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Der Feldrand als Müllkippe

Ob Autoreifen, Farbeimer, Tapetenreste, Kühlschränke oder auch Gartenabfälle: Den überflüssigen Anblick von illegal in der Landschaft entsorgtem Müll dürften viele Flächeneigentümer und Bewohner des ländlichen Raums kennen. Doch ist der zumeist unbemerkt entladene Abfall in vielen Fällen nicht nur schädlich für die Natur und ein Ärgernis für das Auge, sondern bedeutet die gut gemeinte Entsorgung durch die betroffenen Eigner oder Nutzer vielfach Kosten und überflüssigen Aufwand.

Inzwischen zögern Nils Kruse und Christoph Ingwersen aus Steinfurt in der Gemeinde Mielkendorf bei Kiel nicht mehr, die Polizei zu rufen. Die befreundeten Nachbarn haben einen Blick dafür entwickelt, wenn ein Auto oder Klein-Lkw an den vermeintlich uneinsehbaren Stellen zwischen Eider und Hansdorfer See hält und die Fahrer nach dem Abladen von Unrat jeglicher Art unbemerkt das Weite suchen wollen. Kruse und Lohnunternehmer Ingwersen begegnen immer wieder Menschen, die aus Bequemlichkeit, Zeitdruck oder, um Kosten zu sparen, ohne jedes Unrechtsbewusstsein ihren Müll in die Landschaft kippen – mal mehr und mal weniger auffällig, mal größer und mal kleiner in den Mengen. In diesem Jahr seien derartige Vorfälle besonders oft vorgekommen: „Wenn erst einer etwas hinwirft, fühlen sich andere animiert, etwas dazuzustellen“, ist Ingwersens Eindruck.

Christoph Ingwersen und Nils Kruse (v. li.) ärgern sich über die Rücksichtslosigkeit der Verursacher. Foto: jh

Eines Abends wurde es Kruse, dessen Familie früher selbst Landwirtschaft betrieb, zu bunt: Nachdem er von der Terrasse aus einen Caddy-Fahrer beobachtete, wie dieser an einer Koppeleinfahrt Müll aus dem Fahrzeug lud, folgte er dem Verursacher langsam mit seinem Auto und rief währenddessen die Polizei an. Unterwegs gab er den Beamten immer wieder seinen Standort durch, bis das verfolgte Fahrzeug schließlich von einem Streifenwagen im Kieler Stadtgebiet gestoppt werden konnte. Es folgten Aussage und Anzeige bei der Polizei. „Eigentlich mache ich so etwas nicht, aber es musste schnell gehen“, habe der junge Mann noch gesagt, der sich bei Nils Kruse entschuldigen wollte, was dieser aber ablehnte. Zudem habe es sich ja „nur um Bioabfall“ gehandelt. Ohnehin seien die Verursacher oft unscheinbare, zum Teil auch reumütige Leute jedes Alters und aus allen sozialen Schichten, sind sich Ingerwesen und Kruse einig. Trotz der Nähe zur Landeshauptstadt Kiel stammten die Täter auch aus dem ländlichen Raum: „Die wissen genau, dass sie gerade Mist bauen“, sagt Nils Kruse. Dennoch werde immer wieder sogar am hellichten Tag Müll abgeladen.

Autoreifen im Knick fernab der Straße

Trauriger Höhepunkt der jüngsten Vergangenheit waren 150 bis 200 entsorgte Reifen, die vermutlich aus einer Autowerkstatt stammten und die fernab der Straße am Rand einer Koppel von Christoph Ingwersen abgeladen wurden. Dieser sammelte die Reifen zusammen mit seinen Mitarbeitern wieder ein: Neben der verlorenen Arbeitszeit, die niemand bezahle, koste allein die Entsorgung der alten Reifen pro Stück 4 bis 6 €, schätzt er. Schnell kommen so 500 bis 1.000 € unverschuldete Entsorgungskosten zusammen. Damit niemand mehr auf die Koppel fahren könne, habe der Agrarbetriebswirt ein altes Metalltor wieder instandgesetzt. Doch habe man das Problem an dieser Stelle verdrängt, werde der Müll eben woanders abgekippt, sind sich beide sicher.

Waschbecken im Knick: Nicht selten handelt es sich um Müll, der bei Haussanierungen anfällt. Foto: privat

„Wir bauen auf diesen Flächen Lebensmittel für Menschen und Futter für unsere Tiere an. Zum Teil finden wir auch Müll auf den Koppeln, auf denen unsere Galloway-Rinder laufen“, betont Ingwersen und ergänzt verärgert: „Für die Leute ist das alles selbstverständlich, es gibt keinen Respekt mehr für fremdes Eigentum. Die meinen, das ist Natur und gehört damit allen.“ Über die Dreistigkeit mancher Leute können er und Nils Kruse sich nur wundern. „Wenn die ihren Müll schon einmal aufgeladen haben, können sie ihn auch vernünftig entsorgen“, bringt es Ingwersen auf den Punkt.

Oftmals werde der Müll auch mitten in eine Koppeleinfahrt oder halb auf die Straße gekippt. Bei jedem vorbeifahrenden Auto mit Anhänger werde man inzwischen nervös. „Das kann es nicht sein“, sagt Ingwersen. Bei den Leuten, die ihren Abfall dort hinkippen, solle es zu Hause möglichst ordentlich aussehen – woanders sei es ihnen dann egal. Das Problem ist vielschichtig: Kümmere man sich um die Entsorgung des fremden Mülls, bestehe noch die Gefahr, mit anderen Flächeneigentümern, Nachbarn oder Pächtern über die Maßnahmen und Kosten in Streit zu geraten. Würden Grünabfälle im Knick entsorgt, wüchsen dadurch zudem Pflanzen in der Landschaft, die dort nicht hingehörten.

Wachsende Nervositätim Alltag

Während der Arbeit im Garten oder beim abendlichen Draußensitzen habe man inzwischen immer auch ein Auge auf die Straße. „Man fragt sich schon regelmäßig, ob das wieder so ein Kandidat sein könnte – das fühlt sich unfair an“, ärgert sich Kruse. „Schmeißt hier jeden Tag nur einer seinen Mist weg, haben wir 365 Mal im Jahr Sachen dort zu liegen“, ergänzt er. Dabei redeten doch alle von Klima- und Umweltschutz. Neben „harmlosem“ Abfall haben die beiden Nachbarn auch schon Säcke voller Asbestplatten, Dachpappe oder Mineralwolle gefunden, sich um die Entsorgung dann selbst gekümmert. Zwar unterstütze sie gelegentlich der örtliche Bauhof, doch sei dieser eigentlich nicht dafür zuständig. Handle es sich auch noch um umwelt- oder wassergefährdende Stoffe, erfülle die illegale Entsorgung einen Straftatbestand, erklärt Christoph Ingwersen. Könne ein Verursacher nicht ermittelt werden, stelle die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein, so die Erfahrung der beiden.

Regelmäßig wandern auch Grünabfälle wie dieser Heckenschnitt an den Straßenrand. Foto: jh

Die Polizei „ist dort sehr hinterher“, sagt auch Nils‘ Vater Harald Kruse, der seit Jahrzehnten immer wieder Unrat entlang der Straße einsammelt oder sich um verstopfte Gullys und zugewachsene Verkehrsinseln kümmert – was eigentlich Aufgabe der öffentlichen Hand wäre, die diesen Aufgaben aber nicht immer gerecht werde. Und obwohl die Polizei im Amtsgebiet öfter zu sehen sei, seit der dort wohnhafte Außenminister Dr. Johann Wadephul (CDU) sein Amt angetreten hat, wanderten weiterhin Müllsäcke, Fernseher, Baustellenabfälle oder auch Gartenteichpumpen in die Landschaft und an die Straßenränder. Dabei gebe es genug Annahmestellen zur Entsorgung, die Preise seien günstig, sagt Harald Kruse.

Der Einsatz für die Natur fördert bisweilen auch Kurioses zutage. Beim jährlichen „Dorfputz“ im Frühjahr, bei dem die drei Freiwilligen Feuerwehrleute unterstützen, seien zwischen Feuerschutztüren, Kloschüsseln, Staubsaugern und Bauschutt auch schon ein aufgebrochener Tresor oder Videokassetten mit pikantem Inhalt gefunden worden. Auch einen Maurerkübel voll Altglas entdeckten sie, „obwohl es in jedem Dorf Altglascontainer gibt“, sagt Nils Kruse resigniert.

Den Druck auf Verursacher erhöhen

Bei allem berechtigten Tatendrang, selbst gegen die Verursacher der Verschmutzungen in der Nachbarschaft vorzugehen, ist jedoch Vorsicht geboten: Wüste Beschimpfungen hätten auch Nils Kruse und Christoph Ingwersen schon über sich ergehen lassen, wenn sie Täter auf ihr Fehlverhalten angesprochen hätten. Ingwersen verweist auf den Fall, als einer seiner Mitarbeiter einen Sonnenblumendieb am Feldrand zur Rede stellte, der daraufhin mit körperlicher Gewalt drohte. So verlockend es sein mag, in Zeiten guter Vernetzung mit dem Smartphone seine Mitarbeiter auf dem Trecker zu informieren und davonfahrende Fahrzeuge etwa auf einem Feldweg an der Weiterfahrt hindern zu wollen: Dies sollte man unbedingt der Polizei überlassen und sich nicht selbst in Gefahr und den Bereich der Selbstjustiz begeben, heben die beiden hervor. Schnell stehe anderenfalls der Straftatbestand der Nötigung im Raum. Christoph Ingwersen und Nils Kruse raten inzwischen aber dazu, ohne falsche Zurückhaltung die Polizei zu informieren, sobald Müll abgeladen werde. Zudem appellieren sie an Betroffene, sich wenn möglich die Kennzeichen der Verursacher zu notieren sowie eine Aussage bei der Polizei zu machen. Beide haben die Hoffnung, dass der Druck, Konsequenzen fürchten zu müssen, steigt und mancher es sich künftig zweimal überlegt, seinen Müll auf diese Weise loszuwerden.

Neben ihrem Einsatz für eine saubere Nachbarschaft eint die beiden die entmutigende Erfahrung, dass sie Aufwand und Kosten der Entsorgung des fremden Unrates zuletzt oft selbst zu tragen hatten – für beide gleichermaßen ein Ärgernis, für das sie sich mehr Unterstützung von offizieller Seite wünschen. Den Abfall in der Landschaft einfach zu ignorieren, war für sie aber zu keinem Zeitpunkt eine Alternative: „Wir können den Müll da doch nicht einfach liegen lassen“, sagt Ingwersen.

Hinweise zu Pflichten, Kosten und rechtlichen Folgen im Umgang mit illegal entsorgtem Müll sind in der Bauernblattausgabe 35 zu finden.

Pavillon im neuen Schick

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Wenn viele Hände mit anpacken, geht es nicht nur schneller, sondern macht auch mehr Freude. Unter diesem Motto trafen sich am Morgen des 16. August die beiden Projektgruppen (PG) „Norla“ und „Pavillon“ des Landjugendverbandes auf dem Messegelände der Deula in Rendsburg. Ziel war es, den Landjugendpavillon rechtzeitig für die bevorstehende Norla herzurichten – und zugleich die gemeinsame Arbeit in ein Seminar einzubetten, das handwerkliche Praxis und Teamgeist verband.

Das Seminar verband handwerkliche Praxis und Teamgeist und steht sinnbildlich für gelebte Landjugendarbeit. Foto: Paul Weniger

Gleich zu Beginn war klar: Es gibt viel zu tun. Unter Anleitung der Projektgruppenleiter Paul Weniger und Sören Schatt aus dem Vorstand sowie des Referenten Lasse Helmer teilten sich die Teilnehmenden in verschiedene Teams auf. Die PG „Norla“ nahm sich vor allem den Tresenbau vor. Aus Europaletten und Holzplatten entstand Stück für Stück ein Verkaufstresen, der in den gewünschten Maßen individuell gebaut wird. Ganz fertig wurde er zwar nicht – doch bis zur Norla bleibt genug Zeit für die letzten Handgriffe. Dann werden leckere Waffeln und erfrischende Getränke über den neuen Tresen gehen und ihn damit einweihen.

Parallel dazu räumte ein weiterer Teil der PG „Norla“ den oberen Raum des Pavillons auf. Über das Jahr hatten sich dort viele Dinge angesammelt, die nun sortiert und beiseitegeräumt wurden. Außerdem galt es, Tischhussen zu waschen, Stehtische vorzubereiten und weitere Details für den Messeauftritt zu organisieren.

Neuer Glanz für die Außenfassade

Währenddessen legte die PG „Pavillon“ draußen Hand an. An der Kopfseite des Gebäudes wurde die Holzfassade erneuert: Bohren, Abkleben, Streichen, Ausbessern, Holz erneuern, eine Schutzplane anbringen – die Aufgabenliste war lang. Fensterrahmen und Außenwände erhielten frische Farbe, auch die Fensterbänke stehen noch auf der Agenda. Ein zweiter Anstrich folgt in den nächsten Tagen. Dazu kam ein gründliches Aufräumen rund um den Pavillon, inklusive Unkrautbeseitigung sowie notwendiger Arbeiten an den sanitären Anlagen.

Die Projektgruppe „Pavillon“ erneuerte die Holzfassade an der Kopfseite des Gebäudes. Foto: Sören Schatt
Fensterrahmen und Außenwände erhielten einen frischen Anstrich. Foto: Sören Schatt
Nach dem Einsatz erstrahlt der Pavillon im neuen Glanz. Foto: Sören Schatt


Nach einer wohlverdienten Pizza-Pause zur Mittagszeit ging es mit neuer Energie weiter. Erst gegen 18 Uhr beendeten die letzten Teilnehmenden ihren Arbeitseinsatz – müde, aber zufrieden.

Arbeiten, lernen, Gemeinschaft erleben

Der Tag hat gezeigt: Die aufwendigen Vorbereitungen für die Norla sind zwar immer mit viel Zeit und Mühe verbunden, sie bieten aber auch Gelegenheit, Gemeinschaft zu erleben und ganz praktisch dazuzulernen. In diesem Jahr nutzte der Landjugendverband die anstehenden Arbeiten als Seminar – eine Idee, die bestens aufgegangen ist. Unter fachlicher Anleitung konnten die Teilnehmenden ihre handwerklichen Fähigkeiten auf verschiedenen Gebieten erweitern, Neues ausprobieren und zugleich sichtbare Ergebnisse schaffen.

Am Ende blickte man auf einen erfolgreichen Tag zurück: Der Pavillon hat deutlich an Ausstrahlung gewonnen, vieles ist für die Norla vorbereitet und alle Beteiligten nahmen wertvolle Erfahrungen mit. Lernen, neu gestalten und Spaß haben – so sieht gelebte Landjugendarbeit aus.

Fachbereiche Immissionsschutz und Bauen sowie Pferdehaltung zusammengeführt

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In diesem Jahr hat das Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp die bisherigen Fachbereiche Bauen und Immissionsschutz sowie Pferdehaltung zu einer gemeinsamen Einheit zusammengeführt. Die fachliche Leitung übernimmt Katja Wagner, die bereits seit 2018 den Bereich Pferdehaltung ­verantwortet.

Der neue Fachbereich umfasst neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit Fragen rund um den Immissionsschutz, die Bauberatung, die Bau- und Energieausstellung sowie die umfangreichen Themenschwerpunkte rund um die Pferdehaltung beschäftigen.

Die Aufgaben sind vielfältig und werden weiterhin von vertrauten Ansprechpartnern getragen: Die Bauberater kümmern sich um landwirtschaftliches Baurecht und Bauwesen und verfassen unter anderem Stellungnahmen zum privilegierten Bauen im Außenbereich für die Landwirtschaft und die Tierhaltung von Rindern, Schweinen und Pferden. Sie unterstützen zudem bei der Erstellung von Betriebskonzepten, beim Bau von Festmistlagerstätten oder JGS-Anlagen und sind behilflich bei Entwässerungsplänen für landwirtschaftliche Betriebe.

Das Spezialgebiet des Immissionsschutzes wird weiterhin durch die vier langjährigen Mitarbeiter betreut, die Landwirte mit ihrer Routine und Fachkompetenz bei einer Vielzahl komplexer Genehmigungsverfahren begleiten.

Für die Bau- und Energielehrschau ist nun als neues Gesicht in Futterkamp Hannah Straky zuständig. Sie betreut die Aussteller und organisiert die monatlichen Fachvorträge, die jeweils am zweiten Donnerstag des Monats stattfinden. Darüber hinaus unterstützt sie als Pferdewirtschaftsmeisterin und Agraringenieurin sowohl die Veranstaltungen als auch die Beratung zur Pferdehaltung.

In der Pferdehaltung findet eine einzelbetriebliche Beratung zu produktionstechnischen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen statt. Auch Gründung- und Umstrukturierungsberatung kann durch Katja Wagner in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus ist die Fort- und Weiterbildung in der Pferdehaltung ein wichtiger Punkt, sodass jedes Jahr zahlreiche Seminare und Lehrgänge durchgeführt werden. So finden zum Beispiel jährlich vier Lehrgänge zum Erlangen der Sachkunde in der Pferdehaltung statt und ab 2026 bundesweit das erste Mal der Lehrgang zum Erwerb der Sachkunde im Umgang mit und der Nutzung von Pferden.

Auch die Innovationen kommen in diesem Fachbereich nicht zu kurz. Im Rahmen eines dreijährigen EIP-Projektes wird eine digitale Checkliste zur tiergerechten Pferdehaltung entwickelt. Das Tool soll nach Projektende kostenfrei verfügbar sein.

Mit der strukturellen Neuordnung und fachlichen Bündelung wurde eine Grundlage geschaffen, um landwirtschaftliche Betriebe noch gezielter in baulichen, immissionsschutzrechtlichen und pferdehaltungsbezogenen Fragestellungen zu unterstützen.

Pferdemenschen im Porträt: Emily Grüttner

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Der Bundesnachwuchsvierkampf ist mit den Disziplinen Dressur- und Springreiten, Laufen und Schwimmen eine der vielseitigsten Prüfungen im Jugendsport. Die 13-jährige Emily Grüttner aus Kremperheide, Kreis Steinburg, stellte sich mit einem Schulpferd dieser Herausforderung. Emilys Geschichte zeigt, dass man nicht aus einer Reiterfamilie stammen muss, um Turniere zu reiten.

Emily Grüttner ist Schülerin der siebten Jahrgangsstufe an der Auguste-Victoria-Schule, einem Gymnasium in Itzehoe. Seit sie als Einjährige auf einem Dorffest auf einen Pferderücken gesetzt wurde, liebt sie die Vierbeiner. Im Alter von dreieinhalb Jahren begann sie, in einer „Pampers-Gruppe“ auf geführten Pferden zu reiten. „Andere Hobbys habe ich nicht – die Pferde genügen mir“, berichtet Emily, die von ihrer Familie nur Emmi genannt wird.

Im vergangenen Herbst meldete der Reiterhof Schreiber in Krempermoor, Kreis Steinburg, Emily und einige weitere Kinder mit Schulpferden für die Teilnahme am Landesnachwuchsvierkampf an. Dieser gilt als Talentsichtung für die Bundesveranstaltung und wird einmal jährlich vom Pferdesportverband Schleswig-Holstein veranstaltet. Genau wie im Bundesnachwuchsvierkampf sind auf Landesebene ein Reiterwettbewerb und eine Stilspringprüfung der Klasse E zu bewältigen.

„Dressur und Springen fanden auf der Hengststation Maas J. Hell in Klein Offenseth statt. Im Elmshorner Badepark mussten wir 50 Meter schwimmen und im Liether Wald zwei Kilometer laufen“, berichtet Emily Grüttner. Da sie mit der Wertnote 8,0 das beste Ergebnis in der Dressur erhielt, wurde sie für den Bundesnachwuchsvierkampf gesichtet. Ihr vierbeiniger Partner war das Schulpferd Safira. Die Scheckstute ist 13 Jahre alt und hat ein Stockmaß von etwa 140 cm.

Gegenseitiges Vertrauen

Nach einem Jahr startete die Schülerin mit Safira in einer ersten Turnierprüfung. Trotz aller positiver Eigenschaften kann die Stute auch einen richtig sturen Ponykopf haben, wenn sie etwas nicht will, oder auch schüchtern gegenüber Fremden sein.

Emily Grüttners große Leidenschaft ist das Reiten. Foto: privat

Nachdem Emily und Safira für den Bundesnachwuchsvierkampf gesichtet wurden, nahmen sie an mehreren Trainingstagen des Landesverbandes teil: „Zusätzlich habe ich dreimal pro Woche Laufen und Schwimmen trainiert. Eine Sportstudentin, selbst Reiterin, hat mir beim Training geholfen.“

Dann war es so weit: Emily und Safira machten sich mit Unterstützung ihrer Stallgemeinschaft auf den Weg nach Baden-Württemberg. Der Bundesvierkampf und der Nachwuchsvierkampf fanden gleichzeitig im Reitclub Achern bei Offenburg statt. Ein Team besteht immer aus vier Kindern bis maximal 14 Jahre sowie einem Ersatzreiter. Die Reiterinnen im schleswig-holsteinischen Team stammten aus den unterschiedlichsten Kreisen.

In den folgenden drei Tagen wurden die vier Disziplinen ausgetragen. „In dem Wettkampf sind viele tolle Dinge passiert. Es war erst mein viertes Springturnier. Ich war sehr aufgeregt, weil der Platz sehr groß war. Außerdem waren so viele Zuschauer da. Doch Safira war super und wir haben eine tolle Note erhalten“, erzählt Emily. Am Ende erreichte die Mannschaft Platz sechs von 13. „Es war ein tolles Wochenende. Obwohl wir uns im Team nicht gut kannten, haben wir uns nachher alle gut verstanden und auch die Ponys sind Freunde geworden.“

Mehr Anerkennung

Safira ist immer noch ein Schulpferd, wird aber zurzeit von Emilys Familie gemietet. „Deshalb läuft sie nur noch in Ausnahmefällen im regulären Schulbetrieb mit“, erzählt Emily und fügt hinzu: „Manche staunen schon, wenn wir mit unseren Schulpferden auf Turnieren starten. Aber ich finde, wenn man ordentlich reitet, kann man auch mit einem Schulpony eine gute Note bekommen.“

Emilys Mutter wünscht sich, dass noch viel mehr Reitbetriebe ihren Schülern die Teilnahme an Turnieren ermöglichen. Auch dann, wenn in der Familie niemand selbst reitet oder kein eigener Pferdeanhänger zur Verfügung steht. Wie das funktionieren kann, erklärt Emily: „Ein paar Tage vor einem Turnier planen wir, welche Prüfungen zeitlich nah beieinanderliegen. Dann überlegen wir gemeinsam, wer mit wem fahren kann, damit die Pferde nicht so lange auf dem Anhänger warten müssen. Alle helfen, sowohl die Schulpferdereiter als auch die Einsteller.“

Immer wieder beobachtet Emilys Mutter, dass die Leistung von Schulpferden nicht genug gewürdigt wird. Für sie sind Schulpferde die stillen Helden des Reitsports: „Sie tragen Tag für Tag junge Reitschüler durch ihre ersten Reitstunden, vermitteln geduldig die Grundlagen des Reitens und zeigen Kindern, was es heißt, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen.“

Silomaisfeldführungen

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Sorteninformationen direkt vom Feld bieten der Praxis eine Entscheidungshilfe zur Sortenwahl. Schon der gewählte Standort für den Silomaisanbau sowie Nutzungsrichtung im Betrieb und gewünschte Eigenschaften beeinflussen die Sortenwahl, die letztlich immer nur ein Kompromiss sein kann. Eine Sorte nur mit Höchstleistungen in allen Merkmalen ist nicht zu finden.

Das regional durchgeführte Sortenprüfsystem der Landessortenversuche erhebt von unterschiedlichen Umwelten und Standorten viele Sortenleistungen, zum Beispiel Standfestigkeit, Kältetoleranz, Trockenheitsverträglichkeit, Krankheitsresistenz, Reifezeit, Ertrag und Qualität. Sich ändernde Umweltbedingungen führen in kritischen Entwicklungsphasen zu neuen Herausforderungen der Pflanzenentwicklung, die Ertrag und Qualität beeinflussen können. Auch züchterische Leistungen für bestimmte Anbaubedingungen und Verwendungszwecke werden in den Landessortenversuchen erfasst, unterschiedliche Wuchs- und Abreifeverhalten von Maissorten im Vergleich zu früheren Jahren wie „stay green“ und „dry down“. Bei nicht an den Standort angepasster Sortenwahl haben Maispflanzen erschwerte Wachstumsbedingungen, qualitative und quantitative Nachteile sind nicht ausgeschlossen.

In mehreren Regionen der Geest von Schleswig-Holstein bietet die Landwirtschaftskammer im September wieder Sortenfeldführungen zu Silomais an. Oft sind zu diesen Terminen bereits Anpassungen der Silomaissorten an vorherrschende Witterungsbedingungen auf dem jeweiligen Standort auszumachen. Sowohl Witterungsstress als auch Grenzen der getroffenen Pflanzenbau- und Pflanzenschutzmaßnahmen in der Fläche können beobachtet werden. Am jeweiligen Standort werden angepasste, mehrjährig geprüfte Sorten aus den Landessortenversuchen vorgestellt. Weitere Themen wie Pflanzenschutz, Erntemanagement und Flugsaat sind angedacht. Ein einheitliches Programm über alle Standorte gibt es nicht, da die Versuchsanlagen auf den einzelnen Standorten unterschiedlich sind.

Silomaisfeldführungen bieten immer eine gute Gelegenheit, mit Landwirten, Beratern, Handel, Züchtern und Interessierten ins Gespräch zu kommen. Eine Silomaisfeldführung zu besuchen, lohnt sich immer.

Nach den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung des Statistikamtes Nord für Hamburg und Schleswig-Holstein werden in Schleswig-Holstein auf rund 652.000 ha Ackerfrüchte angebaut. Die Anbaufläche hat im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt abgenommen. Der Silomais behauptet mit 155.900 ha Anbaufläche seine Position als dominierende, flächenstärkste Ackerkultur in Schleswig-Holstein trotz zweiprozentigen Flächenrückgangs im Vergleich zum Vorjahr. In diesem Jahr hat sich der Anbau von Silomais in Mischkultur um 12 % auf 31.200 ha reduziert.

Landesfohlenchampionat in Elmshorn

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Die Besten des Jahrgangs traten in Elmshorn zum Landesfohlenchampionat an. Zur Championesse bei den Stutfohlen avancierte eine Tochter des Duplexx aus einer Carpaccio-Mutter aus der Zucht von Sonja Franzenburg-Much. „Ein hervorragendes Fohlen, das sich locker durch den Körper bewegt“, lautete der Kommentar von Dr. Evelin Schlotmann. Die Oldenburger Körkommissarin richtete gemeinsam mit dem Springreiter Toni Hassmann sowie dem Holsteiner Zuchtleiter Stephan Haarhoff den Jahrgang.

Den Sieg bei den Hengstfohlen trug ein Sohn von Dinken-Chin Champ davon. Da lohnte sich für Züchter Torsten Petith die Anreise aus Hessen. „Ein Fohlen, das keine Wünsche übrig lässt: ausgestattet mit ganz viel Kraft und nahe an der Perfektion“, schwärmte Hassmann.

Als dressurbetonte Siegerin verließ eine Tochter des Raven-Catoo aus der Zucht von Malte Kuhnert den Herbert-Blöcker-Platz. „Eine Stute mit herrlicher Front, passendem Geschlechtsausdruck, viel Grundschwung und toller Mechanik“, lobte Haarhoff. pm

Schneckensichere Stauden für Sonne und Schatten

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Es ist unübersehbar: Die Schneckenpopulation hat sich von den trockenen Jahren erholt. Wer nun nicht weiter seine Zeit mit Einsammeln oder diversen Schutzmaßnahmen verbringen möchte, kann sich pünktlich zur herbstlichen Pflanzzeit Stauden in den Garten holen, die von Schnecken verschont bleiben. Attraktive Arten für sonnige und schattige Bereiche bieten eine Problemlösung der anderen Art.

Schafgarbe ,Walter Funcke‘ lässt sich mit seinem horstartigen Wuchs schön in Beeten kombinieren. Foto: Karin Stern

Ganz oben auf der Liste der schneckensicheren Stauden für sonnige Standorte steht die Schafgarbe (Achillea filipendulina). Sie wächst im Gegensatz zur heimischen Achillea millefolium horstartig. Dies weiß so mancher Gärtner zu schätzen. Großblumige und reich blühende Selektionen wie ‚Coronation Gold‘ und ‚Parker‘ (beide gelb) oder Hybriden wie ‚Terracotta‘ (orangebraun), ‚Walter Funke‘ (orangerot) und ‚Heinrich Vogeler‘ (weiß) lassen in der Zeit von Juni bis September nur wenige Farbwünsche offen. Optimal gedeihen diese Schafgarben auf durchlässigem, gut mit Nährstoffen versorgtem Boden.

Frauenmantel (Alchemilla) ist ein weiterer Klassiker im Staudenbeet, um den Schnecken einen großen Bogen machen. Weit verbreitet ist der Weiche Frauenmantel (Alchemilla mollis), eine robuste und bewährte Art mit großen, samtigen Blättern. Die gelben Blüten öffnen sich in der Zeit von Juni bis Juli und versamen sich reichlich. Der Zierliche Frauenmantel (Alchemilla epi­psila) wächst kompakter, bleibt mit 20 bis 30 cm Höhe niedriger und breitet sich nicht aus.

Beim Neukauf von Frauenmantel sollte man auf den Ausbreitungsdrang der jeweiligen Art achten. Foto: Karin Stern

Für den auslaufenden Beetrand eignet sich Blutstorchschnabel ‚Elsbeth‘ (Geranium sanguineum), eine starkwüchsige und lang blühende Auslese. Von Juni bis August öffnen sich die Blüten in dunklem Purpurrosa. Als Zugabe färbt sich an sehr sonnigen Standorten das Laub im Herbst intensiv rot.

Blut-Storchschnabel wird von Schnecken gemieden. Foto: Karin Stern

Die leuchtend gelben Blütenstände der Steppenwolfsmilch (Euphorbia seguieriana ssp niciciana) zeigen sich sehr dauerhaft von Juni bis Oktober. Dieses viel zu selten gepflanzte Juwel liebt einen durchlässigen, gern auch kiesigen Boden. Die 40 bis 60 cm hohe Staude braucht genügend Zeit und Raum zur Entwicklung. Einmal etabliert, ist die Steppenwolfsmilch überaus robust und langlebig. Auch die unkomplizierte Goldrute ‚Strahlenkrone‘ (Solidago-Hybride) bietet mit gelben Blütenrispen von Juli bis August eine eindrucksvolle Erscheinung. Sie breitet sich im Gegensatz zu den Wildarten nicht großartig aus und kann daher unbesorgt gepflanzt werden.

Auch für die schattigen Bereiche des Gartens stehen einige schneckensichere Stauden zur Auswahl. Als Begleiter bieten sich Gräser wie die Schattensegge (Carex umbrosa) oder die Gelbbunte Segge ‚Variegata‘ (Carex morrowii) an. Letztere wirkt mit ihren 40 cm langen, dunkelgrünen Blättern mit hellem Längsstreifen sehr elegant. Die Schattensegge, ein heimisches Waldgras für eher kalkarme, humusreiche und lehmhaltige Böden, ist ein echtes Schmuckstück für jeden absonnigen Bereich. Der immergrüne, dichte und nur 10 bis 20 cm hohe Horst sieht das ganze Jahr über perfekt aus. Generell bleiben Gräser und Farne von Schnecken verschont.

Die Steppenwolfsmilch ist vor Schnecken sicher. Foto: Karin Stern
Goldrute ,Strahlenkrone‘ gefällt mit goldgelber Blüte. Foto: Karin Stern
An Seggen beißen sich Nacktschnecken die Zähne aus. Foto: Karin Stern


Bergenie ,Herbstblüte‘ trägt ihren Namen wegen der zuverlässigen, zweiten Blüte im September. Foto: Karin Stern

Für Blüten im schattigen Bereich sorgt Bergenie ‚Herbstblüte‘ (Bergenia-Hybride) gleich zweimal im Jahr. Die Hauptblüte zeigt sich im April/Mai, eine ansehnliche, zuverlässige Nachblüte erscheint im Herbst. Die Blätter behalten auch im Winter Festigkeit und grüne Farbe. Etwas unbekannter ist das Goldtröpfchen ‚Variegatum‘ (Chiastophyllum oppositifolium). Das kriechende, wintergrüne Dickblattgewächs bildet fleischige Rosetten, aus denen sich etwa 20 cm hohe, überhängende Blütentrauben erheben. Von Juni bis Juli bieten die gelben Blüten einen überaus aparten Anblick.

Die Prachtspiere ‚Glut‘ (Astilbe-arendsii-Hybride) präsentiert von Juli bis August ihre schlanken, feuerroten Blütenrispen. Das dunkle Laub setzt dazu einen schönen Kontrast. Wohl kaum eine andere Staude übertrifft die Leuchtkraft und Farbintensität dieser Prachtspiere an Schattenplätzen. Tipp: Auf ausreichend feuchtem und nährstoffreichem Boden kommt ‚Glut‘ auch in sonnigeren Bereichen zurecht. Wer noch eine hübsche herbstblühende Staude sucht, pflanzt die Lilientraube (Liriope muscari). Insbesondere bei den Sorten ‚Big Blue‘ und ‚Royal Purple‘ stehen die dekorativen, dunkelvioletten Blütentrauben attraktiv über dem grasartigen, wintergrünen Blattschopf. ‚Monroe White‘ schmückt sich mit reinweißen Blütenständen. 

Prachtspiere ,Glut‘ bildet unglaublich farbstarke Blütenrispen aus. Foto: Karin Stern
Astilben eignen sich auch prima für die flächige Verwendung. Foto: Karin Stern
Die standfesten Raublatt-Astern scheinen Schnecken im Gegensatz zu anderen Astern-Arten nicht zu schmecken. Foto: Karin Stern
Selbst kleine Nacktschnecken zeigen einen unglaublichen Appetit. Foto: Karin Stern


Weitere schneckensichere Stauden (Auswahl):
sonniger Standort:

Stachelnüsschen (Acaena)
Schmucklilie (Agapanthus)
Duftnessel (Agastache)
Zierlauch (Allium)
Felsen-Steinkraut (Alyssum)
Perlkörbchen (Anaphalis)
Kerzen-Knöterich (Bistorta amplexicaulis)
Spornblume (Centranthus)
Montbretie (Crocosmia)
Kugeldistel (Echinops)
Kleiner Mannstreu (Eryngium)
Taglilie (Hemerocallis)
Lavendel (Lavandula)
Prachtscharte (Liatris)
Blauer Strandflieder (Limonium)
Indianernessel (Monarda)

halbschattiger Standort:

Balkan-Anemone (Anemone blanda)
Buschwindröschen (Anemone nemorosa)
Herbst-Anemone (Anemone tomentosa)
Geißbart (Aruncus)
Sterndolde (Astrantia)
Oktober-Silberkerze (Cimicifuga)
Maiglöckchen (Convallaria)
Elfenblume (Epimedium)
Purpurglöckchen (Heuchera)
Lilientraube (Liriope)
Entenschnabel-Felberich (Lysimachia)

Auszahlungspreise unverändert

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Die Auszahlungsgrundpreise der schleswig-holsteinischen Meiereien sind nahezu unverändert geblieben. Lediglich eine Meierei hat ihren Grundpreis nach oben hin leicht angepasst. Keine Meierei zahlt weniger als im Vormonat aus.

Der Durchschnittspreis hat sich dadurch lediglich in der dritten Nachkommastelle verändert. Er liegt also weiterhin bei 51,51 ct/ kg. Die Spanne liegt zwischen 46,98 und 54,00 ct/kg. Sie ist nahezu unverändert zum Vormonat geblieben. Bundesweit gesehen hat sich auch nicht viel verändert. In Süddeutschland hat sich die Spanne leicht vergrößert, indem der unterste Auszahlungspreis etwas nach unten korrigiert wurde. Sie liegt dort jetzt zwischen 49,16 und 54,46 ct/kg. In Ostdeutschland liegt das Auszahlungsniveau relativ dicht beieinander, hat sich im Vergleich zum Vormonat aber etwas erhöht. Hier liegt die Spanne der Auszahlungsgrundpreise nun zwischen 50 und 52,69 ct/kg. Bei den westdeutschen Meiereien ist die Spanne im Vergleich zum Vormonat exakt gleich geblieben. Die angelieferte Milchmenge liegt nach wie vor über der Vorjahreslinie, geht aber weiter zurück. Man muss allerdings dazu anmerken, dass die Milchanlieferung im vorigen Jahr um diese Zeit bereits massiv unter den Folgen der Blauzungenkrankheit litt. Aktuell wird die Milchanlieferung durch die hohen Temperaturen etwas ausgebremst.

Milchpulver mit Positivtendenz

Die einzelnen Märkte im Milchsektor verhalten sich saisonbedingt noch recht ruhig. Im Milchpulverbereich ist allerdings etwas Bewegung spürbar, die ersten Einkäufer scheinen aus dem Sommerurlaub zurück zu sein. Die Nachfrage konzentriert sich hier schwerpunktmäßig auf das vierte Quartal. Auch im Drittlandsexport ist etwas Bewegung zu verzeichnen. Obwohl der starke Euro aktuell die Exportsituation für EU-Ware erschwert, besteht Interesse besonders aus dem nordafrikanischen Raum. Leichte Preiserhöhungen für Magermilchpulver sowohl in Lebensmittel- als auch in Futtermittelqualität sind die Folge. Im Butterbereich haben sich die Preissenkungen im Lebensmitteleinzelhandel negativ auf die Notierungen für abgepackte Butter ausgewirkt. Trotzdem ist weiterhin von einer guten Nachfrage die Rede. Dies gilt auch für Blockbutter, hier ist die Notierung stabil geblieben. Spannend bleibt, wie sich hier die Notierungen in Richtung Herbst weiter verhalten werden. Der Käsemarkt zeigt sich nach wie vor sehr ausgeglichen, auch wenn die Lagerbestände etwas angestiegen sind. Große Mengen gehen nach wie vor in die Urlaubsregionen im In- und Ausland. Im Drittlandsgeschäft macht sich etwas Unsicherheit breit. Dies liegt unter anderem an den Währungsschwankungen, aber auch an der sich ständig verändernden Zollsituation.

Milchpreise EU-weit stabil

Auch EU-weit zeigen sich die Milchpreise im ersten Halbjahr dieses Jahres sehr stabil. Der Durchschnitt bewegte sich hier in den vergangenen Monaten immer um die 53 ct/kg. Das Preisniveau des Vorjahres wurde somit in allen Monaten übertroffen. Da sich der gesamtdeutsche Durchschnitt bei 53,31 ct/ kg befindet, liegt Deutschland somit knapp über dem Durchschnitt. Ebenfalls überdurchschnittlich sind die Auszahlungspreise beispielweise in den Niederlanden, Italien und Österreich. Deutlich verfehlt wurde der europäische Durchschnitt in Ländern wie Portugal, Spanien, Frankreich und Rumänien. Im Vergleich zum Vorjahr gab es in Schweden und Litauen deutliche Preissteigerungen, während Rumänien weit unter dem Vorjahresniveau liegt. Eine großartige Ausweitung der europäischen Milchmenge wird aktuell nicht gesehen, da die Milchkuhbestände fast überall rückläufig sind und neue Krankheitsgeschehnisse, wie aktuell die blauzungenähnliche Lumpy Skin Disease (LSD) in Frankreich, immer wieder für Einbrüche in der Milchmenge sorgen. Somit kann man für die zukünftigen Monate mit einem relativ stabilen Milchpreis rechnen.

Weniger Stickstoffausträge durch Gülleansäuerung

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Die Gülleansäuerung bietet eine Möglichkeit, Stickstoffverluste während der Ausbringung zu minimieren, und ist somit ein nützliches Verfahren zur Vermeidung von Nährstoffeinträgen in empfindliche Ökosysteme, zum Beispiel in die Ostsee. Durch die verringerten gasförmigen Stickstoffverluste steht mehr Stickstoff für die Pflanzenernährung zur Verfügung beziehungsweise im Umkehrschluss werden weniger Ammoniakemmissionen in die Umwelt emittiert. So kann die Gülle­ansäuerung als Schnittstelle zwischen effizienter Landwirtschaft und aktivem Gewässerschutz fungieren. Im Folgenden werden die Funktionsweise der Gülleansäuerung während der Ausbringung in wachsende Bestände sowie das Potenzial der Technik, aber auch damit verbundene Grenzen näher dargestellt.

Durch das Ausbringen von Gülle als Dünger werden vor allem Stickstoff (N) und Phosphor (P) auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ausgebracht. Wenn diese Nährstoffe nicht effizient für das Pflanzenwachstum genutzt werden können, gelangen sie in die Umwelt, Das kann ökologische, aber auch ökonomische Folgen haben. Gerade im Hinblick auf N-Verluste kann die Ansäuerung von Gülle und Gärresten Abhilfe schaffen. Im Vergleich zwischen einzelnen Ausbringtechniken hat eine Gülleansäuerung bei der Ausbringung mit Schleppschläuchen ähnliches Reduktionspotenzial wie eine Ausbringung mit anschließender direkter Einarbeitung oder Injektion in den Boden.

Die Gülleansäuerung kann ein hilfreiches Werkzeug zur Vermeidung von Nährstoffeinträgen in die Ostsee sein.

Funktionsweise der Gülleansäuerung

In der Gülle herrscht ein Dissoziationsgleichgewicht zwischen Ammoniak (NH3) und Ammonium (NH4+), das von Temperatur und pH-Wert abhängig ist. Wenn Ammoniak in die Atmosphäre entweicht, wird Ammonium zu Ammoniak umgewandelt, um das Gleichgewicht wiederherzustellen (Abbildung 2 „Säurewaage“). Der auf diese Weise entwichene Stickstoff ist nicht mehr für die Pflanzen verfügbar und gelangt durch Deposition unter anderem auch in natürliche Ökosysteme wie Wälder oder eben Gewässer wie die Ostsee. Durch eine Zugabe von Schwefelsäure (H2SO4) zur Gülle kann der pH-Wert abgesenkt werden. Dies hat zur Folge, dass sich das Gleichgewicht zwischen Ammoniak und Ammonium verschiebt zugunsten des Ammoniums. Das bedeutet, dass weniger gasförmiger Stickstoff als Ammoniak in die Atmosphäre verloren geht und mehr Ammonium für die Pflanzenernährung zur Verfügung steht. Durch die pflanzenverfügbare Form des Stickstoffs (Ammonium) kann der Nährstoff direkt von den Pflanzen genutzt werden, zudem wird die Nitrifikation gehemmt. Die Gefahr der Auswaschung von Nitrat sinkt somit. Durch eine Ansäuerung des Wirtschaftsdüngers wird der in der Gülle enthaltene Stickstoff also effizient für das Pflanzenwachstum genutzt, indem Verlustpfade reduziert werden.

Durch die Gülleansäuerung kann also mehr Stickstoff im System gehalten werden im Vergleich zur Ausbringung ohne Ansäuerung, da die gasförmigen Verluste in Form von Ammoniak auf ein Minimum begrenzt werden. Die N-Effizienz wird gesteigert und die Düngewirkung der Gülle erhöht sich durch den erhöhten Ammoniumanteil, sodass ein Aufdüngen mit zusätzlichem Mineraldünger, zum Beispiel KAS, reduziert werden kann. Zusätzlich positiv hervorzuheben ist, dass der Stickstoff in Form von Ammonium bereitgestellt wird, das direkt pflanzenverfügbar ist. Ein Verlust durch Auswaschung, der insbesondere beim wasserlöslichen Nitrat gegeben ist, kann eingedämmt werden.
Des Weiteren entsteht durch die Zugabe von Schwefelsäure Ammoniumsulfat, was bedeutet, dass auch zusätzlicher Schwefel für die Pflanzenernährung bereitsteht. So können pro Liter Schwefelsäure 0,6 kg Sulfat angerechnet werden. Eine zusätzliche Überfahrt mit beispielsweise SSA oder Kieserit können somit entfallen.

Wie läuft die Anwendung in der Praxis?

Prinzipiell ist es möglich, flüssige Wirtschaftsdünger im Stall, Lager und während der Ausbringung anzusäuern. Dieser Artikel befasst sich mit der Ansäuerung während der Ausbringung, da dies die gängigste Methode ist. Abbildung 3 zeigt den Aufbau des SyreN-Systems, das für die Gülleansäuerung während der Ausbringung in wachsende Bestände genutzt wird.

Das Kernstück des Systems bildet die Fronteinheit, die einen doppelwandigen IBC-Tank mit Schwefelsäure sowie einen Tank für die zusätzliche Zudosierung von Additiven (zum Beispiel Nitrifikationshemmer) und einen Wassertank zum Spülen des Systems oder für Notfälle beinhaltet. Ergänzend hierzu befindet sich die vorgeschriebene Schutzausrüstung in der Fronteinheit (ADR-Kit). Da es sich um 96%ige Schwefelsäure handelt, die hinzudosiert wird, ist ein ADR-Schein (Gefahrgutschein) für die Teilnahme am Straßenverkehr erforderlich. Um mehr Sicherheit beim Einbiegen auf die Straße zu geben, sind Kameras an der Fronteinheit installiert.

Die Schwefelsäure wird durch eine hydraulische Pumpe über säurebeständige Leitungen bis hin zur Mischeinheit transportiert. Dort erfolgt die Zugabe der Säure zum Güllestrom. Bei der chemischen Reaktion kommt es zur Schaumbildung, wodurch das Volumen der Gülle sich vergrößert. Dies kann vor allem bei großen Gestängebreiten zu einer verbesserten Querverteilung der Gülle führen. Nach der Zudosierung der Säure misst ein pH-Meter den pH-Wert des Güllestroms. Es ist möglich, kontinuierlich eine feste Säuremenge hinzuzudosieren (pH-Wert schwankt) oder einen festen Ziel-pH-Wert einzugeben, der durch Variation der Säuremenge erreicht wird. Wichtig hierbei ist zu beachten, dass die zugefügte Schwefelmenge den Bedarf der gedüngten Kultur nicht überschreitet. Erfahrungsgemäß schwanken die eingesetzten Säuremengen je nach Art und Zusammensetzung der Gülle zum Teil stark, grundsätzlich eignen sich aber sowohl Rinder- und Schweinegülle als auch Gärrest für die Ansäuerung.

Bei einem anzustrebenden Ziel-pH-Wert von 6,4 empfiehlt sich für Rinder- und Schweinegülle, eine maximale Menge von 3 l Schwefelsäure pro 1 m3 Gülle hinzuzugeben. Da Gärreste häufig eine höhere Pufferkapazität haben als andere Wirtschaftsdünger, kann hier die Säuremenge auf bis zu 5 l/ m3 erhöht werden. Die ersten Liter Säure haben immer den größten Nutzen, daher sind höhere Säuremengen sowohl aus ökonomischen als auch aus ökologischen Gründen (Schwefeleintrag) nicht empfehlenswert.

Worum geht es im Projekt „Säure+“?

Im Rahmen der Ackerbaustrategie 2035 befasst sich das Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) „Säure+“ mit der Gülleansäuerung während der Ausbringung in wachsende Bestände auf Praxisbetrieben. Das Projekt wird sowohl in Schleswig-Holstein als auch in sieben weiteren Bundesländern durchgeführt. Ziel des seit 2022 laufenden MuD ist es, die Gülleansäuerung während der Ausbringung in wachsende Bestände auf Praxisbetrieben mit Einsatz von Großtechnik zu erproben. Außerdem soll die Wirkung der Gülleansäuerung auf die Minderung von Ammoniakemissionen erprobt werden.

In Schleswig-Holstein gibt es zurzeit sieben Standorte, an denen in den Kulturen Winterweizen und Grünland On-Farm-Versuche im Rahmen des Projektes angelegt wurden. So sollen das Potenzial der Technik unter Praxisbedingungen geprüft werden und gegebenenfalls vorhandene Vorbehalte gegenüber der Technik abgebaut werden. An Feldtagen können Interessierte sich so beispielsweise die Technik näher anschauen, in den Austausch mit Anwendenden kommen und den Effekt der Ammoniak-Emissionsminderung durch Ad-hoc-Gasmessungen live miterleben.

Bisherige Ergebnisse des Projektes bestätigen das Potenzial der Emissionsminderung durch die Gülleansäuerung: So konnten in den ersten beiden Versuchsjahren die Ammoniakemissionen durch eine Ansäuerung auf pH 6,4 um 40 bis 75 % gegenüber nicht angesäuerter Gülle gesenkt werden (bundesländerübergreifend). Zudem waren positive Ertragseffekte in den Ackerkulturen, aber vor allem auf Grünland erkennbar. Besonders zu späteren Schnittzeitpunkten im Grünland (warme, sonnige Witterung) waren positive Ertragseffekte durch die Ansäuerung im Vergleich zu nicht angesäuerter Gülle zu erkennen. Im weiteren Verlauf des Projektes sollen auch der Einfluss einer reduzierten mineralischen Düngung in Kombination mit der Güllansäuerung erprobt werden sowie eine Bewertung der Technik aus ökonomischer Sicht erfolgen. Weiter Informationen hierzu sind unter www.­saeureplus.de zu finden. Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Förderkennzeichen 2821ABS420.

Fazit

Im Hinblick auf die Reduktion von Ammoniakemissionen kann die Gülleansäuerung einen hilfreichen Baustein darstellen, um Stickstoffeinträge in natürliche Ökosysteme wie die Ostsee zu mindern. Bisher zeigten die Messungen eine Reduktion der Ammoniakemissionen durch eine Ansäuerung der Gülle auf pH 6,4 um 40 bis 75 % im Gegensatz zur nicht angesäuerten Gülle. Durch das Anwenden der Technik ist mit einer erhöhten N-Effizienz der Gülle zu rechnen, daher kann Mineraldünger eingespart werden. Demgegenüber stehen die Mehrkosten der Anwendung der Gülleansäuerung, die zu tragen sind, und auch der zusätzliche Aufwand durch erhöhte Sicherheitsauflagen (ADR).

Futter und Fütterung präzise eingestellt

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Der Arbeitskreis Futter und Fütterung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) stellt die grundlegend überarbeiteten DLG-Futterwerttabellen Wiederkäuer zur Verfügung, konzipiert für die praktische Anwendung.

Detaillierte Angaben zum Futterwert der Futtermittel bilden die Grundlage für eine aussagekräftige Futteroptimierung und Rationsberechnung. Die kürzlich veröffentlichten Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von Milchkühen der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE 2023) machen eine Neubewertung einzelner Futterkomponenten hinsichtlich ihres Futterwertes erforderlich. Die federführend durch den DLG-Arbeitskreis Futter und Fütterung grundlegend überarbeiteten DLG-Futterwerttabellen Wiederkäuer erfüllen diese Anforderungen und stehen nun für die praktische Anwendung zur Verfügung. Ein kostenfreier Download ist über die Internetseite der DLG möglich.

Verschiedene Formate sollen dem Anwendenden eine bessere Übersicht sowie die Möglichkeit bieten, den Datenimport in Herdenmanagement- oder Rationsberechnungsprogramme zu erleichtern. Nachfolgend wird ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen gegeben.

Einstufung der umsetzbaren Energie

Wesentliche Neuerungen in den Tabellen betreffen insbesondere die Angaben zur umsetzbaren Energie (ME), die nach dem dreistufigen Verfahren aus der Bruttoenergie (GE) über die Verdaulichkeit der organischen Masse (OMD) unter Berücksichtigung der mit Methan und Harn ausgeschiedenen Energiemengen ermittelt wird. Die ME-Konzentration der Futtermittel ändert sich dadurch insgesamt zwar nicht wesentlich, variiert allerdings mehr bei unterschiedlichen Futterqualitäten, sodass sich diese jetzt präziser einstufen lassen.

Dünndarmverdauliche Proteinversorgung

Des Weiteren wird die Proteinversorgung nun über das dünndarmverdauliche Protein (sidP) beziehungsweise die dünndarmverdaulichen Aminosäuren (sid­AA) ausgedrückt, die sich aus der Menge an mikrobiellem Rohprotein (MCP) und dem im Pansen nicht abgebauten Anteil des Futter-Rohproteins (UDP) ergeben. Da Milchkühe einen konkreten Bedarf an Aminosäuren haben, enthalten die Tabellen nun auch Angaben zu dünndarmverdaulichem Lysin (sidLys) und Methionin (sidMet).

Berücksichtigung des Futteraufnahmeniveaus

Darüber hinaus findet der dynamische Einfluss eines steigenden Futteraufnahmeniveaus (FAN) auf eine höhere Passagegeschwindigkeit, eine damit sinkende Verweilzeit des Futters in den Vormägen und folglich eine abnehmende Verdaulichkeit der organischen Masse (OM) als auch des Proteinabbaus Berücksichtigung. Das FAN ist ein relativer Wert, der die reale Futteraufnahme gegenüber jener bei ausschließlicher Erhaltungsfütterung ausdrückt. In den DLG-Futterwerttabellen Wiederkäuer beziehen sich alle Angaben auf das Futteraufnahmeniveau, das in etwa dem Erhaltungsbedarf entspricht (FAN1). Die dynamische Berücksichtigung eines höheren Futteraufnahmeniveaus (FANi) erfolgt später in der Rationsberechnung.

Dynamischer Abbau des Futter-Rohproteins

Von dem ­Futteraufnahmeniveau betroffen ist insbesondere der komplexe und dynamische Abbau des Futter-Rohproteins (CP) in den Vormägen. Das CP lässt sich in eine rasch abbaubare (lösliche) Fraktion (a) und eine potenziell abbaubare Fraktion (b) einteilen, die mit einer bestimmten Geschwindigkeit beziehungsweise Abbaurate (c) verstoffwechselt werden. Bei bestimmten Futtermitteln beginnt der CP-Abbau dazu mit einer zeitlichen Verzögerung (lag). Die Abbaueigenschaften sind bei den verschiedenen Futterproteinen unterschiedlich ausgeprägt: Insbesondere die Parameter c und lag bestimmen die Zeitabhängigkeit und verdeutlichen das Zusammenspiel zwischen realisiertem Proteinabbau und FAN. Die Tabellen enthalten diese Angaben zur zielorientierten Nutzung in der Rationsberechnung.

Zum DLG-Arbeitskreis Futter und Fütterung

Der DLG-Arbeitskreis Futter und Fütterung ist die Arbeitsplattform zur Entwicklung von allgemein gültigen Fütterungsempfehlungen in Deutschland. Dies erfolgt in starkem fachlichem Austausch aller Beteiligten aus Wissenschaft, Beratung, Analytik und Wirtschaft. Zur Bearbeitung aktueller Themen werden themenbezogen weitere sachverständige Institutionen und Personen einbezogen.

Fazit

Die vorliegenden Tabellen liefern aktuelle, detaillierte Angaben zum Futterwert für die gebräuchlichsten Futtermittel. Es besteht zwar kein Anspruch auf Vollständigkeit der dargestellten Futterqualitäten; jedoch sind die DLG-Futterwerttabellen Wiederkäuer als eine vorläufig zufriedenstellende Datenquelle für einen adäquaten Start der Umsetzung von Empfehlungen der GfE (2023) anzusehen. Auf der strukturellen Grundlage dieser Tabelle erfolgen die qualitative und quantitative Weiterentwicklung beziehungsweise Erweiterung der Datensätze. Über den Neuaufbau einer umfangreichen DLG-Datenbank Futtermittel für den mitteleuropäischen Bereich mit Online-Zugriffsmöglichkeiten wird dies zusätzlich unterstützt.