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Umweltbundesamt: Wertvolle Agrarflächen erhalten

Positionspapier zum Ausbau von Freiflächen-Photovoltaik
Von Agra-Europe
Der Ausbau von PV-Freiflächenanlagen soll dem UBA zufolge nicht zulasten der Ernährungssicherung oder des Umwelt- und Naturschutzes gehen. Foto: Imago

Der Zubau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen (PV-FFA) sollte aus Sicht des Umweltbundesamtes (UBA) so gestaltet werden, dass er nicht zulasten der Ernährungssicherung oder des Umwelt- und Naturschutzes geht. Das hat die Behörde in einem nun veröffentlichten Positionspapier betont. Grundsätzlich sollten PV-Module zur Erreichung der Ausbauziele demnach vorrangig auf Gebäuden und sonstigen versiegelten Flächen installiert werden, um möglichst wenig unversiegelte Flächen in Anspruch zu nehmen.

Ungeachtet dessen ist laut UBA zu erwarten, dass vor dem Hintergrund der gesetzlichen Ziele ein weiterer Zubau von PV-FFA stattfinden werde. Dafür sollten dann landwirtschaftlich genutzte Flächen verwendet werden, die „ökologisch weniger wertvoll sind und eine geringere bis mittlere Bodengüte aufweisen“, heißt es im Papier. Für UBA-Präsident Dirk Messner sind Wind- und Sonnenenergie bedeutend, um der Abhängigkeit von fossilen Energien zu entkommen. „Es ist jedoch wichtig und möglich PV-Anlagen so zu installieren, dass die Fruchtbarkeit unserer Böden und wertvolle naturnahe Bereiche erhalten werden“, bekräftigte Messner.

Mittelfristig sollte aus Behördensicht die energetische Nutzung von Anbaubiomasse zugunsten einer Stromerzeugung durch PV-FFA reduziert und „der Ausbau von Agri-PV als sinnvolle, flächeneffiziente Hybridnutzung vorangebracht werden“, schreibt das UBA. Begründet wird dies durch die deutlich höhere Flächeneffizienz von PV-Anlagen. „Photovoltaik erzeugt pro Hektar auch bei umweltschonendem Ausbau ein Vielfaches an Strom gegenüber Energiepflanzen“, unterstrich Messner.

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