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Trotz Trockenheit durchschnittliche Rübenerträge erwartet

Auf eine schonende, verlustarme Rodung kommt es an
Von Frank Jeche, Nordzucker
Die schonende und verlustarme Rodung ist besonders unter sehr trockenen Bedingungen eine große Herausforderung. Foto: Frank Jeche

Die Ergebnisse der dritten und letzten Proberodung in diesem Jahr deuten trotz der Trockenheit auf etwa durchschnittliche Rübenerträge hin. Allerdings wird es je nach gefallenem Niederschlag regional sehr große Unterschiede geben. Ob die Erwartungen erfüllt werden, hängt im Wesentlichen von den zukünftigen Regenmengen ab.

Die extrem trockenen und harten Böden werden hohe Anforderungen an die Rodequalität stellen. Eine schonende und verlustarme Rodung ist besonders unter diesen Bedingungen eine große Herausforderung, denn die Rüben brechen sehr leicht, und sie sind aufgrund der harten Böden häufig sehr weit herausgewachsen. Es wird je nach Bodenzustand diesmal darauf ankommen, durch eine angepasste Fahrgeschwindigkeit Bruchverluste zu vermeiden und minimal zu köpfen beziehungsweise gut zu entblatten. Weiterhin ist eine schonende Rübenreinigung zur Vermeidung von Beschädigungen der Rüben und daraus resultierenden Zuckerverlusten von entscheidender Bedeutung.

Besonders in diesem sehr trockenen Jahr wird häufig hinterfragt, ob der Frühlieferausgleich der Nordzucker den bei einer sehr frühen Rodung entgangenen Ertragszuwachs ausgleicht. Diese Frage kann mit Ja beantwortet werden. Durch den Frühlieferausgleich wird ein Ertragszuwachs von etwa 0,5 t/ha und Tag kompensiert. Langjährige Versuche der Arge Nord ergaben dagegen nur einen durchschnittlichen Zuwachs von etwa 0,4 t/ha. Darüber hinaus wird der Frühlieferausgleich ab dieser Kampagne um zirka 35 % angehoben, um den höheren Rübenpreisen Rechnung zu tragen. Somit hat der Landwirt bei einer frühen Rodung keinen finanziellen Nachteil.

Seit dem 1. September werden in Schladen auch Ökorüben aus Schleswig-Holstein angenommen. Die ersten Rübenerträge lagen zwischen 50 und 60 t/ha bei einem Zuckergehalt von etwa 17 %. Ab dem 12. September werden dann auch die konventionell angebauten Rüben aus Schleswig-Holstein in die Zuckerfabrik nach Uelzen gefahren. Ebenfalls in der nächsten Woche werden die ersten Biogasanlagen mit Rüben beliefert.

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