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Ehrenamt und Hauptamt beraten über Zukunft von Futterkamp

Leuchtturmfunktion der Sauenhaltung
Von Isa-Maria Kuhn, Landwirtschaftskammer SH
Fototermin von Haupt- und Ehrenamt mit Kammerpräsidentin Ute Volquardsen (3. v. r.) und Ausschussvorsitzendem Philipp Hansen (6. v. r.) im Futterkamper Natur- und Erlebnisgarten. Foto: Isa-Maria Kuhn

Das Ehren- und Hauptamt trafen sich Ende September im Lehr- und Versuchszentrum (LVZ) der Kammer, um in Futterkamp über die Zukunft der Schweinehaltung zu beraten. Dabei ging es vor allem um den Schweinestallneubau und das Versuchswesen.

Es ist üblich, dass die Präsidentin eingangs von der Situation der Kammer berichtet. Ute Volquardsen freute sich über eine erfolgreiche Norla, eine gut besuchte Erntepressekonferenz, Freisprechungsfeiern unter normalen Bedingungen und darüber, dass die Eler-Förderung bis 2023 weitergeführt werde. Sehr gut gefallen hätten ihr auch die Treffen der ehrenamtlichen Richter, die sich sonst nie begegneten und sich über ihre Erfahrungen austauschen konnten. „Das war wie ein Lehrlingstreffen“, sagte sie. Ute Volquardsen berichtete ferner, dass man den neuen Umweltminister zu Gesprächen eingeladen habe.

Sauenhaltung mit Vorbildcharakter

Es folgte eine angeregte Diskussion, als Dr. Sophie Diers, Fachbereichsleiterin Schwein, und Claus-Peter Boyens, Leiter des LVZ, von der Planung des neuen Sauen­stalls berichteten. Genehmigt werden soll das Bauvorhaben von der Kammerhauptversammlung im November, und bezuschusst wird es vom Land. Es wird aufgrund der aktuellen Situation mit um 30 bis 35 % steigenden Baukosten gerechnet. Um den Haushalt möglichst wenig zu belasten, sollen diese Mehrkosten weitgehend aufgefangen werden. Der Fachbereich plant, an einigen Stellen in Umbauten statt Neubauten zu investieren, sich um Fördermittel zu bemühen und nochmals mit den Anbietern nachzuverhandeln. Das Ehrenamt begrüßte diese Vorgehensweise, sie entspreche dem Handeln auf den Betrieben in einer angespannten Erlössituation. Es sei zwar schade, wenn man von seinen Träumen wegmüsse, aber das entspreche der Realität auf den Höfen, sagte beispielsweise Fachausschussmitglied Eike Brandt. Sich ganz von dem Neubau zu verabschieden, davor warnte Prof. Joachim Krieter, Leiter der AG Tierhaltung und Produktqualität an der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Kieler Christian-Albrechts-Universität. Er sagte, das Versuchswesen im Schweinebereich in Futterkamp suche schon jetzt seinesgleichen und sei weit über die Landesgrenzen hinaus anerkannt. Mit dem Neu- und Umbau der Sauenhaltung bekomme das LVZ endgültig Leuchtturmfunktion.

Positiv ist, wie die Genehmigungsbehörden auf die Pläne reagierten. Hintergrund dafür ist, dass die Schweinehaltung nicht aufgestockt wird, sondern in mehr Tierwohl investiert werden soll.

Dr. Sophie Diers (r.) erläutert im Altgebäudebestand den geplanten Neu- und Umbau in der Futterkamper Schweinehaltung. Foto: Isa-Maria Kuhn

„Versuchswesen: Bei uns geht alles!“

Dr. Ariane Horst stellte anhand einiger Beispiele ebenjenes Versuchswesen vor. Sie ist bei der Kammer verantwortlich für die Versuchsdurchführung und statistische Auswertung im Schweinebereich. Eine Erklärung, warum sogar Firmen aus dem Ausland in Futterkamp Versuche durchführen lassen, die Geld einspielen und wichtige Erkenntnisse für die Praxis liefern, hatte sie parat: „Bei uns geht alles. Wir können Versuche in der Sauenhaltung, in der Ferkelaufzucht und Mast durchführen.“ Die Fragen, um die es sich dreht, sind Fütterung, Haltung, biologische Leistung und Tierverhalten. Die Ziele seien Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Tiergesundheit. Die Ergebnisse werden regelmäßig im Bauernblatt in der Rubrik „Schweine aktuell“ veröffentlicht. Dr. Sophie Diers machte auf Nachfrage des Ausschusses aber eine Ausnahme: „Es finden keine Versuche statt, bei denen die Tiere erhöhtem Stress ausgesetzt werden, das lehnen wir ab.“

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