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Vorbereitungen auf die Saison laufen

Nennenswerte Mengen heimischen Spargels erst nach Ostern
Von Daniela Rixen/Thomas Hanf, Landwirtschaftskammer SH
Nasse Böden und teils überflutete Flächen trockneten im März schneller ab als erwartet, sodass das Aufdämmen doch gut voranging. Folien wurden auf die Dämme gelegt und die Minitunnel für die Verfrühungsflächen aufgebaut. Nennenswerte Spargelmengen erwartet die Kammer aber erst mit dem Start in die Saison ab 9. April. Foto: Thomas Hanf

Die ausgiebigen Niederschläge der vergangenen Wochen sorgten dafür, dass sich die Frühjahrsarbeiten auf den Spargelbetrieben verzögerten. Erstaunt waren viele Spargelbauern jedoch, wie schnell dann einige Flächen abtrockneten, sodass das Aufdämmen in den letzten zwei Wochen doch noch relativ früh beginnen konnte.

Wie schnell der Spargel nach der Vorbereitung der Flächen regional seine weißen Köpfe aus den Dämmen streckt, bleibt abzuwarten.

In den südlichen Bundesländern wird die Ernte zu Ostern angefangen haben, in Schleswig-Holstein wird das Gros der Betriebe aber erst nach Ostern beginnen. Am 9. April starten der Arbeitskreis Spargel Schleswig-Holstein und die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein offiziell mit dem traditionellen Spargelanstich in die Saison 2024, diesmal wieder im Kreis Herzogtum Lauenburg. Erstmalig wird ein Spargelherzog mit dabei sein, der zusammen mit dem Vizepräsidenten der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Hans-Caspar Graf zu Rantzau, den Spargelanstich feierlich durchführen wird.

Die Landwirtschaftskammer möchte mit diesem Termin an die Konsumenten das Signal senden, auf die ersten nennenswerten heimischen Mengen des Saisongemüses Spargel zu setzen und nicht Ware aus dem Ausland mit langen Transportwegen und einem hohen Wasserfußabdruck zu kaufen. Es heißt also zu Ostern für die Liebhaber des regionalen Edelgemüses, noch etwas Geduld zu bewahren und auf viele warme und vor allem sonnige Tage zu hoffen, sodass der Spargel aus dem nördlichsten Bundesland dann doch bald zu genießen ist.

Das Anlegen der Spargeldämme, das Verlegen der Folien und das Aufstellen der Minitunnel für die Verfrühungsflächen waren erst verspätet möglich, da an sehr vielen Stellen das Wasser auf den Flächen noch stand. Es gab aber dann doch eine zügige Abtrocknung des Bodens. Die erstellten Spargeldämme waren von guter Struktur, feinkrümelig, um ein schnelles Erwärmen zu gewährleisten, denn der Spargel wächst erst bei Temperaturen von 10 bis 12 °C an der Triebkrone. Die Erde, die die Dammfräse zu einem Spargeldamm formt, sollte deshalb relativ trocken sein. Außerdem wirken sich verkrustete Dämme dann später deutlich negativ auf die Ernteleistungen der Mitarbeiter aus.

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