Zum sechsten Mal lud der Reit- und Fahrverein (RuFV) Wilhelminenhof Ladelund, Kreis Nordfriesland, zu seinen Springtagen. Für die vielfältigen Prüfungen bis zur Klasse S* waren mehr als 1.000 Nennungen eingegangen.
Am ersten Turniertag standen zwei Qualifikationen für die Bundeschampionate in Warendorf auf dem Programm. Antonia-Selina Brinkop aus Neumünster setzte sich in beiden Prüfungen der Klasse M* an die Spitze. Bei den Fünfjährigen gewann sie mit ihrem Holsteiner Vize-Landeschampion Casallon KA mit der Note 8,3. Mit dem Holsteiner Hengst Now or Never siegte sie bei den Sechsjährigen mit einer 8,6.
Vieca Sofie Bade hatte ebenfalls doppelten Grund zu feiern. Sie gewann die beiden wichtigsten Prüfungen am Sonnabend. Im M**-Springen lieferte die 18-Jährige aus Braderup, Kreis Nordfriesland, mit ihrer langjährigen Sportpartnerin Chades of Grey die schnellste fehlerfreie Zeit und platzierte den Holsteiner Wallach Caretto an vierter Stelle. Im ersten schweren Springen des Turniers wurde es Platz eins mit Caretto und Platz zwei mit Chades of Grey.
Den ganzen Sonntag regnete es in weiten Teilen Schleswig-Holsteins. Dennoch verfolgten zahlreiche pferdebegeisterte Zuschauer in Ladelund den Großen Preis und bejubelten die Sieger, Thore Stieper aus Hohenaspe, Kreis Steinburg, und Criminal Blue. Für das Stechen der S*-Springprüfung hatten sich fünf Paare empfohlen. „Meine Stute ist grundschnell“, sagte Stieper. „Ich habe den ersten Sprung nicht so erwischt, wie ich es haben wollte, und dachte: Wenn du hier noch eine Chance haben willst, musst du die Wendung nehmen.“ Er lobte seine Sportpartnerin: „Sie ist ein unheimlich aufmerksames Pferd. Sie macht es mir wirklich leicht. Ich hätte nicht gedacht, dass es reicht, aber manchmal hat man das Glück auf seiner Seite.“ Björn Behrend wurde mit der Holsteiner Stute Klarima-Sofia Zweiter vor Vieca Sofie Bade mit Caretto.
Stieper und Criminal Blue hatten zuvor schon die Punktespringprüfung der Klasse S* gewonnen. Die beiden absolvierten die schwere Aufgabe fehlerfrei und mit großer Souveränität. „Es war ein sehr gerechter Parcours. Man konnte hier und da mal eine schnelle Wendung nehmen, und für die Pferde war es ein super Springen, vor allem als Vorbereitung für den Großen Preis“, so der 21-Jährige.
Jörg Friedrichsen, erster Vorsitzender des RuFV Wilhelminenhof Ladelund, zog am Ende der Springtage ein positives Fazit: „Wir sind rundum zufrieden. Das Wetter hat mitgespielt bis auf heute Nachmittag, aber das sind wir gewohnt. Wir haben guten Sport gesehen und auch die Premiere unseres Showprogramms, des Triple-Fun-Cups mit einem Quadfahrer, einem Springreiter und einem Läufer, kam bei Zuschauern, Teilnehmern und Sponsoren richtig gut an.“ pm




