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Plädoyer für das Leben auf dem Land

Steffi Fock macht sich auf vielen Ebenen für den ländlichen Raum stark
Von Julian Haase
Steffi Fock geht es um mehr als Bauernhofidylle: Die 25-Jährige plädiert für einen starken ländlichen Raum – und engagiert sich auf unterschiedliche Weise dafür. Foto: Julian Haase

Vom Leben auf dem Land ist Steffi Fock aus Rodenbek im Kreis Rendsburg-Eckernförde schon immer begeistert. Der Masterstudentin der Agrarwissenschaften, die an der FH in Rendsburg studiert, geht es aber um mehr als um stimmungsvolle Motive für Instagram und Co.: Die 25-Jährige setzt sich mit ihrem Engagement tatkräftig für den ländlichen Raum ein: Ob bei der Landjugend, der freiwilligen Feuerwehr, der plattdeutschen Theatergruppe oder in der Gemeindevertretung.

Dass das Engagement für den ländlichen Raum viele Facetten hat und ganz offenbar glücklich macht, merkt man Steffi Fock sofort an. Gemeinsam mit ihrem Vater, der zudem ein Lohnunternehmen betreibt, hat sie eine GbR gegründet und bewirtschaftet südwestlich der Landeshauptstadt Kiel rund 100 ha Acker- und 20 ha Grünland im Voll­erwerb. Dazu kommt die Haltung von Mastrindern, ein Hühnermobil mit aktuell 250 Hühnern und ein Hofladen. „Vorige Woche waren es noch 350 Hühner“, sagt Steffi und deutet auf den Hofladen, mit dem sie selbst auf dem Betrieb eine Direktvermarktung etabliert hat. Nach dem Abitur entschied sich Steffi zunächst für ein duales Studium der Betriebswirtschaftslehre in Hamburg, stellte aber schnell fest, dass reine Betriebswirtschaft und das Leben in der Großstadt nicht das Richtige sind. Also sattelte sie auf Agrarwissenschaften um. Während des Bachelorstudiums konnte die Rodenbekerin auf einem Milchviehbetrieb in Neuseeland bereits eine Menge praktischer Erfahrung sammeln. An der Arbeit in der Landwirtschaft schätzt sie besonders die abwechslungsreiche Tätigkeit und die –zumeist – freie Zeiteinteilung. „Und natürlich hat die ländliche Gemeinschaft einfach ihren gewissen, manchmal etwas raubeinigen Charme“ sagt sie. Zu zart besaitet dürfe man da manchmal eben nicht sein.

Leben und Arbeiten geht oft mit Ehrenamt einher

Das Leben und Arbeiten auf dem Land gehe oft einher mit ehrenamtlichen Tätigkeiten, erklärt sie. Zwei Jahre war Steffi Mitglied im Vorstand der Landjugend Flintbek. Ob demokratische Entscheidungsfindung, die Übernahme von Verantwortung, das Zulassen anderer Meinungen oder der fachliche Austausch – all das hat Landwirtin dort in einer großartigen Gemeinschaft mitnehmen können. Aktuell engagiert sie sich in einer landesweiten Projektgruppe mit dem Ziel, den Landjugendgedanken besser nach außen zu transportieren.

Daneben ist Steffi Mitglied in der der Freiwilligen Feuerwehr Rodenbek, spielt – wenn es die Zeit zulässt – in der örtlichen plattdeutschen Theatergruppe „Theoterlüüd vun Rodenbek“ mit und ist bürgerliches Mitglied im Gemeinderat. „Das Dorfleben zu unterstützen, gehört für mich einfach zum Leben hier dazu“, erklärt sie. Etwas selbstkritisch sagt Steffi aber auch: „Wenn man an vielen Stellen mitmischt, kann man nicht überall ganz vorne mit dabei sein.“

Über die Landwirtschaft zu informieren ist Steffi Fock ebenfalls ein Anliegen: „Das Image der Branche zu verbessern bekommt man meiner Meinung nach nur hin, wenn man die Leute mit ins Boot holt und sich nicht rechtfertigt, sondern erklärt, was wir machen.“ Bereitwillig informiert sie daher auch Kundinnen und Kunden ihres Hofladens über die Zusammenhänge in der Landwirtschaft oder lässt sich bei Instagram in die Karten gucken.

Dass junge Frauen in der Branche voll akzeptiert werden, davon ist Steffi überzeugt. Unschöne Situationen habe sie selbst noch keine erlebt. Wenn auf dem Hof mal jemand nach dem Chef fragt, entgegnet sie taff: „Steht vor Ihnen“. Die meisten reagierten interessiert und angetan, manche auch etwas erstaunt. An junge Frauen, die sich für einen Beruf in der Landwirtschaft interessieren, appelliert sie: „Seid selbstbewusst und macht was draus! Ihr könnt was – und darauf müsst ihr euch verlassen.“ Dennoch solle frau auch bereit sein, Hilfe anzunehmen und offen zu bleiben.

Den vollständigen Beitrag lest ihr in der aktuellen Bauernblattausgabe 23/2022. 

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