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China torpediert europäischen Milchmarkt

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Der Himmel am Milchmarkt ist aktuell bereits mit dunklen Wolken behangen. Grund dafür ist bekanntlich die nicht nur in Deutschland, sondern auch EU-weit enorm gestiegene Milchmenge. In Deutschland und den Niederlanden fällt der Produktionsanstieg europaweit gesehen aber am stärksten aus. In beiden Ländern liegen wir nach wie vor mehr als 7 % über der Vorjahreslinie. EU-weit gesehen sind es immerhin 5 %. Blicken wir nach Nordamerika fällt der Abstand zur Vorjahreslinie noch dramatischer aus. Die Milchpreise befinden sich entsprechend in einer Abwärtsspirale, die erst stoppen wird, wenn sich die angelieferte Milchmenge signifikant verringert. Dass ein so deutliches Überangebot die Preise abstürzen lässt, haben wir in der jüngsten Vergangenheit unter anderem auch beim Getreide, den Kartoffeln und den Schweinen miterlebt. Da kann man sich drüber ärgern, dagegen protestieren und auch an die Moral des LEH appellieren: Die Gesetze des Marktes lassen sich dadurch aber nicht aushebeln.

Chinesische Strafzölle auf EU-Milchprodukte

Ein wichtiges Entlastungsventil ist aktuell der Export. Aufgrund des inzwischen niedrigen Preisniveaus für Milchprodukte ist die EU auf dem Weltmarkt durchaus konkurrenzfähig. Auch wenn der gerade in den vergangenen Tagen noch stärker gewordene Euro diese Konkurrenzfähigkeit etwas dämpft. Aber gerade im Export ziehen aus China nun zusätzliche dunkle Wolken heran. Relativ spontan, mit Wirkung vom 23. Dezember 2025 hat die chinesische Regierung teilweise sehr hohe Strafzölle auf die Einfuhr europäischer Milchprodukte verhängt. Diese wurden zwar schon seit Längerem angedroht, bisher gerieten aber nur einzelne Meiereien in den Niederlanden, in Belgien, Frankreich und Italien in den Fokus. Nun trifft es aber auch einige deutsche Meiereien, wie zum Beispiel das DMK, Arla Foods Deutschland oder die Meierei Ammerland. Insgesamt betroffen sind über 50 europäische Milchverarbeiter, deren Produkte mit einem zusätzlichen Zollsatz von 21,9 bis 42,7 % belastet werden. Der Grund für diese Zölle ist der E-Auto-Streit zwischen China und der EU. Es sind von diesen Strafzöllen aber nicht nur Milchprodukte betroffen, auch der Schweinefleischsektor wird belastet. Damit müssen die europäischen Landwirte mal wieder für die Autoindustrie die Zeche zahlen, die sich mithilfe ihrer großen Lobby erfolgreich gegen billige Import-E-Autos aus China wehrt.

Rinderbestände stabil

Die Exportzölle sind aber nicht die einzige Meldung, die dieser Tage neu aufkommt und das Leiden am Milchmarkt in die Länge ziehen könnte. Auch die neuesten Zahlen zur Entwicklung der Rinderbestände gehen in diese Richtung. Nachdem die Mai-Zählung noch deutliche Rückgänge verzeichnete, kommt es nach den neuesten Zahlen der November-Zählung erstmals seit Jahren wieder zu einer Seitwärtsbewegung. Die Gesamtzahl der Rinder in Deutschland hat sich nur um 0,4 % auf 10,4 Millionen Tiere nach unten entwickelt. Bei den Milchkühen ist sogar ein minimales Plus von 0,2 % zu verzeichnen. Rechnet man nun noch die jährliche Leistungssteigerung hinzu, verschiebt sich die Hoffnung auf eine baldige Verknappung der Milchmenge immer weiter nach hinten.

Umweltbundesamt: Wertvolle Agrarflächen erhalten

Der Zubau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen (PV-FFA) sollte aus Sicht des Umweltbundesamtes (UBA) so gestaltet werden, dass er nicht zulasten der Ernährungssicherung oder des Umwelt- und Naturschutzes geht. Das hat die Behörde in einem nun veröffentlichten Positionspapier betont. Grundsätzlich sollten PV-Module zur Erreichung der Ausbauziele demnach vorrangig auf Gebäuden und sonstigen versiegelten Flächen installiert werden, um möglichst wenig unversiegelte Flächen in Anspruch zu nehmen.

Ungeachtet dessen ist laut UBA zu erwarten, dass vor dem Hintergrund der gesetzlichen Ziele ein weiterer Zubau von PV-FFA stattfinden werde. Dafür sollten dann landwirtschaftlich genutzte Flächen verwendet werden, die „ökologisch weniger wertvoll sind und eine geringere bis mittlere Bodengüte aufweisen“, heißt es im Papier. Für UBA-Präsident Dirk Messner sind Wind- und Sonnenenergie bedeutend, um der Abhängigkeit von fossilen Energien zu entkommen. „Es ist jedoch wichtig und möglich PV-Anlagen so zu installieren, dass die Fruchtbarkeit unserer Böden und wertvolle naturnahe Bereiche erhalten werden“, bekräftigte Messner.

Mittelfristig sollte aus Behördensicht die energetische Nutzung von Anbaubiomasse zugunsten einer Stromerzeugung durch PV-FFA reduziert und „der Ausbau von Agri-PV als sinnvolle, flächeneffiziente Hybridnutzung vorangebracht werden“, schreibt das UBA. Begründet wird dies durch die deutlich höhere Flächeneffizienz von PV-Anlagen. „Photovoltaik erzeugt pro Hektar auch bei umweltschonendem Ausbau ein Vielfaches an Strom gegenüber Energiepflanzen“, unterstrich Messner.

Klimaschutz und GAP in der Hauptstadt

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Beim Winter-Arbeitskreis Agrar des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) im Dezember in Berlin nahmen aus Schleswig-Holstein Wiebke Wendt und Malte Blöcker teil. Schwerpunktthemen waren der Klimaschutz in der Landwirtschaft sowie die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU ab 2028.

Einen zentralen Beitrag lieferte Thomas de Witte vom Thünen-Institut, der in seinem Vortrag die Komplexität des Klimaschutzes verdeutlichte. Viele Bereiche tragen zu Emissionen bei. Besonders der Energiesektor zählt zu den größten Verursachern, bietet jedoch gleichzeitig erhebliche Potenziale zur Reduktion – etwa durch den Einsatz von Wärmepumpen oder den Ausbau der Elektromobilität. Langfristig wird der Anteil der Energie- und Industrieemissionen daher sinken, während der relative Anteil der Landwirtschaft stärker ins Gewicht fallen dürfte.

Auch in der Landwirtschaft gibt es zahlreiche Stellschrauben zur Einsparung von Emissionen. Allerdings besteht weiterhin großer Forschungs- und Erprobungsbedarf. Rund 25 % der landwirtschaftlichen Emissionen stammen aus der Tierhaltung. Maßnahmen wie Humusaufbau, Wiedervernässung von Mooren oder eine effizientere Stickstoffdüngung können wichtige Beiträge zum Klimaschutz leisten.

Im Bereich der Emissionsminderung gibt es sowohl staatliche Verpflichtungen als auch freiwillige Maßnahmen. Die staatlichen Vorgaben werden global, beispielsweise im Pariser Klimaschutzabkommen, sowie auf EU- und nationaler Ebene festgelegt. Deutschland ist verpflichtet, jährlich über seine Emissionen zu berichten, wobei unterschiedliche Berechnungsgrundlagen zur Anwendung kommen.

Insgesamt gehen die Treibhausgasemissionen zurück: 1990 lagen sie noch bei rund 1 Mio. t CO2-Äquivalent, 2024 nur noch bei etwa 0,5 Mio. t. Global trägt Deutschland etwa 1,6 % zu den Emissionen bei, hat aber trotzdem eine Vorreiterrolle beim Schutz. Früher fungierten Wälder als große CO2-Speicher, insbesondere aufgrund umfangreicher Wiederaufforstungen. Da die Bäume mittlerweile älter sind, können sie jedoch weniger CO2 aufnehmen; entsprechend wird ihnen heute weniger Speicherleistung angerechnet.

Danach wurde das HumusKlimaNetz vorgestellt. Die Organisation bietet Landwirtinnen und Landwirten die Möglichkeit, sich anzuschließen und bei Klimaschutzmaßnahmen unterstützt zu werden – etwa beim Humusaufbau durch Zwischenfrüchte oder bei der Anlage von Agroforstsystemen. Zudem lädt das Netzwerk regelmäßig zum „Humus-Club“ ein, um den fachlichen Austausch unter den teilnehmenden Betrieben zu fördern.

Mit der GAP 2028 setzte sich der Arbeitskreis ebenfalls auseinander. Die Vorschläge der EU-Kommission sehen weniger Budget vor, bündeln Fördermittel in einem einzigen Fonds und richten Zahlungen stärker auf kleinere Betriebe, Umweltleistungen und junge Landwirte aus. Parallel dazu verfolgt die EU eine Strategie für den Generationenwechsel: Sie soll Neueinsteiger mit Starthilfen, besserem Zugang zu Land, Finanzierung, Ausbildung und einer attraktiveren ländlichen Infrastruktur unterstützen.

Das Glück kommt aus Schleswig-Holstein

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Er gehört für viele Menschen zur Jahreswende dazu wie Luftschlangen, Berliner, Fondue oder ein Glas Sekt: der Glücksklee. Und was da unseren Tisch zu Silvester verschönert, kommt in vielen Fällen aus dem Kreis Segeberg.

In Gönnebek wachsen jährlich rund eine halbe Million Glückskleepflanzen in Töpfen. Diese finden zum Jahreswechsel in ganz Deutschland, sogar Österreich ihre Abnehmer.

Glücksklee (Oxalis Deppei) stammt aus Mexiko und ist nicht frosthart. Die kleinen Knollen werden im Spätsommer in Töpfe gelegt und wachsen bei 10 bis 15 °C zu den beliebten Glückssymbolen heran. Bei kühleren Temperaturen stellen sie das Wachstum ein und ziehen die Blätter ein.

Frostfrei überwintert, können die Pflanzen im Sommer im Garten ausgepflanzt werden und erfreuen hier auch mit einer kleinen rosafarbenen Blüte. Der Glücksklee gehört zur Gattung Sauerklee und ist mit dem Weißklee im Rasen oder auf Wiesen nicht verwandt. Durch seine fehlende Frosthärte kann er daher in unseren Breiten nicht verwildern.

Warum glauben Menschen, dass der Klee Glück bringt?

Einigen Quellen zufolge gilt das Kleeblatt mit vier Blättern seit vielen Jahrhunderten als Glücksbringer, weil es für die Himmelsrichtungen stehen soll sowie für Gesundheit, Liebe, Reichtum und Ruhm. Auf Reisen mitgeführt, sollte es den Träger vor Unglück bewahren, nähte man es in die Kleidung ein, sollte es vor dem Bösen schützen.

In anderen Quellen symbolisiert der vierblättrige Klee die vier Evangelisten und das Kreuz. Wie auch immer, in vielen Familien ist der Topf mit Klee auf der Silvestertafel eine Tradition wie das Tannengrün zu Weihnachten und schön sieht er auch noch aus, frisches Grün in einer vegetationsarmen Zeit.

Trends zum Jahreswechsel

Diese Saison werden mehr Zinkübertöpfchen geordert und die Abnehmer wie Gärtnereien, Gartencenter, Lebensmittelhandel setzen vermehrt auf natürliche Materialien. Es überwiegen kleine Topfgrößen zwischen 7 und 9 cm (Durchmesser).

500.000 Kleepflanzen aus Gönnebek

Im Herbst belegen die Glückskleepflanzen in drei Topfgrößen den größten Teil der Fläche in der Gärtnerei Bull in Gönnebek. Kultiviert wird die Sorte ‚Iron Cross‘, die sich durch ein markantes braun-rotes Herz in der Mitte des grünen Kleeblattes auszeichnet. In der Gärtnerei von Hartwig und Ulrike Bull wachsen in 25.000 m² Gewächshäusern und auf 6 ha Freilandbeeten eine große Vielzahl von Saisonpflanzen. Derzeit stehen neben dem Glücksklee attraktive Frühlingstrios in den Gewächshäusern, die mit Tausendschön, einer Primel und einem zierlichen Gras im zeitigen Frühjahr verkauft werden. Neben einem breiten Programm an Sommerblumen zeichnet sich die Gärtnerei Bull durch eigene Züchtungen bei Sonnenhut (Echinacea), Staudensonnenblumen (Helianthus) und Sonnenhüten (Rudbeckia) aus, die nicht nur auf den eigenen 6 ha wachsen, sondern auch als Jungpflanzen weltweit vertrieben werden.

Um die Kulturen kümmern sich zwei Familienarbeitskräfte und 15 feste Mitarbeitende. In der Saison unterstützen zusätzlich acht Kräfte. Eine besondere Arbeitsspitze ist das Jahresende, weil dann alle 0,5 Mio. Glückskleepflanzen für den Verkauf vorbereitet werden. Viele Abnehmer wünschen sich eine breite Palette von Zierstickern wie Schornsteinfeger oder Jahreszahl und kleine Übertöpfe unter anderem in Zylinderform. Pflanzen und Accessoires werden ab Dezember zusammengefügt und ab Mitte Dezember dann deutschlandweit verschickt. Feste Bestellungen und stabile Handelsbeziehungen über viele Jahre mit Abnehmern, die die Qualität zu schätzen wissen, geben diesem zeitlich eng begrenzten Absatz Stabilität.

So wird Energie gespart

Die Wärme für die Gewächshäuser kommt aus einem gemeinsam mit Kollegen betriebenen Heizwerk in der Mitte der Gärtnersiedlung Gönnebek, 60 % der Wärme kommen aus nachwachsenden Rohstoffen. Um dennoch sparsam mit der Energie umzugehen, hat die Gärtnerei einen zweiten sogenannten Energieschirm einbauen lassen: Diese Schirme trennen einen Teil des unbeheizten Dachraumes von den warmen Kulturflächen ab. In der Regel lassen diese nur wenig Licht durch. Der neu eingebaute Tageslichtschirm hat nur eine Lichtminderung von nur 10 % und tut insbesondere bei kalten Wintertemperaturen gute Dienste.

Die Gärtnerei Bull ist Teil der Initiative „Im Norden gewachsen“: 19 Gärtnereien in Schleswig-Holstein haben sich zusammengeschlossen, um für regionale Produktion von Zierpflanzen zu werben. Dazu lassen sie sich vom Gütezeichen Schleswig-Holstein kontrollieren und die Qualität ihrer Pflanzen bestätigen. Ulrike Bull arbeitet im Vorstand des Vereines mit, dessen Kennzeichen ein guter konstruktiver Austausch seiner Mitglieder und engagierte Öffentlichkeitsarbeit ist.

Aus der Heimat des Glücks liefert die Gärtnerei Bull zum Jahresende 500.000 Glücksklee deutschlandweit, um auch andere Regionen glücklich zu machen. Nach der anstrengenden Arbeitsspitze zum Jahresende werden auch Ulrike und Hartwig Bull glücklich sein, wenn ihre Zöglinge Platz machen für neue Pflanzen. Und Menschen in ganz Deutschland verbinden mit dem Glücksbringer die Hoffnung, dass 2026 ein bisschen besser wird als letztes Jahr.

Züchter im Porträt: Ocke Riewerts aus Alkersum

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Ocke Riewerts aus Alkersum, Kreis Nordfriesland, zeigt, dass auch kleine Betriebe große Erfolge feiern können. Der Föhrer wurde vom Weltzuchtverband für Sportpferde (WBFSH) sowohl 2021 als auch 2025 als Vielseitigkeitszüchter des Jahres ausgezeichnet. Und das, obwohl Pferde zunächst überhaupt keine Rolle in seinem Leben spielten.

„Ich wuchs zwar auf einem landwirtschaftlichen Betrieb auf, aber wir hatten damals keine Pferde, und ich fühlte mich auch nicht zu ihnen hingezogen“, erinnert sich Ocke Riewerts. Doch seinen Vater, in dessen Kindheit noch Arbeitspferde auf dem Hof eingesetzt wurden, ließ der Pferdevirus nicht los. Auf einem geliehenen Pferd wurde er 1972 Ringreiterkönig. Wenig später kaufte er sich ein Reitpferd ohne Papiere. Diese Stute brachte er mehrmals zum Hengst. „Anfang der 1980er Jahre tauschte mein Vater dann alle vorhandenen Pferde gegen die Holsteiner Stute Legenda von Sacramento Song xx ein“, berichtet Riewerts.

Immer wieder wurde er von seinem Vater in die Zucht eingebunden und entwickelte nach und nach selbst Interesse an Pferden. „Ich kaufte mir sogar eine ungerittene Stute, die ich selbst ausbildete, obwohl ich kaum Reiterfahrung hatte. Später ließ ich Unit, eine Halbschwester von Legenda, ebenfalls decken“, erzählt er.

Leider starb der Vater viel zu früh im Alter von 61 Jahren. Einer der Söhne übernahm die Landwirtschaft, während Ocke, mittlerweile zum Tischler ausgebildet, sich um die Pferdezucht kümmerte. Nach seiner Heirat zogen die Zuchtstuten auf den elterlichen Hof seiner Frau um.

Jahrhundertpferd London

Heute zieht Riewerts ein bis zwei Fohlen pro Jahr, meist aus dem Stamm 3200, aus dem auch Legenda hervorging. „Zuerst pflegte ich diesen Stamm, weil er mich an meinen Vater erinnerte. Das war Tradition und Wehmut zugleich. Schnell brachte die Konzentration auf diesen Stamm auch Erfolge.“

In Luhmühlen konnte Ocke Riewerts 2023 Laura Collet und den aus seiner Zucht stammenden London live sehen. Foto: privat

Das bekannteste Pferd aus Riewerts‘ Zucht ist London 52. Mit der britischen Reiterin Laura Collett holte er Siege in diversen Fünfsterneprüfungen, gewann bei den Olympischen Spielen in Tokio mit der britischen Equipe die Goldmedaille, wurde Mannschaftseuropameister im französischen Le ­Pin-au-Haras, krönte seine Erfolge mit Gold und Bronze in Paris und wurde in diesem Jahr Europameister in England.

London ist für den Züchter nicht nur aufgrund seiner Erfolge ein besonderes Pferd. „Seine Mutter Vernante war meine erste selbstgezogene Stute, die die Staatsprämie erhielt“, erklärt Riewerts. „Sie ist eine Enkeltochter von Legenda. Leider brachte Vernante nur zwei Fohlen, bevor sie durch einen Weideunfall starb.“

Ursprünglich wollte Riewerts nur Springpferde züchten. Dass London so viel Talent für die Vielseitigkeit mitbringt, sei eher ein Zufall gewesen. „Auf unserer Insel gibt es kaum Möglichkeiten, für Vielseitigkeit zu trainieren. Daher stand diese Disziplin damals auch nicht in meinem Fokus“, sagt er. „Durch Londons Erfolge ist jedoch die Nachfrage nach Vielseitigkeitspferden aus meiner Zucht gestiegen. Die Nachkommen von Legenda bringen sehr blütige Fohlen hervor. Deshalb versuche ich nun, zweigleisig zu fahren und durch die richtigen Anpaarungen nicht nur Spring-, sondern auch Vielseitigkeitspferde zu züchten.“

Zu den jüngsten Erfolgen gehört der 2023 gekörte Hengst Dwayne aus einer Halbschwester von Vernante. Weitere Pferde erreichten das Bundeschampionat oder gingen erfolgreich bis zur schweren Klasse im Turniersport. „Oft verliert man die Fohlen aber leider aus dem Blick“, bedauert der Züchter.

Gesundes Klima

Einen Vorteil der Pferdezucht auf Föhr sieht Riewerts darin, dass die Fohlen im gesunden Nordseeklima aufwachsen. Trotzdem gibt es besondere Herausforderungen: „Die Anbindung ist schwierig. Immer, wenn man irgendwo hinmuss, braucht man die Fähre und manchmal auch eine zusätzliche Übernachtung“, sagt der Züchter und ergänzt: „Zum Glück finden zumindest die Fohlenschauen regelmäßig vor Ort statt. Zwischen 40 und 45 Holsteiner Fohlen werden hier jährlich vorgestellt. Früher kamen auch die Pferdehändler regelmäßig auf die Insel. Heute muss man ein bisschen mehr für das Marketing tun.“

Fohlen verkauft Riewerts meist frühzeitig, da seine räumlichen Kapazitäten begrenzt sind. „Stutfohlen behalte ich manchmal, aber nur, wenn sie wirklich gut sind. Eine gute Stute zuzukaufen ist teurer als sie selbst zu züchten“, erklärt er. Gelegentlich lässt er ein Fohlen ausbilden und vermarktet es später.

Seine Familie unterstützt ihn tatkräftig: „Meine Frau Male und mein Sohn Julus stehen immer bereit, wenn ich sie brauche, zum Beispiel bei der Ernte oder wenn der Tierarzt kommt.“ Sein anderer Sohn Johannes interessiert sich etwas mehr für die Zucht und arbeitet aktiv mit. „Er hilft mir bei den täglichen Arbeiten, wie Misten und Füttern. Vielleicht übernimmt Johannes ja einmal die Pferde“, hofft Riewerts.

Tradition, Leidenschaft und der Reiz des Erfolgs treiben ihn bei der Zucht an: „Zum einen macht mir der Umgang mit den Pferden sehr viel Spaß. Sie sind einfach angenehme Tiere. Zum anderen ist es für mich immer ein besonderer Nervenkitzel, ob es mir gelingt, ein brauchbares Sportpferd zu züchten.“

Individuelle Pflanzenstecker selbst basteln

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Praktisch sind sie ja, die Plastiketiketten in den Stauden- und Kräutertöpfen, die der Handel nun bald wieder zum Auspflanzen anbietet. Haltbar sind sie auch, aber eben nicht besonders hübsch. Manchmal fehlen die Stecketiketten auch ganz und es prangt nur ein Aufkleber mit der jeweiligen Bezeichnung auf dem Topf. Doch mit etwas Geschick, Zeit und nur wenig Geld lassen sich praktische und individuelle Pflanzenschilder selbst basteln.

Mit dem Laminiergerät entstehen im Handumdrehen wasserfeste Etiketten. Die alte Gabel dient als Halterung. Foto: Karin Stern

Es gibt fast schon unzählige Möglichkeiten, hübsche Pflanzenstecker herzustellen. Materialien wie Holz, Beton, Steine oder auch Muscheln eignen sich ganz prima dafür. Aber auch alte Gartengeräte wie Pflanzschaufeln oder der Uralt-Spaten bieten sich für kreative Ideen an. Doch nicht nur im Schuppen, auch im Haushalt finden sich vielleicht noch ein altes Besteck, hübsche Glasflaschen oder verwertbare Holzreste. Optimal zum Beschriften sind Tonscherben oder Tontöpfe. Wichtig ist jedoch, immer mit wasserfesten Stiften und Farben zu arbeiten. Eine andere Optik erhalten Schriften, wenn Buchstabenschablonen oder Stempel verwendet werden. Das wirkt zwar nicht so individuell wie die eigene Handschrift, hat aber auch durch die wie gedruckt aussehenden Buchstaben seinen eigenen Reiz.

Die Zutaten für das Bastelprojekt „Pflanzenschilder“ liefern Natur und Bastelladen: Weiden- oder Haselnusszweige, Bambus-, Holz- oder Eisenstäbe, Metallfolie, wasserfeste Stifte, Pinsel und Farbe, ein paar Tontöpfe, wasserfeste Lackstifte, lufttrocknende Modelliermasse und größere Kieselsteine. Brauchbar können auch Gussformen aus Silikon sein, schnell abbindender Trockenbeton sowie Grillspieße, hölzerne Wäscheklammern und Seile in verschiedenen Stärken.

Zum Beschriften verwendet man einen wasserfesten Stift. Foto: Karin Stern
Der Tontopf hängt wie eine Glocke an einer einfachen Paketschnur und einem Haselnusszweig über dem Salbei. Foto: Karin Stern

Größere, glatte Kieselsteine lassen sich prima mit Permanent-Stiften beschriften. Hübsch gestaltet, wird der Stein als Begleiter der jeweiligen Pflanze zum Hingucker in Topf oder Beet. Wer gern mit Ton arbeitet, kann im Bastelgeschäft oder beim Töpfer etwas Ton kaufen. Dieser wird etwa 1 cm dick ausgerollt und an der Unterseite mit einer Vertiefung für den Holz- oder Eisenstab versehen. Die gewünschten Pflanzennamen lassen ganz einfach mit einem feuchten Schaschlikspieß als „Stift“ einritzen. Der Töpfer brennt die selbst gemachten Pflanzenschilder für ein geringes Entgelt gern mit. Als Alternative bietet sich eine tonähnliche, lufthärtende Modelliermasse aus dem Bastelgeschäft an. Sie lässt sich nach dem Trocknen mit Stiften beschriften und mit Sprühlack wetterfest machen.

Ohnehin ist Ton ein dankbares Beschriftungsmaterial. Mithilfe eines Holzstabes und einer Schnur kann man kleine, beschriftete Tontöpfe wie Glocken ins Beet hängen. So schweben sie als dekorative Begleiter über oder neben Pflanzen. Mit etwas Holzwolle ausgestopft, bieten sie sogar noch Nützlingen wie dem Ohrwurm einen Unterschlupf. Sollte einmal ein Tontopf zu Bruch gehen, lassen sich die Scherben mit einem wasserfesten Stift beschriften. Dekorativ auf dem Boden neben der Pflanze drapiert, findet die Scherbe noch eine Verwendung.

Die Goldprägefolie (Bastelgeschäft) wird zurechtgeschnitten und mit einem Bleistift „beschriftet“. Als Fahnenstange dient ein Schaschlikspieß aus Bambus. Foto: Karin Stern

Wer ein metallischen Glitzern im Beet bevorzugt, schneidet Prägefolie aus dem Bastelgeschäft in die gewünschte Form (zum Beispiel Fahne, Wimpel, schlichtes Rechteck …) und „beschriftet“ sie auf einer weichen Unterlage (zum Beispiel Moosgummi) mit Kugelschreiber oder Bleistift. Der Druck der Mine prägt den Schriftzug in die Metallfolie. Sie kann im Anschluss mit einem Draht an der Pflanze befestigt werden. Hübsch wirkt es ebenfalls, die Prägefolie wie eine Fahne an einem Holzspieß wehen zu lassen. Auch hölzerne Wäscheklammern lassen sich problemlos beschriften. An einen Holzspieß gesteckt, ergibt sich so ein hübscher Pflanzenstecker.

Modelliermasse wird in verschiedenen Designs angeboten. Diese hier wirkt steinähnlich. Mit feuchten Händen formen und nach dem Trocknen beschriften. Foto: Karin Stern

Mit sogenanntem Gieß-, Bastel-, Kreativ- oder Schmuckbeton bieten sich weitere Möglichkeiten der Gestaltung an. Als Gussformen eignen sich beispielsweise Silikonformen. Nach dem Trocknen lässt sich der Beton beschriften oder bemalen und mit wasserfestem Lack besprühen.

Hübsche Steine oder Muscheln eignen sich prima zum Beschriften. Foto: Karin Stern
Professionelle Vorbilder vom Töpfer. Foto: Karin Stern


Weg für Investitionen geebnet

Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat im Dezember den Landeshaushalt 2026 beschlossen. In der Haushaltsdebatte betonte Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne), wie wichtig stabile und angemessene Investitionen in Energiewende, Klimaschutz, Natur und Umwelt seien, und stellte die zentralen Umweltressortpunkte im ­Haushaltsplan vor.

Für das Jahr 2026 stehen dem Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur (MEKUN) rund 489 Mio. € zur Verfügung. Ein Viertel davon fließt in nachhaltige Investitionen in den Bereichen Naturschutz, Wasserwirtschaft, Küstenschutz, Energie und Klimaschutz sowie Abfallwirtschaft, Bodenschutz und Altlasten – sowohl in eigene Projekte als auch in umfassende Förderprogramme. Weitere Mittel gehen unter anderem in Ausgaben für Zuweisungen und Zuschüsse sowie Verwaltungsausgaben. „Dieser Landeshaushalt ist eine deutliche Zusage an die Menschen in Schleswig-Holstein: Wir halten Kurs bei Energiewende, Klimaschutz und Naturschutz. Er schafft die Grundlage für eine gesunde, sichere und lebenswerte Umwelt – heute und für kommende Generationen“, sagte der Minister.

Energiewende, Klima- und Artenschutz

Neben der Förderung der Energiewende unterstützt das MEKUN im kommenden Jahr schwerpunktmäßig die Wärmewende und den Wasserstoffhochlauf. Goldschmidt: „Die Wärmewende ist ein entscheidender Baustein für den Klimaschutz. Für die Unterstützung der Kommunen und für moderne Wärmekonzepte stellen wir im Jahr 2026 insgesamt 15 Millionen Euro bereit.“ Gefördert werden unter anderem Wärmenetze, Quartiersmanager und der Kommunalfonds.

Auch der Ausbau der Wasserstoffwirtschaft bleibt ein zentraler Investitionspfeiler. Mit 48 Mio. € können Projekte zur klimaneutralen Industrie und zur Produktion von Grünem Wasserstoff unterstützt werden. Sieben Förderbescheide befinden sich derzeit in Vorbereitung.

Um den Artenschutz zu stärken gegen den fortschreitenden Verlust von Arten und Ökosystemen und zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie stellt das Land 21 Mio. € bereit. Gefördert werden etwa Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen in Schutzgebieten, in Naturerlebnisräumen, in Natura-2000-Gebieten, die Erstellung von Managementplänen und die Umsetzung des Moorschutzprogramms.

„Jeden Tag sterben weltweit rund 150 Arten aus. In Schleswig-Holstein sind laut den Roten Listen in einigen Gruppen wie den Reptilien und Amphibien mehr als die Hälfte der Arten gefährdet. Deswegen setzen wir alles daran, die Vielfalt unserer Tiere und Pflanzen zu bewahren. Denn nur stabile Ökosysteme bilden für uns eine stabile Lebensgrundlage. Das ist unsere Überlebensaufgabe“, sagte Goldschmidt.

PFAS–Sonderprogramm ab 2027

Auch in Schleswig-Holstein sind schädliche „Ewigkeitschemikalien“ wie die Gruppe der persistenten PFAS inzwischen weit verbreitet. Um belastete Boden- und Grundwasserkörper schneller zu erkennen und Altlasten zu sanieren, stellt das Land ab 2027 mit einem PFAS-Sonderprogramm für Schleswig-Holstein insgesamt 3,7 Mio. € zur Verfügung. Die bisher eher über kurze Zeiträume durchgeführten Untersuchungen im Boden und Grundwasser können damit fortgeführt und verstetigt werden.

Goldschmidt: „PFAS sind Ewigkeitschemikalien – das heißt, sie reichern sich in der Umwelt, in der Nahrungskette und damit auch in uns an. Das stellt ein wachsendes Gesundheits- und Umweltproblem dar. Das Sonderprogramm ist ein wichtiger Schritt, um das Problem bei uns im Land anzupacken.“

Küstenschutz und Kampf gegen Altmunition

Schleswig-Holstein als ein tief liegendes Land zwischen zwei Meeren braucht einen starken Küstenschutz, zumal aufgrund des Klimawandels der Meeresspiegel bereits um 20 cm gestiegen ist und Sturmfluten zunehmen, wie die Ostseesturmflut von 2023 mit ihren Zerstörungen zeigt. Für das Jahr 2026 sind im Landeshaushalt insgesamt rund 72 Mio. € für Maßnahmen wie Deichverstärkungen vorgesehen.

Ein weiteres drängendes Thema ist die Bergung der rund 1,6 Mio. t Altmunition in Nord- und Ostsee. Schleswig-Holstein steht hierfür bereit und schafft im Haushalt die finanzielle Grundlage, sich jährlich mit rund 1,2 Mio. € an den Bergungskosten zu beteiligen.

Goldschmidt: „Schleswig-Holstein hat seine Hausaufgaben gemacht und stellt Millionen für die Bergung der Altmunition bereit. Dies ist aber eine nationale Aufgabe. Jetzt ist der Bund gefragt und muss die Finanzierungsfrage der Munitionsbergung dringend klären. Wir haben keine Zeit zu verlieren.“

Mehr Stellen für mehr Arbeit

Im Haushaltsjahr 2026 werden 30 zusätzliche Stellen im MEKUN, im Landesamt für Umwelt (LfU) und im Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN SH) geschaffen, um neue europäische und nationale gesetzliche Pflichten fachgerecht umzusetzen. Diese fallen unter anderem in die Bereiche Energiewende- und Wärmewende, Klimaschutz und Klimaneutralität der Industrie, Deponiegenehmigung, Schutz des Trinkwassers, Schutz der Ostseeküste, Munitionsaltlasten und die Natur-Wiederherstellungsverordnung.

„Auf einem hohen Ross sitzen“

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Die Redewendung „auf einem hohen Ross sitzen“ ist ein kraftvolles Bild für Überheblichkeit, Arroganz und Distanz.

Sie beschreibt jemanden, der sich anderen überlegen fühlt. Die Formulierung geht auf den mittelalterlichen Adel zurück. Damals waren Pferde ein wertvoller Besitz, den sich nur Wohlhabende leisten konnten. Aus Sicht des einfachen Volkes thronten Adlige buchstäblich „hoch zu Ross“: Sie standen nicht nur physisch, sondern auch sozial über ärmeren Menschen.

Hinzu kommt die Vorstellung, dass Ritter auf besonders prächtigen, großen Schlachtrössern ritten. Diese hoch aufragenden Pferde verstärkten das Bild von Macht und Unnahbarkeit, weil der Reiter nur schwer greifbar war. Er war „über allen anderen“. Im Laufe der Zeit wurde der Ausdruck zu einer Metapher. Heute steht das „hohe Ross“ nicht mehr für ein tatsächliches Pferd, sondern für eine innere Haltung. Wer „dort oben sitzt“, distanziert sich, verhält sich herablassend und nimmt eine Position moralischer, sozialer oder materieller Überlegenheit ein. Gleichzeitig existiert eine Gegenform: „Vom hohen Ross herunterkommen“ heißt, die eigene Überheblichkeit abzulegen, sich zu den anderen zu begeben, Respekt zu zeigen.

Dieses Bild entlastet auch, denn es gibt einen Weg zurück. Sich „vom hohen Ross“ herunterzubewegen, bedeutet nicht nur Demut, sondern auch den Willen zum Dialog, zur Solidarität und zu der Einsicht, dass wahre Stärke nicht in der Überlegenheit, sondern im respektvollen Umgang mit anderen liegt.

Wir sollten uns viel öfter begegnen

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Weihnachten steht vor der Tür und wir alle wissen, wo die ganze Geschichte des Christentums beginnt: in einem Stall. Zwischen Ochs und Esel, auf Stroh. Hätten die Hirten bei den Schafen auf dem Feld nicht den Stern gesehen und den Ruf der Engel gehört – wir würden nicht das Fest des Gottessohnes in der Krippe feiern.

Landwirtschaft und Kirche, das gehört immer schon eng zusammen. Auch bei uns im Norden. Wir leben mit dem Jahreskreislauf der Natur und wir möchten das uns anvertraute Land bewahren, damit es noch unseren Kindern und Kindeskindern Frucht bringt. Auch die gemeinsamen Gottesdienste sind immer ein besonderes Erlebnis. In diesem Jahr haben wir gemeinsam das Landeserntedankfest in Wilster gefeiert und uns zur Begegnung zwischen Landwirtschaft und Kirche auf Gut Deutsch-Nienhof getroffen.

Als Bischöfin in Schleswig-Holstein liegt mir das Leben im ländlichen Raum am Herzen. Deshalb möchte ich Ihnen allen vor allem Danke sagen! Danke, dass Sie unser Land bewirtschaften und dafür sorgen, dass wir etwas auf dem Teller haben. Die Zeiten sind nicht leicht und ich kann nur ahnen, was Sie und Ihre Familien zu tragen haben. Danke, dass Sie Tag für Tag für uns alle sorgen.

Ich freue mich über all die guten Begegnungen mit Landwirtinnen und Landwirten im vergangenen Jahr, bei denen ich viel über Ihren tagtäglichen Einsatz und auch die aktuellen Probleme gelernt habe. So war ich unter anderem auf einem Milchviehbetrieb und Ute Volquardsen, Präsidentin der Landwirtschaftskammer, zeigte mir die beeindruckende Arbeit des Lehr- und Versuchszentrums Futterkamp. Eine Premiere war die Einladung des Bauernverbandes auf die Norla, die viele Kirchenmenschen aus ganz Schleswig-Holstein gern angenommen haben. Für viele Pastorinnen und Pastoren war das ein echtes Erlebnis, an das wir gern anknüpfen möchten: Im nächsten Jahr wollen wir gern mit einem Kirchenstand auf der Norla für Sie ansprechbar sein!

Eines war für mich im Jahr 2025 immer zu spüren: Wir sollten uns viel öfter begegnen. Denn gerade in diesen auch politisch so schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass wir in unseren Dörfern und Städten zusammenstehen und füreinander da sind.

Auch wir als evangelische Kirche möchten gern mehr für Sie da sein, ganz konkret vor Ort. Wenn es ein offenes Ohr braucht oder gegenseitige Unterstützung. Zugleich freue ich mich immer über Gottesdienste auf Höfen oder Krippenspiele im Stall. So zeigt sich gutes Miteinander. Gerade in diesen Zeiten ist es von unschätzbarem Wert, wenn wir das Leben in unseren Dörfern gemeinsam gestalten!

Ob im Glauben oder auf den Höfen im Land: Wir leben von Menschen, die Bewährtes bewahren und zugleich den Mut zur Veränderung haben. Und diese Verbindung aus Tradition und Vertrauen lässt uns auch in diesem Jahr gewiss sein: Es wird Weihnachten.

Ich wünsche Ihnen eine schöne und gesegnete Weihnachtszeit!

Bischöfin Nora Steen Foto: Nordkirche

Aktion Offener Garten sucht neue Teilnehmer für 2026

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Wer liebt es nicht, durch fremde Gärten zu schlendern, Pflanzen zu bestaunen und sich inspirieren zu lassen? Die Aktion Offener Garten macht das möglich – und sucht für das kommende Jahr weitere Gartenbesitzende, die ihre Tore für Besucherinnen und Besucher öffnen möchten.

Zum 27. Mal lädt die Initiative dazu ein, Gärten in Schleswig-Holstein und Hamburg einem interessierten Publikum zu zeigen. Ob kleiner Stadtgarten, großzügiges Landgrundstück oder liebevoll bepflanzter Innenhof – willkommen ist jede grüne Oase, die mit anderen geteilt werden möchte.

Foto: Aktion Offener Garten

Das Hauptwochenende der Aktion findet am 20. und 21. Juni statt. Zusätzlich gibt es ein Herbstwochenende am 5. und 6. September sowie die beliebte Lange Nacht der Gärten am 1. August von 19 bis 23 Uhr.

In den vergangenen Jahren haben jeweils rund 200 bis 250 Gärten teilgenommen – und das Organisationsteam freut sich, wenn auch im kommenden Jahr wieder einige neue Orte dazukommen.

Wer seinen Garten öffnen möchte, kann sich jetzt anmelden unter www.offenergarten.de

Dort finden Interessierte auch alle Informationen zu Ablauf, Terminen und Teilnahmebedingungen. Anmeldeschluss ist der 31. Januar 2026.

Fragen beantwortet das Organisationsteam gern per E-Mail an: info@offenergarten.de

Das Mitmachen lohnt sich: Die Aktion Offener Garten verbindet Menschen, inspiriert und zeigt, wie vielfältig und lebendig private Gartengestaltung im Norden ist. pm

Foto: Aktion Offener Garten
Foto: Aktion Offener Garten