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Meiereistruktur in Deutschland ist stabil

Unternehmensverteilung bei Konsummilch, Butter, Käse und Trockenmilcherzeugnissen ist konstant
Von Mechthilde Becker-Weigel
Während die Anzahl der Meiereien kaum sank, ging die Zahl der Sammelstellen für Milch um 28 % zurück. Foto: Imago

138 Meiereien verarbeiteten 2021 knapp 34 Mio. t Rohmilch von in- und ausländischen Erzeugern. Das sind 736.000 t weniger als im Jahr 2018. Die durchschnittliche Verarbeitung pro Meierei blieb bei rund 240.000 t; die Anzahl der Meiereien sank um vier. Das zeigen die Zahlen zur Meiereistruktur des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL), die alle drei Jahre erhoben werden.

Heimische landwirtschaftliche Betriebe lieferten insgesamt 32 Mio. t Rohmilch an 110 Meiereiunternehmen und 61 Sammelstellen, wobei Letztere die Milch weiterverkaufen. Die Anzahl der Milch aufnehmenden Meiereien sank im Vergleich zu 2018 um fünf. Die jährliche Milchaufnahme pro Meierei stieg um 6,8 % auf 173.300 t.

2021 stellten 90 Meiereiunternehmen 8,1 Mio. t Frischmilcherzeugnisse her. Dazu gehören Konsummilch, Sahne-, Buttermilch-, Sauermilch-, Kefir-, Joghurt- und Milchmischerzeugnisse sowie Milchmischgetränke. Darunter produzierten 64 Unternehmen 4,4 Mio. t Konsummilch. Die Anzahl der Betriebe blieb unverändert. 26 Unternehmen produzierten ausschließlich andere Frischmilcherzeugnisse. Das sind vier Unternehmen weniger im Vergleich zum Jahr 2018. 

Innerhalb von drei Jahren veränderte sich die Anzahl der Unternehmen kaum, die Konsummilch, Butter, Käse oder Trockenmilcherzeugnisse produzieren. Lediglich die Zahl der Meiereien, die Butter herstellen, erhöhte sich um eins auf 70 Unternehmen.

Bei Meiereien, die Frischmilcherzeugnisse herstellten, gab es die größte Veränderung in der Größenklasse 1.001 bis 10.000 produzierte Tonnen jährlich: Hier sank die Anzahl um fünf. Bei Butter zeigte sich in der Klasse 5.001 bis 10.000 t die größte Veränderung mit einem Rückgang um fünf Unternehmen. Bei den anderen Erzeugnissen blieb die Verteilung in den Größenklassen im Vergleich zu 2018 nahezu unverändert.

Die Anzahl der Sammelstellen verringerte sich um rund 28 %: 2018 gab es 84 Sammelstellen im Bundesgebiet, 2021 noch 61. Vor allem in Bayern stellten die Sammelstellen ihre Tätigkeit ein. In der Größenklasse 5.001 bis 20.000 t Milchaufnahme jährlich fand der größte Rückgang statt: Die Anzahl der Sammelstellen sank von 18 auf sieben; die Milchaufnahme in dieser Größenklasse von 218.900 auf 87.700 t.

Grund dafür ist unter anderem, dass die Meiereien, die zuvor die Milch der Mitglieder der Sammelstellen kauften und verarbeiteten, aus Kostengründen die Sammelstellen übernahmen oder aufkauften. Entsprechend entfiel die Meldepflicht dieser Sammelstellen. Die durchschnittliche Milchaufnahme pro Sammelstelle nahm um mehr als ein Drittel zu und stieg von 156.500 auf 211.500 t. age

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