem sechsjährigen Durchschnittswert. Da die Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr leicht gefallen ist (–4 %), geht die geschätzte Erntemenge um 59.000 t (–4 %) im Vergleich zum Vorjahr zurück. Winterweizen steht in diesem Jahr auf rund 150.900 ha.

Die Aussaatfläche der Wintergerste veränderte sich ebenfalls nur gering um –1 % auf 68.200 ha gegenüber dem Vorjahr und führte durch einen höher prognostizierten Hektarertrag zu einem Zuwachs bei der Erntemenge auf 586.700 t. Nach der Prognose würde sich ein Hektarertrag von 86 dt ergeben, das wären 4 % über dem Mittel der letzten sechs Jahre und 2 % über dem Vorjahreswert von 84 dt/ha.

Roggen und Wintermenggetreide wurden auf einer Fläche von 34.300 ha angebaut, die Erntemenge wird voraussichtlich bei 249.100 t und damit 8 % unter der des letzten Jahres liegen. Der Hektar­ertrag wird auf knapp 73 dt geschätzt und läge damit 1 % unter dem Niveau des Vorjahres. Die Erntemenge von Triticale wird bei einer um gut 1.000 ha ausgeweiteten Anbaufläche und einem Hekt­arertrag von gut 79 dt voraussichtlich 73.600 t betragen. Triticale steht auf 9.300 ha.

Die Anbaufläche von Sommergetreide vergrößerte sich deutlich um knapp 26 % auf insgesamt 40.400 ha. Aufgrund der erwarteten guten Hektarerträge kann beim Sommergetreide mit einer Erntemenge von 254.600 t gerechnet werden. Sommerweizen und Sommergerste wurden in ihrer Anbaufläche um zusammen knapp 9.000 ha ausgeweitet.

Der Anbauumfang des Hafers nahm um 2 % ab. Mit einem zu erwartenden Hektarertrag von knapp 65 dt würde die Erntemenge um 1.300 t unter dem Vorjahreswert liegen (18.600 ha).

Die Winterrapsfläche ist auf 74.700 ha gestiegen (Vorjahr 62.000 ha) und liefert voraussichtlich eine Erntemenge von 287.500 t, das wären 26 % mehr als 2021. Der durchschnittliche Hektarertrag wird momentan auf knapp 39 dt / ha prognostiziert und würde damit den Vorjahreswert übertreffen.

In Schleswig-Holstein sind im Jahr 2022 nach den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupt­erhebung auf rund 654.400 ha Ackerfrüchte angebaut worden. Die Ackerfläche entspricht damit in etwa dem Wert des Vorjahres, so das Statistikamt Nord.

Hülsenfrüchte zum Drusch wurden auf 14.700 ha ausgesät ­(+22 %). Der größte Flächenanteil entfiel hier auf die Ackerbohnen, denen als Eiweißlieferant große Bedeutung zukommt. Der Anbau von Hackfrüchten, wie zum Beispiel Kartoffeln und Zuckerrüben, konnte ebenfalls einen Anstieg um gut 11 % auf 17.500 ha verzeichnen.

Der Silomais ist trotz der Flächenreduzierung um 8 % auf 163.800 ha weiterhin anbaustärkste Ackerkultur in Schleswig-Holstein. Der Gras­anbau auf Ackerland nahm mit 29.300 ha etwas weniger Fläche als im Vorjahr ein (–13 %). Auch das brachliegende Ackerland verminderte sich um 4 % und belief sich auf 12.100 ha. Dauergrünland bedeckte 321.500 ha (+1 %) der landwirtschaftlichen Nutzfläche.

Die endgültigen Erntemengen für Getreide und Raps sind vom weiteren Witterungsverlauf in der Erntephase abhängig und können daher von dieser ersten Schätzung abweichen. Diese Prognose beruht auf den Angaben der amtlichen Ernteberichterstatter zum Stand Ende Juni 2022 und den vorläufigen Ergebnissen der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung. Fachliche Infos dazu erteilt: Cora Haffmans, Tel.: 04 31-68 95-93 06, E-Mail: ernte@statistik-nord.de
pm

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