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Spitzenqualitäten beleben die Nachfrage

September-Zuchtviehauktion der Rinderzucht Schleswig-Holstein in Dätgen
Von Dr. Heiner Kahle, Rinderzucht Schleswig-Holstein
Thomas Schmahl aus Wesenberg mit dem Spitzenbullen der Septemberauktion „Feko“ von „Simply Red“, Klasse-2-gekört und für 4.000 € zugeschlagen. Foto: Sandra Ehlert

Trotz bester Witterungsbedingungen für die Maisernte ­fanden sich zahlreiche Kaufinteressenten zur Auktion der RSH eG in ­Dätgen ein. Die ­angebotenen Tiere konnten aufgrund der ­hervorragenden Qualität bei flottem Marktverlauf durch ­Auktionator Claus-Peter Tordsen zügig zugeschlagen werden.

Gegenüber der August-Auktion war die Preisspitze deutlich breiter bei dieser ersten Auktion des am 1. September beginnenden Geschäftsjahres der RSH. Dreimal gab es Gebote bei 4.000 € oder darüber und sechsmal für 3.000 € und darüber.

Bullen bis 4.000 €

Die Auktion begann mit der dreiköpfigen Kollektion der rotbunten Bullen. Dabei stach der dunkelrot gezeichnete „Simply Red“-Sohn „Feko“ der Zuchtstätte Thomas Schmahl, Milchhof Wesenberg, aufgrund seines überragenden Exterieurs und bemerkenswerter Leistungen auf der Mutterseite deutlich hervor. So war es nicht verwunderlich, dass sich ein hiesiger Käufer diesen Ausnahmebullen für 4.000 € sicherte. Der Durchschnittspreis der rotbunten Bullen betrug 3.000 €. Bei den schwarzbunten Bullen war die Nachfrage verhaltener. Hier wurde von den drei angebotenen Vatertieren nur „Fasco“, ein Sohn von „Diggy Dex“, vermarktet. Er erzielte 3.000 € und stammt aus der Zucht von Karsten Kaack, ­Ratzbek.

Färsen bis 4.350 €

Die angebotenen weiblichen Tiere wurden flott versteigert. Preissiegerin war dabei die „Redford“-Tochter „Evening“, eine abgekalbte, extrem leistungsbereite schwarzbunte Färse, ebenfalls aus der Zucht von Thomas Schmahl, Wesenberg. Bei einer Einsatzleistung von 47 kg präsentierte sie sich mit bestem Fundament sowie körperstark. Hier fiel nach hartem Bieterduell schließlich bei 4.350 € der Hammer. Eine weitere abgekalbte schwarzbunte Färse, vorgestellt von der gleichen Zuchtstätte, „Diamant“, eine körperstarke „Fangio“-Tochter, gefiel auch durch ihr hervorragendes Fundament bei hoher Einsatzleistung. Sie erreichte 4.000 €. Noch weitere drei schwarzbunte Färsen erzielten Gebote von 3.000 € oder darüber. Der Durchschnittspreis der schwarzbunten Färsen betrug 2.683 €.

Die Rohwedder GbR, Buchholz, stellte mit 3.400 € die teuerste rotbunte Färse. Die „Rambo PP“-Tochter überzeugte durch ihre ebenfalls sehr hohe Einsatzleistung, viel Kraft und Stärke sowie beste Strichplatzierung und nicht zuletzt aufgrund ihrer genetisch homozygoten Hornlosigkeit. Die rotbunten Färsen erzielten durchschnittlich 2.494 €.

Angler und Kreuzungen

Die Kollektion der abgekalbten Angler Färsen erreichte 2.288 € im Mittel. Dabei stellte Volker Asmussen, Dannewerk, mit der besonders harmonischen und genetisch hornlosen „Blavand P“-Tochter „Dusty P“ die teuerste und erzielte für sie 2.600 €. Drei sehr wüchsige und vielversprechende Angler Kälber, geboren Anfang August, angeboten von der Zuchtstätte Michael Petersen, Taarstedt, wurden im Durchschnitt für 467 € verkauft, dabei erreichte „Granate“ (Vater „Claus P“), genetisch hornlos, 550 €.

Drei abgekalbte Kreuzungsfärsen erreichten durchschnittlich 1.967 €.

Fazit

Die Kaufinteressenten nutzen verstärkt die aktuellen Marktchancen zur Bestandsergänzung, was vor dem Hintergrund der zuletzt etwas freundlicheren Milchmarktprognosen sicher betriebswirtschaftlich sinnvoll ist. Dazu bietet die nächste Auktion der RSH eG am 15. Oktober eine weitere gute Gelegenheit. Diese findet im Vermarktungszentrum der RSH eG in Dätgen statt. Angeboten werden Tiere, die ausschließlich aus BHV1- und BVD/MD-freien Betrieben stammen.

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