Von den 17 Wochen, die der Schleswig-Holstein Cup und der Cup der Bundesländer laufen, sind schon zwei Drittel vorbei. Bis Freitag, 26. Juni, können die 3.000 Pferdefreunde aus neun Bundesländern noch Kilometer sammeln.
„Unsere Idee, im Gelände Kilometer zu sammeln, sich mit anderen Teilnehmern, Landkreisen und Bundesländern zu messen und nebenbei für die eigenen Reit- und Fahrwege noch etwas Gutes zu tun, hat einen Nerv getroffen“, freut sich Stacy Bradtke vom Veranstalterteam des Vereins Reit- und Fahrwege Schleswig-Holstein. Denn in diesem Jahr fieberten nicht nur die ausreitbegeisterten Schleswig-Holsteiner auf den Start des Events hin.
Es herrsche wieder eine angenehme Atmosphäre mit aktivem Austausch zwischen den Teilnehmern. In den dazugehörigen Facebook- und WhatsApp-Gruppen seien bereits einige Verabredungen zustande gekommen, ob mit oder ohne Pferd. „Hier lernt man Leute kennen, die man sonst im Privatleben eventuell nie getroffen hätte“, so Bradtke. Damit sei ein Ziel bereits erfüllt: die Gemeinschaft zu stärken und Gleichgesinnte zu vernetzen.
In der bundesweiten Gesamtwertung führen die 800 Teilnehmer aus Schleswig-Holstein eindeutig das Feld an, gefolgt von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Die meisten Durchschnittskilometer hat bisher allerdings das neu eingestiegene Bundesland Baden-Württemberg gesammelt, mit Abstand zu Rheinland-Pfalz und Sachsen. Für das kommende Jahr haben bereits einige der noch fehlenden Bundesländer Interesse bekundet. Im besten Fall kann der Cup der Bundesländer 2027 zum ersten Mal deutschlandweit ausgeführt werden.
Die siegenden Landkreise im Schleswig-Holstein Cup hatten sich in den vergangenen Jahren schon während der ersten Wochen herauskristallisiert. In diesem Jahr herrscht ein regelrechter Kampf um die Spitze und die damit verbundenen Preisgelder in den Kategorien Gesamt- und Durchschnittskilometer. Die meisten Gesamtkilometer haben aktuell die Vorjahressieger aus Schleswig-Flensburg, doch die Teilnehmer aus Segeberg sind ihnen dicht auf den Fersen. Rendsburg-Eckernförde und Pinneberg liegen mit etwas Abstand dahinter. Sollten die aktuell Führenden jedoch schwächeln, könnte sich dies schnell ändern.
Nach Durchschnittskilometern liegt zum ersten Mal das Herzogtum Lauenburg an der Spitze. „Ob sich hier einmal ein ganz neuer Landkreis den Sieg holt?“, fragt Bradtke. Doch die Titelverteidiger aus Nordfriesland sind ihnen extrem dicht auf der Spur und geben sich noch nicht geschlagen. „Wir sind gespannt, was die folgenden Wochen noch bringen. Aber eins ist klar: Der Spaß und das Zusammensein mit dem Partner Pferd kommen hier nicht zu kurz.“
Bradtke fügt noch hinzu: „Auch wenn jeder noch so kleine Kilometer zählt, möchten wir unsere aktuell Platzierten aus den verschiedenen Sparten nicht außer Acht lassen. Wir haben größten Respekt dafür, was sie in neun Wochen bereits geschafft haben. Alle Teilnehmer sind der eindeutige Beweis, wie wichtig gut ausgebaute Reit- und Fahrwege sind. Vor allem wenn man sieht, dass auch unser Nachwuchs bereits sehr aktiv unterwegs ist.“ pm




