StartNachrichtenLandjugendSeminar „La.Le.Le“: Mitmachen statt nur zuhören

Seminar „La.Le.Le“: Mitmachen statt nur zuhören

Teilnehmende der Landjugend SH kamen in Glückstadt zusammen
Von Paul Weniger
Ins frühlingshafte Glückstadt ging es für die zwölf Teilnehmenden des La.Le.Le-Seminars am vergangenen Wochenende. Foto: Paul Weniger

Auch in diesem Jahr findet die La.Le.Le-Seminarreihe statt. La.Le.Le steht für „Landjugend leben lernen“. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Seminars kann die Jugendleiter-Card (Juleica) beantragt werden. Sie ist eine Anerkennung für ehrenamtliches Engagement und bringt als kleines Dankeschön verschiedene Vergünstigungen und weitere Formen der Wertschätzung mit sich – welche genau, ist je nach Region unterschiedlich.

Um das Seminar erfolgreich abzuschließen, müssen beide Wochenenden besucht sowie ein Erste-Hilfe-Kurs absolviert werden. Im Anschluss kann dann die Juleica beantragt werden. Das erste Wochenende verbrachten die zwölf Teilnehmenden gemeinsam mit ihren vier Referenten in der Jugendherberge in Glückstadt. Dort erwartete sie ein abwechslungsreiches und aktives Programm, denn beim La.Le.Le gilt: Mitmachen statt nur zuhören.

Die ersten Teilnehmenden reisten am Freitagnachmittag an. Spätestens zum Abendessen waren dann alle vor Ort, sodass das Wochenende gemeinsam starten konnte. Beim anschließenden Kennenlernen entstand schnell eine offene Atmosphäre. Außerdem erarbeiteten sich die Teilnehmenden eigene Gruppenregeln für das Seminar. Inhaltlich ging es danach bereits mit den ersten Themen weiter, darunter „Rund um Spiele“ und „Feedback“. Der Abend klang schließlich mit einem netten Schnack in gemütlicher Runde aus.

Welche Entwicklungsstufen von Gruppen gibt es, und welche Rolle füllt man selbst darin aus? Antworten gab es beim La.Le.Le-Seminar. Foto: Paul Weniger

Ganz im Zeichen der eigenen Persönlichkeit und des Miteinanders in Gruppen stand der Sonnabend. Die Teilnehmenden setzten sich intensiv mit den verschiedenen Entwicklungsstufen von Gruppen sowie der eigenen Rolle darin auseinander. Am Nachmittag folgten Einheiten zu Lebenswelten und Sozialisation sowie zum inneren Schweinehund. In diesem Zusammenhang schrieben alle Teilnehmenden einen Brief an sich selbst, der ihnen in etwa einem Jahr zugeschickt wird; eine spannende Möglichkeit, die eigene Entwicklung später noch einmal zu reflektieren.

Nach dem Abendessen ging es um das Thema Alkoholprävention und den verantwortungsvollen Umgang damit. Den Abend gestalteten die Teilnehmenden anschließend nach ihren eigenen Interessen: Während ein Teil der Gruppe in der Jugendherberge blieb und gemeinsam Spiele spielte, nutzte die andere Hälfte die Gelegenheit, die Innenstadt von Glückstadt zu erkunden. Am Sonntag, dem letzten Tag des ersten Seminarwochenendes, standen die Themen Fetenplanung und Öffentlichkeitsarbeit auf dem Programm. Beides sind Bereiche, die für die Landjugendarbeit unverzichtbar sind. Denn eine gelungene Veranstaltung braucht nicht nur eine gute Planung, sondern auch eine überzeugende Bewerbung. Beim „Fetenspiel“ musste eine Gruppe unter Zeitdruck eine Veranstaltung organisieren und dabei immer wieder unerwartete Herausforderungen meistern, etwa einen Sturm, der die Zeltplanen beschädigt. Am Ende konnte sich die Gruppe erfolgreich gegen die Zeit durchsetzen. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wurden anhand von Instagram-Profilen anschaulich Dos and Don’ts vermittelt – also Dinge, die in der Social-Media-Arbeit gut funktionieren, und solche, die man besser vermeiden sollte.

Nachmittags trat die Gruppe schließlich die Heimreise an. Wiedersehen werden sich alle am 5. Juni, wenn der zweite Teil des Seminars in Steinbergkirche in der Bildungsstätte auf dem Scheersberg stattfindet.

WEITERE ARTIKEL
- Anzeige -
- Anzeige -

Meistgeklickt