StartNachrichtenPferd & ReiterKörung des Pferdestammbuchs

Körung des Pferdestammbuchs

Sieger und Verlierer, gute und schlechte Zeiten
Von Lena Höfer
Kronsgaards Walter siegte bei den vier vorgestellten Shetlandponys. Der Rappe stammt aus der Zucht von Claus-Peter Thomsen aus Kronsgaard, Kreis Schleswig-Flensburg. Foto: Christian Beeck

Auch in diesem Jahr fand die Körung des Pferdestammbuchs Schleswig-Holstein/Hamburg auf der Anlage des Holsteiner Verbandes in Elmshorn statt. Dabei wären die Beteiligten gerne nach Neumünster gekommen, um ihre Hengste auch gebührend zu feiern und zu besprechen.

Doch für die rund 90 Hengste waren die Bedingungen perfekt. „Es lief alles völlig planmäßig. Da gibt es nichts zu meckern“, sagte eine entspannte Zuchtleiterin und Geschäftsführerin nach der Veranstaltung. Dr. Elisabeth Jensen betonte: „Wir hatten 90 Hengste vor Ort. Das hätte man auch in zwei Tagen durchziehen können, aber in dreien war es wirklich entspannt.“

Bei den Islandpferden siegte Vængur frá Hofsstaðaseli aus der Zucht und dem Besitz von Familie Deicke aus Schönwalde, Kreis Ostholstein. Foto: Christian Beeck

Wie immer habe es Sieger und Verlierer, gute und schlechte Zeiten gegeben. „Sieben vorgestellte Welsh Cobs ohne einen gekörten Hengst sprechen wohl für sich“, sagte Jensen. Die Zuchtleiterin hofft, dass auch die Züchter dieses Ergebnis akzeptierten und nicht für eine „halbe Notlösung“ gewesen wären.
Dafür war vor allem die Spitze der Islandpferde sehr gut aufgestellt. Mit 21 Hengsten waren es fast so viele wie bei den Deutschen Reitponys. Herausragend präsentierte sich Vængur frá ­Hofsstaðaseli. Der Hengst stammt aus der Zucht von Familie Deicke, die auf dem Hof Hochfeldhufe im Kreis Ostholstein und auch auf Island Pferde züchtet. Erster Reservesieger wurde Töfri vom Hof Osterkamp. Der Hengst wurde in Niedersachsen gezogen und nun von Malte Köhn aus Quickborn ausgestellt. Þótti vom Stubbenkamp wurde zweiter Reservesieger. Gezüchtet und ausgestellt wurde der Fuchs von Marcus Stoltz aus Niedersachsen.

Bei den Deutschen Reitponys kam auch in diesem Jahr niemand an Peter Böge vorbei. Der Züchter aus Schönhorst, Kreis Rendsburg-­Eckernförde, stellte mit Steendieks Danciano von Morgensterns Dalai wieder einmal den Sieger. Auch der Reservesieger, ein Hengst von FS Mr. Right aus einer Sir Heinrich-Mutter, der gleichzeitig Springsieger wurde, stammt aus seiner Zucht. Der zweite Reservesieger, Crabbit, stammt hingegen aus der Zucht und dem Besitz von Severin von Rumohr junior aus Hemmelsdorf, Kreis Ostholstein.

Aus der Zucht von Peter Böge aus Schönhorst, Kreis Rendsburg-Eckernförde, stammt einmal mehr der Siegerhengst der Deutschen Reitponys: Steendieks Danciano. Foto: Christian Beeck
Auch Hans-Heinrich Ehlers mischte wieder bei den Siegerhengsten mit. Er stellte mit Schalenburgs Barnaby den Sieger bei den Shettys unter 87 cm. Foto: Christian Beeck


Rebecca Otto aus Timmdorf bei Malente, Kreis Ostholstein, ist Besitzerin des Siegerhengstes bei den Deutschen Classicponys: Jackpot von Krummesse. Foto: Christian Beeck

Den Siegerhengst bei den Deutschen Classicponys, Jackpot von Krummesse, beschrieb die Zuchtleiterin als „sehr imposant“. Er wurde vorgestellt von Rebecca Otto aus Malente, Kreis Ostholstein.
Familie Ehlers aus Bokhorst, Kreis Steinburg, stellte drei Hengste, die alle gekört wurden, darunter auch der Rassesieger bei den Shetlandponys unter 87 cm, Schalenburgs Bar­naby. Den Minishettyhengst fand die Zuchtleiterin „ebenfalls sehr überzeugend“. „Für uns ist es etwas Besonderes, da er unser letzter Sohn von dem im vergangenen Jahr verstorbenen Balduin ist“, schrieb der Züchter auf Facebook.

WEITERE ARTIKEL
- Anzeige -
- Anzeige -

Meistgeklickt