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Bachelor of Science … und jetzt?

Abschlussfeier im Fachbereich Agrarwirtschaft
Von Prof. Rainer Wulfes, Fachhochschule Kiel, ­Fachbereich Agrarwirtschaft
Die Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen mit dem Dekan Prof. Braatz. Foto: Patrick Knittler

Die aktuellen Hygieneregeln der Corona-Pandemie ließen es zu: Am 18. Februar konnten 51 Absolventinnen und Absolventen in feierlichem Rahmen ihre Urkunden zum Abschluss ihres Bachelorstudiums der Landwirtschaft beziehungsweise ihres Masterstudiums des Agrarmanagements in Empfang nehmen.

Dekan Prof. Martin Braatz und viele Helferinnen und Helfer hatten in der Halle der Landwirtschaftskammer in Rendsburg einen festlichen Rahmen hergerichtet. Eltern, Partnerinnen und Partner, Freundinnen und Freunde konnten den Studienabschluss per Videokonferenz verfolgen.

Der Fachbereich sei froh, dass die Prüfungswochen und die Abschlussfeier in Präsenz hätten stattfinden können, sagte Braatz. Trotz dreier digitaler Semester waren die Leistungen der 41 Bachelors und zehn Master überdurchschnittlich. „Sie können auf eine ganz besondere Studienzeit zurückblicken. Das Engagement und die Disziplin aller Lehrenden und Studierenden haben geholfen, alle Hürden von Zoom und Moodle zu überspringen. Damit sind die heute verteilten Urkunden und Zeugnisse der große Nachweis eines erfolgreichen Kompetenzerwerbs während ihres Studiums“, betonte der Dekan stolz. Den Absolventinnen und Absolventen gab er zu verstehen, dass sie ab heute die Visitenkarte des Fachbereichs und damit auf dem Arbeitsmarkt die Wegbereiterinnen und Wegbereiter für alle nachfolgenden Studierenden sein würden.

Nicht lamentieren, sondern verändern

Der Vizepräsident der Fachhochschule Kiel, Prof. Dr. Tobias Hochscherf, beglückwünschte die Absolventinnen und Absolventen zu ihrem gelungenen Abschluss. „Halten Sie nach dieser Feier aber auch noch einmal inne, blicken sie dankbar auf das Erreichte zurück und genießen Sie den Moment“, gab er ihnen mit auf den Weg.

Bevor die Urkunden und Zeugnisse überreicht wurden, würdigte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Prof. Albrecht Mährlein, die Disziplin der Studierenden während ihres Studiums. „Sie haben die besonderen Herausforderungen in ihrer Studienzeit angenommen, dafür meinen Respekt an Sie.“ Er ermutigte die Gruppe, „nicht zu lamentieren, sondern Veränderungen vorzunehmen, wenn rationale Entscheidungen diese erforderlich machen. Fangen Sie einfach damit an!“

Studium im maritimen Kontext

Unter Regie von Prodekanin Prof. Katrin Mahlkow-Nerge begann die Übergabe der Urkunden. Sie hatte dafür in akribischer Vorarbeit von jeder Absolventin und jedem Absolventen Besonderheiten aus dem Studium und zum zukünftigen Berufsfeld recherchiert und zum Besten gegeben. Viele Episoden führten dabei zum Schmunzeln der Zuhörer.

Für die Absolventinnen und Absolventen fassten Mats Petersen für die Bachelors und Henrike Grotsch für die Master ihre Eindrücke aus dem Studium zusammen. „Bachelor of Science … und jetzt?“, fragte Petersen. Das Ziel des Studiums der Landwirtschaft sei in der Beschreibung des Studiengangs formuliert: Führungskraft in der Landwirtschaft und im landwirtschaftlichen Umfeld. Im maritimen Kontext, man hat schließlich am Nord-Ostsee-Kanal studiert, sei das vergleichbar mit dem Kapitän eines Schiffes. Dessen Aufgabe erfordere ein Schiff mit dem Rumpf, dem Studiengang, als Grundlage. Um ans Ziel zu kommen, sei Energie notwendig, quasi der Motor und der Antrieb. „Dieser Teil des Schiffes stellt den stetigen Kompetenzerwerb während des Studiums dar. Anker und Ruder dienen praktisch der Orientierung und der Kontrolle des Studienfortschritts, und im Laderaum ist viel Platz für das durch die Vorlesungen erreichte Wissen“, sagte Petersen. Daher auch die Bezeichnung „Container-Module“. Für die sichere Steuerung eines Schiffes bedürfe es der Lotsen, also der Lehrenden. Zudem brauche jedes Schiff einen Heimathafen, also den Fachbereich Agrarwirtschaft mit der Hafenmeisterei, dem Sekretariat. Mit dem Abschluss könnten die Studierenden jetzt in See stechen, schloss Petersen, er werde sich aber immer auch auf ein Wiedersehen im Heimathafen freuen.

Henrike Grotsch verglich die Besonderheiten des Masterstudiengangs mit dem Ackerbau. Gute Aussaat und Pflege eines Bestandes, also das ständige Bemühen um Kompetenzerwerb durch die Vorlesungen und die Unterstützung durch die Lehrenden, führten auch zu einer guten Ernte, also zum erfolgreichen Studienabschluss. Die Erkenntnis aus dem Studium sei aber auch, dass man aus vielen Fehlern auch viel lernen könne und dass ein gutes Netzwerk zu vielen Überlebenstipps während des Studiums beitrage.

Prof. Schlüter geht in Ruhestand

Nach 64 Hochschulsemestern wurde an diesem Abend Prof. Klaus Schlüter in den wohlverdienten Ruhestand entlassen. „Wir verabschieden einen Kollegen, der das heutige Format des Fachbereichs entscheidend mitgeprägt hat, und bedanken uns für sein vielfältiges Engagement an der Fachhochschule und am Fachbereich“, würdigte Prof. Dr. Rainer Wulfes die Verdienste von Schlüter in seiner Laudatio (siehe unten).

Dieser dankte dem Kollegium und allen Mitarbeitenden des Fachbereichs für die gute Zusammenarbeit. In einem kurzen Rückblick ließ er seine Dienstzeit unter dem Motto „Nichts ist beständiger als der Wandel“ Revue passieren.

Zum Abschluss der Feierstunde beglückwünschte der Vorsitzende der Vereinigung der Agraringenieure, Diplom-Ingenieur (FH) Stefan Heins, die Absolventinnen und Absolventen zu ihrem erfolgreichen Abschluss. „Entwickeln und bewahren Sie Leidenschaft in allem, was Sie tun, dann werden Sie darin auch erfolgreich sein“, gab er ihnen mit auf den Weg. „Wenn innen nichts brennt, kann außen nichts leuchten!“ Er warb für die Mitgliedschaft in der Vereinigung, um weiterhin den Kontakt zum Fachbereich zu halten und das erworbene Netzwerk zu pflegen.


Bachelorabsolventinnen und ­-absolventen: Sören Andersen,Steinfeld; Nikolai Arndt, Sterley; Lina-Sophie Blohme, Langwedel; Broder Bock, Nübbel; Jörn Bock, Nübbel; Lars Bornholdt, Barmstedt; Timo Breiholz, Hohenlockstedt; Kim Fenja Ehrk, Klamp; Frerk Elm, Nordleda; Michel Fastenau, Thedinghausen; Sophie Feye, Wardenburg; Arne Frerichs, Nordenham; Nadine Groenewold, Hörsten; Katja Helena Hartmann, Lübeck; Hannes Holm, Westerrönfeld; Anna Horstmann, Jerrishoe; Alica Huckfeldt, Heede; Mathis Klee, Helve­siek; Ngoc Tu Ly, Kiel; Niko Ohrt, Haale; Lukas Osterkamp, Sie­versdorf; Mats Petersen, Maasbüll; Kristin Radtke, Grabau; Jan­ne Richling, Wie­mersdorf; Inken Rörup, Amelinghausen; Jan Sander, Uetze; Florian Matthias Schmidt-Holländer, Saustrup; Leonie-Antonia Schulz, Haselau; Theresa Schweim, Krems II; Aviel Sender, Kiel; Mona Sengpiehl, Rieseby; Cornelius Strittmatter, Kiel; Marie Strübe, Haale; Daniel Struve, Eggstedt; Lars Erik Thomsen, Holtsee; Jasmin Ulke, Westerrönfeld; Hauke Wegner, Berkenthin; Lisa Wieckhorst, Neustadt; Thilo Wohlers, Barg­stedt; Anna Zamjatnins, Nettelsee; Emily Ziegler, Saarwellingen

Masterabsolventinnen und ­-absolventen: Vanessa Christian, Stördorf; Mareike Clausen, Ahneby; Wiebke Frahm, Koberg; Samuel Friedl, Salach; Lisa Gehrt, Börm; Henrike Grotsch, Schönkirchen; Dalia-Elen Möller, Altenholz; Karen Reiter, Bad Oldesloe; Nils Suhr, Owschlag; Thore Witthinrich, Hohenwestedt


Prof. Klaus Schlüter im Ruhestand

Prof. Klaus Schlüter.  Foto: Patrick Knittler

Nach 64 Hochschulsemestern wurde bei der diesjährigen Abschlussfeier des Fachbereichs Agrarwirtschaft Prof. Klaus Schlüter in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Schlüter wurde 1990 an den damaligen Fachbereich Landbau berufen, um dort die Fachgebiete Phytomedizin und Botanik zu vertreten. Seine aktive Dienstzeit am Fachbereich war geprägt von seiner ambitionierten und professionellen Lehre, von einer stets engagierten Betreuung der Studierenden, der umfangreichen Publikations- und Vortragstätigkeit über seine praxisorientierte Forschung sowie seiner Gremienarbeit im Fachbereich und der Fachhochschule Kiel. Der Aufbau und die Weiterentwicklung des Versuchsfeldes Lindenhof waren eine besondere Leidenschaft Schlüters. Die heutige Ausrichtung des Lindenhofs, die personelle und technische Ausstattung sind im Wesentlichen seinem Engagement bei der Beschaffung finanzieller Mittel zu verdanken und trugen maßgeblich zur Erfolgsgeschichte und der mittlerweile bundesweiten Reputation des Lindenhofes sowie des ganzen Fachbereichs bei. Für diese besondere Leistung wurde Prof. Schlüter die Hochschulmedaille verliehen. Prof. Rainer Wulfes

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