Die Auszahlungsgrundpreise der schleswig-holsteinischen Meiereien sind nahezu unverändert geblieben. Lediglich eine Meierei hat ihren Grundpreis nach oben hin leicht angepasst. Zwei Meiereien zahlen weniger als im Vormonat aus.
Der Durchschnittspreis hat sich dadurch um 0,07 ct/kg nach unten verändert. Er liegt nun bei 51,51 ct/kg. Die Spanne liegt zwischen 46,90 und 54,00 ct/kg. Diese ist unverändert zum Vormonat geblieben. Bundesweit gesehen hat sich auch nicht viel verändert. In Süddeutschland hat sich die Spanne leicht verkleinert, indem der unterste Auszahlungspreis etwas nach oben korrigiert wurde. Sie liegt dort jetzt zwischen 49,46 und 54,46 ct/kg. In Ostdeutschland liegen die Meiereien fast auf identischem Niveau. Hier liegt die kaum vorhandene Spanne der Auszahlungsgrundpreise zwischen 50 und 50,20 ct/kg und somit auch exakt auf dem Vormonatsniveau. Ebenso in Westdeutschland: Hier kann nun eine Spanne von 46,81 bis 52,59 ct/ kg verzeichnet werden, das ist minimal höher als im Vormonat. Die angelieferte Milchmenge hat in der letzten Woche etwas stagniert, ist also nicht weiter abgesunken. Die Inhaltsstoffe sind aufgrund der hohen Temperaturen deutlich zurückgegangen.
Milchmarkt saisonbedingt ruhig
Auf den einzelnen Märkten im Milchsektor gibt es aktuell wenig Neues zu berichten. Der Käsemarkt präsentiert sich weiterhin auf einem unveränderten Preisniveau. Dabei stehen sich Angebot und Nachfrage ausgeglichen gegenüber. Die Lagerbestände sind nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau. Allerdings kommt es hier aktuell zu deutlichen Nachfrageverschiebungen. So geht im Binnenland die Nachfrage, bedingt durch die Feriensaison, deutlich zurück, während in den Küsten- und Urlaubsregionen eine verstärkte Nachfrage beobachtet wird. Im Fettbereich gibt es leichten Preisdruck, der aber eher aus dem Sahnebereich kommt. Inwieweit sich das auch auf die Blockbutternotierungen auswirken wird, bleibt abzuwarten. Abgepackte Ware wird weiterhin gut vom Lebensmitteleinzelhandel abgerufen. Auf den Pulvermärkten gehen die Notierungen leicht zurück, dies ist allerdings nicht unüblich für die laufende Urlaubs- und Feriensaison. In den letzten Wochen haben die Preise für Kakao etwas nachgegeben. Es ist zu hoffen, dass sich dies belebend auf die Nachfrage nach Vollmilchpulver aus der Süßwarenindustrie auswirken wird. Hier kam es durch die hohen Kakaopreise in der letzten Zeit zu starker Kaufzurückhaltung. Bei Magermilchpulver erschwert der schwache Dollar weiterhin die Exporte. Hier kommt oftmals Ware aus Nordamerika zum Zuge.
Milchkuhbestand erneut rückläufig
Den neuesten Viehzählungen vom Mai dieses Jahres zufolge ist der Bestand an Milchkühen erneut rückläufig. Zum Stichtag am 3. Mai 2025 wurden in Deutschland 3,58 Millionen Milchkühe gezählt. Damit hat sich der Bestand innerhalb eines Jahres um weitere knapp 90.000 Tiere oder 2,5 % reduziert. Der Rückgang hat sich im Vergleich zu den Vorjahreswerten somit zwar verlangsamt, fiel jedoch höher aus als im Schnitt der letzten fünf Jahre – ein deutliches Argument für stabile Milchpreise. Auf die nächsten Monate gesehen ist zwar mit einer relativ stabilen Milchpreisentwicklung zu rechnen, ein Anstieg ist aber sehr unwahrscheinlich. Dazu gibt es auch saisonbedingt zu viele leicht negative Preisentwicklungen. Neben den oben angesprochenen zeigt auch der Spotmilchpreis wieder deutlich südwärts. Der in die Zukunft gerichtete ife-Börsenmilchwert liegt für die nächsten Monate wieder ausnahmslos unter der 50-ct-Marke. Es bleibt jetzt also abzuwarten, wie sich die Milchanlieferung in den kommenden Wochen entwickelt. Dies könnte der entscheidende Einflusspunkt auf die Kaufentscheidungen oder die Zurückhaltung der Einkäufer und somit auf die Milchpreisentwicklung sein.




