Im Lehr- und Versuchszentrum für Milchwirtschaft (LVZM) der Landwirtschaftskammer in Bad Malente fand am 9. September die jährliche Käseprüfung statt.
Zusammen mit ehemaligen Absolventen des Malenter Lehrzentrums beurteilten die Auszubildenden über 40 Käsesorten aus zwölf schleswig-holsteinischen Betrieben. In der Käseprüfung werden Aussehen, Geruch und Geschmack der einzelnen Sorten gemäß der vorliegenden Spezifikation und den Vorgaben der Käseverordnung bewertet. Dabei kommt es nicht auf den eigenen Geschmack an. Ausschließlich objektive Qualitätsparameter gilt es zu ermitteln und zu bewerten. Die Schülerinnen und Schüler profitieren dabei von der Ausbildung und Erfahrung der ehemaligen Absolventen.
Stephanie Wetekam, Geschäftsführerin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, stellte fest: „Die Milcherzeugung ist eine der wichtigsten Sparten der schleswig-holsteinischen Landwirtschaft. Mit der Weiterverarbeitung der Milch in den heimischen Molkereien bleibt die Wertschöpfung in der Region. Von der überregional vermarktenden Genossenschaftsmeierei bis zur kleinen Hofkäserei mit saisonaler Produktion gibt es in Schleswig-Holstein alle Beispiele. Die heutige Käseprüfung zeigt die große Bandbreite des Sortimentes aus den schleswig-holsteinischen Käsereien. Vom jungen Schnittkäse über den aromatischen Weichkäse bis zum würzigen Hartkäse findet hier jeder seinen Lieblingskäse. Gleichzeitig bietet die Prüfung den Auszubildenden der Milchwirtschaft die Möglichkeit, unter Anleitung erfahrener Prüfer die eigenen sensorischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.“
Das Lehr- und Versuchszentrum für Milchwirtschaft in Malente ist eine zentrale überbetriebliche Ausbildungsstätte für die Molkereiwirtschaft. Dort erwerben angehende Milchtechnologinnen und Milchtechnologen sowie Milchwirtschaftliche Laborantinnen und Laboranten fundierte Kenntnisse in modernen Produktions- und Analysemethoden. Beide Ausbildungswege eröffnen jungen Menschen sichere Zukunftsperspektiven, vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und attraktive Karrierechancen. Meike von Bergen, Leiterin des LVZM in Bad Malente, betonte anlässlich der Prüfung: „Ein guter Käse lässt sich nicht beschleunigen. Man kann die Milch noch so sorgfältig auswählen, die Kulturen perfekt einsetzen, bei der Herstellung alles richtig machen – am Ende braucht ein guter Käse etwas, das sich technisch nicht ersetzen lässt: Zeit. Und vielleicht ist das auch eine ganz passende Beschreibung für das, was wir hier in Malente tun. Denn auch aus einer guten Ausbildung wird nicht über Nacht Erfahrung. Es braucht Wissen, Übung, Neugier – und immer wieder Menschen, die bereit sind, ihr Können an die nächste Generation weiterzugeben.“
Die maximale Qualitätszahl 5,0 erreichten zahlreiche Sorten, eine Übersicht findet sich im Internet auf lksh.de



