Ein Nachmittag für alle Sinne erwartete die 20 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer im Jahr100Haus des Freilichtmuseums Molfsee.
Organisiert wurde die Veranstaltung von Bildungsreferentin Dr. Judith Bühlmeier vom LandFrauenverband gemeinsam mit den engagierten Damen des Arbeitskreises Molfsee – mit viel Herzblut und einem stimmigen Programm, das Kunst, Information und Kulinarik auf besondere Weise verband.
Den Auftakt bildete eine fachkundige Führung durch die aktuelle Ausstellung „State of Nature“ der britischen Künstlerin Rebecca Louise Law (siehe Seite 60). Unter der Leitung der stellvertretenden Museumsdirektorin Astrid Paulsen tauchten die Gäste in eine eindrucksvolle Welt aus Naturmaterialien ein.
Rebecca Louise Law ist bekannt für ihre raumgreifenden Installationen aus getrockneten Pflanzen – und im Freilichtmuseum Molfsee spielt dabei auch der Hafer eine besondere Rolle. Zigtausende Halme hängen kopfüber von den Museumsdecken und verwandeln die Räume in ein schwebendes, beinahe poetisches Naturerlebnis. Jede Blüte, jeder Halm erzählt von Wachstum, Wandel und der Vergänglichkeit der Natur. Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich begeistert von der Atmosphäre und der besonderen Verbindung von Kunst und landwirtschaftlichem Ursprung.
Im Anschluss wurde es praktisch – und köstlich: Gemeinsam wurde gebacken und gekocht, natürlich mit Hafer im Mittelpunkt. Auf dem Programm standen frisches Haferbrot, knusprige Haferkekse, herzhafte Hafer-Spinatbratlinge, selbst gemachte Hafermilch und sogar ein überraschend aromatischer Hafer-Sauerkraut-Salat.
Begleitet wurde das gemeinsame Werkeln von amüsanten und interessanten Anekdoten der LandFrauen sowie zahlreichen wissenswerten Informationen rund um das vielseitige Getreide. Abgerundet wurde der Nachmittag durch einen informativen Beitrag von Landwirt Friedrich Gehrt, der anschaulich über Anbau, Bedeutung und aktuelle Entwicklungen rund um den Hafer berichtete. So entstand ein kurzweiliger, inspirierender Nachmittag, der eindrucksvoll zeigte, wie eng Kunst, Landwirtschaft, Bildung und Genuss miteinander verbunden sein können – und wie lebendig Gemeinschaft im ländlichen Raum gestaltet wird.




