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Bildung fördern, Gemeinschaft stärken

Verein zur Förderung der Weiterbildung im LandFrauenVerband unterstützt Kreisverbände bei Bildungsangeboten
Von Dr. Claudia Kleimann-Balke
Zur Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder des Fördervereins in Ellerhoop. Fotos: Dr. Claudia Kleimann-Balke

Wer hat schon einmal vom Verein zur Förderung der Weiterbildung im LandFrauenVerband gehört? Hinter diesem auf den ersten Blick etwas umständlichen Namen verbirgt sich eine richtig gute Sache. „Der Förderverein wurde gegründet, um das Bildungsangebot in den Kreisverbänden auszubauen“, erklärt Sylke Messer-Radtke, Vizepräsidentin des LandFrauenVerbandes Schleswig-Holstein.

„Wir unterstützen beispielsweise die Einladung eines besonderen Referenten oder den Besuch einer Ausstellung. Erst kürzlich hat der Kreisverband Steinburg ein Papierwerk besichtig und erhielt dafür eine finanzielle Förderung.“ Um Unterstützung zu bekommen, stellen Kreisverbände für ihre Bildungsveranstaltung einfach beim Förderverein einen Antrag. Der Förderverein ist gemeinnützig und darf Spenden annehmen. Mitglieder sind neben den Ortsvereinen und Kreisverbänden auch Einzelpersonen.

„Mitglieder im Förderverein sind vor allem Frauen, die früher eine Position innehatten“, beschreibt Sylke Messer-Radtke. „Es sind zum Beispiel viele ehemalige Kreisvorsitzende darunter. Sie haben die LandFrauen-Idee verinnerlicht und tragen dieses Gefühl mit ihrer Arbeit im Förderverein weiter.“ Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder des Fördervereins in Ellerhoop.

Einblicke ins Baumschulversuchswesen

Neben der Sitzung nutzten die LandFrauen das jährliche Treffen für den persönlichen Austausch und eine gemeinsame Besichtigung des Gartenbauzentrums der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, wo Thorsten Ufer, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Versuchswesen Gartenbau, Baumschule, die Gruppe durch die moderne Einrichtung führte. Das 2006 eröffnete Zen­trum bündelt Versuchswesen, Beratung sowie Aus- und Weiterbildung unter einem Dach, um Innovationen in den Gartenbau zu bringen und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Baumschulversuchswesen. In Klimakammern, auf Versuchsflächen in Kübeln und im Freiland werden neue Produktionsverfahren, Gehölze und Anbausysteme unter praxisnahen Bedingungen getestet. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Beratung der Betriebe ein. Gemeinsam mit Forschungspartnern, unter anderem der Universität Hannover, arbeitet das Gartenbauzentrum an zukunftsweisenden Projekten und bietet zugleich Auszubildenden, Fachkräften und Unternehmern moderne Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung.

Auf dem Prüfstand

Welcher Steppensalbei ist der schönste? LandFrau Ilona Schütt hilft bei der Auswahl.

„Besonders beeindruckt haben mich die Sichtungen für Gehölze und Rosenneuheiten“, erzählt Ilona Schütt vom Teamvorstand des Kreisverbandes Herzogtum Lauenburg. An verschiedenen Standorten im gesamten Bundesgebiet werden beispielsweise Bartblumen auf ihre Trockenheitsverträglichkeit, Widerstandsfähigkeit und Winterhärte geprüft. „Drei Jahre lang werden sie beobachtet“, beschreibt Thorsten Ufer. „Wie wachsen sie in den unterschiedlichen Regionen? Wie kommen sie mit den jeweiligen Böden klar? Am Ende werden die Ergebnisse zusammengetragen und bewertet.“ Auch die Optik der Blüten spielt eine wesentliche Rolle. „Da können wir uns oft nicht entscheiden, welche Staude die schönsten hat“, ergänzt er. Heute hat er in den LandFrauen eine fachkundige Jury vor Ort. Am Sichtungsfeld sollen sie mithilfe von Holzstäbchen den Steppensalbei markieren, den sie kaufen würden.

Schönster Garten des Nordens

Im Anschluss führte Baumschulgärtnerin Susanne Hackländer die Gruppe durch das Arboretum Ellerhoop. Der als „schönster Garten des Nordens“ bekannte Park vereint Pflanzen aus den verschiedensten Vegetationszonen der Erde und dient zugleich der Bildung, Forschung sowie den Baumschulen als Sichtungsgarten. Auf dem 17,3 ha großen Gelände sind zahlreiche Themengärten angelegt. Der Weiße Garten, das Moorbiotop und der Wasserwald, der Rosenpavillon, der Küstengarten oder der Garten der Seele machten den Rundgang zu einem besonderen Erlebnis. Außerdem befindet sich eine der bedeutendsten Päoniensammlungen Deutschlands im Arboretum. 22 Gärtner kümmern sich rund ums Jahr liebevoll um den Garten und sorgen dafür, dass es zu jeder Jahreszeit etwas zu entdecken gibt. In Frühjahr müssen zum Beispiel rund 26.000 Frühblüher in die Erde gebracht werden. Der Besuch des Gartenzentrums und des Arboretums hat bei Mitgliedern des Fördervereins nachhaltig gewirkt. „Ich hätte nicht gedacht, dass es hier so viele unterschiedliche Gartenwelten zu entdecken gibt“, schwärmt Ilona Schütt. „Ich bin begeistert!“

Chinesischer Garten im Arboretum Ellerhoop
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