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Eine neue Erntekrone für die Kammer

Landjugendkreisgruppe Schleswig-Flensburg dekoriert die Hauptverwaltung
Von Gisela Lehmbecker,Landwirtschaftskammer SH
Eine neue Erntekrone! Nicht nur die Mitglieder auf der Treppe, sondern auch die Trägerin und der Träger strahlen entspannt zusammen mit Kammerpräsidentin Ute Volquardsen um die Wette. Foto: Gisela Lehmbecker

Stürmisch-regnerisches Wetter läutete endgültig den Herbst ein, als der Landjugendkreisverband Schleswig-Flensburg diese Woche seine selbst geflochtene Erntekrone an die Landwirtschaftskammer übergab. Mit ihren kunstvoll gewundenen Bögen, jeder mit einer anderen Getreideart geflochten, leuchtete das Gebinde in fast goldenen Farben gegen den grauen Himmel an. So fing die Erntekrone wirkungsvoll die Farben und die Stimmung des Sommers ein und sie wird sie über den Winter hinaus im Foyer des Gebäudes der Landwirtschaftskammer sichtbar für alle bewahren.

Ute Volquardsen begrüßte die Landjugendlichen herzlich und nahm die Erntekrone erfreut entgegen. Als Präsidentin der Landwirtschaftskammer tat sie dies mit ausdrücklichem Dank und in Stellvertretung für alle haupt- und ehrenamtlich tätigen Menschen des Hauses. Sie stellte die Bedeutung der Tradition heraus, dies gebe Halt in unsicheren Zeiten und es sei bewundernswert, wenn sich junge Menschen für so etwas engagierten. Volquardsen bewertete die diesjährige Ernte in Schleswig-Holstein im Getreidebau als sehr zufriedenstellend, beim Mais und bei Kartoffeln als wahrscheinlich regional sehr unterschiedlich und im Feldgemüsebau schlage sich die Trockenheit deutlich im Ertrag nieder. Die Erntekrone als Symbol für Dankbarkeit und Demut rufe in Erinnerung, dass gute Ernten nicht selbstverständlich seien.

Die Landjugendlichen aus dem Nordosten berichteten über die derzeit erfreuliche Situation am Milchmarkt und insbesondere gaben sie einen lebendigen Einblick in ihren Kreisverband. Er umfasse insgesamt rund 500 Mitglieder, aufgeteilt in acht Ortsgruppen. Jede Ortsgruppe habe im Kreisverband einen eigenen Ansprechpartner. Dadurch würden die Ortsgruppen sehr gut unterstützt und der Zusammenhalt in der Gemeinschaft gefördert. Die an diesem Abend Abgeordneten kamen fast alle aus der Landwirtschaft oder haben familiär einen direkten Bezug dazu. Dies sei in den Ortsgruppen jedoch längst nicht mehr so. Dennoch bleibe die Landwirtschaft ein ganz wichtiger Grundpfeiler in der pragmatischen, unkomplizierten und praktischen Unterstützung der landjugendlichen Aktivitäten. Es gehe aber nicht nur um Spiele und Feste. Die jungen Leute bewegen auch viele ernste Fragen und Gedanken bezüglich der Gestaltung ihrer Zukunft und ihres Lebens auf dem Land.

Nach dem Aufhängen der Erntekrone lud Ute Volquardsen ein, das Gespräch in gemütlicher Runde bei einem herzhaften Imbiss fortzuführen.

In der Vorstellungsrunde deutete sich an, wie die Anwesenden sich dafür einsetzen, ihr Leben gemäß ihren individuellen Wertmaßstäben zu formen und zu gestalten. Ihr ehrenamtliches Engagement gilt nicht dem Vergnügen allein, sondern steht oft im Zusammenhang mit einem Informationscharakter beziehungsweise mit Weiterbildung. Nach der coronabedingten Unterbrechung sei es nun eine große Herausforderung, alle Mitglieder vor Ort wieder zu erreichen, sie mitzunehmen, und das bei gleichzeitig stark steigenden Kosten auf allen Ebenen und ohne Aussicht auf bessere finanzielle Ausstattung durch Fördermittelgeber.

Berührungspunkte des Landjugendverbandes mit der Landwirtschaftskammer waren ebenfalls Thema der Gesprächsrunde. Generell unterstützt die Landwirtschaftskammer auf Anfrage projektbezogene Aktivitäten mit Sachmitteln und fachlichem Know-how. Es wurden Möglichkeiten zur Unterstützung zum Beispiel bei der Jugendgruppenleiter-Ausbildung, für den Landes- oder Bundesberufswettbewerb oder für den Deutschen Landjugendtag 2024 ausgelotet. Ein wichtiges Anliegen der jungen Menschen ist es, sich im Bereich Öffentlichkeitsarbeit fortzubilden, um Außenstehenden ihre ländliche und landwirtschaftliche Lebenswirklichkeit authentisch und verstehbar vermitteln zu können.

Das derzeit unsichere weltpolitische und wirtschaftliche Umfeld beeinflusst selbstverständlich auch die Arbeit der Mitglieder im Landjugendverband stark. Jedoch, so formulierte es die Leiterin des Fachbereichs Bildung der Landwirtschaftskammer, Martina Johannes: „Grade in Krisenzeiten gibt es zu dem Motto ‚Bildung, Information, Zusammenhalt’ keine Alternative!“ Dies sei als Ansporn für die Fortsetzung der Ziele und Aktivitäten des Landjugendverbandes zu verstehen.

Zum Abschluss der Veranstaltung versprach Kammerpräsidentin Volquardsen, sich im eigenen Hause und auf allen Ebenen für die Arbeit des Landjugendverbandes einzusetzen. 

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