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IGC erwartet geringere Getreideernte

Im Handel werden große Mengen aus der Ukraine fehlen
Von Mechthilde Becker-Weigel
Die Weizenproduktion soll weltweit bei 769 Mio. t liegen. Foto: Imago

Die Weltgetreide­ernte 2022/23 wird voraussichtlich kleiner ausfallen als bislang prognostiziert.
Der Internationale Getreide­rat (IGC) hat in seinem Mai-Bericht die aktuelle Vorhersage um 24 Mio. t auf 2,251 Mrd. t ­Getreide nach unten korrigiert. Obwohl damit die Vor­jahresmenge um 40 Mio. t verfehlt würde, wäre das aber immer noch die zweitgrößte Erntemenge aller Zeiten.

Bei Mais erwartet der IGC eine Ernte von weltweit 1,184 Mrd. t, damit soll das Minus auf Monatssicht mit 13 Mio. t noch größer als beim Weizen ausfallen. Hier wirken sich im Handel die Fehlmengen aus der Ukraine stark aus, zudem bremst das hohe Preisniveau die Verfütterung. Der Maisverbrauch soll nun auf 1,2 Mrd. t zurückgehen und mit minus 18 Mio. t sogar noch deutlich stärker sinken als bei der Erzeugung. Dies führt auf Monatssicht zu höheren weltweiten Maisbeständen als erwartet. Auf Jahressicht allerdings sollen sich die Maisvorräte in der kommenden Saison abbauen.

Den weltweiten Getreideverbrauch 2022/23 veranschlagt der Getreiderat auf voraussichtlich 2,279 Mrd. t; im April war hier noch mit 23 Mio. t mehr gerechnet worden. Die Schätzung für das Vorjahr beläuft sich auf 2,286 Mrd. t. Damit wäre der globale Verbrauch von Getreide im Jahresvergleich zum ersten Mal seit 2015/16 wieder rückläufig. Ausschlaggebend dafür ist laut IGC vor allem der deutliche Anstieg der Getreidepreise, weshalb die Nachfrage nach Futtergetreide eingeschränkt werden dürfte.

Für den Weizenverbrauch wird unterm Strich noch ein leichter Zuwachs um 2 Mio. t auf 780 Mio. t erwartet. Mit Blick auf die Getreidevorräte zum Ende der Vermarktungssaison 2022/23 rechnet der IGC jetzt im Vergleich zu den voraussichtlichen Anfangsbeständen mit einer Abnahme um 27 Mio. t auf 580 Mio. t. Dabei dürften beim Weizen vor allem Indien und die wichtigsten Exporteure mit Ausnahme Russlands und der Ukraine ihre Lagermengen abbauen, sodass sich hier unter dem Strich ein Verringerung um 4 % auf insgesamt 271 Mio. t ergeben würde. Damit würde der globale Mehrjahresdurchschnitt geringfügig verfehlt. Den Welthandel mit Getreide sehen die Londoner Experten für 2022/23 jetzt bei 404 Mio. t; das wären 12 Mio. t weniger als im laufenden Vermarktungsjahr. Das wird vor allem mit voraussichtlich kleineren Handelsmengen an Mais und Gerste begründet. Dagegen soll der internationale Umschlag von Weizen um 400.000 t auf 194 Mio. t steigen. age

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