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Unentschieden bringt nur Gewinner hervor

Abschluss der Landjugend-Wettaktion auf der Norla
Von Dr. Robert Quakernack
Der Würfel ist gefallen: Landjugendteam, Agrarpolitiker und Jurymitglieder beurteilten das Unentschieden zum Abschluss der Wettaktion als gerechtes Ergebnis. Foto: Robert Quakernack

Ob Blut spenden, Müll sammeln oder Laufen für den guten Zweck – 23 Landjugendgruppen haben sich an der diesjährigen Wettaktion des Landjugendverbandes Schleswig-Holstein (LJV) beteiligt, die von den Sparkassen im Land gefördert wurde. „Wir sind aktiv geblieben“, unterstrich LJV-Vorsitzender Hannes Bumann beim Finale am Sonnabend auf der Norla.

Zum Abschluss der Wettaktion wurde Freiluft-Activity gespielt. Tajo Lass und Malte Blöcker vom LJV traten gegen den FDP-Bundestagsabgeordneten Max Mordhorst und den Grünen-Landtagsabgeordneten Dirk Kock-Rohwer an.

Moderatorin Jessica Bruhn erklärte die Regeln: Ein Würfel entschied darüber, ob die Teilnehmer vorgegebene Begriffe malen, erklären oder pantomimisch darstellen mussten. Pro Runde gab es für jeden erratenen Begriff einen Punkt. Die Jury mit Vertretern der Landjugend, des Bauernverbandes, der Landwirtschaftskammer, des Landesjugendringes und des Bauernblattes gab sich beim Raten große Mühe. Begriffe wie „Ehrenamt“ zu malen oder „Zusammenhalt“ pantomimisch darzustellen, forderte von den Kontrahenten höchsten Einsatz und Kreativität. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen über sechs Runden stand es am Ende 10:10; ein Unentschieden, mit dem sich alle als Gewinner fühlten. So können sich beide Teams auf die Wetteinlösung (eine Kuchenspende) des jeweils anderen freuen.

Ganz ohne politische Statements ließen die Landjugendlichen die Volksvertreter nicht davonkommen. Jeweils 1 min hatten Mordhorst und Kock-Rohwer Zeit, zu vorgegebenen Themen Stellung zu nehmen. Der FDP-Politiker erklärte zum 9-€-Ticket, dass es nichts bringe, wenn die Anbindung fehle. Die Infrastruktur müsse ausgebaut werden. Zudem sei dieser Preis nicht dauerhaft haltbar. Naturschutz sei auch den Liberalen ein Anliegen, aber es müsse möglich bleiben zu wirtschaften. Ehrenamt sollte aus Mordhorsts Sicht mehr Wertschätzung erfahren. Er könne sich kreative Wege vorstellen, ehrenamtliches Engagement mehr zu honorieren, zum Beispiel mit vergünstigten Tickets.

Planungssicherheit ist laut Kock-Rohwer besonders wichtig für die junge Generation. „Wir haben Artenschwund und Klimawandel“, so der Grünen-Politiker. Beides müsste bei Zukunftsentscheidungen berücksichtigt werden. Die Digitalisierung habe in der Corona-Zeit gezeigt, wie Wege eingespart werden könnten. Es gelte nun, die Netze weiter auszubauen, auch im ländlichen Raum. Die steigenden Energiepreise seien Folge einer verfehlten Politik, so Kock-Rohwer. Die Erneuerbaren Energien müssten nun ausgebaut werden. Zudem sollte sich die Landwirtschaft zum Ziel setzen, vom Diesel als Kraftstoff wegzukommen. Beide Politiker betonten die große Bedeutung der Landjugend für einen lebendigen ländlichen Raum.

Die Ehrengäste als Jurymitglieder in die Aktion einzubinden war aus Sicht des LJV eine gelungene Idee. Alle Beteiligten und auch die Zuschauer haben viel gelacht. 

Tajo Lass: Pantomime „Busfahrt mit der Laju“
Dirk Kock-Rohwer (Grüne): Pantomime „Klimawald“
Malte Blöcker: „Landjugendvorstand“ malen
Maximilian Mordhorst (FDP): „Dorfleben“ malenFotos: Tonio Keller
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