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Dorfkümmerer als neue Form der Daseinsvorsorge

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Seit Juni 2025 ist Anne Jessen bei der Akademie für die ländlichen Räume (ALR) als Ansprechpartnerin für die Koordinierungsstelle Dorfkümmerer Schleswig-Holstein zuständig. Im Interview mit dem Bauernblatt erklärt sie, was es mit dem Netzwerk auf sich hat, was ihre Aufgaben sind und warum Dorfkümmerinnen und Dorfkümmerer so wichtig sind.

Wie ist seinerzeit das Netzwerk entstanden?

Zunächst muss man sagen, dass die Idee einer Dorfkümmerin oder eines Dorfkümmerers keine neue ist, sondern eher eine jahrhundertealte. Historisch gesehen gab es hierzulande die sogenannten Gemeindeschwestern, die sich in ihren Dörfern um die Bürgerinnen und Bürger gekümmert haben. Die heutigen Dorfkümmerer und Dorfkümmerinnen sind eine moderne Form davon, die aufgrund aktueller gesellschaftlicher und demografischer Entwicklungen wieder an Relevanz gewonnen hat. In den Kommunen fehlt häufig jemand, der sich um Alltagsbelange kümmert, Verbindungen schafft und das gemeinschaftliche Leben stärkt. Das wird vor dem Hintergrund, dass die Menschen immer älter werden, unser Leben immer schnelllebiger, digitaler und individueller, zunehmend ein Problem – insbesondere auf dem Land, wo es häufiger an Infrastruktur und Angeboten mangelt. Vor diesem Hintergrund haben sich Gemeinden und Bürger in Schleswig-Holstein eigeninitiativ auf den Weg gemacht, dieser Entwicklung entgegenzutreten und das Netzwerk Dorfkümmerer etabliert. Das finde ich auch so schön daran – es hat niemand „von oben“ entschieden, dass diese Funktion eingeführt werden soll.

Die Akademie für die ländlichen Räume hat dieses Netzwerk von Anfang an begleitet und eine Koordinierungsstelle für die Dorfkümmerer eingerichtet. Wann war das und was war der Anlass?

2019 ist die Akademie für die ländlichen Räume auf die ersten Dorfkümmerer in Schleswig-Holstein aufmerksam geworden und hatte gleich die Vermutung, dass sich hier ein größerer und längerfristiger gesellschaftlicher Veränderungsprozess widerspiegelt. Als Interessenvertreterin und Projektträgerin für ländliche Räume sah es die ALR als ihre Aufgabe an, diese Entwicklung aufmerksam zu verfolgen und im ersten Schritt herauszufinden, wie man die Kümmerer und ihre Gemeinden unterstützen kann. Bei einem ersten landesweiten Treffen im März 2019 hat die ALR alle bis dahin bekannten Dorfkümmerer zusammengebracht und damit den Grundstein für das Netzwerk gelegt. In den Folgejahren realisierten wir einmal jährlich solche ganztägigen Netzwerktreffen. Wir sind deshalb froh, dass wir im Jahr 2025 als Partnerin der Engagementstrategie Schleswig-Holsteins durch eine Förderung des Sozialministeriums eine landesweite Koordinierungsstelle für das Netzwerk Dorfkümmerinnen, Dorfkümmerer Schleswig-Holstein aufbauen konnten.

Dorfkümmerer-Netzwerk-Koordinatorin bei der ALR, Anne Jessen
Foto: ALR

Wird das Land dieses Netzwerk auch weiterhin fördern?

Die Landesregierung hat deutlich signalisiert, dass ihr die Unterstützung der Dorfkümmerer wie auch die Förderung von ehrenamtlichem Engagement im ländlichen Raum ein besonderes Anliegen sind. Und dies ist kein reines Lippenbekenntnis, denn es spiegelt sich unter anderem auch in den jüngsten Beschlüssen zum Landeshaushalt  2026 wider – in dem sowohl die Ehrenamtsstrategie fortgeschrieben wurde als auch die Koordinierungsstelle der ALR Erwähnung findet. Die Bedeutung der Arbeit der Dorfkümmerer hier im Land wird auch durch eine vom schleswig-holsteinischen Sozialministerium beauftragte Studie zum Thema Einsamkeit unterstrichen. Die im November 2025 veröffentlichte Studie zeigt herausfordernde gesellschaftliche Entwicklungen auf und verweist im Bereich der Handlungsempfehlungen ausdrücklich auf die Dorfkümmerer als einen wertvollen Ansatz im ländlichen Raum, den es zu unterstützen und auszubauen gilt.

Was genau sind Ihre Aufgaben als Koordinatorin und wie sind Sie zu dem Netzwerk gekommen?

Nach Abschluss meines Studiums in Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften bin ich Anfang 2025 zurück in meine Heimatregion nach Kiel gezogen und habe mich nach einem passenden Job umgeschaut. Als ich auf die Stellenausschreibung der ALR für die Koordinierungsstelle des Netzwerks aufmerksam wurde, war ich direkt begeistert. Selbst vom Dorf kommend bin ich auch persönlich sehr interessiert daran, das Leben auf dem Land für alle Generationen attraktiv zu gestalten und zukunftsfähig aufzustellen. Entsprechend habe ich mich sehr gefreut, diese Aufgabe im Juni 2025 übernehmen zu dürfen. Als Koordinierungsstelle fungiere ich zunächst als feste, verbindliche Anlaufstelle für aktive Kümmerer und Kümmerinnen sowie für interessierte Gemeinden. Darüber hinaus ist es meine Aufgabe, die Vernetzung der wichtigen Akteure auf Landes- sowie regionaler Ebene zu stärken, ein Fortbildungsangebot für aktive Kümmerer zu erstellen sowie durch Öffentlichkeitsarbeit das Netzwerk sichtbarer zu machen. Auch betreue ich die von uns 2025 entwickelte Internetseite www.dorfkuemmerer-sh.de

Dort findet man wertvolle Informationen zum Thema und unter anderem auch eine Übersicht aller schleswig-holsteinischen Dorfkümmerinnen und Dorfkümmerer.

Warum sind Dorfkümmerer so wichtig?

Viele Gemeinden wünschen sich wieder eine lebendige Dorfgemeinschaft, stoßen dabei aber an strukturelle Grenzen. Gerade im ländlichen Raum brechen zunehmend Angebote weg – Mobilität, niedrigschwellige Versorgung oder soziale Treffpunkte. Was früher oft informell, familiär oder ehrenamtlich aufgefangen wurde, funktioniert heute immer weniger. Dafür gibt es mehrere Gründe: Der Anteil älterer Menschen steigt deutlich, und dieser Trend wird sich weiter verstärken. Gleichzeitig führen Digitalisierung und gesellschaftlicher Wandel dazu, dass viele, insbesondere ältere Menschen zunehmend abgehängt werden. Auch Familienstrukturen haben sich verändert, Angehörige leben häufig weit entfernt, Pflege und Unterstützung finden nicht mehr selbstverständlich im direkten Umfeld statt. Zwar ziehen auch junge Familien wieder auf das Land, doch durch Pendeln und Doppelbelastungen ist das Dorf oft nicht mehr ihr sozialer Lebensmittelpunkt. Auch das Ehrenamt hat sich gewandelt: Die grundsätzliche Bereitschaft zu helfen ist nach wie vor vorhanden, doch langfristige, verbindliche Funktionen werden seltener übernommen. Engagement ist heute häufig kurzfristig, projektbezogen und weniger koordinierend. Dadurch fehlen zunehmend feste Ansprechpartner, die das Miteinander im Dorf verlässlich gestalten. Die Folge: Dorfgemeinschaften schlafen ein, soziale Treffpunkte verschwinden, Vereinsamung nimmt zu – nicht nur bei älteren Menschen. Genau hier setzen Dorfkümmerer und Dorfkümmerinnen an. Sie schließen eine entstehende Versorgungslücke, indem sie Sorge- und Fürsorgearbeit koordinieren oder selbst übernehmen – Arbeit, die bislang oft unsichtbar war und überwiegend unbezahlt von Frauen geleistet wurde. Als verbindliche Anlaufstelle für Bürger stärken sie soziale Teilhabe, organisieren Unterstützung und bringen Menschen wieder zusammen. Je nach Schwerpunkt gestalten sie das Dorfleben integrativer, sichern alltägliche Versorgung und fördern Gemeinschaft. Damit leisten Dorfkümmerer nicht nur einen wichtigen Beitrag gegen Vereinsamung, sondern stärken auch Vertrauen in kommunale Strukturen und wirken demokratiefördernd. Die wachsende Zahl der Kümmerer und Kümmerinnen zeigt, wie dringend neue Formen der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum gebraucht werden – und zugleich, dass „Sorgearbeit“ dieser Art eine angemessene gesellschaftliche Anerkennung braucht.

Wie viele sind es inzwischen landesweit?

In unserem Netzwerk sind derzeit 57 Dorfkümmerer und -kümmerinnen, aber mit eindeutig steigender Tendenz. Die Liste der interessierten Gemeinden, die auf dem Weg sind, das Konzept auch in ihrem Dorf durchzubringen, wächst jeden Tag. Das ist eine tolle, aber auch herausfordernde Entwicklung!

Wie kann man Dorfkümmerer und somit Mitglied des Netzwerkes werden? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Grundsätzlich können alle Teil des Netzwerks werden, die sich in ihrer Gemeinde als Kümmerer oder Kümmerin engagieren. Der Begriff „Dorfkümmererin“ ist dabei bewusst als Überbegriff gewählt und umfasst sehr unterschiedliche Formen des Engagements – etwa als Bürgerhelferin, Netzwerkerin, Seniorenlotsin oder in vergleichbaren Rollen. Wichtig ist: „Dorfkümmererin“ ist eine Funktion und keine geschützte Berufsbezeichnung. Es gibt keine einheitlichen Qualifikationsanforderungen oder festgelegten Ausbildungswege. Viele Kümmererinnen sind über ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in diese Rolle hineingewachsen und haben bereits zuvor eine zentrale Funktion im Dorfleben übernommen. Gleichzeitig gehen immer mehr Gemeinden dazu über, Dorfkümmerinnen und Dorfkümmerer über offizielle Stellenausschreibungen zu finden und anzustellen. Interessierte Gemeinden oder Gemeinden, die bereits eine Kümmerin oder einen Kümmerer eingestellt haben, können sich einfach bei mir melden. Gern beraten wir auch Gemeinden bei der Etablierung von Dorfkümmerern. Derzeit entwickeln wir zudem eine Handreichung für Interessierte, die wir im Frühjahr veröffentlichen werden.

Interview: Iris Jaeger

Ein echter Gewinn für die Gemeinde

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Sie erledigen Einkäufe, übernehmen Fahrten zu Arztterminen, organisieren Treffen und Veranstaltungen, helfen bei Behördengängen, beim Ausfüllen von Formularen oder Fragen rund um PC und Internet. Sie verwalten das Gemeindehaus, holen Menschen aus der Einsamkeit, sind Bindeglied zwischen Bürgern, Verwaltung, Gemeinderat und Ehrenamt und sorgen auf diese Weise in Dörfern für Zusammenhalt, Gemeinschaft und Austausch. Dorfkümmerinnen und Dorfkümmerer in Schleswig-Holstein sind zu einem unverzichtbaren Bestandteil ländlicher Daseinsvorsorge geworden. In einer neuen Serie stellt das Bauernblatt einige von ihnen und ihre vielfältigen Aufgabenbereiche vor.

Den Anfang dieser Serie macht Dorfkümmerin Kirsten Clausen aus Sarlhusen bei Aukrug, Kreis Steinburg. Wir treffen sie an einem nieseligen, trübkalten Novembernachmittag im Dorfhaus „Ole School“. Immer am letzten Donnerstag im Monat öffnet das Haus für alle Sarlhusener Bürgerinnen und Bürger, es gibt Kaffee und Kuchen, es wird geklönt, man spielt Karten und isst gemeinsam zu Abend.

Besonders für die älteren Einwohner ist es eine willkommene Abwechslung und Gelegenheit, aus den eigenen vier Wänden herauszukommen, andere Dorfbewohner zu treffen und für ein paar Stunden gesellig beieinander zu sein. Aber auch Jüngere nutzen das Angebot und so entsteht ein reger Austausch. Kirsten Clausen sorgt dafür, dass es allen gut geht, sie sich wohlfühlen und versorgt sind: „Das ist eine Leidenschaft von mir, alle Leute zufriedenzustellen“, sagt sie. Eine Leidenschaft, die sie mitgebracht hat und die ihr bei ihrer Funktion als Dorfkümmerin hilft.

Ebenso wie ihre herzliche und fürsorgliche Art, die bei den Sarlhusener gut ankommt. „Sie ist ein echter Gewinn für unsere Gemeinde, sie geht auf die Menschen zu und hat viele Ideen“, lobt Sarlhusens Bürgermeister Ernst Scheel das Engagement der Dorfkümmerin, deren Aufgaben breit gefächert sind.

Neben dem Organisieren der monatlichen Klönschnacks im Dorfhaus ist sie vor allem dann unterstützend zur Stelle, wenn vorübergehende außergewöhnliche Lebenssituationen der Dorfbewohner es verlangen, weil Verwandte, Angehörige oder Freunde kurzfristig nicht zur Verfügung stehen. Dann übernimmt sie Fahrten zu Arztterminen oder anderen medizinischen Einrichtungen, besorgt Medikamente oder entsprechende Rezepte, fährt einkaufen oder tätigt Behördengänge. Dafür nutzt sie das gemeindeeigene Dörpsmobil.

Im Frühjahr 2022 hat die Gemeindevertretung Sarlhusen die Dorfkümmerin etabliert, um „Bürgerinnen und Bürgern in außergewöhnlichen Situationen mit Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit eine Unterstützung zu bieten“, lautet die Erklärung in einem dafür angefertigten Infoflyer. Darüber hinaus ist Kirsten Clausen Anlaufstelle und Impulsgeberin zur Stärkung der Dorfgemeinschaft sowie eine Vermittlerin von Freizeitangeboten.

Eine Aufgabenbeschreibung, die sie mit Leben und Leidenschaft füllt, zum Beispiel wenn sie an einem Tag in der Woche zum Sport treiben oder auch mal zu einer Suppenverkostung ins Dorfhaus einlädt. Bislang wurde noch jede ihrer Ideen von den Dorfbewohnern gut angenommen.

„Dorfkümmerer“ ist eine Funktion und keine Berufsbezeichung und kann je nach Gemeinde ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche umfassen. Der Gemeinde Sarlhusen war es wichtig, mit der Teilzeitbeschäftigung von Dorfkümmerin Kirsten Clausen eine Voraussetzung dafür zu schaffen, dass die Lebensqualität im ländlichen Raum auch im hohen Alter und trotz des demografischen Wandels erhalten bleibt. „Es geht uns darum, es zu gewährleisten, das jeder so lange wie möglich in seinem Zuhause bleiben kann“, erklärt Bürgermeister Ernst Scheel.

Kirsten Clausen hat sich auch schon vor der Dorfkümmerinnenstelle ehrenamtlich unter anderem im Kinderfestverein engagiert, hat bei Festen und Veranstaltungen hinter dem Tresen mit ausgeholfen und gekellnert und hilft auch sonst, wo sie kann. „Wem willst du denn Nein sagen?“, so Clausen.

Nur wenn es um längerfristige Hilfe im Alltag geht, um pflegerische oder medizinische Tätigkeiten, dann vermittelt sie weiter an die Nachbarschaftshilfe oder ans DRK, zu denen sie ebenfalls einen guten Draht hat. Haushaltsnahe Dienstleistungen gehören nicht zu ihren Aufgaben. „Gardinen hänge ich nicht auf“, sagt Clausen, die in allem, was sie macht, von ihrer Familie unterstützt wird. Und auch der Bürgermeister sowie der Gemeinderat stehen hinter ihr und ermöglichen es ihr auf diese Weise, sich mit viel Spaß und Liebe ihren Aufgaben zu widmen.

Biodiversitätsmonitoring liefert wichtige Erkenntnisse

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Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF) und die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) setzen ihr langfristiges Biodiversitätsmonitoring in Naturwäldern fort.

Im Naturwald Guttauer Gehege der Försterei Kellenhusen wurde aktuell eine weitere Erhebungsrunde abgeschlossen. „Die Waldökologinnen und -ökologen der NW-FVA dokumentieren dabei präzise vorhandene Baumarten, Waldstrukturen, Mikrohabitate und das für viele Organismen unverzichtbare Totholz“, berichtet Udo Harriehausen, Abteilungsleiter Naturschutz bei den SHLF.

Der aktuelle Messpunkt in Kellenhusen ist einer von insgesamt 36 Standorten zwischen Glücksburg im Norden und Trittau im Süden, die regelmäßig und nach einem einheitlichen Verfahren untersucht werden. Jeder dieser Punkte wird im Fünfjahresrhythmus erneut aufgenommen. Dies schafft so eine belastbare Datengrundlage für langfristige Vergleiche und Erkenntnisse. Bereits im Sommer hatten die Fachleute unter anderem in der Försterei Glücksburg der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten umfassende Artenkartierungen vorgenommen. „Dabei wurden systematisch Fledermäuse, Vögel, ausgewählte Arthropoden und Pilze erfasst. Moderne Methoden wie Audiologger, deren Aufnahmen mithilfe Künstlicher Intelligenz ausgewertet werden, ermöglichen den Nachweis auch schwer zu beobachtender oder nachtaktiver Arten“, erzählt Harriehausen.

Fazit

Ziel des langfristigen Monitorings ist es, belastbare Aussagen über die Entwicklung der Biodiversität, den Einfluss des Klimawandels und strukturelle Veränderungen in Wäldern mit natürlicher Dynamik zu gewinnen. Die Ergebnisse sollen zukünftig auch dazu beitragen, die naturnahe Bewirtschaftung, integrativen Waldnaturschutz sowie eine klimaresiliente Entwicklung der Wirtschaftswälder weiter zu stärken.

Mit Plan zu guten Grünlanderträgen

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Ob von einem Grünlandbestand gute Erträge bei hoher Futter­qualität erzielt werden können, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Neben standörtlichen Gegebenheiten und der Witterung, die nur begrenzt oder nicht beeinflussbar sind, spielen insbesondere die Bewirtschaftung und das Nährstoffmanagement eine zentrale Rolle. Eine ­bedarfsgerechte Düngung stellt sicher, dass den Pflanzen die benötigten Nährstoffe in der richtigen Menge und zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Sie bildet damit eine wesentliche Grundlage für leistungsfähige Bestände, eine effiziente Nährstoffausnutzung und stabile Grünlanderträge.

Gerade in der ersten Vegetationshälfte wird im Grünland ein Großteil des jährlich erzeugten Futters gebildet. Entsprechend hoch ist in dieser Phase der Nährstoffbedarf der Bestände. Mit Ablauf der Sperrfristen und einsetzendem Gräserwachstum sollte die Nährstoffversorgung so ausgerichtet sein, dass die Pflanzen rechtzeitig und bedarfsgerecht versorgt werden. Voraussetzung hierfür sind befahrbare Böden sowie eine angepasste Düngestrategie, die den Bedarf des Bestandes berücksichtigt und Nährstoffverluste vermeidet.

Stickstoffversorgung auf dem Grünland

Vor der Ausbringung wesentlicher Nährstoffmengen ist auch im Grünland eine schriftliche Düngebedarfsermittlung für Stickstoff (N) und Phosphor (P) zu erstellen. Sie bildet die fachliche und rechtliche Grundlage der Düngung und ist schlag- oder bewirtschaftungseinheitsspezifisch durchzuführen. Der ermittelte Düngebedarf stellt dabei eine verbindliche Obergrenze dar, die im weiteren Jahresverlauf nicht überschritten werden darf. Ziel der Düngebedarfsermittlung ist es, den Nährstoffbedarf der Bestände realistisch abzubilden und eine angepasste, effiziente Nährstoffversorgung sicherzustellen.

Als Grundlage für die Düngebedarfsermittlung im Grünland wird zunächst das Ertragsniveau der vergangenen fünf Jahre herangezogen. Maßgeblich ist dabei der durchschnittliche Trockenmasseertrag in dt TM/ha, der die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Bestandes abbilden soll. Innerhalb der N-Gebietskulisse ist hierfür der Durchschnitt aus den Jahren 2015 bis 2019 als feste Berechnungsgröße vorgegeben. Um den Düngebedarf realistisch zu ermitteln, ist es daher sinnvoll, die Erträge schlagspezifisch zu erfassen. Hierfür können vorhandene Fuhrwerks- oder mobile Achslastwaagen genutzt werden. Alternativ liefern die Vermessung des Silos oder Bestandsbeurteilungen zum Erntetermin hilfreiche Anhaltspunkte. Ausgehend vom ermittelten Durchschnittsertrag wird ein standort- und nutzungsspezifischer Basiswert für den Stickstoffbedarf des Grünlandes festgelegt. Dieser Basis-N-Bedarf bildet die rechnerische Grundlage der Düngebedarfsermittlung. Weicht das betriebsindividuelle Ertragsniveau von den in den Richtwerten zugrunde gelegten Erträgen ab, sind entsprechende Zu- oder Abschläge in kg N/ha vorzunehmen. Zusätzlich ist der Rohproteingehalt der Grünlandaufwüchse zu berücksichtigen. Liegen die gemessenen Rohproteinge­halte ober- oder unterhalb der in der Düngeverordnung definierten Richtwerte, wird der Basis-N-Bedarf entsprechend angepasst. Die hierfür erforderlichen Untersuchungsergebnisse müssen betrieblich dokumentiert vorliegen. Eine exemplarische Düngebedarfsermittlung für Stickstoff im intensiv genutzten Schnittgrünland (vier Schnitte, 100 dt TM/ha, Rohprotein 17 %) ist in der Tabelle auf Basis der „Richtwerte für die Düngung“ dargestellt.

Nachlieferung aus dem Bodenvorrat

Neben dem Ertragsniveau und den Rohproteingehalten ist bei der Düngebedarfsermittlung die Stickstoffnachlieferung aus dem Boden zu berücksichtigen. Abhängig vom Humusgehalt können insbesondere humusreiche, anmoorige oder moorige Standorte erhebliche Mengen an pflanzenverfügbarem Stickstoff freisetzen. Entsprechend sind Abschläge auf den ermittelten N-Bedarfswert vorzunehmen, um die bodenbürtige N-Nachlieferung sachgerecht abzubilden. Zusätzlich ist die Nachlieferung aus organischen Düngergaben des Vorjahres zu berücksichtigen. Hierfür werden pauschal 10 % der im Vorjahr ausgebrachten organischen Gesamtstickstoffmenge als Abschlag angesetzt. Diese Nachlieferungen tragen zur Versorgung des Bestandes bei und sind zwingend in die Düngebedarfsermittlung einzubeziehen.

Auswirkungen von Leguminosen

Eine weitere Stickstoffquelle stellen die im Bestand vorhandenen Leguminosen dar. Durch ihre Symbiose mit Stickstoff fixierenden Knöllchenbakterien tragen sie zur Stickstoffversorgung des Grünlandbestandes bei. Entsprechend müssen die Ertragsanteile der Leguminosen in den jeweiligen Bewirtschaftungseinheiten geschätzt und bei der Düngebedarfsermittlung durch Abschläge auf den N-Bedarfswert berücksichtigt werden. Da sich Leguminosen im zeitigen Frühjahr häufig noch schwächer entwickelt zeigen, empfiehlt sich die Schätzung des Leguminosenanteils insbesondere nach dem ersten Schnitt. Zu diesem Zeitpunkt sind Rot- und Weißklee in der Regel gut erkennbar und können realistisch bewertet werden. Der Leguminosenanteil ist am Ertragsanteil festzumachen und nicht am Pflanzenbedeckungsgrad, der leicht zu einer Überschätzung des Ertrags der Leguminosen führen würde.

Nach Vornahme aller Zu- und Abschläge ergibt sich der schlagspezifische N-Bedarfswert, der mit den im weiteren Jahresverlauf durchgeführten Düngemaßnahmen nicht überschritten werden darf. Befindet sich die Fläche innerhalb der N-Gebietskulisse, ist der ermittelte N-Bedarfswert auf Betriebsebene zusätzlich um 20 % zu reduzieren. Eine Verschiebung von Stickstoffmengen zwischen Kulturen ist möglich, sofern der verringerte gesamtbetriebliche Düngebedarf für die Flächen in der N-Kulisse eingehalten wird und die schlagspezifische N-Obergrenze nicht überschritten wird. Insbesondere für Flächen innerhalb der N-Kulisse ist ein exaktes Nährstoffmanagement von besonders hoher Priorität, um die reduzierte N-Menge und die flächenspezifisch begrenzte Auslegung der organischen Düngung auf 170 kg N/ha möglichst effizient auszunutzen und Verluste, zum Beispiel in Form von Auswaschung, zu reduzieren.

Verlustarme Ausbringtechnik

Stickstoff ist der maßgebliche Nährstoff für Wachstum und hohe Trockenmasseerträge im Grünland. Gleichzeitig können bei unsachgemäßer Ausbringung oder ungünstigen Witterungsbedingungen Verluste in Form von Ammoniakemissionen oder Nitratauswaschung auftreten. Diese Verluste wirken sich nicht nur negativ auf die Umwelt aus, sondern stehen den Pflanzen auch nicht mehr zur Verfügung. Neben der bedarfsgerechten Bemessung der Stickstoffgaben kommt daher der Ausbringtechnik eine entscheidende Bedeutung zu. Emissionsarme und streifenförmige Ausbringverfahren wie Einschlitzen oder Schleppschuhsysteme reduzieren gasförmige Verluste deutlich und erhöhen die Stickstoffeffizienz. Seit dem 1. Februar 2025 sind auf Grünland die streifenförmige Aufbringung oder das direkte Injizieren in den Boden flüssiger Wirtschaftsdünger verpflichtend anzuwenden. Eine breitflächige Verteilung ist seitdem nicht mehr zulässig. Darüber hinaus sollten die Ausbringungstermine an die Witterungsbedingungen angepasst werden. Kühles, feuchtes Wetter sowie bedeckter Himmel begünstigen die Infiltration der Nährstoffe in den Boden und tragen zur weiteren Verringerung von Stickstoffverlusten bei. Auch durch Ansäuerung der Gülle, insbesondere bei Gaben zum zweiten oder dritten Schnitt, kann der NH3-Verlust deutlich reduziert werden.

Grundnährstoffe und pH-Wert

Neben der Stickstoffdüngung ist im Grünland auch die Versorgung mit den Grundnährstoffen Phosphor (P), Kalium (K) und Magnesium (Mg) sicherzustellen. Grundlage hierfür bildet die Bodenanalyse, die auf Grünland zur Feststellung des Versorgungszustandes aus einer Probentiefe von 0 bis 10 cm entnommen wird, um den Hauptdurchwurzelungsraum abzubilden. Für Phosphor ist eine Bodenuntersuchung spätestens alle sechs Jahre verpflichtend vorgeschrieben. Anhand der Untersuchungsergebnisse erfolgt eine Einteilung in Gehaltsklassen von A bis E, wobei die Versorgungsstufe C anzustreben ist. Über die Gehaltsklasse, das Ertragsniveau sowie die Bodengruppe werden die empfohlenen Düngegaben für die jeweiligen Nährstoffe abgeleitet. Die entsprechenden Richtwerte sind in der Broschüre „Richtwerte für die Düngung“ der Landwirtschaftskammer dargestellt.

Vegetationsbeginn richtig einschätzen

Damit die ausgebrachten Nährstoffe von den Pflanzen optimal genutzt werden können, sollten sie zum Beginn des anhaltenden Gräserwachstums zur Verfügung stehen. Eine zu frühe Ausbringung erhöht das Risiko von Nährstoffverlusten, während eine verspätete Düngung das Ertragspotenzial der Bestände einschränken kann. Der tatsächliche Vegetationsbeginn variiert dabei in Abhängigkeit von Standort und Witterungsverlauf. Hilfestellung bei der Einschätzung des Vegetationsbeginns findet sich auf der Homepage der Landwirtschaftskammer im Bereich Grünland unter „Grundlagen, Tipps und Beratung“.

Kalkung als Basis

Eine standortangepasste Kalkversorgung ist eine wesentliche Voraussetzung für die effiziente Nutzung der ausgebrachten Nährstoffe im Grünland. Liegt der pH-Wert außerhalb des optimalen Bereiches, können insbesondere Phosphor sowie weitere Nährstoffe im Boden fixiert werden und stehen den Pflanzen nur eingeschränkt zur Verfügung. Der Kalkungsbedarf ergibt sich aus der Bodenuntersuchung und ist abhängig von der jeweiligen pH-Versorgungsstufe, der Bodenartgruppe sowie der Nutzungsintensität der Fläche. Eine regelmäßige Überprüfung des pH-Wertes im Rahmen der Bodenuntersuchung ist daher sinnvoll, um bestehenden Kalkungsbedarf frühzeitig zu erkennen und auszugleichen. Die empfohlenen Kalkmengen sind in den „Richtwerten für die Düngung“ der Landwirtschaftskammer dargestellt und ermöglichen eine standort- und nutzungsgerechte Kalkversorgung des Grünlandes. Auf Grünlandstandorten ist zumeist Kalk mit geringerer Reaktivität ausreichend und sinnvoll.

Fazit

Auch im Grünland ist vor der Ausbringung wesentlicher Mengen an Stickstoff und Phosphor eine schriftliche Düngebedarfsermittlung zu erstellen und als verbindliche Obergrenze einzuhalten. Mit Ablauf der Sperrfristen und einsetzendem Vegetationsbeginn sollten die Nährstoffe bedarfsgerecht und verlustarm ausgebracht werden. Neben einer leistungsfähigen Grasnarbe bilden eine angepasste Ausbringtechnik, die Berücksichtigung standortspezifischer Faktoren sowie eine gesicherte Versorgung mit Grundnährstoffen und Kalk die Grundlage für eine effiziente Nährstoffnutzung, stabile Erträge und eine hohe Futterqualität im Grünland.

Strukturveränderungen in Schleswig-Holstein

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Die wirtschaftliche Lage der Schweinemast in Schleswig-Holstein bleibt angespannt. Die Auswertungen des Schweinereports 2025 basieren auf 153 Mastbetrieben mit insgesamt 761.849 ausgewerteten Tieren und zeigen trotz punktueller Leistungsverbesserungen weiterhin eine strukturell defizitäre Situation bei Vollkostenbetrachtung.

Gegenüber dem Vorjahr erhöht sich die Zahl der ausgewerteten Betriebe von 141 auf 153. Die Zahl der ausgewerteten Mastschweine steigt um 79.512 Tiere. Diese Entwicklung ist nicht als Bestandsaufstockung zu interpretieren, sondern als statistischer Effekt durch die stärkere Beteiligung größerer Betriebe. Landesweit sinken die Anzahl der Mastbetriebe gleichzeitig um 7,0 %, der Mastschweinebestand um 1,2 % (Statistischer Bericht Kennziffer C III 1-hj 1/25 SH, September 2025).

Biologische Leistungen stabil

Die biologischen Kennzahlen zeigen keine grundlegenden Leistungssprünge, jedoch stabile bis leicht verbesserte Ergebnisse im Durchschnitt aller Betriebe:

Anfangsgewicht 31,1 kg

Endgewicht (LG) 127 kg

Mastdauer 100 Tage

Masttagszunahme 962 g

Verlustrate 2,59 %

Futterverwertung 1:2,75

Ökonomisch erfolgreichere Betriebe erreichen niedrigere Verluste (1,94 %) und bessere Futterverwertung (1:2,63), während weniger erfolgreiche Betriebe deutlich höhere Verluste (3,61 %) und schlechtere Futterverwertung (1:2,82) verzeichnen.

Zwischen Erlösdruck und Kostenlast

Die ökonomischen Kennzahlen verdeutlichen die fragile Rentabilität:

Erlös je Kilo Schlachtgewicht: 1,86 €

Ferkelpreis: 87,20 € je Tier

Futterpreis: 27,80 €/dt

Die Direktkosten je 100 kg Zuwachs liegen im Mittel bei 174 €, wovon die Ferkel- (92,10 €) und Futterkosten (76,30 €) den größten Anteil ausmachen. Einen besseren Vergleich zwischen den Haltungsformen bietet die Betrachtung der Direktkosten je Quadratmeter Stallfläche. Sie liegen im Mittel bei 503 € (davon 265 € Ferkelkosten und 220 € Futterkosten).

Ein zentraler Faktor bleibt die Herkunft der Ferkel. Mastbetriebe mit Ferkeln aus dem eigenen Betrieb oder festen Eins-zu-eins-Lieferbeziehungen erreichen im Mittel höhere tägliche Zunahmen (über 980 g) bei gleichzeitig stabileren Verlustquoten. Handelsferkel schneiden in den Kennzahlen schwächer ab, besonders bei den Behandlungskosten und der Homogenität der Gruppen. Für die Praxis bedeutet dies: Langfristige Lieferbeziehungen und Gesundheitsstatus-Transparenz zahlen sich biologisch und ökonomisch aus.

DKfL entscheidet über Erfolg

Die durchschnittliche Direktkostenfreie Leistung (DKfL) ohne Sonderzahlungen beträgt:

11,10 €/100 kg Zuwachs

30,10 € je Mastplatz

32,00 €/m² Stallfläche

Die ökonomisch erfolgreichsten 25 % der Betriebe erreichen eine DKfL ohne Sonderzahlungen von 22,90 €/100 kg Zuwachs (64,90 €/m2 Stallfläche), während die 25 % weniger erfolgreichen Betriebe faktisch kostendeckend bis leicht negativ wirtschaften (–0,11 €/100 kg beziehungsweise –0,31 €/m2 Stallfläche). Mit Sonderzahlungen aus der Initiative Tierwohl (durchschnittlich 4,93 €/100 kg Zuwachs) verbessert sich die DKfL zwar rechnerisch. Dies löst jedoch nicht die strukturelle Problematik.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht liegt der durchschnittliche Deckungsbeitrag pro Mastschwein im Jahr 2025 im Bereich von rund 10 bis 11 € je Tier, mit einer sehr breiten Streuung zwischen den ökonomisch erfolgreicheren und weniger erfolgreicheren Betrieben.

Die Kostenstruktur wird unter anderem wesentlich durch Haltungsform und Management beeinflusst. Ein besonders deutlicher Effekt zeigt sich in der Stallbelegung. Kontinuierliche Belegungssysteme weisen höhere Krankheits- und Behandlungsraten auf als konsequente Rein-Raus-Verfahren. Betriebe mit Letzterem zeigen geringere Tierarzt- und Medikamentenkosten und stabilere Leistungen.

Vollkostenbetrachtung bei Neubauten

Nicht nur in der Sauenhaltung, auch in der Schweinemast stehen viele Betriebe vor der Frage, ob sich die Investition in einen Um- oder Neubau langfristig rentiert. Bei Berechnung der kalkulatorischen Fixkosten unter Neubaubedingungen zeigt sich die wirtschaftliche Realität klar und ungeschönt:

kalkulatorische Fixkosten je Mastplatz: 114 € (ohne Sonderzahlung)

DKfL je Mastplatz: 30,10 €

kalkulatorisches Betriebszweigergebnis: −83,70 € je Mastplatz

Ergebnis je 100 kg Zuwachs: −31,50 €

Damit wird deutlich, dass zum aktuellen Zeitpunkt die Schweinemast unter Neubaubedingungen selbst bei durchschnittlichen Leistungen deutlich unter der Kostendeckung liegt.

Fazit

Insgesamt bestätigen die Ergebnisse 2025, dass die Schweinemast wirtschaftlich nur dann stabil funktioniert, wenn biologische Leistung, Bestandsmanagement und Kostenkontrolle zusammengedacht werden. Betriebe, die ihre Kennzahlen konsequent auswerten und Schwachstellen systematisch angehen, können auch unter volatilen Marktbedingungen wettbewerbsfähig bleiben.

Der Schweinereport Schleswig-Holstein ist ein gemeinsames Projekt der Schweinespezialberatung und der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Der Report kann auf den Webseiten ssbsh.de und lksh.de kostenfrei eingesehen werden.