StartNachrichtenLandjugendLandjugend: Kreise und Landesvorstand tagten in Ratzeburg

Landjugend: Kreise und Landesvorstand tagten in Ratzeburg

Erste Landesausschusssitzung 2026
Von Johanna Jessen
Zur LAS 1 kamen Vorstände und weitere Landjugendliche in Ratzeburg zusammen. Foto: Thore Groth

Quer durch das verschneite Schleswig-Holstein ging es für den Landesvorstand, die Kreisvorstände und weitere Landjugendliche im Februar: Der Kreislandjugendverband Stormarn lud zur ersten Landesausschusssitzung (LAS) des Jahres ein. Die Tagesordnung für den Sonnabend war gut gefüllt. Nach der Anreise wurde mit einer kleinen Vorstellungsrunde gestartet. Typisch für diese Runden der Landjugend sind besondere Fragen an die Teilnehmenden. An diesem Tag lautete sie: „Team Tresen oder Team Tanzfläche?“ Nach einer sehr amüsanten und interessanten Vorstellungsrunde starteten wir mit der Tagesordnung.

Berichtet wurde von der LaJu Service GmbH und dem Landesjugendring. Danach ging es mit dem Tagesordnungspunkt „Neues aus den Kreisen“ weiter. In diesem Jahr wurde den Kreisvorständen Zeit gegeben, sich mit ihren Kreisbetreuern auszutauschen und zu berichten, was in den Kreisen derzeit los ist und was das Jahr noch so bringt. In diesem Rahmen konnten sie auch sagen, was sie sich von den Kreisbetreuern sowie vom Landesvorstand wünschten. Dieser Workshop war eine neue Art, den Punkt „Neues aus den Kreisen“ auszuarbeiten, und blickt auf eine sehr positive Rückmeldung aus den Kreisvorständen. Die Vorsitzenden Marlies Muxfeldt und Mirco Engelbrecht berichteten anschließend über Aktuelles aus dem Landesverband sowie Neues aus der Geschäftsstelle.

Im Anschluss hatte der Kreislandjugendverband (KLV) Stormarn ein Nachmittagsprogramm ausgearbeitet. Für die Teilnehmenden ging es zur Betriebsbesichtigung auf die Domäne Fredeburg, einen breit aufgestellten Demeter-Betrieb. Dort durften wir uns das Betriebssystem ansehen und erfahren, was die vielen Betriebszweige ausmacht. Dazu gehören Milchvieh mit eigener Käserei, Gemüse- sowie Ackerbau mit alten Kulturen wie Emmer, einer alten Getreidesorte, die dem Hartweizen ähnelt, außerdem Direktvermarktung, Dinkelaufbereitung, Kartoffelanbau sowie Schweine- und Rindermast. Der Betrieb arbeitet nach dem Prinzip, möglichst alles für die Tiere selbst zu erwirtschaften und alles zu verwerten. So werden Abfallkartoffeln statt Mais als Energielieferant fürs Milchvieh genutzt. Alles, was auf dem Hof geboren und gemästet wird, verlässt diesen über den Hofladen.

Wieder in der Jugendherberge angekommen, ging es mit einem Workshop zum Thema „Selfcare im Ehrenamt“ weiter. Dabei wurden in Gruppen fünf goldene Regeln ausgearbeitet. Es zeigte sich ein einheitliches Bild. Die Gruppen waren sich in einem Punkt besonders einig: auch mal Nein zu sagen und die eigene Gesundheit nicht aus den Augen zu verlieren. So langsam neigte sich der erste Tag dem Ende zu. Am Abend hatte der KLV Stormarn ein Abendprogramm in Form von Bingo vorbereitet. Für einige Landjugendliche ging es danach zur Landjugend Sandesneben, die einen „Elternabend“ in Form eines Balls veranstaltete – ein gelungener Tagesabschluss.

Der Demeter-Betrieb Domäne Fredeburg öffnete seine Türen zur Betriebsbesichtigung. Foto: Thore Groth

Der Sonntag startete wieder mit der Anreise neuer Landjugendlicher und einer Vorstellungsrunde, diesmal mit der Frage: „Was ist deine Lieblingsaufgabe bei der eigenen Landjugendfete?“ Danach wurde aus der internationalen Jugendarbeit berichtet und über Austauschmöglichkeiten informiert. Der Agrarausschuss stellte seine Jahresplanung und die diesjährigen Agrarexkursionen vor, bei denen wieder spannende Fahrten und Betriebsbesichtigungen warten. Ein Blick in den Veranstaltungskalender lohnt sich also immer.

Anschließend ging es an die Erntekronenvergaben. Jedes Jahr werden von verschiedenen Kreisvorständen Erntekronen für die Landwirtschaftskammer, den Landtag und das Landwirtschaftsministerium gebunden, neuerdings auch für den Bauernverband. Nach der Übergabe findet stets ein Austausch zwischen der Landjugend und den Empfängern statt, bei dem die Landjugendlichen ihre Anliegen und Wünsche an Politik und Verbandswelt richten können.

Anschließend wurden Termine und Projekte vorgestellt, die der Landesvorstand plant. Dazu gehört auch der Deutsche Landjugendtag, der in diesem Jahr im niedersächsischen Hameln stattfindet. Der Landjugendverband wird mit drei Bussen aus Schleswig-Holstein starten, um unsere Nachbarn zu besuchen. Es warten Feten, Exkursionen, Landjugendliche aus ganz Deutschland und viele neue Eindrücke. Die Anmeldung wird zeitnah möglich sein. Außerdem wurde bereits der Deutsche Landjugendtag 2028 respektive das Interesse an einem Sonderzug aus Schleswig-Holstein diskutiert.

An dieser Stelle gab es auch sehr gute Neuigkeiten: Der La.Le.Le.-Kurs (Landjugend.Leben.Lernen) ist ausgebucht und findet wie geplant statt. Außerdem wurde auf die Fahrt zur Grünen Woche im Januar zurückgeblickt, als fünf Busse aus Schleswig-Holstein nach Berlin fuhren. Im Anschluss berichteten der Förderverein, die LaJu Kiel und der Bund der Deutschen Landjugend. Danach folgte eine weitere Einheit zu „Neues für die Kreise“. Die Kreise tauschten sich ohne Landesvorstand und Geschäftsstelle aus; nach dem Mittagessen wurde die Runde ausgewertet und insgesamt als sehr gute Möglichkeit für einen offenen Austausch zu aktuellen Themen bewertet.

Im Hofladen der Domäne Fredeburg gab es im Anschluss an die Besichtigung die Gelegenheit zur Stärkung. Foto: Johanna Jessen

So neigte sich der zweite Tag und damit auch die LAS dem Ende zu. Es wurden noch die LAS 1 2027 sowie die Kreisausschusssitzung im Herbst vergeben sowie eine Gesamtauswertung der zwei Tage vorgenommen, ehe alle die Heimreise antraten.

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