StartNachrichtenKammer kompaktDrei Fragen an den neuen Förster Leon Kitzig

Drei Fragen an den neuen Förster Leon Kitzig

„Das Elementare an einem guten Tag ist, dass man rauskommt“
Von Isa-Maria Kuhn, Landwirtschaftskammer SH
Leon Kitzig ist der neue „Flexiförster“ bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Foto: privat

Seit April arbeitet Leon Kitzig als Förster für die Landwirtschaftskammer. Der Segeberger hat nach dem Abitur ein FÖJ im Erlebniswald Trappenkamp gemacht und entschieden, dass er Forstwirtschaft studieren ­wollte.

In Göttingen hat der 27-Jährige den Bachelor in Forstwirtschaften und Waldökologie gemacht und sich im Anwärterdienst in Niedersachsen auf die Arbeit als Förster vorbereitet. Jetzt ist er also im Land zwischen den Meeren tätig. Isa-Maria Kuhn sprach mit ihm.

In der Kammer nennen wir Sie nur kurz den Flexiförster. Was verbirgt sich denn hinter dieser Aufgabe?
Leon Kitzig: Ich bin offiziell flexibler Bezirksförster und unterstütze vor allem die Kollegen an der Westküste und in Hohenwestedt. Ich mache alles, was meine Kollegen auch tun, wie Betreuung und Beratung von Waldeigentümern, Förderung kann auch ein Thema sein. Ich unterstütze nach Absprache, wenn vor Ort Arbeitsspitzen herrschen.

Das hört sich so an, als wäre die Absprache zwischen den Bezirken extrem wichtig.
Das A und O ist die Flexibilität und dass man weiß, was der andere von einem möchte und welche Unterstützung er braucht. Heute hilft uns die Technik weiter bei der Abstimmung: Dynamic Forest, das ist eine Plattform für effiziente digitale Forstverwaltung. Dort sind zum Beispiel Karten und verschiedene Tätigkeiten im Wald hinterlegt.

Aber trotz aller sinnvoller Hilfsmittel sprechen wir jeden Tag miteinander. Es ist sehr viel wert, einen guten Draht zueinander zu haben. Ich bin viel im Auto unterwegs und nutze die Fahrzeit dann gern, um mit den Kollegen zu telefonieren. Die sind sehr offen und freuen sich, so glaube ich, über diese Verstärkung.

Warum die Bewerbung als Förster bei der LKSH?
Nach meiner zweiwöchigen Hospitation als Bezirksförster bei der Landwirtschaftskammer in Niedersachsen habe ich die Entscheidung getroffen, dass dieser Job der richtige für mich ist. Die Arbeit ist genau das, was ich will. Man berät und betreut den einzelnen Waldbesitzer, es macht Spaß, gemeinsam zu planen, was mit dem Wald passieren soll. Ich mag das Organisieren und muss kompromissbereit sein. An einem perfekten Arbeitstag fange ich im Büro an, fahre dann hinaus, treffe Waldbesitzer und halte Rücksprache mit Kollegen. Das Elementare an einem guten Tag ist, dass man rauskommt.

WEITERE ARTIKEL
- Anzeige -
- Anzeige -

Meistgeklickt